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2. Hausarbeit bei Prof. Satzger/Volk LMU
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> 2. Hausarbeit bei Prof. Satzger/Volk LMU
 
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Moli
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Anmeldungsdatum: 27.05.2008
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 15 Jun 2008 - 18:01:36    Titel:

Immer dringt hier wieder vor, die Gefährlichkeit des Regenschirms beziehe sich ja nur auf die Sachen, weil der A den zum einschmeißen der Vitrine benutzen will.

Bitte beachtet dabei, dass es auf eine beabsichtigte oder konkrete Verwendungsart für die Gefährlichkeit nicht ankommt. Ein Gegenstand der für eine Vitrine gefährlich ist ist es meistens für den Menschen auch. (s. letzer eintrag). da müssen wir einen anderen weg rausfinden
Moli
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Anmeldungsdatum: 27.05.2008
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 15 Jun 2008 - 23:38:38    Titel:

Ich habe folgendes Aufbauproblem beim Messerdiebstahl:

bei der Strafzumessung prüfe ich 243 I 2 Nr. 2 und verneine dies.

Bei einer normalen Versuchsstrafbarkeit würde man ja in der Vorprüfung feststellen, ob der Versuch überhaupt strafbar ist. Wie sieht das aus bei 243? nach der hM ist ja das versuchte Regelbeispiel bei vollendetem Grunddelikt nicht strafbar.

Nur wie und wo stelle ich jetzt fest, dass hier a) kein Versuch vorliegt und b) es eh nicht strafbar wäre?

Im Endeffekt müsste man doch den möglichen Versuch des 243 noch in der Strafzumessung zum 242 prüfen, denn wenn es ihn gäbe würde er auch nur die Strafzumessung beeinflussen.

Das sähe dann aber so aus

242 (TBM, RW+Schuld) (+)
3. Strafzumessung: 243 (-)
versuch des 243 -> nicht strafschärfend

Dazu, dass er es gar nicht versucht hat kommt man dadurch gar nicht. Ich frag mich allerdings ob das so ganz sauber ist denn:

1. Hier wird nen Versuch im vollendeten Delikt geprüft
2. Es kommt ja nicht auf die Strafbarkeit des Versuchs an, sondern nur auf die strafschärfende Wirkung. Kann man das als Vorprüfung hernehmen?
Sarah_Muc
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Anmeldungsdatum: 15.02.2008
Beiträge: 52
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2008 - 09:32:42    Titel:

Guten Morgen,

ich habe bei dieser Frage den Aufbau aus einem der Satzger-Tutoriums-Fälle übernommen. Dort ist zwar der Diebstahl auch nur versucht, aber das wirkt sich ja nicht darauf aus, dass die Regelbeispiele nur bei Verwirklichung greifen:

Er macht das so

242 iVm 243
1. TB
2. RW
3. S
4. Strafzumessung
a) Versuch des Regelbsp möglich? -> Streit mit Verneinung (muss verwirklicht sein...)
b) Verwirklichung eines Regelbsp im konkreten Fall -> Prüfung der in Frage kommenden Bsp (bei uns dann auch hier Verneinung)

Damit hat man das alles in einer Prüfung - wobei man tatsächlich nicht dazu kommt zu sagen, dass er hier noch nicht einmal "versucht" hat. Aber das spielt doch eigentlich auch keine Rolle, wenn selbst der Versuch nicht strafverschärfend ist.

Im Übrigen könnte man auch - bei der Prüfung, ob ein Versuch möglich ist - gleich sagen, dass der Streit im Ergebnis irrelevant ist, da er sowieso nicht ins Versuchstadium gekommen ist. Vielleicht wäre das sogar noch die bessere Variante. Dann prüft man aber die Vollendung der Regelbsp nicht mehr.

Wenn man den Versuch des Regelbsp wie du meintest nicht beim vollendeten 242 prüfen will oder kann (da bin ich mir auch noch nicht sicher), müsste man noch einen versuchten 242 (dann iVm 243) prüfen und dann den Streit und die Verneinung dort bringen.
Ist es aber sinnvoll einen Versuch durchzuprüfen, wenn das Delikt eigentlich vollendet worden ist???

