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Darstellung der WHU in "Gestatten: Elite"
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makro3
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Anmeldungsdatum: 01.10.2007
Beiträge: 951

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2008 - 17:46:06    Titel:

den Volkszorn zu schüren verkauft sich eben besser als die Sachen ausgewogen darzustellen. Gilt für beide Bücher.
Gottesschaf
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Anmeldungsdatum: 13.03.2007
Beiträge: 2211

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2008 - 19:35:44    Titel:

Schludrigkeit hat folgendes geschrieben:
-häufig bekommst du als Unternehmen 0815-Lösungen präsentiert, die schon mal irgendwo in einem anderen Unternehmen in ähnlicher Art und Weise aufgetaucht sind und hier und da nur noch "angepasst" werden. Klar müssen die sich auch viele neue Sachen ausdenken. Aber es zeugt von kindlicher Naivität zu glauben, dass die Jungs das Rad jedes Mal neu erfinden.

Auf die Gefahr hin, meine Unwissenheit preis zu geben. Gibt es nicht bestimmte Konzepte und Methoden bei BCG und co.? Wenn sich das Prinzip bewährt hat, sehe ich da kein Problem dabei es immer wieder anzuwenden.
pml
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Anmeldungsdatum: 09.04.2006
Beiträge: 1387
Wohnort: Ingolstadt

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2008 - 19:40:09    Titel:

Ich selbst absolviere gerade mein zweites Beratungspraktikum und was ich dort feststelle ist, dass einige Probleme fachlich mglw. durchaus von den internen Mitarbeitern gelöst werden könnten, aber dieser Prozess einfach durch extreme Firmenpolitik so verlangsamt wird, dass er versickert.

Bekomme es gerade live mit. Sobald man etwas gewagtere Themen anfasst, schreien alle gleich Veto und es geht nichts mehr vorwärts. Wenn aber eine externe Beratung dabei das Zepter in der Hand hält, wird der Prozess extrem beschleunigt, da sich alle Beteiligten ggü. dieser rechtfertigen müssen warum etwas geht/nicht geht und immer der Rückenwind mitweht, dass die Beratung direkt vorm Vorstand beuaftragt wurde.

Meines Erachtens ein ganz wichtiger Punkt, den viele Außenstehende übersehen. Und wenn man sich mal ansieht wieviel auch in den Topkonzernen schief läuft, dann müssen die Lösungsansätze gar nicht immer so besonders krass sein. Es soll Unternehmen geben, die Produkte verkaufen und gar nicht merken, dass deren Deckungsbeitrag extrem negativ ist, was durch andere Produkte aggregiert auch überlagert wird, aber an sich natürlich nur selten sinnvoll ist.
chosta
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Anmeldungsdatum: 24.06.2005
Beiträge: 144
Wohnort: Vallendar

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2008 - 20:21:25    Titel:

Wer behauptet, dass sich Leute an der WHU weder engagieren noch Interesse für Politik haben, hat schlicht und einfach nicht nachgeforscht. Die Quote von Parteimitgliedern ist extrem hoch. Die LHG- und RCDS-Gruppen sind die mitgliederstärksten in Rheinland-Pfalz!
Schludrigkeit
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 1052

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2008 - 22:22:28    Titel:

Zitat:
Ich selbst absolviere gerade mein zweites Beratungspraktikum und was ich dort feststelle ist, dass einige Probleme fachlich mglw. durchaus von den internen Mitarbeitern gelöst werden könnten, aber dieser Prozess einfach durch extreme Firmenpolitik so verlangsamt wird, dass er versickert.


