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Unterschied: Interne Zinsfuß- und Kapitalwermethode..?
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urlauber
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Anmeldungsdatum: 21.05.2008
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 21 Mai 2008 - 22:46:29    Titel: Unterschied: Interne Zinsfuß- und Kapitalwermethode..?

Hallo Leute,

ich befasse mich relativ neu mit der Investitions und Finanzierungstheorie. Ich brauche leider etwas andere hilfreiche erklärungen für die oben genannten methoden,da ich trotz der Bücher immer noch paar fragen haben.

meine frage: Welche Methode ist nun die richtige,wenn zwei investitionsprojekte unterschiedlich bewertet werden?

z.B. Kaptialwertmethode:IP1 besser als IP2
und IZF Methode: IP2 besser als IP1

welche Methode ist nun die richtige?

gruß

urlauber
cKy
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Anmeldungsdatum: 25.06.2005
Beiträge: 806

BeitragVerfasst am: 21 Mai 2008 - 22:55:59    Titel:

ich wuerde sagen die kapitalwertmethode, da sie leichter und uebersichtlicher ist.
denn einen internen zinfus im mehrperiodenfall zu bestimmen ist ohne pc sehr schwierig.
das hab ich so noch in erinnerung...

edit: moeglicherweise hilft dir das hier weiter Arrow http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/146311,0.html
urlauber
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Anmeldungsdatum: 21.05.2008
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 21 Mai 2008 - 23:15:26    Titel:

jo, wir machen aber zwei periodig d.h. ohne PC ist das mithilfe der pq formel auszurechnen....Ich verstehe unter der Kapitalwertmethode, dass der Wert zum Zeitpunkt t=0 ermittelt wird.
Und beim IZF ermittele ich die Rendite des jeweiligen Projektes und vergleiche sie mit dem Zins auf dem Kapitalmarkt....
ist R(rendite)>i(Zins auf dem KM) dann lohnt sich es!
R<i lohnt sich nicht!!!

ist also die Rendite kleiner als der ZINSSATZ dann lege ich das Geld lieber auf dem Kapitalmarkt an oder?...

aber trotzdem verstehe ich nicht,welche methode bei widerspruch die richtige ist?!
Feanor
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Anmeldungsdatum: 12.09.2005
Beiträge: 154

BeitragVerfasst am: 21 Mai 2008 - 23:18:16    Titel:

Der Kapitalwert ist die korrekte Methode zur Beurteilung der Investition.

Nur bei Kenntniss von Zahlungen und Kalkulationszins kann eine korrekte Anwendung des internen Zinssatzes sichergestellt werden. Mit diesen Informationen kann aber gleich direkt der Kapitalwert einer Investition bestimmt werden.

Andere Methoden sind unter Umständen dann sinnvol, wenn keine exakte Aussage über den Zinssatz möglich ist, sondern nur Intervallschätzungen.
TCAM
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Anmeldungsdatum: 09.09.2005
Beiträge: 183

BeitragVerfasst am: 21 Mai 2008 - 23:40:40    Titel:

Der Vergleich zweier Investitionen (um den es hier doch geht?) ist mittels internem Zinsfuß aber deutlich einfacher. Mit dem Kapitalwert kann man ja nur absolute Werte vergleichen, während die interne Verzinsung einen relativen Rentabilitätsvergleich ermöglicht.
CrockNard
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Anmeldungsdatum: 09.01.2008
Beiträge: 114

BeitragVerfasst am: 22 Mai 2008 - 07:21:55    Titel:

das dumme beim zinsfuß ist ja auch, diese bei mehreren perioden verschiedenen Zinsmöglichkeiten
oder der bessere fall wenn man ne wurzel aus nem negativen term ziehen "darf"
Schludrigkeit
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 1057

BeitragVerfasst am: 22 Mai 2008 - 09:56:12    Titel:

Es gibt hier keine "richtige" oder "falsche" Methode, um die Vorteilhaftigkeit einer Investition zu bestimmen. Beide Methoden sind absolut geläufig und auch nicht so schwer zu bestimmen (wird nur etwas komplexer im Mehrperiodenfall, da hier durch verschiedene Methoden nur approximiert werden kann. EDIT: bezieht sich natürlich nur auf die interne Zinsfußmethode). Viel wichtiger ist es, die Ergebnisse richtig zu interpretieren.

Der Kapitalwert ist der Gegenwartswert zum Zeitpunkt t=0, wie du schon richtig gesagt hast. Der interne Zinsfuß ist derjenige Zins, bei dem der Kapitalwert gleich Null ist.

Je nachdem, welche Zielsetzung man verfolgt (Maximierung des internen Zinsfußes oder Kapitalwertmaximierung), kann eine unterschiedliche Entscheidungsempfehlung herauskommen. Das hängt dann vom Kalkulationszinsfuß ab. Sollte der kleiner sein als der kritische Zinsfuß, gibt es unterschiedliche Entscheidungsempfehlungen, je nachdem, welche Methode man verwendet.

Das liegt einfach an den unterschiedlichen Prämissen beider Methoden. Die Kapitalwertmethode unterstellt, dass Reinvestitionen und Finanzierungsmaßnahmen zum kalkulatorischen Zinsfuß erfolgen. Bei der internen Zinsfußmethode erfolgt dies zum internen Zinsfuß.
Feanor
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Anmeldungsdatum: 12.09.2005
Beiträge: 154

BeitragVerfasst am: 22 Mai 2008 - 11:43:15    Titel:

Zur Beurteilung zweier Investitionen ist die Kapitalwertmethode definitv die Richtigere.

Im Rahmen einer Auswahlentscheidung gibt die Methode des internen Zinsfußes vor, alle verfügbaren Investitionsprojekte nach ihrem internen Zinsfuß zu ordnen und dann das Projekt mit dem höchsten internen Zinsfuß durchzuführen. Dabei führt diese Methode bei Normalinvestitionen zum gleichen (richtigen!) Ergebnis wie die Entscheidung nach dem Kapitalwert (weil Normalinvestitionen zwingend eine monoton fallende Kapitalwertfunktion haben). Im Falle von nicht monoton fallenden Kapitalwertfunktionen kann es passieren, dass eine Investition den höheren internen Zinsfuß bestizt und deshalb scheinbar die bessere Alternative darstellt, deren Kapitalwert aber zum gegebenen(!) Zins aber eben kleiner ist als bei der anderen Investition.


Der Widerspruch der Ergebnisse resultiert aus der Wiederanalageprämisse bei der Wahl nach dem internen Zinsfuß:
Beiden Alternativen wird implizit eine Verzinsung zu ihrem internen Zinsfuß unterstellt. Da die internen Zinfüße jedoch unterschiedlich sind muss diese Annahme für mindestens eine Alternative verletzt sein. Tatsächlich findet eine Verzinsung nur zum gegebenen Marktzins statt, so dass die Annahme unter Umständen bei beiden Alternativen verletzt ist.
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