Hoffe ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt...
Nochmal zum Nachlesen:
http://www.jura.uni-muenchen.de/intranet/dokumente/20080516164033.pdf
Sarah_Muc
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Anmeldungsdatum: 15.02.2008
Beiträge: 52
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2008 - 09:49:44    Titel:

Wie interpretiert ihr das "zu jeder Schandtat bereit sein" des A bzgl. des ersten Anlaufs?
Bedarf es da einer großen Auslegung - vor allem vor dem Hintergrund, dass noch nicht einmal ein Versuch vorliegt?
Moli
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Anmeldungsdatum: 27.05.2008
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2008 - 11:42:41    Titel:

Ne. den allerersten Teil hab ich noch nicht geschrieben (also das vor dem eigentlichen diebstahl), aber viel mehr als zwei alla zwar war a zu jeder schandtat bereit, er hatte aber noch nicht zur Tat angesetzt wird das nicht. Ich prüfe gleich Versuch an um da keinen unsinnigen Platz zu verschwenden.

Zitat:
Im Übrigen könnte man auch - bei der Prüfung, ob ein Versuch möglich ist - gleich sagen, dass der Streit im Ergebnis irrelevant ist, da er sowieso nicht ins Versuchstadium gekommen ist. Vielleicht wäre das sogar noch die bessere Variante. Dann prüft man aber die Vollendung der Regelbsp nicht mehr.


Das würde ich lieber lassen. Ich habe in einigen "Hausarbeitsanleitungen" von Profs an den verschiedenen Unis gelesen, dass es als absolut falsch angesehen wird wenn man prüfungspunkte innerhalb eines TB vorzieht, da ihr "Nichterfülltsein" eine ausführliche Prüfung des Anfangs hinfällig werden lässt. Auch für den Fall dass die das hier nicht so streng sehen halte ich mich einfach dran. Zumal ich es eh einfacher find die Versuchsstrafbarkeit abzulehnen als den Versuch zu verneinen
Moli
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Anmeldungsdatum: 27.05.2008
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2008 - 13:14:17    Titel:

Fändet ihr es aufbautechnisch vertretbar beim Messerdiebstahl 244 erst wegen dem Messer und dann wegen dem Regenschirm zu prüfen?

Natürlicher wäre es natürlich erst den Regenschirm zu nehmen, den hat er ja immer dabei und dann das Messer, welches er ja erst beim Diebstahl ergreift.

Aber wie ich es auch dreh verlängert das die Diskussion unangemessen und führt dazu dass man dann oben beim Regenschirm tausend Sachen diskutiert die man dann beim Messer noch mal modifizieren muss. Umgekehrt aber nicht so sehr.

Was meint ihr?
Sarah_Muc
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Anmeldungsdatum: 15.02.2008
Beiträge: 52
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BeitragVerfasst am: 16 Jun 2008 - 13:26:57    Titel:

ich hatte eigentlich nicht vor, zwei verschiedene prüfungen daraus zu machen. wieso prüfst du die beiden gegenstände nicht zusammen - also schon getrennt, aber in einer 244er prüfung? dann kannst du auch das messer voranstellen....
Moli
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Anmeldungsdatum: 27.05.2008
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2008 - 18:13:04    Titel:

Du meinst etwa so: "Strafbarkeit gem. § 244 .. wegen Beisichsführens des Messers und des Regenschirms"? wenn ich das richtig verstanden habe

Ganz einfach: Auf den Gedanken, dass man das so darf bin ich einfach noch nicht gekommen Smile Smile
Sarah_Muc
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Anmeldungsdatum: 15.02.2008
Beiträge: 52
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2008 - 18:17:03    Titel:

ja, so meine ich das
ich wüsste nicht, wieso da etwas dagegen sprechen sollte...
der regenschirm fliegt bei mir schon nach der begriffsklärung raus und dann hab ich fürs bei-sich-führen nur noch das messer.
glaubst du, da spricht etwas dagegen???
Moli
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Anmeldungsdatum: 27.05.2008
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2008 - 18:27:56    Titel:

Ne, eigentlich nicht. Bin grad dabei meine Gliederung zu ändern Smile

In welcher Reihenfolge prüfst du da eigentlich? Ich hab mir gedacht ich prüf' erst die beiden Diebstähle also Messer und CD durch und geh dann auf 244 ein damit ich den nicht doppelt nennen muss. Frisst ja sonst doch ganz schön viel platz mit den ganzen Überschriften und dazu gehörigen Absätzen.

So ists jedenfalls jetzt bei mir. aber noch könnte ich das ja ändern wenn da was gegen spricht
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