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Gutgläubiger einredefreier Hypothekenerwerb?
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sandraAxo
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Anmeldungsdatum: 14.04.2008
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 14 Apr 2008 - 16:06:45    Titel: Gutgläubiger einredefreier Hypothekenerwerb?

Hallo alle miteinander.

Ich bin am Verzweifeln und weiß nicht mehr weiter Sad .

Der Fall ist folgendermaßen:
Wir haben eine nicht wirksame (Brief-)Hypothekenbestellung und nichtige Forderung im Erstwerwerb, dann aber eine wirksame Abtretung und damit einen gutgläubigen, forderungsentkleideten Hypothekenerwerb nach §§ 1138, 892 an einen Zweiterwerber. Soweit, so gut.
Forderung und Hypothekenbestellung sind beide nichtig, weil ein Vertreter ohne Vertretungsmacht gehandelt hat und nicht genehmigt wurde (§ 177). Der Vertreter hat den Vertretenen auch bei der Sicherungsabrede "vertreten", womit diese auch unwirksam ist. Jetzt hat der Ersterwerber aber den gutgläubigen Zweiterwerber über die Darlehenskondiktionen "im Einzelnen aufgeklärt" (wichtig ist dabei, dass die Darlehensvaluta erst nach 10 Jahren zurückgezahlt werden sollte, vorher nur Zinszahlung - also auch die Hypothek nicht vor Ablauf der 10 Jahre verwertet werden sollte).

Bei der Prüfung des Punktes: Anspruch des Zweiterwerbers gegen den Eigentümer auf Duldung der Zwangsversteigeung nach § 1147 find ich nichts über die Fälligkeit. Bzw. immer nur dieselben Sachen, dass ein gutgläubiger Einredefreier Erwerb möglich ist (bei dem der Erwerber auch sofort Vollstrecken kann, weil er die Forderung ja nicht durchsetzen kann?!?) und dass falls keine Frist für die Fälligkeit bestimmt ist, nach § 1141 eine Kündigung nötig ist. Rein nach der Gesetzeslage würde ich annehmen, dass der Zweiterwerber kündigen muss, damit die Fälligkeit des Anspruchs herbeiführt und dann Duldung der Zwangsvollstreckung verlangen kann oder evtl. sogar sofort Zwangsvollstreckung verlangen kann?!?
Jedenfalls erscheint mir dieses Ergebnis als absolut unbillig und mit Treu und Glauben nicht vereinbar - das kanns doch nicht sein! Der Zweiterwerber ist hinsichtlich der Fälligkeit eben NICHT gutgläubig nach § 892 sondern wurde darüber aufgeklärt.
Wie kann es sein, dass die Tatsache, dass der Sicherungsvertrag durch einen Vertreter ohne Vertretungsmacht abgeschlossen wurde - also wegen des Verstoßes gegen Vorschriften, die den Vertretenen schützen sollen nichtig ist - zu einer Unwirksamkeit der darin getroffenen Absprachen führen, mit der Folge dass ein rießiger NACHTEIL für den Vertretenen entsteht und dies TROTZ der Bösgläubigkeit des Zweiterwerbers!!!
Überseh ich irgendwas? Ich hab wirklich mehrere Tage dazu gesucht und nichts gefunden!!! Wie find ich denn was dazu oder unterlieg ich nem Denkfehler?

Ich hoffe ihr könnt mir helfen, ich weiß echt nicht mehr weiter Confused

Liebe Grüße,
Sandra
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