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In meinem Fall remonstrieren?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> In meinem Fall remonstrieren?
 
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Shizzow
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 143

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2008 - 20:37:10    Titel: In meinem Fall remonstrieren?

Hallo!

Ich wollte euch mal kurz meinen Fall schildern: Also Ö-Recht ist nicht wirklich so gelaufen wie ich gedacht habe. Ergebnis: 2 Pkt.

Es ging um ein Organstreitverfahren.

Zulässigkeit:
Hier ist mE ein Angriffspunkt.
1. Der Korrektor schreibt ich hätte nicht alle Zulässigkeitsvoraussetzungen behandelt, habe ich aber. Also jedenfalls sind alle Punkte angesprochen, vllt. nicht in der gewünschten Tiefe behandelt, aber das berechtigt ja wohl nicht zur Aussage "nicht behandelt", oder?
2. Angeblich fehle das Rechtsschutzbedürfnis (mit Anmerkung dass dies nicht weiter negativ bewertet wurde), habe ich aber auch hingeschrieben.
3. Mein Streitgegenstand sei zu ungenau geprüft. An dieser Stelle habe ich im Gutachten einen Verweis auf die Skizze, wo ich den Streitgegenstand noch genauer ausgeführt habe. Die Skizze habe ich nicht zurückbekommen, die fehlt einfach.

Begründetheit:
Hmm da befürchte ich gibt es nichts zu bemängeln. Alle Einwendungen kann ich im Grunde nachvollziehen, das wollte ich also nicht in die Remonstration mit aufnehmen.


Meint ihr ich hätte damit Erfolg? Und was soll man von den Vorurteilen à la "Oh dann macht man sich für immer beim Prof unbeliebt" etc. halten?


Vielen Dank für eure Antworten.

Gruß Shizzow
Krawallbiene
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Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 5181

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2008 - 20:46:19    Titel:

mhm bei 2 Pkt wirds sicherlich schwer. da muss der Korrektor wirklich schlecht bewertet haben. Wenn es jetzt 3 Pkt wären, würde ich es sofort machen. Kenne auch Leute bei denen es ohne Probleme geklappt hat und die noch mind. genau so beliebt wie vorher sind.

Wenn du dich wirklich ungerecht bewertet fühlst, versuche es. Ich meine was soll schon passieren?! Mehr als durchfallen kannst du eh nicht mehr.

Bei uns hieß es immer in den Örechts Klausuren: Die Zulässigkeit muss richtig ausgeführt worden sein, bzw sollte keine bis minimale Fehler aufweisen. Dann muss da noch einigermaßen was von der Begründetheit stehen. Das wären dann 4 Pkt.

Wenn bei dir natürlich die Zulässigkeit nach Ansichten des Korrektors schon daneben ist, wirds sicherlich schwer. Eine Zulässigkeitsprüfung gibt ja keine Extrapunkte...
Sharillon
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Anmeldungsdatum: 29.02.2008
Beiträge: 183

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2008 - 20:48:30    Titel:

Wir haben gelernt, dass man mit ner super Zulässigkeit und ner scheiß Begründetheit keine Klausur besteht.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2008 - 20:50:55    Titel:

Also, nachdem, was du schilderst, dürfte eine Remo nicht so große Aussicht auf Erfolg haben.
Den Punkt 2 kannst du schonmal streichen, da in die Bewertung nicht eingegangen.
Punkt 3: Verweis auf die Skizze? Also, entscheidend ist, was im Gutachten steht - das wird bewertet! Kannst du also auch streichen.
Punkt 1: Selbst wenn dies ein Korrektormangel wäre, würde das kaum von 2 auf 4 Punkte raufgehen. Die Zulässigkeit macht den wesentlich geringeren Teil der Bewertung aus, erstrecht wenn die entsprechenden Merkmale unproblematisch sind.

Ach ja, dem Prof wird es herzlich egal sein, wer wegen was remonstriert. Damit verscherzt man es sich bei keinem. Und selbst wenn - was soll's? In Jura kommt es nicht auf Sympathien an, da Bewertung durch Korrekturassistenten. Und im Examen wird man eh immer von mehreren geprüft.
Shizzow
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 143

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2008 - 21:07:29    Titel:

Ok vielen Dank für die schnellen und hilfreichen Antworten.

