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2. Hausarbeit bei Prof. Satzger/Volk LMU
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> 2. Hausarbeit bei Prof. Satzger/Volk LMU
 
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lionel_hutz
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Anmeldungsdatum: 14.05.2008
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 17:32:35    Titel:

Moin!

mit welcher begründung fliegt ihr eigentlich beim unmittelbaren ansetzten zum versuchten diebstahl raus?

mir stellt sich die frage ob hier überhaupt eine vorbereitungshandlung oder lediglich ein gedanklicher tatentschluss vorliegt??
Sarah_Muc
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Anmeldungsdatum: 15.02.2008
Beiträge: 52
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 17:35:00    Titel:

Mal ganz auf blöd:
wieso soll unser Messer unter das WaffG fallen? Da ist doch nur von Spring- und Faustmessern die Rede... und unseres ist keines von beidem!
Oder habe ich da etwas übersehen?

-> außerdem würde sonst der wunderbare Streit wegfallen - sicher nicht im Sinne des Erfinders... Wink


Zuletzt bearbeitet von Sarah_Muc am 11 Jun 2008 - 17:38:02, insgesamt einmal bearbeitet
Sarah_Muc
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Anmeldungsdatum: 15.02.2008
Beiträge: 52
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 17:36:45    Titel:

bzgl. Rausfliegen beim Versuch:

Genau deshalb, weil eben noch kein Versuch (sondern nur ein Gedanke) gegeben ist... Aber wenigstens anprüfen muss man das schon.
Moli
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Anmeldungsdatum: 27.05.2008
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 17:42:52    Titel:

Ok ich hab mich irgendiwe falsch ausgedrückt. Das ist natürlich keine Waffe sonder ein Gegenstand den man nach dem Waffengesetz nicht bei sich führen darf.

§ 42a Verbot des Führens von Anscheinswaffen und bestimmten tragbaren Gegenständen
(1) Es ist verboten

1.
Anscheinswaffen,
2.
Hieb- und Stoßwaffen nach Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 2 Nr. 1.1 oder
3.
Messer mit einhändig feststellbarer Klinge (Einhandmesser) oder feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm

zu führen.
(2) 1Absatz 1 gilt nicht

1.
für die Verwendung bei Foto-, Film- oder Fernsehaufnahmen oder Theateraufführungen,
2.
für den Transport in einem verschlossenen Behältnis,
3.
für das Führen der Gegenstände nach Absatz 1 Nr. 2 und 3, sofern ein berechtigtes Interesse vorliegt.

2Weitergehende Regelungen bleiben unberührt.
(3) Ein berechtigtes Interesse nach Absatz 2 Nr. 3 liegt insbesondere vor, wenn das Führen der Gegenstände im Zusammenhang mit der Berufsausübung erfolgt, der Brauchtumspflege, dem Sport oder einem allgemein anerkannten Zweck dient.
Moli
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Anmeldungsdatum: 27.05.2008
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 17:44:00    Titel:

Damit entfällt auch der Streit nicht

Aber ob das ding objektiv gefährlich ist, wenn es unter das WaffG fällt sollte dann nicht breitgetreten werden. Ich hab die Überschrift in meiner letzten Quelle nicht drin gehabt wo steht dass es sich nur um verbotene Gegenstände handelt. Erst im Volltext wurde das deutlich
Moli
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Anmeldungsdatum: 27.05.2008
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 17:46:42    Titel:

@ lionel

Also von Vorbereitungshandlung werd ich wohl nicht groß anfangen aber ich denke man kann hier einfach feststellen, dass ein unmittelbares Ansetzen zur Tat noch nicht gegeben war
Bunshee
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Anmeldungsdatum: 03.06.2008
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 12 Jun 2008 - 12:31:06    Titel:

jawoll hier geht ja was vorwärts... sorry dass ich mich jetz erst wieder melde (scheiß zivilrecht grundkursklausur!!!)
also um nochmal des thema des 244 I Nr 1a Alt 2 aufzugreifen... ich hab in dem Buch 40 Probleme aus dem Strafrecht BT von Hillenkamp folgenden kleinen satz gefunden: " Das 6 StrRG hat in 244 I Nr. 1a, 250 I Nr 1a StGB dem Beisichführen einer Waffe das beisichführen eines anderen gefährlichen Werkzeugs gleichgestellt.Nach ihrem (insoweit übereinstimmenden) Text begnügen sich beide Vorschriften mit dem bewussten und gewollten Beisichführen von Waffe und Werkzeug. Eine darüber hinausgehende Absicht , ... den Gegenstand beim Diebstahl oder Raub als Droh oder Verletzungsmittel zu verwenden (meine eigenen Worte)...- ist nach dem Wortlaut nicht verlangt."

Also wäre nach dieser Meinung doch ein Regenschirm als gefährliches Werkzeug zu bejahen weil er sich beim zweiten anlauf bewusst ist ein werkzeug mit sich zu führen mit dem er die vitrine einschlagen könnte.
In dem 40 Probleme Buch folgt dann auch ein Meinungsstreit darüber wann ein Werkzeug gefährlich ist. In jeder dieser Theorien wird aber nur von einer möglichen Gefährdung von menschen gesprochen und nie von der gefährdung von gegenständen!!!!
also wärs ja demnach wieder keins...

krieg hier langsam aber sicher die krise mit dem schmarrn... könnt ihr meinen gedanken folgen? ich hoffs mal Wink
Sarah_Muc
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Anmeldungsdatum: 15.02.2008
Beiträge: 52
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 13 Jun 2008 - 14:24:40    Titel:

Da es sich beim 244 grundsätzlich auch um Qualifikationen von Körperverletzungsdelikten handelt, bezieht sich glaub der Streit auch nur darauf, ob das Werkzeug prinzipiell gegen Personen einsetzbar ist bzw. gegen sie eingesetzt werden soll bzw... -> weitere Streitpunkte

Sonst wären wir ja bei Sachbeschädigung.
Sarah_Muc
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Anmeldungsdatum: 15.02.2008
Beiträge: 52
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 13 Jun 2008 - 15:46:47    Titel:

Nochmal kurz zum Messer als Waffe...
Im Schönke/Schröder § 244 Rn. 3 steht explizit, dass Küchenmesser nicht als Waffe iSd §244 I Nr. 1 a 1. Alt. gelten.
Aber eine gute Idee war es trotzdem!
Moli
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Anmeldungsdatum: 27.05.2008
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 15 Jun 2008 - 17:59:48    Titel:

Das Problem ist, dass man einen Regenschirm auch prinzipiell als Schlagwaffe gegen einen Menschen einsetzen kann. Man sollte hier schon eine Auslegungsmeinung finden, die das ganze irgendwie wieder so entschärft dass man nicht den 244 bejahen muss wegen dem regenschirm.

Blöd find ich das ganze schon im aufbau. wenn man jetzt intuitiv vorgeht müsste man ja erst 244 wegen dem regenschirm prüfen und dann nochmal 244 wegen dem messer. Dann hat man den ganzen streit schon oben drin und nicht da wo man ihn eigentlich diskutieren will.
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