Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Felix Krull...Analyse des autobiographischen Erzählers?
Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Abi-Forum -> Felix Krull...Analyse des autobiographischen Erzählers?
 
Autor Nachricht
Koopi007
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 05.03.2008
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 08 Apr 2008 - 17:15:51    Titel: Felix Krull...Analyse des autobiographischen Erzählers?

Was genau ist darunter zu verstehen?Etwa sowas hier:
Erzähltechnik Felix Krull

· Fiktiver Erzähler ist nicht der Autor
· Ich-Perspektive (Nah-Perspektive der handelnden Person)
· fließender Übergang zwischen erzählendem und erlebendem Ich
· Beschreibung der Wirkung handelnder Personen auf das Ich
· auktoriale Züge des Ich- Erzählers:
· direkte Ansprache des Lesers
· Kommentare, oft in Reflexionen mündend
· Bewertungen
· Verwendung von Rück- und Vorblicken, sowie Andeutungen
Erzählerwesen:
· arrogant/selbstverliebt
· auffordernd
· übertreibend, zum Teil extrem beschönigend
Koopi007
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 05.03.2008
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 08 Apr 2008 - 17:20:16    Titel:

Wäre nett wenn ihr mir sagt was ich darunter versteht!Also ruhig auch ausführen!
Kacy1
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 02.04.2008
Beiträge: 16
Wohnort: Winsen Luhe

BeitragVerfasst am: 08 Apr 2008 - 19:07:14    Titel:

Also ich denke da liegst du schon so weit ganz richtig
Meine Frage wäre jetzt, ob man auch direkt die Biographie von Thomas Mann mit seinem Werk vergleichen soll...z.B.: Lord Kilmnarock, auch Thomas Mann verliebte sich als alter Mann in einen Kellner...
Hoffe meine Frage ist verständlich. Confused
Koopi007
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 05.03.2008
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2008 - 17:29:39    Titel:

Ja klar ist richtig....
wir hatten dazu auch noch mehr weiß es aber nicht mehr...
also man findet einige Sachen von Thomas Mann wieder...ist halt ne Autobiographie;)

Und zur Selbststilisierung als Lebensform:
Kann man dazu sagen, dass er einfach immer in die Rollen schlüpft in denen er sich gerne sehen würde? und dies auch nur tut wenn es ihm etwas bringt?
sheeep
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 07.04.2008
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2008 - 17:43:40    Titel:

thomas mann parodisiert sich selbst in der rolle von lord kilmarnock... genauso, wie sein ganzer roman eine parodie ist. sein ganzes leben ist ja auch von ironie geprägt....
felix liebt es, sich in andere rollen hineinzuversetzen.. das sieht man ja schon in seiner kindheit, als er für seinen paten modell stehen sollte, und dann traurig war, wenn er das kostüm wieder ausziehen musste... es war ja schon immer sein traum, in eine andere rolle, am liebsten in die eines prinzen zu schlüpfen und der wird ja auch nachher durch venosta erfüllt... joa, und seine totalen übertreibungen halt immer, dass er ja gottesähnlich ist, er allen menschen überlegen ist und ich glaube, die vertauschbarkeit gehört auch dazu oder? also, dass was sich im hotel abspielt in dieser einen szene, dass ein kellner genauso gut den platz eines adeligen hotelgastes einnehmen könnte, dass alles auf zufall basiert...
hoffe, ich hab dir ein bisschen geholfen Wink
Kacy1
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 02.04.2008
Beiträge: 16
Wohnort: Winsen Luhe

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2008 - 17:56:45    Titel:

Ja das is echt ne Hilfe!!THX!! Very Happy
Uruloki
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 06.11.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 10 Apr 2008 - 08:44:01    Titel:

Koopi007 hat folgendes geschrieben:
J[...]
also man findet einige Sachen von Thomas Mann wieder...ist halt ne Autobiographie;)

[...]


Felix Krull ist keine Autobiograpie von Thomas Mann. Er "benutzt" zwar autobiographisches Erzählen, aber das ist nicht das Gleiche.
Man kann zwar bemerken, dass es gewisse parallelen zwischen Felix und T. Mann gibt, aber es ist trotzdem ein fiktiver Roman.

Meiner Meinung nach erzählt der alte Felix Krull von seinem Leben (hier ist das autobiographische). Es gibt also ein erlebendes und ein erzählendes Ich.
Nadine250688
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 16.03.2008
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 10 Apr 2008 - 14:41:46    Titel:

Hallo!

Also ich habe zu Autobiographisches Erzählen:

- Felix Krull = fiktive Autobiographie (keine richtige!)
- er schreibt müßig und mit Unterbrechungen
- schreibt um sich zu rechtfertigen und Geständnisse abzulegen
- spricht den Leser direkt an
- schreibt zur eigenen Unterhaltung
- er erzählt seine Lebensgeschichte am Ende seines Lebens; allerdings keine Vollendung
joyjo
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 10.04.2008
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 10 Apr 2008 - 15:31:21    Titel:

Nadine250688 hat folgendes geschrieben:

- schreibt um sich zu rechtfertigen und Geständnisse abzulegen


Glaube eher nicht.
Felix hat sich ja während des ganzes Buches kaum bzw. gar nicht selbstkritisch oder rechtfertigend geäußert. Zwar heißt es "Die Bekenntnisse...", aber letztendlich lesen wir da nur seine persönlichen Schilderungen, die er so positiv und interessant wie möglich ausschmückt. Auch um den Leser auf eine gewisse Art zu täuschen (so wie er es in seinen Geschichten bei den Figuren auch tut; sowohl das erlebende als auch das erzählende Ich täuschen und betrügen - das eine die Figuren und Personen im Buch, das andere den Leser selbst). Er ist ja ein ziemlich unzuverlässiger Erzähler, der sich -wie man ihn durch seine Schilderungen kennt- auch bestimmt keine Probleme hätte, den Leser seiner Ausführungen hinters Licht zu führen.

Zudem verändert sich sein Charakter kein Stück im Buch. Deswegen kann er auch nicht selbstkritisch auf seine Erlebnisse zurückblicken.
loevje
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 19.03.2006
Beiträge: 105

BeitragVerfasst am: 10 Apr 2008 - 16:20:53    Titel:

kann mir in diesem zusammenhang jemand erklären was erzählendes und erlebendes ich ist?
ist es so, dass felix krull mal rückblickend erzählt und mal so, als wäre er jetzt in dem moment grade dabei? wenn ja, hat jemand ein beispiel (eine szene) ? Smile

und felix krull entwickelt sich nicht, weil er immernoch wie der kleine junge im späteren leben in verschiedene rollen schlüpft um sich so zu machen wie
er will.. dadurch kann er sich auch nicht entwickeln, richtig? ihm fehlt also eine persönlichkeit! und sein wünsch war es schon immer zu den "reichen" zu gehören, damit er aufmerksamkeit (-> publikum) bekommt!

ich hoffe ich hab das jetzt alles richtig verstanden? Wink
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Abi-Forum -> Felix Krull...Analyse des autobiographischen Erzählers?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4  Weiter
Seite 1 von 4

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum