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Zentralabitur 2008 Deutsch LK Berlin
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BrilliantBrunette
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Anmeldungsdatum: 23.04.2008
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 23 Apr 2008 - 19:25:48    Titel:

Kabelsalat hat folgendes geschrieben:
Ich sehe es als eine Endzeitsvision, die deutlich macht, dass das Desinteresse der Menschen an Berlin, vor allem das Desinteresse der Dichter, die nicht mal mehr lyrische Werke über Berlin verfassen wollen, zur Folge hat, dass Berlin untergeht.


aber da finde ich fällt es wieder schwer, die elegie da unterzubringen, die ja über das bereits vergangene berlin berichten würde...
hm..irgendwie ein anderer ansatz...

wie würdest du denn die elegie da unterbringen?
Kabelsalat
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Anmeldungsdatum: 23.04.2008
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 23 Apr 2008 - 19:25:54    Titel:

Das kann man dann ganz gut mit der DDR, in der Kunert ja gelebt hat, verbinden.
Kabelsalat
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Anmeldungsdatum: 23.04.2008
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 23 Apr 2008 - 19:28:09    Titel:

Also ich habe sie halt als Klagelied gesehen, dass ein letzter Mensch hervorbringt, der noch an der stadt hängt, aber diese verweht dann im wind und niemand will mehr etwas davon hören. er ist sozusagen der letzte dichter, der noch versucht über berlin zu schreiben, muss dann aber auch resignierend aufgeben. berlin ist für immer ausgelöscht.

das ist auch der unterschied zum ersten gedicht, in dem berlin zwar auch zerstört wurde, aber in der erinnerung weiterlebt.
steffchen.kr
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Anmeldungsdatum: 19.11.2007
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 23 Apr 2008 - 19:28:27    Titel:

das ding hab ich so in wind geschossen. im nachhinein ists mir auch klar.
die letzte strophe... kein mensch wird das gedicht mehr lesen weil es keine menschen mehr gibt bei diesen ewigen auseinandersetzungen (zu dieser zeit kalter krieg)... so ne pisse...


und ich hab da was geschrieben von, menschen reden nicht mehr über vergangens, zu schweigen weils so lang her ist (bröckelnder stein).
oder adressiert an den wind.. der wind gibt ebenfalls keine antwort.
es werden lediglich fragen aufgeworfen.
ein überlicher narr ist der absender.
üblich als negativierung, nichts ist mehr besonders... (bezug zu max frischs, homo faber der das übliche ebenfalls als abwertung verwendet).
das schweigen wird auch durch das ende des liedes verstärkt. denn es gibt keinen ton mehr. genauso wie keiner worte mehr darüber verliert werden.

wenn man will kann man das schon interpretieren aber logischer sind andere schlussfolgerungen.. ach jeee


Zuletzt bearbeitet von steffchen.kr am 23 Apr 2008 - 19:31:40, insgesamt einmal bearbeitet
steffchen.kr
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Anmeldungsdatum: 19.11.2007
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 23 Apr 2008 - 19:30:05    Titel:

Kabelsalat hat folgendes geschrieben:
Also ich habe sie halt als Klagelied gesehen, dass ein letzter Mensch hervorbringt, der noch an der stadt hängt, aber diese verweht dann im wind und niemand will mehr etwas davon hören. er ist sozusagen der letzte dichter, der noch versucht über berlin zu schreiben, muss dann aber auch resignierend aufgeben. berlin ist für immer ausgelöscht.

das ist auch der unterschied zum ersten gedicht, in dem berlin zwar auch zerstört wurde, aber in der erinnerung weiterlebt.



genau darauf wollte ich hinaus konnts aber nicht so gut darstellen. habs anhand vieler metaphern und bildern versucht zu erklären.
mistaker
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Anmeldungsdatum: 05.03.2008
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 23 Apr 2008 - 19:47:52    Titel:

Adressiert an den Wind:

Bezogen auf Benn, ein Gedicht, dass keinem weiterhilft, wenn man es gelesen hat bringt es einen ja doch nichts (da ist keine Aufforderung, keine Motivation, nichts), also adressiert an alle und keinen.

absender:
bezogen auf benn, Benn war ein Narr, sowohl in dem Gedicht über etwas, was nicht mehr existiert, also auch in seinen gedichten zuvor (kleine aster, krebsbarracke) mit denen er sich alles andere als sympathie eingefangen hat



Das letzte Gedicht über Berlin -
Wie wird das wohl sein?
Hymnisch? Voller Ironie?

Passt auch bestens, denn ich wusste nicht, ob Benn es ernst oder ironisch meint und ebenso könnte es sich Kunert gedacht haben.

Wohlgemerkt, ich habe das komplette gedicht auf benn gezogen & es ging auch ganz gut auf.
steffchen.kr
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Anmeldungsdatum: 19.11.2007
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 23 Apr 2008 - 19:58:33    Titel:

auch ein nachvollziehbarer gedanke den ich mir aber im erwartungshorizont nicht so sehr vorstellen kann...

ich hoffe so sehr dass kabelsalat und damit auch meine deutungen richtigkeit haben...
logisch jeder hofft das für seine eigenen ansätze
Kabelsalat
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Anmeldungsdatum: 23.04.2008
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 23 Apr 2008 - 19:58:47    Titel:

@mistaker:
Hm also, ich kann deinen Gedankengang schon in gewisser Weise nachvollziehen.
Aber wenn das wirklich ein Teil des Erwartungshorizontes ist, finde ich es doch sehr weit hergeholt...Also ich denke nicht, dass man da so einfach drauf kommt.
Wie bist du darauf gekommen? War dir das gleich klar, als du beide gelesen hast?


Zuletzt bearbeitet von Kabelsalat am 23 Apr 2008 - 19:59:48, insgesamt einmal bearbeitet
BrilliantBrunette
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Anmeldungsdatum: 23.04.2008
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 23 Apr 2008 - 19:58:48    Titel:

hm..naja, klingt schon alles ganz schlüssig, kabelsalat Wink vor allem kannst du wenigstens ausdrücken, was du meinst, so dass andere es verstehen Wink

naja, man wird sehen. fands eben schwierig, das 2. überhaupt unterzubringen.

aber ich denke eben, dass, solange etwas in sich schlüssig erscheint, oder wenigstens nachzuvollziehen ist, auch wenn es nicht der "erwartete" gedankengang ist, nicht "falsch" sein kann. Wink vielleicht ein vorteil gegenüber mathe Laughing
steffchen.kr
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Anmeldungsdatum: 19.11.2007
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 23 Apr 2008 - 20:06:18    Titel:

bei mathe haste den wiederholungsfehler-bonus Wink
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