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Strafzettel
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czernobill86
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Anmeldungsdatum: 13.01.2006
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: 13 Apr 2008 - 13:39:37    Titel: Strafzettel

Hallo,

ich habe 2 Strafzettel bekommen, weil ich zweimal auf einem Parkplatz geparkt habe, der zur Uni gehört und kostenpflichtig ist. Als ich wieder zum Auto kam, klemmte ein schlecht kopiertes Blatt von der Uniklinik unter dem Scheibenwischer, wonach ich demnächst einen Strafzettel zugestellt bekommen würde. Nach ca. 2 Monaten (ich habe mich schon gefreut, weil ich dachte da kommt nix mehr) kam er dann per Post.

Ist das überhaupt legal, dass irgendwelche Menschen von der Uni mich bei der Stadt melden und ich dann deshalb ein Knöllchen bekomme? Woher will die Stadt wissen, dass ich da geparkt habe. Von ihr habe ich den Zettel ja nich...ok, auf dem Strafzettel steht als Beweis "Foto" dabei, aber das Foto kann ja auch 3 Jahre alt sein, falls es überhaupt existiert!

Wenn ich bei der dummen Behörde anruf und sag denen, Hans Meier parkt immer vor meiner Tür im Halteverbot, bekommt der ja auch keinen Strafzettel!


Wie lange nach dem Falschparken mss ein Strafzettel zugestellt werden?

danke!
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 13 Apr 2008 - 13:44:07    Titel: Re: Strafzettel

czernobill86 hat folgendes geschrieben:
(...= Ist das überhaupt legal, dass irgendwelche Menschen von der Uni mich bei der Stadt melden und ich dann deshalb ein Knöllchen bekomme? (...)

Natürlich. Jeder kann Anzeige bei der zuständigen Behörde erstatten. Gilt selbstverständlich auch für Verkehrsordnungswidrigkeiten.

Ansonsten gilt: Hier keine Rechtsberatung. Willst du dich gegen den Bescheid wenden, solltest du anwaltlichen Rat einholen.
Moondiver
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Anmeldungsdatum: 29.10.2007
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2008 - 09:57:40    Titel:

naja, aber es gilt auch hier wie bei allen angelegenheiten im deutschen recht, dass die schuld nachgewiesen werden muss. d.h. hat der kläger z.b. ein foto gemacht, ist die sache bewiesen.
eine aussage allein, kann vor gericht als nicht bewiesen geurteilt werden.
in allen fällen ist die möglichkeit des widerspruches gegeben.
ein nachteil wird dadurch nicht entstehen.
quatsch
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Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 3493

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2008 - 12:32:47    Titel:

Moondiver hat folgendes geschrieben:
eine aussage allein, kann vor gericht als nicht bewiesen geurteilt werden.

Selbstverständlich ist eine Zeugenaussage ein Beweis. Was meinst Du, warum täglich in deutschen Gerichten Massen an Zeugen aufmarschieren (z. B. der Herr Sommer)? Etwas anderes ist die Beweiswürdigung durch den Richter, aus der Perspektive ist ein Urkundsbeweis immer besser (ob ein Photo als solcher gilt, bin ich mir allerdings auch nicht sicher), aber ein Zeugenbeweis ist selbstverständlich auch ein Beweis.
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2008 - 22:55:43    Titel:

Moondiver hat folgendes geschrieben:
(...) in allen fällen ist die möglichkeit des widerspruches gegeben.
ein nachteil wird dadurch nicht entstehen.

Wenn du die zusätzliche Verwaltungsgebühr nicht als Nachteil ansiehst, liegst du richtig. Wink Vgl. ansonsten quatschs Beitrag. Letztlich läuft sowohl beim Zeugen- als auch beim Augenscheinsbeweis alles auf §§ 46 OwiG, 261 StPO hinaus.
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2008 - 00:06:05    Titel:

Moondiver hat folgendes geschrieben:
naja, aber es gilt auch hier wie bei allen angelegenheiten im deutschen recht, dass die schuld nachgewiesen werden muss. d.h. hat der kläger z.b. ein foto gemacht, ist die sache bewiesen.
eine aussage allein, kann vor gericht als nicht bewiesen geurteilt werden.
in allen fällen ist die möglichkeit des widerspruches gegeben.
ein nachteil wird dadurch nicht entstehen.


Das mit der freien richterlichen Beweiswürdigung üben wir nochmal.
Diplomierter
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 12.06.2007
Beiträge: 1988
Wohnort: Am Tor zum Allgäu

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2008 - 01:40:44    Titel:

Ordnungswidrigkeiten verjähren, gaube ich, nach zwei Monaten!
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2008 - 07:26:20    Titel:

Doppelt falsch.

Für Ordnungswidrigkeiten gilt im Grundsatz eine Verjährungsfrist von sechs Monaten bis drei Jahren je nach Höhe der angedrohten Geldbuße (§ 31 OwiG). Nur bei Verkehrsordnungswidrigkeiten gilt die Sonderregelung des § 26 III StVG, die eine Verjährungszeit von drei Monaten bestimmt.
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