Ich vermute auch sehr stark, dass die meisten Probleme (nicht nur einige) intern gelöst werden könnten. Das muss man sich doch einfach mal auf der Zunge zergehen lassen: ein Vorstand bzw. ein Geschäftsführer ist dazu da, ein Unternehmen zu führen. Wenn er dann auf externe Unternehmensberatungen zurückgreifen muss, die überhaupt nicht im Unternehmen drin stecken, ist das aus meiner Sicht ein Armutszeugnis. Wofür bekommt der Geschäftsführer dann sein Gehalt?
Das wäre ja, als würde ein Tischler jemand anderes beauftragen, um ihm zu erklären, wie man einen Tisch baut Wink Nee, ich bin und bleibe skeptisch was das angeht Razz
ghtj
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Anmeldungsdatum: 06.02.2007
Beiträge: 202

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2008 - 00:32:53    Titel:

meine meinung zum thema UB:

- folgeaufträge: es ist erklärte politik der UBs (übrigens auch einiger banken, v.a. goldman sachs), eigene mitarbeiter beim kunden zu platzieren, um einen konstanten dealflow zu generieren.

- erfolgsquote: schlägt man auf anraten einer strategieberatung einen neuen kurs ein, lässt sich das ergebnis meist erst nach einigen jahren beurteilen. aufgrund der hohen fluktuation in den UBs sind die "veantwortlichen" berater dann aber meist schon wieder ausgeschieden. in geringerem ausmaß gilt das auch für die damals verantwortlichen im unternehmen. drittens können "neue entwicklungen" eingetreten sein, die für ein etwaiges scheitern des strategiewechsels verantwortlich gemacht werden können, und viertens gilt meist das argument "ohne strategiewechsel wäre es noch viel schlimmer gekommen".

- geschäftsmodell: UBs bieten outsourcing von verantwortung an. grundsätzlich gibt es nur ein konzept: 20% der leute entlassen, und die restlichen 80% zum gleichen lohn länger arbeiten lassen. da man sich mit derlei aktionen als politiker oder manager eher unbeliebt macht, überlässt man die verantwortung dafür lieber (für viel geld) "unabhängigen experten" und ihren "unabhängigen" studien und gutachten.

- ex-post-problem: unternehmensberater urteilen in der regel ex post. nicht zuletzt deshalb, weil sie es ex ante auch nicht besser gewusst hätten. ich persönlich kann mir das lachen nur schwer verkneifen, wenn ein mckinsey-partner im jahr 2005 gross erklärt, dass die umts-lizenzen von 2000 zu teuer waren. oder wenn es heisst "in den 70er jahren hätte siemens mal besser auf microchipvariante b statt a gesetzt".
mattblack
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Anmeldungsdatum: 12.12.2007
Beiträge: 178
Wohnort: Frankfurt

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2008 - 10:29:53    Titel:

Dazu aber nur mal eins, wenn ihr mal in einem Konzern gearbeitet habt, der vielleicht auch noch international tätig ist, hättet ihr auch mal feststellen können, wie gerne unbrauchbare Abteilungen, Arbeitskräfte oder Regionalcenter verschleiert werden. Wie ineffektiv man unter dem Deckmantel der Tochtergesellschaft arbeiten kann, wie wenig Synergien ausgenutzt werden, wie sich die Ländervertretungen gegenseitig "Beinchen stellen". Und man hat einfach keine Chance als CEO vom ganzen Gebäude in den Keller zu schauen, weil mal wieder jemand den Schlüssel versteckt hat. Vielleicht holt man sich auch deswegen mal eine UB ins Haus, die werden schließlich dafür bezahlt Missstände aufzudecken, in wie weit sie das schaffen ist eine andere Frage... Vielleicht hat auch nicht jede Firma einen Chef wie Gates oder Hoppe, der wirklich aufs richtige Pferd gesetzt hat und sowieso ein halber Einstein ist. Vielleicht brauchen die auch einfach mal Hilfe, z.B. wie sie interne Prozesse "controllen" sollen, oder wie man sich im Wettbewerb aufstellen und etablieren kann. Die UBs werden ja wohl nicht nur durch ihre Infiltrationstaktik zu Aufträgen kommen.

Nur zur Erinnerung: Thema war ja wohl die Darstellung der WHU oder bekannter Hochschulen und nicht die Sinn(-losigkeit) der Consultingbranche.

