Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Darstellung der WHU in "Gestatten: Elite"
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> VWL/BWL-Forum -> Darstellung der WHU in "Gestatten: Elite"
 
Autor Nachricht
drohdeifl
Inaktiver Account
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 27.11.2006
Beiträge: 2224

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2008 - 17:42:48    Titel:

Schludrigkeit hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Man darf sich doch die berechtigte Frage stellen, warum erstens UBs noch existieren, und zweitens die Berater noch so gut honeriert werden. Es klingt hier so an, als könnten die ganzen Multis ihre Firmenstrukturen und -strategien theoretisch alleine regeln - warum tun sie es dann nicht? Wenn es für das Unternehmen nicht rentabler wäre, Externe zu konsultieren, würden sie es dann so intensiv praktizieren?


Dass die gute Auftragslage und exorbitante Bezahlung nicht zwangsläufig mit Qualität korrellieren, ist glaube ich zu genüge in den vorherigen Posts dargelegt.


Trotzdem scheinen sie eine Daseinberechtigung zu haben.
Jan.ST
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 17.04.2007
Beiträge: 98
Wohnort: Braunschweig

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2008 - 18:53:00    Titel:

...

Zuletzt bearbeitet von Jan.ST am 07 März 2009 - 18:18:00, insgesamt einmal bearbeitet
Gottesschaf
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 13.03.2007
Beiträge: 2211

BeitragVerfasst am: 26 Mai 2008 - 17:29:52    Titel:

Apropos Julia Friedrichs, bin zufällig über eine Meinung aus dem Satire-Magazin "Titanic" gestolpert:

Zitat:
Sie sind laut Ihrem bestimmt nicht (zwinker, zwinker!) selbstgeschriebenen Wikipedia-Eintrag »aufgewachsen in einem linksliberalen Lehrerhaushalt in Gronau«, Einserabiturientin und können bereits mit 28 Jahren auf Buchrücken behaupten, »in Berlin und Köln« zu leben. Daß Sie überdies alle erforderlichen Qualifikationen, Charaktereigenschaften und Talente besitzen, um derart erfolgreich durch ein Edel-Assessment-Center zu glitschen, daß Ihnen McKinsey einen mit 67 000 Euro p.a. dotierten Jungmanagervertrag geradezu anbieten muß, reicht Ihnen immer noch nicht als Indiz, in welches Milieu Sie halt gehören. Auch daß Sie nach bestandenem Einstellungstest noch überlegt haben, den Job anzutreten (»Es ist ungeheuer viel Geld!«, FR v. 12.3.0Cool, läßt Ihnen nicht das Lichtlein aufgehen, daß Sie qua Geburt und Herkunft zum Erste-Reihe-Vollmitglied jener nervtötend regelmäßig herbeigelaberten Elite bestens taugen; und anstatt sich, wie es Ihnen bestimmt ist, im Business­kostümchen von Effizienzprüfungstermin zu Rationalisierungsbrainstorming chauffieren zu lassen, verwursten Sie Ihren Bewerbungserfolg zu einer Reportage, in der Sie unterm Strich zu dem wie nichts überraschenden Schluß kommen, daß, lassen Sie es uns in der Sprache einfacher Menschen sagen, gefühlskalte Twentysomethings, die ein McKinsey-Assessment-Center bestehen, derbe einen an der Marmel haben und privilegierte Kinder aus etwas zu sorgenfreien Elternhäusern meist nicht so richtig selbst- oder sonstwie reflexiv unterwegs sind.
Es sei Ihnen, Julia Friedrichs, von Herzen gegönnt, daß Ihnen Tausende linksliberale Lehrerhaushalte diesen Mix aus alten Hüten und versehentlicher Selbsterkenntnis für volkstümliche 18 Euro als Hoffmann & Campe-Hardcover abkaufen; und Sie letztlich doch noch zu ungeheuer viel Geld gekommen sind. Sie sollten aber trotzdem nicht glauben, wir hielten Sie für das vorbildlich eliteferne Mädchen aus dem Volk, das Sie gerne wären, nur weil Sie alle vier Seiten betonen, daß Sie slackermäßig in einer Kreuzberger WG wohnen, als eine der ersten die unangepaßten Gola-Schuhe trugen und sich am Ende Ihres Gähnwerkes bei Ihren Eltern dafür bedanken, »daß Sie mich nicht zur Elite machen wollten, auch wenn sie jetzt manchmal traurig sind, daß ich es nicht bin«.
Das ist nämlich, Ihren »Axel-Springer-Preis für junge Journalisten« und den »Ludwig-Erhard-Förderpreis« wie Ihre absehbare Karriere betrachtet, bestenfalls kokett; schlimmerenfalls blind.
Ihre elitären Dialektiker auf der
drohdeifl
Inaktiver Account
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 27.11.2006
Beiträge: 2224

BeitragVerfasst am: 26 Mai 2008 - 18:12:47    Titel:

