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Salzsäure
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MinniMaus20
Gast






BeitragVerfasst am: 31 März 2005 - 17:27:43    Titel: Salzsäure

Hallo,

es geht um die Herstellung einer 2 molaren HCl-Lösung.

Die Molmasse beträgt ja ca. 35,5u muß ich also 71g HCl auf einen Liter auffüllen oder muss ich über die Dichte das Volumen von 71g HCl ausrechnen und dieses dann auffüllen.

Oder ist die Formel so: HCl x H2O und die Molmasse damit 35+18 also 62 und das ganze dann mal zwei und dann die gleichen Fragen wie oben.

Genauso bei einer 1 molaren Natriumhydroxid-Lösung:

NaOH hat hat ja ca. 40u oder ist es wieder NaOH x H2O und damit 58u? Wären eine 6 molare NaOH-Lsg dann 240g auf 1 Liter aufüllen oder 324g ?


Wäre wirklich sehr froh, wenn mir das einer von euch Jungs erklären könnte!
BamiGoreng
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Anmeldungsdatum: 12.11.2004
Beiträge: 350
Wohnort: Leverkusen

BeitragVerfasst am: 31 März 2005 - 20:02:26    Titel:

Du brauchst bei einer 1 molaren Lösung ein Mol der Substanz in einem Liter Lösung.
Damit beantwortet sich die Frage doch letztendlich von selbst: theoretisch nimmst du für deine 2 molare HCl-Lösung 71 g und füllst sie auf 1 L Lösung auf. Da HCl als Reinstoff gasig ist, geht das natürlich nicht so einfach wie bei der Herstellug von Natronlauge, aber theoretisch ist es korrekt.

In der Praxis nimmst du konzentriertere Lösungen und verdünnst diese mit Wasser um die gewünschte Konzentration zu erhalten!


Zuletzt bearbeitet von BamiGoreng am 03 Apr 2005 - 11:07:22, insgesamt einmal bearbeitet
MinniMaus
Gast






BeitragVerfasst am: 31 März 2005 - 20:49:01    Titel:

Danke Bami!

nur soweit so schön. heißt das die 100%ige HCl-Lsg hat die Formel HCl x H2O und damit die Molmasse 62u und ich muss quasi 124g Salzsäure abwiegen und auf 1 Liter auffüllen?

Genauso mit der Natronlauge: ist die Formel jetzt NaOH oder NaOH x H2O? Hat damit die Molmasse 40u oder 58u und ich muss es abwiegen und dann auf 1 Liter auffüllen? Wie wird das in der Praxis hergestellt? Bei KOH weiß ich, dass man einfach diese weißen Tabletten (welche Summenformel haben die?) abwiegen muss. Wie sieht das bei Natronlauge aus?

Die Theorie ist ja schön und gut nur, wie es dann praktisch im Labor gehandhabt wird interessiert mich.

Ich weiß, das sind viele Fragen und alle ziemlich trivial, aber ich würde mich schon a bisserl freuen, wenn mir das jm. der aus der Praxis kommt nochmal darlegen könnte Wink

Danke!!!
BamiGoreng
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Anmeldungsdatum: 12.11.2004
Beiträge: 350
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BeitragVerfasst am: 01 Apr 2005 - 12:06:38    Titel:

nein... 100%ige HCl ist überhaupt keine Lösung.
100% heiist dass alles HCl ist, ohne Wasser, sprich reines Chlorwasserstoffgas!
Und die Formel bezieht sich immer auf den Reinstoff, egal aob Salzsäure, Essigsäure oder irgendeine Base oder ein anderes Salz!

Und was du mit KOH (also Kaliumhydroxid) machen kannst, kannst du genauso mit Natriumhydroxid machen; Du musst halt nur die molaren Massen kennen um die entsprechende Stoffmenge einwiegen zu können.

In der Praxis im Labor, vor allem wenn es auf hunderstel mol ankommt oder noch genauer sein sollte, funktioniert das ganze noch einfacher.
Die Reinstoffe (also KOH oder NaOH) haben die unangenehme Eigenschaft recht hydroskopisch zu sein, also Feuchtigkeit aus der Luft anzuziehen
(Leg mal einfach 10 g KOH-Tabletten auf die Analysenwaage und verfolge, wie sich die Masse verändert).
Daher gibt es von bestimmten Firmen Kartuschen, deren Inhalt man nur exakt auf einen Liter auffüllen muss, um eine Lösung mit 1 mol/L herzustellen. Diese Lösungen gibt es von fast allen Substanzen, mit denen im Labor so titriert wird!

Noch weitere Fragen?
MinniMaus
Gast






BeitragVerfasst am: 02 Apr 2005 - 10:06:53    Titel:

Danke!

Also mit dem 100%igen Chlorwasserstoff, das hab ich verstanden. Allerdings immer noch nicht, wie das jetzt in der Praxis ist. Ich habe dann doch keinen 100%igen Chlorwasserstoff im Labor zur verfügen, sonder sicherlich eine x%ige Lösung oder wie liegt das in der Praxis vor. und dann wird es doch wieder schieriger?!

Sagen wir ich möchte eine 2 molare HCl herstellen, was meinst du, dass ich zur Verfügung habe?

