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(direkte / indirkete) Preiselastizität
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Foren-Übersicht -> VWL/BWL-Forum -> (direkte / indirkete) Preiselastizität
 
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Verzweifelt
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BeitragVerfasst am: 31 März 2005 - 22:19:01    Titel: (direkte / indirkete) Preiselastizität

Hallo Ihr Lieben,

könnt mir jemand weiterhelfen bei den Begriffen:

Pdir: (-)X > 1 elastische Preiselasizität
Pdir. (-)X < 1 unelastische Preisel.

Pindir. -x < 1 unelastische (indirekte) Preiselasizität
Pindir. x > 1 elastische .....

Ich kann mir darunter nichts vorstellen und die Bücher sagen mir auch nichts...
Mango
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Anmeldungsdatum: 04.12.2004
Beiträge: 1168

BeitragVerfasst am: 31 März 2005 - 23:57:34    Titel:

kannst Du das bitte ausschreiben, mit deiner Version kann ich im Moment nich so ganz viel Anfangen.

Üblicherweise ist die Preiselastizität des Gutes x nach dem Preis p definiert als

e=dx/dp * p/x
also die partielle Ableitung der Nachfrage x nach dem Preis p, multipliziert mit p/x
Inhaltlich besagt die Preiselastizität, wie sich die Nachfrage prozentual verändert, wenn der Preis sich um 1% verändert (naturgemäß ist hier die elastizität negativ, weil dx/dp natürlich (mal von besonderen ausnahmen abgesehen) die Nachfrage nach einem Gut fällt, wenn der Preis steigt und umgekehrt).

Falls die Elastizität größer als 1 ist, heißt das logischerweise, dass, falls der Preis um 1% steigt, die Nachfrage um mehr als 1% fällt, d.h. man könnte sagen, bei einer Elastizität größer als 1 ist die Nachfrage relativ elastisch.
Umgekehrt bei einer E. die kleiner als 1 ist, fällt die Nachfrage um weniger als 1%, wenn der Preis um 1% steigt, man könnte also sagen, die Nachfrage ist relativ unelastisch.

Was bei dir der Unterschied zwischen indirekter und direkter Preiselastizität ist, kann ich dir nur (und auch nur vielleicht Wink sagen, wenn ich weiß, wie bei dir X und x definiert/hergeleitet werden (also marshal/hicksche Nachfragen vielleicht? )
Karo_maus
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Anmeldungsdatum: 15.06.2005
Beiträge: 28

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2005 - 11:36:09    Titel:

Habe dazu auch gleich mal eine frage. habe so eine ähnlich frage vor mir liegen. wollte nur wissen, ob ich da so ungefähr richtlig liege.
als erstes mal die frage

Wie ist die Preiselastizität n der Nachfrage nach einem Gut X definiert und was bedeutet es, wenn n den Wert –0,5 hat? Angenommen, die Preiselastizität der Nachfrage eines repräsentativen Haushalts nach Rindfleisch beträgt – 0,5 und der Rindfleischpreis steigt um 10 %. In welche Richtung und um wieviel Prozent verändert sich dann die Ausgabe dieses Haushalts für Rindfleisch?

so, wenn ich nun die 10% zu den -0,5 hinzuziehe bin ich doch auf
-0,55555 usw. also verschiebt sich doch die kurve nach links. oder habe ich einen denkfehler?

erbitte schnelle hilfe, bevor ich hier noch total verzweifle!!!

karomaus
Mango
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Anmeldungsdatum: 04.12.2004
Beiträge: 1168

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2005 - 12:12:51    Titel:

Hrhr, ganz langsam und der Reihe nach.

Bei den Elastizitäten gehts ja darum, wie eine Größe auf die andere reagiert, von mir aus die Nachfrage nach Rindfleisch auf den Preis nach Rindfleisch.

Wenn x die Nachfrage nach Rindfleisch und p der Preis nach Rindfleisch wäre, würde Dir also

dX/dP

sagen, wie die Nachfrage (x) auf eine Veränderung des Preises (P) reagiert. Dummerweise hast Du hier jetzt aber noch die Einheiten mit drin (also kg oder Gramm oder Tonnen für Rindfleisch, Euro oder Cent für den Preis usw), die eine vergleichbarkeit verschiedener Güter erschweren. Deshalb hat der liebe Gott uns die Elastizität geschenkt. Multiplizierst Du also diese größe mit P/x, du hast also

dx/dP * P/x

und das ist die Preiselastizität der Nachfrage. Diese besagt, um wieviel PROZENT sich die Nachfrage nach Rindfleisch ändert, wenn der Preis um ein Prozent steigt.

