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Aussage in strafrechtlichen Verfahren auch Bindungswirkung..
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kostja
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Anmeldungsdatum: 19.09.2005
Beiträge: 75

BeitragVerfasst am: 23 Mai 2008 - 16:33:35    Titel: Aussage in strafrechtlichen Verfahren auch Bindungswirkung..

.. im zivilrechtlichen Verfahren auf Schadensersatz/Schmerzensgeld danach?

Also ich von juristischen Dingen keine Ahnung, aber konnte in den letzten Wochen ein bisschen Erfahrungen sammeln und würde gerne wissen ob bei mir im Moment alles so richtig läuft.

Es fing alles vor ungefähr einem halben Jahr an, als ich einer Disco war und ein jüngerer Verwandter von meinem besten Kumpel angepöbelt wurde und ich den Pöbelden zur Rede stellen wollte. Der fing direkt an mich zu beleidigen und dann merkte ich auch erst wie betrunken er ist, nun ich hatte auch schon ein wenig getrunken und habe daraufhin verbal zurückgeschlagen. Nun versetzte er mir einen Kopfstoss den ich erwiderte und dann setzt es bei mir aus, er hat ein Weizenglas auf meiner Stirn/Kopf zertrümmert. Dadurch entstanden mehrere Platzwunden, einige Stellen wo die Haut heute noch taub ist und eine kleine Beule an der Stirn, die wohl nicht mehr weggehen wird. Ziemlich heftig war auch der Blutverlust. Nun habe ich dafür einige Zeugen und er scheinbar auch ein paar. Ihn hat die Polizei pusten lassen und er hatte viel, von mir liegen keine Werte vor.

Ich hatte mir direkt nach dieser Sache einen Anwalt genommen der einen guten Ruf in unserer Stadt geniesst. aber leider reagiert er ziemlich schnell über bei Fragen und klärt einen auch nicht grossartig auf. Hab dann über meine Rechtschutz eine Schmerzensgeldklage über ihn angeordnet und nur soweit die Rechtschutz zahlt.

Jetzt wurde ich letzten Dienstag zum strafrechtlichen Verfahren als Zeuge geladen gegen x y wegen gefährlicher Körperverletzung. Vor dem Saal waren drei Zeugen von mir und einer von ihm. Als ich als erster Zeuge den Saal betreten habe fragte mich der Richter welche Verletzungen ich erlitten habe, die ich dann beschrieb und es kam das Angebot von dem Verteidiger des Angeklagten das ich 200€ Schmerzensgeld kriege. Dabei kamen Sätze wie "Das ist schon sehr grosszügig" und "Ich weiss genau was sie wollen" in einem abwertenden Tonfall vom Richter. Er wollte auch gar nicht alle Zeugen hören, sondern das so schnell wie möglich durchziehen und als die junge Staatsanwaltin dem nicht zustimmen wollte, hat er sie bisschen unter durckgesetzt und sie haben den Raum verlassen. Es ist darauf hinausgelaufen das der Richter sagt der Angeklagte habe seine Notwehr exzessiv überschritten und damit ists fahrlässige und nicht gefährliche Körperverletzung. Da er eine wei0e Weste hat und ja studieren möchte (wie ich auch) wurde er zu 400€ Spende an gemeinnützigen Verein und 200€ an mich verurteilt. Dieses geringe Urteil find ich schon lächerlich genug, aber jetzt kommen wir zu meinem Hauptproblem:

Ich dachte mein Anwalt muss mich da auch vertreten, war so enttäuscht und wütend das ich zugestimmt habe die 200€ zunehmen, bevor ich gar nichts kriege. Der Richter hat da mehrmals ähnliche Sätze wie "damit wars das. da machen sie dann auch nichts mehr. damit sind ihre ansprüche erloschen" gesagt, denen ich wegen meiner Situation zugestimmt habe.

Ist das bindend für das zivilrechtliche Verfahren? Weil danach hab ich mit mein Anwalt gesprochen, weil ich dachte er sollte da auch sein und wollte mir anhören warum Urteil so schwach ist usw. Der meinte dann zu mir dafür bezahlt ihn die Rechtschutz nicht, ich war da als Zeuge und er macht nur das zivlrechtliche Verfahren wegen Schmerzensgeld. Hab ich jetzt tatsächlich meine Ansprüche losgetreten mit den 200€? Gibt es eine Möglichkeit das rückgängig zu machen? Widerruf?

Ein bisschen Aufklärung für mein Verständnis wäre echt hilfreich. Danke

Geht hier natürlich um keine Rechtberatung, sondern um eine von mir erfundene theoretisch mögliche Situation.


MfG
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