Ach mein Gott, jetzt weiß ich ja, wer die ist! Die habe ich doch letztens in ARD u.a. über die EBS diskutieren sehen.
makro3
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 01.10.2007
Beiträge: 951

BeitragVerfasst am: 26 Mai 2008 - 19:09:39    Titel:

selbsternannte Märtyer: das sind die schlimmsten ...
Sternau
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 26.02.2007
Beiträge: 209

BeitragVerfasst am: 26 Mai 2008 - 19:22:03    Titel:

Gottesschaf hat folgendes geschrieben:
Apropos Julia Friedrichs, bin zufällig über eine Meinung aus dem Satire-Magazin "Titanic" gestolpert:

Zitat:
Sie sind laut Ihrem bestimmt nicht (zwinker, zwinker!) selbstgeschriebenen Wikipedia-Eintrag »aufgewachsen in einem linksliberalen Lehrerhaushalt in Gronau«, Einserabiturientin und können bereits mit 28 Jahren auf Buchrücken behaupten, »in Berlin und Köln« zu leben. Daß Sie überdies alle erforderlichen Qualifikationen, Charaktereigenschaften und Talente besitzen, um derart erfolgreich durch ein Edel-Assessment-Center zu glitschen, daß Ihnen McKinsey einen mit 67 000 Euro p.a. dotierten Jungmanagervertrag geradezu anbieten muß, reicht Ihnen immer noch nicht als Indiz, in welches Milieu Sie halt gehören. Auch daß Sie nach bestandenem Einstellungstest noch überlegt haben, den Job anzutreten (»Es ist ungeheuer viel Geld!«, FR v. 12.3.0Cool, läßt Ihnen nicht das Lichtlein aufgehen, daß Sie qua Geburt und Herkunft zum Erste-Reihe-Vollmitglied jener nervtötend regelmäßig herbeigelaberten Elite bestens taugen; und anstatt sich, wie es Ihnen bestimmt ist, im Business­kostümchen von Effizienzprüfungstermin zu Rationalisierungsbrainstorming chauffieren zu lassen, verwursten Sie Ihren Bewerbungserfolg zu einer Reportage, in der Sie unterm Strich zu dem wie nichts überraschenden Schluß kommen, daß, lassen Sie es uns in der Sprache einfacher Menschen sagen, gefühlskalte Twentysomethings, die ein McKinsey-Assessment-Center bestehen, derbe einen an der Marmel haben und privilegierte Kinder aus etwas zu sorgenfreien Elternhäusern meist nicht so richtig selbst- oder sonstwie reflexiv unterwegs sind.
Es sei Ihnen, Julia Friedrichs, von Herzen gegönnt, daß Ihnen Tausende linksliberale Lehrerhaushalte diesen Mix aus alten Hüten und versehentlicher Selbsterkenntnis für volkstümliche 18 Euro als Hoffmann & Campe-Hardcover abkaufen; und Sie letztlich doch noch zu ungeheuer viel Geld gekommen sind. Sie sollten aber trotzdem nicht glauben, wir hielten Sie für das vorbildlich eliteferne Mädchen aus dem Volk, das Sie gerne wären, nur weil Sie alle vier Seiten betonen, daß Sie slackermäßig in einer Kreuzberger WG wohnen, als eine der ersten die unangepaßten Gola-Schuhe trugen und sich am Ende Ihres Gähnwerkes bei Ihren Eltern dafür bedanken, »daß Sie mich nicht zur Elite machen wollten, auch wenn sie jetzt manchmal traurig sind, daß ich es nicht bin«.
Das ist nämlich, Ihren »Axel-Springer-Preis für junge Journalisten« und den »Ludwig-Erhard-Förderpreis« wie Ihre absehbare Karriere betrachtet, bestenfalls kokett; schlimmerenfalls blind.
Ihre elitären Dialektiker auf der Titanic


*HAMMER*
don_farzado_de_la_noche
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 27.02.2007
Beiträge: 933

BeitragVerfasst am: 26 Mai 2008 - 19:24:09    Titel:

Gottesschaf,

besten Dank fuer diesen Titanic-Auszug. Er spricht mir aus dem Herzen, und zwar voellig. Eigentlich sind jene Absaetze die beste Grundlage fuer die Antwort, die ich Forenusern wie makro3 seit einigen Wochen schulde (falls sich noch jemand daran erinnern sollte...). Es tut gut, so etwas zu lesen, weil mich das auf recht angenehme Weise daran erinnert, dass es noch analytische Koepfe da draussen gibt, die in der Lage sind, die Wurzel von Erfolg auszuleuchten, anstatt sich in Heuristiken zu baden.

Noch mal: Danke dafuer.