Nehmen wir also wie in deinem Beispiel an, die Preiselastizität wäre -0,5

n=dx/dP * P/x=-0,5

Das bedeutet, wenn der Preis um 1% steigt, fällt die Nachfrage um 0,5%.
Und wenn der Preis wie bei Dir um 10% steigt, fällt die Nachfrage entsprechend um 5% (allerdings wird bei großen Sprüngen die Elastizität ungenau, weil es sich genaugenommen nur um eine lineare Approximation, eben die Punktelastizität, handelt).

Da wird nichts "Zusammengezogen" oder so Wink Die Elastizität sagt wirklich nur, wenn sich der Preis um 1% ändert, um wieviel Prozent ändert sich die Nachfrage. Und bei 10% Preisänderung ändert er sich eben (näherungsweise) 10 mal so stark.

Noch was: Da verschiebt sich garnix, schon garnicht die Nachfragekurve oder so. Die zeigt ja den Zusammenhang zwischen Preis und Nachfrage. Wenn sich also der Preis ändert, wanderst Du auf der Kurve entlang, aber sie verschiebt sich auf keinen Fall
Karo_maus
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Anmeldungsdatum: 15.06.2005
Beiträge: 28

BeitragVerfasst am: 05 Aug 2005 - 08:47:08    Titel:

ach jetzt verstehe ich das erstmal. aber wann verändert sich denn die nachfragekurve? mein dozent sagt, immer sie verschiebt sich nach links bzw. nach rechts? wann macht sie das denn dann? ich dachte immer wenn der preis sich ändert, aber das scheint falsch zu sein.

noch was, das d in deiner formel steht das für delta? mein dozent hat da immer so ein dreieck benutzt und das als delta beschrieben? ansonsten müsste bei mir alles klar sein. (nehme ich jetzt erstmal an!!!)

vielen dank für die schnelle hilfe´!!!
Mango
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Anmeldungsdatum: 04.12.2004
Beiträge: 1168

BeitragVerfasst am: 05 Aug 2005 - 10:12:54    Titel:

oh je, was treiben die Profs denn bei Euch Wink das mit Delta oder so zu schreiben verwirrt in meinen Augen nur. Aber im weitesten Sinne hast Du Recht, das d entspricht bei deinem Prof dem Delta

(genaugenommen wird für unendlich kleine Differenzen das Delta zum d, und das d hat den Vorteil, dass man damit leichter rechnen kann, denn:
dx/dp ist ja nichts anderes, als x'(p), also einfach die Funktion x abgeleitet)

Eine Kurve VERSCHIEBT sich immer dann, wenn sich ein Parameter ändert, der (graphisch gesehen) an keiner Achse eingezeichnet ist. Deine Kurve, die im (x,P)-Raum gezeichnet ist, verschiebt sich also NICHT, wenn x oder P sich ändern, weil die Kurve selbst sagt ja, wie x und P zusammenhängen, deshalb wanderst Du auf der Kurve entlang.

Nehmen wir nun ein anderes Beispiel an, sagen wir, die Nachfrage nach Bier sei:
x(P,T)=10-3P+T
Wobei P der Bierpreis und T die Temperatur in C° sei (je wärmer es ist desto mehr Bier wird getrunken).

Nun malst Du die Nachfrage wieder in ein (x,P)-Diagramm, das dir den Zusammenhang zwischen Preis und Nachfrage für gegebene Temperatur zeigt, d.h. wenn der Preis sich ändert, bewegst Du dich nach wie vor AUF der Kurve.

Wenn nun die Temperatur T steigt, wird die ganze Nachfragekurve nach rechts verschoben, denn bei jedem Preis P wird nun eine höhere Menge x nachgefragt.

Also, zusammengefasst:
- Ändert sich eine der beiden Größen, die im Diagramm eingezeichnet sind => Bewegung AUF der Kurve

- Ändert sich eine andere Größe => Verschiebung der Kurve
Karo_maus
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Beiträge: 28

BeitragVerfasst am: 05 Aug 2005 - 10:42:19    Titel:

naja zu meinem prof will ich mal nix falsches sagen... aber ich finde es ist sehr schwer bei ihm überhaupt mitzukommen. aber so wie du es erklärst finde ich es einleuchtend. das mit der verschiebung, denke ich mal ist jetzt klar.

um noch mal zur elastizität zu kommen. wie ist es denn mit der Einkommenssteuerelastizität? ist das genauso wie bei der Preiselastizität? oder muss ich da was anderes beachten?

