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Faust I Wald und Höhle
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Samidu
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Anmeldungsdatum: 10.01.2008
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2008 - 19:25:31    Titel: Faust I Wald und Höhle

Hallo!

Wir sollen eine Erörterung zu dieser Szene anfertigen und dabei insbesondere auf die Aussage von Faust eingehen: "Ja, würdest du es ahnen können, Du wärst Teufel gnug, mein Glück mir nicht zu gönnen." (Zeile 3280-3281)

Ich versteh einfach nicht, was genau Faust damit meint, bzw. worauf er sich genau bezieht. Nur die Freude an der Natur kann es nicht sein... aber was genau meint er?
Ich hatte die Idee, dass es sich eventuell auf die Liebe zu Gretchen bezieht. Mephistos selbst hat ja die Liebe niemals kennen gelernt und kann Fausts Empfinden daher auch nicht nachvollziehen ("...würdest du es ahnen können..."). Und Mephistos Ziel ist es schließlich, Faust auf die schiefe Bahn zu führen, um die Wette mit Gott zu gewinnen. Würde Mephisto also wissen, wie stark die Liebe Fausts zu Gretchen ist, würde er also versuchen, ihm dieses Gefühl auszutreiben und ihm sozusagen sein "Glück mir nicht zu gönnen".

Was meint ihr? Kann das hinkommen? Wenn nein, welche Ideen habt ihr, worauf sich Faust sonst beziehen könnte bei dieser Aussage?

Gruß,
Samidu
Vesar
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 1360
Wohnort: Toulouse/Frankreich

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2008 - 20:10:58    Titel:

Bedenke, was passiert, wenn Faust sagt: "Zum Augenblicke werd ich sagen, verweile doch du bist so schön." Was passiert, wenn Faust Glück empfindet, so dass er gerne diesen Augenblick verewigen würde? Richtig, dann wird ihn der Teufel holen. Hierauf spielt er an. Wenn er Glück empfindet, ist der Vertrag beendet und Mephisto kann Faust holen. Deswegen "gönnt" Mephisto ihm kein Glück, damit er seine Wette mit Gott gewinnt.
Samidu
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Anmeldungsdatum: 10.01.2008
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2008 - 23:50:58    Titel:

Erstmal dank für die Hilfe!

Aber Faust weiß doch nichts von der Wette zwischen dem Teufel und Gott. Er kann nicht wissen, dass es Mephisto in erster Linie darum geht, ihn vom "rechten Weg" abzubringen. Er müsste doch eigentlich denken, dass Mephisto ihm dieses Glück gönnt und daher geradezu auf den Ausspruch "Zum Augenblicke werd ich sagen, verweile doch du bist so schön." wartet, damit dieser Fausts Seele für sich beanspruchen kann.
Oder ich hab dich jetzt irgendwie falsche verstanden... ^^
Vesar
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 1360
Wohnort: Toulouse/Frankreich

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2008 - 00:30:12    Titel:

Die Wette zwischen Gott und Mephisto ist, dass Mephisto es schafft, Faust vom rechten Weg abzubringen. Natürlich weiß Faust nichts von der Wette.

Der Vertrag zwischen Faust und Mephisto sieht vor, dass Faust auf das Glück verzichtet. Faust weiß also, dass, wenn er Glück empfindet, es dann mit seiner Seele vorbei ist. Er weiß also, dass Mephisto ihm kein Glück gönnt. Dieses Glück ist erreicht, wenn er sagt "Zum Augenblicke..."

Die Frage ist dann weiterführend, warum darf Faust kein Glück empfinden? Denn Glück bedeutet das Gute im Menschen. Damit würde Mephisto seine Wette verlieren.

Es handelt sich also um zwei verschiedene Dinge, die aber miteinander in Zusammenhang stehen.

Verstehst du es jetzt besser?
aal
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Anmeldungsdatum: 11.03.2007
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 04 Mai 2008 - 21:21:24    Titel:

Ganz so ist es nicht, aber grob stimmt es.
Faust wettet mit dem Teufel, dass dieser ihn nicht glücklich machen kann.
Dieser versucht es mit allen Mitteln, aber Faust fühlt sich von allen Freuden unbeeindruckt und es tretten auf alles was der Teufel tut, trotz der Freuden negative Konsequenzen zu Tage.
Da Faust aber nicht auf die Weise eines Durchschnittsmenschen an der Welt interessiert ist, sondern wissen will, was sie im innersten zusammenhält, kann der Teufel die Wette garnicht gewinnen.
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