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Vereinfachung der deutschen Sprache
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J.C.Denton
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6279

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2008 - 12:19:56    Titel:

Miriel hat folgendes geschrieben:
Hallo J.C. Denton,

sehr genial, muss ich schon sagen! Smile
Wenn du nichts dagegen hast, würde ich diese 5 Schritte zur Vereinfachung auch in meinem Weblog ("Wunderland Deutsch") vorstellen.

LG, Miriel


Das stammt leider nicht von mir. Du kannst es ja nutzen. Cool
stechus kaktus
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 18 Mai 2008 - 16:28:32    Titel:

Redundanzen oder Buchstaben die man je nach Situation anders ausspricht könnten tatsächlich weg, sind ja logisch auch kaum zu rechtfertigen, aber bei "kemi" muss ich an dieses Kauderwelsch aus der Bergregion denken, dann lieber neuen Buchstaben erfinden, also ein s mit Dach oder sowas...

z ersetzt durch s ?
Du meinst eher ein s ersetzt durch z, was man wiederum nicht mit c verwechseln darf wie bisher.

Bei Großschreibung aber bitte Satzanfang und Eigennamen wie bisher beibehalten.
Übrigens fällt mir gerade das ß auf, was es besser kann als ein s erschließt sich mir nicht so ganz, also weg damit Wink
Sorjana
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Anmeldungsdatum: 19.05.2008
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2008 - 14:58:31    Titel:

Wozu vereinfachen die deutsche Sprache? Sie ist einfach und schön! Sie widerspiegelt die Mentalität des Volkes. Siehst du deine Nation so primitiv?
J.C.Denton
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6279

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2008 - 11:37:15    Titel:

Ich hole das nochmals raus und habe einiges gefunden. Mark Twain hat da auch etwas zur Verbesserung vorgeschlagen. Das Hörbuch ist kostenlos.

http://vorleser.net/html/twain.html
Teekessel
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Anmeldungsdatum: 02.04.2007
Beiträge: 209

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2008 - 14:02:11    Titel:

Die meisten germanischen Sprachen sind bereits massiv vereinfacht worden:

Englisch:
- keine Kasusflexion außer vielleicht das Genitiv -s
- regelmäßige Pluralbildung -s/-es (mit paar Ausnahmen)
- kein grammatisches Genus
- strikte Wortstellung Subjekt-Verb-Objekt
- bis auf 3.Person Singular Präsens Indikativ keine Personalendungen (außer bei to have und to be)
- kein richtiger Konjunktiv

Norwegisch/Schwedisch/Dänisch:
- keine Kasusflexion außer vielleicht das Genitiv -s
- regelmäßige Pluralbildung auf -ar oder -er
- häufig: Verschmelzung des Maskulinums und des Femininums zum Utrum
- keine Personalendungen
- häufig: Postpositionierung des bestimmten Artikels; Singular -en/a/et, plural -ene/ane
- viele starke Verben werden schwach "konjugiert" - vergleiche norwegisch "tenke, tenkte, har tenkt" mit "denken, dachte, habe gedacht"
- soweit ich weiß entspricht der Konjunktiv dem Infinitv (aber das ohne gewähr)

Holländisch:
- Kasusflexion fast völlig verschwunden, insgesamt weniger Endungen als deutsch (wobei holländisch kann ich nur schwer beurteilen, ich habs noch nie gelernt...)


Die einzigen beiden richtig konservativen Sprachen sind Deutsch - und Isländisch, dessen Grammatik so komplex ist, dass sogar die Deutsche dagegen einfach aussieht.
Teekessel
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Anmeldungsdatum: 02.04.2007
Beiträge: 209

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2008 - 15:10:31    Titel:

So, dies ist ein Versuch, die Komplexität der deutschen Grammatik der Einfachkeit leichterer germanischer Sprachen anzupassen. Als erstes brauchen wir nen kurzen Text, an dem wir die Veränderungen vergleichen und nachvollziehen können.

Mein Lieblingsbuch für Übersetzungsarbeiten ist "Der kleine Prinz" von Antoine de St.Exupéry.

Zitat:

Als die Stunde des Abschieds kommt, kommt auch der Schmerz des Abschieds. Doch bevor der Abschied endgültig genommen wird, schickt der Fuchs den kleine Prinzen noch einmal zu dem Rosengarten, damit er erkennen möge, dass er seine Rose im Herzen trägt und dass sie eben dadurch einmalig ist: "Geh die Rosen wieder anschauen. Du wirst begreifen, dass die deine einzig ist in der Welt. Du wirst wiederkommen und mir adieu sagen, und ich werde dir ein Geheimnis schenken." Der kleine Prinz geht zum Rosengarten, und dort erkennt er die im Angesicht der blühenden Pracht: "Ihr seid schön, aber ihr seid leer." Er kehrt zum endgültigen Abschied zum Fuchs zurück, und dieser offenbart ihm: "Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.