Also ich bräuchte ca. 8 (von möglichen 68 ) zusätzlichen Pkt um zu bestehen. Der Wert ist jetzt geschätzt, da ich nicht weiß ab wann genau die Klausur als bestanden zählt.

Zulässigkeit und Begründetheit wurden im Punkteverhältnis 12 zu 39 beurteilt, nur so als Information.

Ich denke die Chance von 3,5 auf 10-11 Punkte in der Zulässigkeit zu kommen ist wohl eher unwahrscheinlich oder?


Gruß
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2008 - 21:23:42    Titel:

Lass dir die Klausur von einem höherrangigen Semester einfach mal durchgucken. So direkt würd' ich sagen, daß das Monieren der Vollständigkeit der Zulässigkeitvoraussetzungen vielleicht was bringen könnte, jedenfalls wenn die denn tatsächlich ausreichend geprüft sind.
Ein Verweis auf ne Skizze wird dir wahrscheinlich nie Punkte bringen, da halt die Klausuren eine gutachterliche Stellungnahme erwarten.

Glaub auch, dass die Chancen eher schlecht stehen, aber zeig die Klausur mal jemanden, der sich damit auskennt.
Shizzow
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 143

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2008 - 21:32:19    Titel:

Mit dem Verweis auf die Skizze ist nicht gemeint, dass ich da irgendwo einen interessanten Punkt hingekritzelt habe.

Ich habe mehrere im Gutachtenstil ausformulierte Sätze auf das Skizzen-Blatt geschrieben, da ich nicht wusste wo ich es hinschreiben sollte. Immerhin war es eine nachträgliche Idee von mir gewesen. Kann mich da nochmal bitte jemand aufklären, wo man denn Sachen die einem im Nachhinein einfallen am besten aufschreibt.


Lieben Gruß!
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2008 - 22:10:32    Titel:

Ans Ende der Klausur? Wie kommt man auf die Idee, irgendwas in die Skizze zu kritzeln und dann zu erwarten, dass der Verweis auf die Skizze bewertet wird?
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2008 - 22:13:07    Titel:

Darauf läufts hinaus. Schreiben sie innerhalb der Ihnen zur Verfügung stehenden Zeit das Richtige an die richtige Stelle.

Normalerweise wirst de in der Klausur nicht die Zeit haben, dich in Ruhe mit dem Gesetz zu beschäftigen und lange über die Gesetzessubsumtion nachzudenken. Die Zusammenhänge müssen eigentlich schon vor der Klausur entsprechend oft durch Fall-Lösen trainiert werden, damit sie sitzen und man die Gefahr verringert auf den falschen Fuss erwischt zu werden.
Die Klausur müßte im Idealfall so aussehen, daß de sie in einem Rutsch vortragen könntest.

Hier (in Köln) werden im großen Klausurenkurs werden die ehemaligen Staatsexamensklausuren zum Schreiben angeboten. Da hast de dann auch nur 4 1/4 Stunden Zeit zum Schreiben und der Sachverhalt geht über zwei Seiten.

Wenn dir nochwas einfällt am Ende, versuchs einfach ob de es noch zwischen den Text klemmen kannst oder noch Zeit genug hast ne Seite dazwischenzuklemmen.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2008 - 22:19:56    Titel:

Shizzow hat folgendes geschrieben:
Mit dem Verweis auf die Skizze ist nicht gemeint, dass ich da irgendwo einen interessanten Punkt hingekritzelt habe.

Ich habe mehrere im Gutachtenstil ausformulierte Sätze auf das Skizzen-Blatt geschrieben, da ich nicht wusste wo ich es hinschreiben sollte. Immerhin war es eine nachträgliche Idee von mir gewesen. Kann mich da nochmal bitte jemand aufklären, wo man denn Sachen die einem im Nachhinein einfallen am besten aufschreibt.


Lieben Gruß!


Nun ja, du unterschreibst die Klausur, nicht die Skizze. Da darfst du also nicht erwarten, dass das als gültig angesehen wird.
Wieso hast du denn kein Sternchen gemacht und einen separaten Zettel eingelegt? Das mache ich immer so, wenn mir noch was einfällt.

Tipp: Suche den Fehler lieber bei dir und nicht bei den Korrektoren, heißt: Akzeptiere die Note und beschäftige dich mit den wirklichen Fehlern aus der Begründetheit.
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