P. S. kannst du dich nicht als unser mentor bewerben? Wink
Mango
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Anmeldungsdatum: 04.12.2004
Beiträge: 1168

BeitragVerfasst am: 05 Aug 2005 - 11:06:42    Titel:

Hehe, danke für die Blumen Wink

Jede Elastizität besagt, um wieviel Prozent sich Größe a ändert, wenn größe b um ein Prozent steigt.

Die Preiselastizität der Nachfrage besagt, um wieviel Prozent die Nachfrage fällt (oder steigt ^^), wenn der Preis um ein Prozent steigt.

Demzufolge besagt die Einkommenssteuerelastizität (ich vermute mal die Einkommenssteuerelastizität der Nachfrage), um wieviel Prozent sich die Nachfrage ändert, wenn sich die Einkommenssteuer um ein Prozent ändert.


Du siehst, es ist (wie fast immer in VWL) nicht sinnvoll, einzelne Definitionen auswendig zu lernen, sondern besser (und viel zeitsparender), einmal das Konzept der Elastizitäten zu verstehen, und es dann auf das konkrete Problem anzuwenden.

Übrigens auch mathematisch wäre natürlich die Definition die selbe.

Wenn x die Nachfrage und T die Steuern sind, dann ist die Einkommenssteuerelastizität
dx/dT * T/x

(also die Nachfragefunktion nach T abgeleitet, und dann mit T/x multipliziert)
Karo_maus
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Anmeldungsdatum: 15.06.2005
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BeitragVerfasst am: 05 Aug 2005 - 11:27:43    Titel:

das ist mir schon klar das ich definitionen nicht auswendig lernen brauche. hat mir meine mutti schon immer gesagt als ich noch in der schule war.

hm, ich glaube mal ich kann die aufgabe auch alleine lösen mit der einkommenssteuerelastizität.

aber nochmal zum besseren verstehen der preiselastizität. habe ich hier noch eine aufgabe. für die jährliche CD nachfrage eines Haushalts in Abhängigkeit vom CD PReis und dem Haushaltseinkommen folgendes gegeben

jährliche Nachfragemenge in STück bei einem Jahreshaushaltseinkommen in höhe von 1. 25.000 € und 2. mit 30.000 €

bei einem Preis von 8 € werden 1. 40 nachgefragt und 2. 50 nachgefragt
bei einem Preis von 10 € werden 1. 32 nachgefragt und 2. 45 nachgefragt.

Also wenn jetzt in der ersten zeile die nachgefragte menge ansteigt bei steigendem Jahreshaushaltseinkommen müsste doch eigentlich die Elestizität sinken. bei mir steigt aber die Elastizität!? ich habe da nämlich eine steigerung von 5 auf 6,25 raus. und Insgesamt eine Steigerung um 25%

Wenn ich doch falsch liegen sollte: ich habe gerechnet 40/8sowie 50/8. und das dann ins verhältnis gesetzt um die prozente rauszubekommen.
Mango
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Anmeldungsdatum: 04.12.2004
Beiträge: 1168

BeitragVerfasst am: 05 Aug 2005 - 12:05:47    Titel:

Hmmm, ich muss gestehen wir haben sowas nie mit Zahlen oder so gerechnet, deshalb alles jetzt nur unter Vorbehalt.

Zunächst, möchtest Du die Preiselastizität oder die Einkommenselastizität?

Nehmen wir die Preiselastizität:
Der Haushalt mit 25k kauft:

- bei 8€ 40 Stück
- bei 10€ 32 Stück

Die Nachfrage fällt um 20% ([32-40]/40), wenn der Preis um 25% ([10-8]/8 ) steigt.

Wenn Du wissen willst, wie die Nachfrage auf eine einprozentige Preisänderung reagiert, musst Du die -20% noch durch 25 teilen, also erhälst Du als Preiselastizität des armen Haushalts -20/25=-0,8

Für den reichen Haushalt gilt
- 50 bei 8€
- 45 bei 10€

Preis steigt auch hier um 25%, die Nachfrage fällt aber nur um 10%. Folglich ist hier die Nachfrageelastizität -10/25=-0,4

D.h. die Preiselastizität bei der CD-Nachfrage ist beim reichen (absolut gesehen) geringer. Ist auch sinnvoll, wenn ich Hartz IV krieg und CDs werden 25% teurer fängt Kazaa wahrscheinlich an zu glühen, wenn ich reich bin ists mir relativ egal und ich kaufe nur ein bischen weniger CDs.
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