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Frage :Hessisches Schulgesetzt--Atestpflich---
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jürgen528
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Anmeldungsdatum: 08.04.2008
Beiträge: 1
Wohnort: hessen

BeitragVerfasst am: 08 Apr 2008 - 22:07:09    Titel: Frage :Hessisches Schulgesetzt--Atestpflich---

Hallo,
Ich habe eine wichtige Frage bezüglich des hessischen Schulgesetzes Mad Mad
Würde mich freuen wen sich jemand die Zeit nehmen würde mir einen Rat zu geben.
Mein Sohn ist 18 Jahre alt und besucht die 11 Klasse der gymnasialen Oberstufe.Im ersten Halbjahr der 11 Klasse ist er durch viele Fehlzeiten negativ aufgefallen.Aus diesem Grund bekam er eine unbefristete Atestpflich auferlegt.Nun ist meine Frage ob es legitim is eine solche Ordnungsmassnahme zu verhägen?
Da ich diese Art von Strafe nicht im hessischen Schulgesetzt finden konnte
hoffe ich auf Hilfe von euch? Question
goldberg
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Anmeldungsdatum: 08.03.2008
Beiträge: 89
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 08 Apr 2008 - 22:16:55    Titel:

Als ich noch zur Schule gegangen bin, hatte ich auch mal so eine Situation Embarassed ... Meine Englischlehrerin hat zu mir gesagt, wenn ich ab "jetzt" ohne Attest fehle, gibt sie mir für die Stunde 0 Punkte. So wie ich das sehe, hatte sie auch das Recht dazu. Hat ein Schüler keinen triftigen Grund, dem Unterricht fernzubleiben, so hat er eine ungenügende Leistung erbracht. Wenn Ihr Sohn später irgendwann seinem ersten Arbeitgeber gegenübersteht, wird er sicherlich auch für jeden Fehltag ein Attest vorlegen müssen. Ich sehe da keine Chance eines Rechtsweges. (Ausser vielleicht eine Verfassungsbeschwerde Wink)
tokyob
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Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 3096
Wohnort: Tokyo, Japan

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2008 - 01:57:23    Titel:

Das ist keine extra "Strafmassnahme", sondern § 7(2) der "Verordnung über die Bildungsgänge und die Abiturprüfung in der gymnasialen Oberstufe und dem beruflichen Gymnasium (VOGO/BG)"

"§ 7
Teilnahme am Unterricht

(1) Die Schülerinnen und Schüler müssen am Unterricht teilnehmen und verpflichtende Schulveranstaltungen besuchen. Die Lehrerinnen und Lehrer überprüfen die Anwesenheit der Schülerinnen und Schüler. Die versäumten Unterrichtsstunden werden in den Unterlagen mit dem Vermerk "entschuldigt" oder "unentschuldigt" eingetragen.

(2) Versäumt eine Schülerin oder ein Schüler Unterricht oder verpflichtende Schulveranstaltungen, müssen die Eltern oder die volljährige Schülerin oder der volljährige Schüler spätestens am dritten Versäumnistag der Schule den Grund des Fernbleibens schriftlich mitteilen. Die Schule kann verlangen, dass die Versäumnisgründe durch Vorlage eines ärztlichen Attestes, dessen Kosten die Unterhaltspflichtigen zu tragen haben, nachgewiesen werden. Das gilt auch für Prüfungen."

Die Vorlage von Attesten wird man genau dann machen, wenn es viele Fehlstunden gibt, die eventuell die Leistungsbeurteilung in Frage stellen.

Es gilt naemlich auch :

"§ 14 Leistungsnachweise
...
(3) Ist aus von der Schülerin oder dem Schüler zu vertretenen Gründen die Leistungsbeurteilung am Ende eines Kurses nicht möglich, wird dieser Kurs mit null Punkten beurteilt und gilt damit als nicht besucht.
...
(9) Versäumt eine Schülerin oder ein Schüler aus von ihr oder ihm nicht zu vertretenden Gründen einen schriftlichen Leistungsnachweis oder die besondere Fachprüfung im Sport, entscheidet die Kursleiterin oder der Kursleiter, ob der versäumte schriftliche oder sportpraktische Leistungsnachweis nachzuholen ist. Leistungsnachweise, welche die Schülerin oder der Schüler aus von ihr oder ihm zu vertretenden Gründen versäumt, werden mit null Punkten beurteilt."



http://www.kultusministerium.hessen.de/
=> Schulrecht > Bildungsgänge u. Abiturprüfung in der gymnasialen Oberstufe und dem beruflichen Gymnasium (VOGO/BG).
Ashe
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Anmeldungsdatum: 28.12.2005
Beiträge: 1989

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2008 - 06:10:54    Titel:

goldberg hat folgendes geschrieben:
Wenn Ihr Sohn später irgendwann seinem ersten Arbeitgeber gegenübersteht, wird er sicherlich auch für jeden Fehltag ein Attest vorlegen müssen.


Viele Lehrer sind so etwas von weltfremd! In der Arbeitswelt muss man in der Regel ab dem dritten Fehltag eine AU vorlegen, nicht ab dem ersten. Das erinnert mich an einen Musiklehrer, der meinte, Gehaltserhöhungen würden in Büros mit Namen und Gehalt öffentlich ausgehangen.
DasBa
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Anmeldungsdatum: 08.10.2007
Beiträge: 55

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2008 - 12:20:06    Titel:

Ashe hat folgendes geschrieben:
In der Arbeitswelt muss man in der Regel ab dem dritten Fehltag eine AU vorlegen, nicht ab dem ersten.

Aha. "in der Regel". Wenn der Abrbeitnehmer immer schön regelmäßig am dritten Tag wieder auftaucht, kann der Arbeitgeber auch Atteste verlangen. Ich weiß ja nicht wie das an der Schule um die es hier geht gehandhabt wird, aber eine Attestpflicht kenne ich nur von wirklich harten Fällen.
Außerdem, ich kann's mir einfach nicht verkneifen, geibt es ja einen einfachen Weg, eine Attestpflicht zu umgehen: In die Schule gehen. So wie es zig-tausende andere Schülerinnnen und Schüler machen. Funktionriert gut, und man tut auch was für seine Bildung.
Ashe
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Anmeldungsdatum: 28.12.2005
Beiträge: 1989

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2008 - 19:10:13    Titel:

Zitat:
Aha. "in der Regel". Wenn der Abrbeitnehmer immer schön regelmäßig am dritten Tag wieder auftaucht, kann der Arbeitgeber auch Atteste verlangen.


Genau, in der Regel. Ein ganz normaler Arbeitnehmer, der ein- bis zweimal im Jahr einen Tag zu Hause bleibt, weil er eine Erkältung hat. Keiner, bei dem der Verdacht bestehen könnte, dass er blau macht.
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