Ich finde es nach wie vor unglaublich selbstgefällig sich den Elitestempel aufzudrücken. Mal ganz abgesehen davon, dass gerade diese vermeintliche "Elite" keine Förderung nötig hat, um es im Leben zu etwas zu bringen. Meine These ist, dass die "Elite" der Welt sich ihr eigenes Grab schaufelt, wenn sie die Mauern um sich herum immer höher baut. Wenn der "Pöbel" nichts mehr zu beissen hat, dann hilft auch keine Macht und kein Geld mehr sich das Arme Volk vom Leib zu halten. Und wenn mir nochmal jemand mit Chancengleichheit kommt... wer schafft es denn tendenziell eher die guten Noten nachhause zu bringen? Der Sohn / die Tochter aus gutem Haus der/die gehegt und gepflegt wird, oder Sohn / Tochter der Familie, in der Vater und Mutter von morgens bis abends zum Überleben malochen gehen müssen?
Diese Lüge, dass Chancengleichheit existiert verbreiten nur Menschen, die schon oben stehen. Oder 1 unter 1000, der das Glück hatte das System zu schlagen, aber seinen Weg mit Scheuklappen gegangen ist.
drohdeifl
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Anmeldungsdatum: 27.11.2006
Beiträge: 2224

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2008 - 11:19:55    Titel:

Ich finde es erstaunlich, wie die UBs und ihre Arbeit hier diskreditiert werden. Es scheint, als würden Berater nur dazu gut sein, den Sündenbock zu spielen (vgl. CEOs treten Verantwortung an UBs ab), immer dasselbe Patentrezept anzubieten (vgl. 20% der Leute entlassen etc.) und Sachverhalte klugscheißerisch ex post zu analysieren.

Man darf sich doch die berechtigte Frage stellen, warum erstens UBs noch existieren, und zweitens die Berater noch so gut honeriert werden. Es klingt hier so an, als könnten die ganzen Multis ihre Firmenstrukturen und -strategien theoretisch alleine regeln - warum tun sie es dann nicht? Wenn es für das Unternehmen nicht rentabler wäre, Externe zu konsultieren, würden sie es dann so intensiv praktizieren?

Nur einmal ein konkretes Beispiel, das ich mitbekommen habe in einem aktiennotierten Unternehmen: Der CEO X verlässt nach mehreren Jahrzehnten an der Spitze des Konzerns das Unternehmen. In den über 30 Jahren als CEO haben sich völlig unübersichtliche firmeninterne Strukturen herausgebildet. Als dann CEO Y die Führung übernahm, war dieser komplett überfordert, die einzelnen Kompetenzbereiche abzugrenzen und klare Zuständigkeiten festzustellen. Einfach aus dem Grund, da die Organisation so chaotisch bzw. so speziell war, dass wahrscheinlich nur der scheidende CEO den Durchblick hatte.
Folglich erteilte man einer UB den Auftrag, das Chaos zu beseitigen, da es unternehmensintern nicht funktionierte.
Schludrigkeit
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 1052

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2008 - 14:03:38    Titel:

Zitat:
Man darf sich doch die berechtigte Frage stellen, warum erstens UBs noch existieren, und zweitens die Berater noch so gut honeriert werden. Es klingt hier so an, als könnten die ganzen Multis ihre Firmenstrukturen und -strategien theoretisch alleine regeln - warum tun sie es dann nicht? Wenn es für das Unternehmen nicht rentabler wäre, Externe zu konsultieren, würden sie es dann so intensiv praktizieren?


Dass die gute Auftragslage und exorbitante Bezahlung nicht zwangsläufig mit Qualität korrellieren, ist glaube ich zu genüge in den vorherigen Posts dargelegt.
makro3
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Anmeldungsdatum: 01.10.2007
Beiträge: 951

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2008 - 14:08:15    Titel:

korreliert sind sie schon, nur eben nicht mit Koeffizient 1.
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