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Zwei tolle juristische Fragen
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Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 22 Mai 2008 - 18:19:44    Titel:

derjim hat folgendes geschrieben:


ich hab es auch so wie Rhyeira gelernt das Körper zwar grds Sachen (da verkörpert->§90), aber nicht eigentumsfähig seien. Ausser in Ausnahmefällen zbsp für Schulungszwecke in Krankenhäusern etc.



Du solltest deutlich machen, ob du den Körper eines lebenden Menschens oder den Leichnam meinst.
derjim
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Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 906

BeitragVerfasst am: 22 Mai 2008 - 20:11:04    Titel:

soweit ich mich erinnere, macht es für die fehlende Eigentumsfähigkeit keinen Unterschied, ob der Körper noch lebt?
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 22 Mai 2008 - 20:16:12    Titel:

derjim hat folgendes geschrieben:
soweit ich mich erinnere, macht es für die fehlende Eigentumsfähigkeit keinen Unterschied, ob der Körper noch lebt?


Der lebende Körper ist schon keine Sache, der Leichnam hingegen ist herrenlos.
derjim
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Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 906

BeitragVerfasst am: 22 Mai 2008 - 20:32:23    Titel:

wie gesagt, bin aA

Zitat:

ich hab es auch so wie Rhyeira gelernt das Körper zwar grds Sachen (da verkörpert->§90), aber nicht eigentumsfähig


weil auch R. oben sagte

Zitat:

überwiegend wird darauf abgestellt, dass zwar die Sachqualität gegeben sei, nicht aber die Eigentumsfähigkeit.



aber macht ja nichts Cool
derjim
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Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 906

BeitragVerfasst am: 22 Mai 2008 - 20:34:31    Titel:

achso, DAS betrifft die Leiche. Ja nee - is klar. Laughing
tibidabo
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Anmeldungsdatum: 25.02.2009
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 25 Feb 2009 - 20:23:04    Titel:

Im urspl. Bahnwärterfall ist auch ein übergesetzlicher entschuldigter Notstand fraglich, denn wenn der Bahnwärter den Zug auf die eine Person umleitet, dann wird diese Person einer neuen Gefahr ausgesetzt, die es für ihn bisher gar nicht gab.
Die typischen Fälle in denen ein übergesetzlicher Notstand auftacht, wird aber von einer Gefahrengemeinschaft ausgegangen, in der sich alle in der "gleichen" Gefahr befinden.
Für den Bahnwärter bestand aber überhaupt keine Gefahr. Diese wird erst durch das Umlegen der Gleise geschaffen. Das Schaffen neuer Gefahren für vorher Unbeteiligte kann aber kaum über den übergesetzlichen entschuldigenden Notstand entschuldigt werden.
Der Bahnwärter handelt schuldhaft.
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 08.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 25 Feb 2009 - 20:29:58    Titel:

so nen fall hatten wir mal in der vorlesung
das gericht (RG?) hatte in dem fall dann einen übergesetzlichen notstand ausgeschlossen und den umlenker verurteilt
Shafirion
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Moderator


Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 25 Feb 2009 - 20:35:48    Titel:

derjim hat folgendes geschrieben:
wie gesagt, bin aA


Mache ich mich dann auch wegen Sachbeschädigung strafbar, wenn ich jemanden einen Arm abhacke?
Gregsen
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Anmeldungsdatum: 30.01.2006
Beiträge: 523

BeitragVerfasst am: 25 Feb 2009 - 21:12:20    Titel:

tibidabo hat folgendes geschrieben:
Im urspl. Bahnwärterfall ist auch ein übergesetzlicher entschuldigter Notstand fraglich, denn wenn der Bahnwärter den Zug auf die eine Person umleitet, dann wird diese Person einer neuen Gefahr ausgesetzt, die es für ihn bisher gar nicht gab.
Die typischen Fälle in denen ein übergesetzlicher Notstand auftacht, wird aber von einer Gefahrengemeinschaft ausgegangen, in der sich alle in der "gleichen" Gefahr befinden.
Für den Bahnwärter bestand aber überhaupt keine Gefahr. Diese wird erst durch das Umlegen der Gleise geschaffen. Das Schaffen neuer Gefahren für vorher Unbeteiligte kann aber kaum über den übergesetzlichen entschuldigenden Notstand entschuldigt werden.
Der Bahnwärter handelt schuldhaft.


Woher nimmst du, dass der übergesetzliche Notstand nur für Gefahrengemeinschaften gilt, bei denen alle der selben Gefahr ausgesetzt sind?
tibidabo
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Anmeldungsdatum: 25.02.2009
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 25 Feb 2009 - 21:37:40    Titel:

Zitat:
Woher nimmst du, dass der übergesetzliche Notstand nur für Gefahrengemeinschaften gilt, bei denen alle der selben Gefahr ausgesetzt sind?


Ich habe nicht behauptet, dass der übergesetzliche Notstand nur in Gefahrengemeinschaften angewandt werden kann, sondern das dies die typische Situation für den übergesetzlichen Notstand ist.

Weiterhin würde ICH in auch nur da anwenden. Denn es kann nicht sein, dass man für einen unbeteiligten eine Gefahr schaffen kann. Ich könnte Menschen zur Rettung anderer einsetzen, die das Schicksal zuvor mit keinerlei Gefahr belastet hat. Ich könnte "Gott spielen"

Da durch in deiner Klausur aber kaum auf meine Meinung stützen kannst, würde ich dir einmal Roxin AT I, § 22 Rn 162ff empfehlen.
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