1.: Strikte Wortstellung Subjekt-Verb-Objekt, Akkusativ vor Dativ, Prädikate aus mehreren Wörtern können nicht getrenjnt werden.
2.: Genitive werden durch op-Präpositionalphrasen, Dative durch tu-Präpositionalphrasen ersetzt
3.: der, die, das... wird zu de verkürzt, ein, eine... zu ei
4.: Kasus-Flexion fällt weg

Zitat:

Als de Stunde op de Abschied kommt, auch de Schmerz op de Abschied kommt. Doch bevor de Abschied wird genommen endgültig, de Fuchs schickt de kleine Prinz tu de Rosengarten noch einmal, damit er möge erkennen, dass er trägt seine Rose in de Herz und dass sie ist einmalig dadurch eben: "Geh anschauen wieder de Rosen. Du wirst begreifen, dass die deine ist einzig in der Welt. Du wirst wiederkommen und sagen adieu tu mir, und ich werde schenken ei Geheimnis tu dir." De kleine Prinz geht tu de Rosengarten, und dort er erkennt de in de Angesicht op de blühende Pracht: "Ihr seid schön, aber ihr seid leer." Er kehrt zurück tu de Fuchs tu de endgültige Abschied, und dieser offenbart tu ihm: "Hier mein Geheimnis ist. Es ist ganz einfach: Man sieht nur gut mit de Herz. De Wesentliche ist unsichtbar für de Augen


5.: So, jetzt etwas Kosmetik, ein paar Lautverschiebungen rückgängig machen und neue dazutun:
ts -> t oder s // pf -> p // ch -> k // sch vor Konsonant -> s // sch -> sk // auslautendes s -> t // au - öh // ei in geschl. silben -> eh // g zwischen Vokalen und vor e und i -> j
6.: Substantive werden nicht mehr großgeschrieben
7.: Infinitiv und Präsensform auf -e
8.: bei Objektpronomen keine Unterscheidung zwischen Akkusativ und Dativ: mei, dei, ham, hör, et, uns, oik, sie
9.: auslautendes -e bei Substantiven fällt weg
10. Subjektpronomen: ik, du, er, se, et, nei, vei, dem (aus verschiedenen Spachen zusammengeklaut Wink )
11. An ein paar überflüssigen Stellen werde ich ein paar Flexions-"n"s entfernen

Zitat:

Als de stund op de abskied komme, de smert op de abskied komme ök. Dok bevor de abskied werde genommen endgültig, de fux skike de kléne prins tu de rosegarte nok énmal, damit han möje erkenne, dat er trage seine Ros in de hert und dat sie ist énmalig dadurk eben: "Jeh ansköhe wieder de Rosen. Du werde begrépe, dat die déne ist éntig in de velt. Du werde wiederkomme und sage adieu tu mei, und ik werde skenke ei jehémnis tu dei." De kléne prins jée tu de rosegarte und dort er erkenne de in de anjesikt op de blühende prakt: "Vei séd skön, aber vei séd lér." Er kére turück tu de fux tu de endgültije abskied, und dieser oppenbare tu ham: "Hier mén jehémnis ist. Et ist gant énfak: Man sehe nur gut mit de hert. De wésentlike ist unsiktbar für de öhjen


So, jetzt bin ich fast fertig mit der Verunstaltung. Nur noch ein paar Kleinigkeiten ändern, und dann hab ich mit ein duzent Regeländerungen aus Deutsch eine Mischung aus holländisch und schwedisch gemacht. Cool

Zitat:

Nor de stund op de abskijd komme, de smært op de abskijd komme øk. Dok bevor de abskijd werde jenomme enjølti, de fux skikke de kléne prins tu de rosegarte nok énmal, før dat han møje erkenne, dat er trage sei ros in de hært und dat et ær énmalij dadørk eben: "Jé anskøhe wijder de roses. Du wærde begrépe, dat de dein ær éntig in de vælt. Du wærde wijderkomme und sage adiø tu mei, und ik werde skenke ei jehémnis tu dei." De kléne prins jée tu de rosegarte und dort er erkenne de in de anjesikt op de bløhende prakt: "Vei ær skøn, men vei ær lér." Er kére bakk tu de fux tu de enjølti abskijd, und dijse oppenbare tu ham: "Hær mén jehémnis ær. Et ær gant énfak: Man sehe nur bra mit de hert. De wésentlike ist unsiktbar für de öjn
Vesar
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 1360
Wohnort: Toulouse/Frankreich

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2008 - 15:49:53    Titel:

Das ist doch der gleiche Quatsch wie im ersten Posting dieses Threads.
Teekessel
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Anmeldungsdatum: 02.04.2007
Beiträge: 209

BeitragVerfasst am: 27 Sep 2008 - 16:54:59    Titel:

Stimmt nicht. Im ersten Posting wurde nur die Orthographie vereinfacht.

Hier erfolgten konsequente Lautverschiebungen und Eingriffe in die Grammatik sowie schließlich auch der Orthographie um zu zeigen, wie ähnlich sich die germanischen Sprachen unter eiander wirklich sind.

Unter uns - im großen und ganzen ist das da oben eine konstruierte Sprache, die sich an einer natürlichen Sprache orientiert - eine unter Tausenden...
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