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Zentralabitur 2008 Deutsch LK Berlin
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tigra_08
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 25 Apr 2008 - 17:05:25    Titel:

ich hab doch n link gefunden, ist auf seite 9 zu finden!
Hier, Zitat:

"Diese Vorschläge für eine Rechtschreibreform sind zweifellos nicht nur originell, sondern geradezu revolutionär – jedenfalls dann, wenn man sie mit den Rechtschreibreformen vergleicht, die uns in der nächsten Zeit bevorstehen. Es ist schon erstaunlich, mit welchen Änderungen Brecht einverstanden wäre: Die Großschreibung am Satzanfang hält er für unnötig, tz wird vereinfacht, ck durch kk ersetzt, Fremdwörter gerade aus dem Bildungswortschatz dürfen weitgehend der deutschen Schreibweise angeglichen werden, und das immerhin zu einer Zeit, wo man vielleicht noch mit dem zilinder ins teater, also mit dem Zylinder ins Theater, gehen konnte. Dass razio doch ein wenig seltsam aussieht, mag verständlich sein, und die Schreibung nazion hatte damals vielleicht noch deutlich ein politisch belastetes Aussehen. Erstaunlich ist auch, dass Brecht offensichtlich nicht glaubte, dass nach einer solchen Reform die alten Bücher schwer lesbar werden. Das Vertrauen auf die Möglichkeiten einer sehr weit gehenden Reform war bei Brecht erstaunlich groß."
betsy123
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 25 Apr 2008 - 17:07:15    Titel:

@ Dr_Ahnung

das klingt verdammt logisch aber war es damit zwingend ironie ? oder lässt es sich auch als ernst auslegen ? Confused
Dr_Ahnung
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Anmeldungsdatum: 25.04.2008
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 25 Apr 2008 - 17:22:31    Titel:

An betsy gerichtet:

Die Art und Weise einen Text untersuchend zu erschliessen sieht immer die Möglichkeit vor, den Text erstens auf unterschiedliche Schwerpunkte hin zu analysieren und zweitens den Text argumentativ in ein anderes Licht zu rücken, d.h. wenn deine Argumentation in Bezug auf ironische Textmerkmale gegenteilig ausgelegt wurde, hat dies keine schwerwiegenden Bewertungskonsequenzen sofern deine eigene Argumentation hieb- und stichfest ist. Ich denke du brauchst dir also keine Sorgen zu machen.
Eine andere Art den Text zu betrachten und dabei ironische Gesichtspunkte zu Tage zu ziehen, wäre möglich wenn man auf die Theatertheorie eingeht um Schlüsse zu ziehen. So zeigt sich, dass Brecht die anhaltende Reihe von "Mitgefühldramaturgien" gebrochen hat und eine Distanzierung von Zuschauer und Bühnencharakter aufzeigt. Das dargestellte wird also nicht mehr mit Identifikation assoziert, sondern wird als Gegenposition abschreckend dargestellt. Bezieht man diese Fakten auf den Argumentationsaufbau des vorgelegten Textes, so scheint eine ironische Abhandlung als korrekt und zu Brecht passend.
MfG Dr. C Ahnung
tigra_08
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 25 Apr 2008 - 17:30:31    Titel:

Hmm... ganz ehrlich, bin nicht schlauer als davor Crying or Very sad

@Dr_Ahnung:

was halten Sie den von meinen Theorien?
jojojo89
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 25 Apr 2008 - 17:32:04    Titel:

@dr_ahnung: thx jetzt ist mir ein stein vom herzen gefallen...
gruß
Dr_Ahnung
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Anmeldungsdatum: 25.04.2008
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 25 Apr 2008 - 17:36:49    Titel:

Tigra,
auf welche Theorien beziehst du dich denn?
betsy123
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 25 Apr 2008 - 17:37:32    Titel:

hmm naja gut, mag sein, dass man vllt auch unter umständen gegenteilige argumente in bezug auf die mögliche ironie findet, wenn jedoch im erwartungshorizont steht, dass der eine dafür, der andre dagegen ist, weil seine argumentation auf ironischer basis ist, dann denk ich hab ich einfach mal völlig das thema verfehlt und ich könnte mir vorstellen, dass es dann auch keine große rolle spielt, ob ich möglicherweise auch passende argumente hab...was ich nur nich verstehe ist, warum unsre lehrerin dann meinte es wäre die leichteste aufgabe, also die für "schwächeren" wenn sie doch den erwartungshorizont kennt und die ironie erst mal vom schüler erkannt werden muss...oder ich bin einfach nur viiiiiiiiel zu dämlich für die aufgabe gewesen Shocked Sad Embarassed
tigra_08
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 25 Apr 2008 - 17:39:50    Titel:

@ Dr_Ahnung

Also, Mann ist gegen eine Reform und Brecht für eine.
Mann und Brecht vertreten eine unterschiedliche Meinung, denn Mann kritisiert von anfang an die Reform und Brecht unterstützt sie so sehr, dass er gleich ein Modell der reform vorstellt.

Doch er widerspricht sich!!!!

Mann ist relativ sachlich und betont, dass es nur seine eigene Meinung ist.

In seiner Überschrift sticht "Ortografi" hervor --> meiner Meinung nach Ironie, da er zeigen will, wie "verarmt" (dieses Wort benutze er auch in seinem Kommentar) das Wort dann aussieht.
Dr_Ahnung
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Anmeldungsdatum: 25.04.2008
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 25 Apr 2008 - 17:45:02    Titel:

An betsy gerichtet,

es ist unnötig, dir Sorgen zu machen. Ein Thema zu verfehlen ist sehr sehr unwahrscheinlich, da der Bereich der möglichen Antworten sehr breit gefächtert ist, wie dir wohl aus anderen Klausuren bekannt sein dürfte.
Sprachst du vorhin davon, dass Mann für oder gegen eine Reform der Orthographie sei?

MfG Dr. C Ahnung
betsy123
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 25 Apr 2008 - 17:50:12    Titel:

beim vergleich kam ich zum einen darauf, dass beide zwar dafür sind, mann die orthografie allerdings in jedem fall so lassen will aus versch gründen und brecht sie modifizieren will zu gunsten der vereinfachung der aussprache und des lesens, das jedoch nur bei bestimmten wörtern...bei gefühlsbetonten wörtern hab ich geschrieben würde er keine veränderung vornehmen weil die intension verändert werden würde bei lapidalen dagegen kann man laut ihm ohne probleme vereinfachen. als weiteren vergleichaspekt hab ich noch den geschichtlichen hintergrund erwähnt, den mann zum einen beibehalten will(pietät)und auf den auch brecht beim verändern stößt und letztendlich der meinung is, dass zb assoziationen mit der schreckensherrschaft der nationalsozialisten vermieden werden sollten. zusätzlich dazu hab ich dass mann besonderen wert auf die aussprache legt, brecht sie dagegen in einigen fällen, wo er sie für unwichtig hält verändert.
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