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Inflation und Geldmenge M3
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Gordon Gekko87
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Anmeldungsdatum: 15.05.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 15 Mai 2008 - 20:06:46    Titel: Inflation und Geldmenge M3

Hi muss vorrausschicken das ich nicht VWL studiere und in diesem Bereich nur ein wenig Grundwissen habe.

Mein Problem ist folgendes im Internet stoße ich immer öfter auf folgende Formel zur berechnung der Inflation:
Gelmengenwachstum M3 - BIP-Wachstum=Inflation
und zwar vornehmlich auf Seiten die dem FIAT-Money misstrauen wie z.B. Goldseiten.de aber auch im WIKI-Artikel zum Warenkorb
http://de.wikipedia.org/wiki/Warenkorb siehe
Probleme des Warenkorbmodells zur "Inflations"-Berechnung

Auffällig ist das in dieser Formel nich das nominale BIP-Wachstum verwendet wir sondern das um die vermeindlich falsche Inflation bereinigte.

Die Verfechter dieser Formel kommen dann auf Inflationsraten von über 10% per anno was aber dann doch bedeuten würde das das reale BIP ganz erheblich Schrumpft z.B. 2007: (bereinigtes Wachstum +2,4%+offizielle Inflation 2,2%)-10%Tatsächliche Inflation=BIP -5,4%
Was ja einen ganz erheblichen Wohlstandsverlust bedeuten würde wie gesagt ist diese Sichtweise sehr oft in Foren und Kommentaren vorhanden aber in offiziellen Publikationen findet man dazu nichts.

Da ich keine "seriöse" Quelle zu dieser Form der Inflationsberechnung finde wollte ich mal das Forum um Meinungbeiträge zu diesem Thema bitten.
Foerster
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Anmeldungsdatum: 08.01.2007
Beiträge: 924

BeitragVerfasst am: 15 Mai 2008 - 20:47:53    Titel:

Dürfte seriöser sein: http://www.finanzwissen.de/privatanleger/05-vermoegen-schulden-zins/05-6-geld-geldmenge-inflation.html

Die hohen Inflationszahlen sind prinzipiell richtig. Schaue dir doch den Preisanstieg von Aktien oder bestimmten Immobilien an. Solange das sich dieses Geld nicht auf die Hatz nach Gütern des täglichen Bedarfs begibt ist alles in Butter.
Gordon Gekko87
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Anmeldungsdatum: 15.05.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 15 Mai 2008 - 21:17:13    Titel:

Sorry aber das ist doch das Selbe in Grün


Inflation, Geldmenge M3 und Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone

2003 2004 2005
Wachstum Geldmenge M3 6,4 % 6,3 % 8,2 %

Wachstum des BIP 0,7 % 2,0 % 1,3 %

Inflation 5,7 % 4,3 % 6,9 %


Geldmenge ist klar lässt sich bilanziell Ermitteln

Aber das Wachstum des BIP ist doch schon inflationsbereinigt und zwar von der mit dem Warenkorb ermittleten Inflationsrate 2005 z.B. 1,7%

Selbst wenn man das nominale Wirtschaftwachstum nimmt 2005 ca 3% ergibt das aber nach der angewendeten Methode ein BIP-Minus von 5,2%
weil die Inflation 8,2% das nominale Wachstum von 3% auffrisst.
Giri
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Anmeldungsdatum: 05.05.2007
Beiträge: 139
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2008 - 23:41:21    Titel:

vielleicht hilft der artikel ein wenig. ist halt immer die sache zwischen theorie und praxis. inflation ist ja laut definition ein dauerhafter anstieg der preise (hoffe ich lieg da richtig). wenn ich jetzt zum beispiel die umlaufgeschwindigkeit verringere, dann führt ja die höhere geldmenge nicht zu einem steigenden preisniveau. also das nur als beispiel, was ich aus dem text rauslese.

Der für Zinsentscheidungen zuständige EZB-Rat hat das hohe Geldmengenwachstum bisher durchgängig als Indiz für eine überreichliche Liquiditätsausstattung gewertet und daraus ein Argument für die Notwendigkeit von Zinserhöhungen abgeleitet. Am Freitag hat allerdings mit dem Präsidenten der Bank von Frankreich, Christian Noyer, ein einflussreiches Ratsmitglied öffentlich Zweifel an diese These geäußert.

Auf einer gemeinsamen Konferenz von Bundesbank und Bank von Frankreich sagte Noyer, ein Teil des starken Geldmengenwachstums gehe auf die rasant zunehmenden Kreditverbriefungen zurück, sowie auf Finanzintermediäre wie Investmentfonds und Leasingunternehmen. Es sei unwahrscheinlich, dass die bei diesen Unternehmen angelegten Geldbestände zu zusätzlichen Käufen von Gütern und Dienstleistungen führen würden.

Die Idee hinter der Geldmengenanalyse ist es, liquide Vermögensbestandteile zu identifizieren, die von ihren Haltern für die Finanzierung von Käufen gedacht sind. Finanzinnovationen, mit denen Anleger zum Beispiel relativ hohe Zinsen für kurzfristige Anlagen realisieren können, erschweren es Noyer zufolge, die Motive der Geldhaltung sauber zu trennen.

Mit seinem Beharren auf früher schon von ihm monierte Probleme der Geldmengenanalyse stellt sich Noyer gegen deutsche Vertreter im EZB-Rat. EZB-Direktoriumsmitglied Jürgen Stark und Bundesbankpräsident Axel Weber haben beide immer wieder die große Bedeutung der Geldmengenanalyse für die Zinspolitik betont. Beide gelten als Befürworter einer eher restriktiven Geldpolitik.

Bankvolkswirte machten am Montag einen weiteren wichtigen Grund aus, die Bedeutung des starken Geldmengenwachstums klein zu schreiben. "Gegenwärtig ist es schwierig, zu beurteilen, in welchem Ausmaß Zinserhöhungen notwendig sind, da die hohe M3- Dynamik zumindest teilweise durch gestiegene Geldmarktzinsen verursacht wurde", gibt Michael Schubert von der Commerzbank zu bedenken. Durch Zinserhöhungen der EZB sind kurzfristige Anlagen, die zu M3 zählen, im Vergleich zu längerfristigen Anlagen, die nicht zu M3 zählen, attraktiver geworden. Zinsbedingte Umschichtungen von Geldanlagen führen daher dazu, dass M3 statistisch aufgebläht wird. noh
Giri
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Anmeldungsdatum: 05.05.2007
Beiträge: 139
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 18 Mai 2008 - 08:31:30    Titel:

oah hab grad gemerkt, dass ich deine frage nicht so wirklich beantworte, sorry war ein anstrengender tag gestern Laughing
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