Die andere Sache ist die mit dem CaCl2 x 2H2O (als Besipiel).
Wir sind nämlich mal in einem Praktikum so vorgegangen um eine 0,01 molare Lsg herzustellen:

0,01(40,08 + [2 x 35, 45] + [2 x 18] )= 1,4698 sprich 1,4698g / L CaCl2 genommen.

War das jetzt richtig oder wäre richtiger:

0,01 ( 40,08 + [2 x 35,45] ) = 1,1098 sprich 1,1098g /L CaCl2 einwiegen???

Es geht ja nur ums Prinzip, in dem Fall ist der Unterschied ja wahrscehinlich marginal, mich verwirrt eben nur dieses x2H2O.

Ich weiß, ich nerve dich bestimmt mit diesen dummen Fragen, aber wäre echt nett, wenn du mir bei diesen noch Licht in meine Geistige Dunkelheit bringen könntest Wink

Ciao!
BamiGoreng
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Anmeldungsdatum: 12.11.2004
Beiträge: 350
Wohnort: Leverkusen

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2005 - 11:35:18    Titel:

Also nochmal:
natürlich hast du (normalerweise) kein HCl - Gas im Labor, das in Wasser gelöst wird, sondern Salzsäuren mit höheren Konzentrationen, die dann so verdünnt wird, wie es gebraucht wird. Wie gesagt, von verschiedenen Firmen gibt es Standard-Lösungen zum Verdünnen (spontan fällt mir z.B. Riedel-de-Haen ein).
Die liefern Plastik-Kartuschen mit genau abgefüllter, konzentrierter Säure. Oben und unten hast du je eine Öffnung, durch die du die Lösung in einen Messkolben einfüllst, gut mit dest. Wasser ausspülst und dann im Kolben auf einen Liter auffüllst.
Das mit dem CaCl2 x 2H2O hat mit der Verdünnung nichts zu tun. Die 2 H2O sind sog. Kristallwasser; Wassermoleküle, die sich fest in das Kristallgitter einfügen. Hast Du solches Material, musst du natürlich beim einwiegen das Wasser miteinbeziehen. Du wiegst es schliesslich mit ein, aber es beeinflusst normalerweise Deine Reaktionen nicht.
Alternativ kannst du das Material bei etwa 110 oder 120°C im Trockenschrank so lange Trocknen, bis das Kristallwasser vollständig verdunstet ist, jedoch hast Du dann das Problem, dass Du relativ zügig einwiegen musst, das das Material dann Wasser aus der Luftfeuchtigkeit als Kristallwasser einlagert.

Klar geworden?
MinniMaus
Gast






BeitragVerfasst am: 02 Apr 2005 - 12:41:07    Titel:

AXO!!!

jetzt hab ich das verstanden. Das Material lag einfach in der Form NaOH x H2O vor. und deshalb. Ich muss also nur drauf achten welches Material ich da habe.

Das mit den Kartuschen muss ich natürlich außer acht lassen, wäre natürlich toll wenn ich solche hätte, aber ich glaube die werde ich mir nicht extra bestellen dürfen Sad

Ich habe mal gegoogelt und gehe mal davon aus, dass ich 25%ige Salzsäure zur Verfügung habe. Was meintest du jetzt mit häher konzentriert und dann verdünnen? Ich meine 25% ist doch nicht hochkonzentriert?
Aber ich habe mir folgende Gedanken dazu gemacht:

Wenn das HCl mit 25% in der Lösung konzentriert ist, dann sind in einem Liter 250g Salzsäure, die die Molmasse 36,5g/mol hat. Heißt das dann, dass ich eine 250g/36,5gmol-1 = 6,8 molare Salzsäure habe? Und das ich diese, um eine 2 molare zu erhalten 1:3,4 verdünnen muss? Sprich ich nehme 29,4 ml 25%ige HCl und verdünne auf 100ml? und habe dann schließlich meine lang ersehnte 2 molare?
BamiGoreng
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Anmeldungsdatum: 12.11.2004
Beiträge: 350
Wohnort: Leverkusen

BeitragVerfasst am: 03 Apr 2005 - 11:05:03    Titel:

ja... ganauso meine ich das mit dem Verdünnen... und 25% ist für eine Salzsäure schon recht hochkonzentriert.
Technische brauchbare Salzsäure bekommst du bis maximal 37 %. Und diese Salzsäure raucht schon, d.h. HCl - Gas wird in kleineren Mengen schon abgegeben. Mehr HCl ist in Wasser und normalen Bedingungen (also Raumtemperatur) einfach nciht löslich.

noch ein kleiner tipp zu Deiner 25% Salzäure:
ich würde eine kleine Probe mit einer definierten Natronlauge titrieren um den korrekten Gehalt zu ermitteln, da die 25% salzsäure meistens technisch ist und der gehalt schon mal um ein oder 2 % varrieren kann.
Alternativ kannst du natürlich auch eine 2 molare Salzsäure aus der 25% so herstellen und die dan mit Natronlauge titrieren, um dir einen "Korrektur-Faktor" zu ermitteln.
MinniMaus
Gast






BeitragVerfasst am: 03 Apr 2005 - 14:26:11    Titel:

Ok! Vielen lieben Dank für deine Hilfe!!! Smile
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