EDIT: Es ist kein Wunder, dass mein Kumpel Sternau dem Ganzen ungefaehr zur gleichen Zeit Tribut zollt wie ich Smile Wir haben halt den gleichen Geschmack, Alter Smile
ghtj
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 06.02.2007
Beiträge: 202

BeitragVerfasst am: 26 Mai 2008 - 22:20:22    Titel:

mtobi hat folgendes geschrieben:
Ich finde es erstaunlich, wie die UBs und ihre Arbeit hier diskreditiert werden. Es scheint, als würden Berater nur dazu gut sein, den Sündenbock zu spielen (vgl. CEOs treten Verantwortung an UBs ab), immer dasselbe Patentrezept anzubieten (vgl. 20% der Leute entlassen etc.) und Sachverhalte klugscheißerisch ex post zu analysieren.

Man darf sich doch die berechtigte Frage stellen, warum erstens UBs noch existieren, und zweitens die Berater noch so gut honeriert werden. Es klingt hier so an, als könnten die ganzen Multis ihre Firmenstrukturen und -strategien theoretisch alleine regeln - warum tun sie es dann nicht? Wenn es für das Unternehmen nicht rentabler wäre, Externe zu konsultieren, würden sie es dann so intensiv praktizieren?

Nur einmal ein konkretes Beispiel, das ich mitbekommen habe in einem aktiennotierten Unternehmen: Der CEO X verlässt nach mehreren Jahrzehnten an der Spitze des Konzerns das Unternehmen. In den über 30 Jahren als CEO haben sich völlig unübersichtliche firmeninterne Strukturen herausgebildet. Als dann CEO Y die Führung übernahm, war dieser komplett überfordert, die einzelnen Kompetenzbereiche abzugrenzen und klare Zuständigkeiten festzustellen. Einfach aus dem Grund, da die Organisation so chaotisch bzw. so speziell war, dass wahrscheinlich nur der scheidende CEO den Durchblick hatte.
Folglich erteilte man einer UB den Auftrag, das Chaos zu beseitigen, da es unternehmensintern nicht funktionierte.


ich kenne leute bei den topberatungen und die sehen das eigentlich ähnlich wie ich. es ist ja grundsätzlich nichts verwerfliches dabei, geld dafür zu verlangen, die verantwortung für unbequeme entscheidungen zu übernehmen, und in den meisten fällen sind nunmal die personalkosten der grösste kostenfaktor.
trotzdem bin ich der meinung, dass ein gut geführtes unternehmen keine berater braucht. klar, wenn unfähige erben und mitgesellschafter am werk sind - und davon gibt es reichlich - kann es schon sein, dass es manchmal nur noch ein externer richten kann.
wenn mir allerdings ein mckinsey-partner meint erklären zu müssen, dass man vor x jahren besser mal y gemacht hätte, dann frage ich mich schon, warum er dann damals nicht selbst ins (ja aus seiner sicht nicht existente) risiko gegangen ist und aus seiner prophetischen ader kapital geschlagen hat. die antwort ist, dass jeder selbständige dönerbudenbesitzer mehr eier hat, und weiss, dass wirtschaften nunmal "handeln unter unsicherheit" bedeutet. aber das vergisst man manchmal, wenn man partner bei mckinsey, boston oder berger ist, erster klasse fliegt und denkt, man würde das grosse geld machen.
mattblack
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 12.12.2007
Beiträge: 178
Wohnort: Frankfurt

BeitragVerfasst am: 27 Mai 2008 - 08:28:57    Titel:

@farzado
Auf Welche Frage bezieht sich deine Antwort? Wie lautet die Antwort? Hab ich da was überlesen?
Wen meinst du mit analytischen Kopf, ich nehme an den Autor/Redakteur der Titanic?

zum Artikel:
Dieser ständige Bezug auf ihr bescheidenes Leben im Mittelmaß nervt derart, dass man fast die Kernaussage des Buches überliest. Vielleicht wäre da ein Bezug auf die klassische Elitesoziologie und damit eine Verbindung bestehender Theorien zur momentanen Wirklichkeit angebrachter gewesen. Aber hier wollte man wohl eher hohe Verkaufszahlen als wissenschaftliche Zusammenhänge. Himmhin schafft sie es daraufhinzuweisen, dass sich die Schlucht zwischen arm und reich bzw zwischen Elite und Masse bzw gebildet und ungebildet durch die heute so in Mode gekommene Elite-Mentalität noch stärker weiten wird. Hier finde ich die Erkenntnis aber garnicht so unwichtig, dass der Begriff Elite zunehmend als Deckmantel missbraucht wird. Ein neutraler Standpunkt und mehr Inhalt, der auf die möglichen Konsequenzen für unsere Gesellschaft eingeht, hätte dem Buch sicherlich gut getan.
metzler96
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 10.06.2007
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 27 Mai 2008 - 16:11:36    Titel:

wenn man dann aber ihre Aussagen zum angebotenen Gehalt liest (in der Zeit abgedruckt), dann denkt man sich eigentlich keinen gut recherchierenden Journalisten, sondern eine Schülerin, die gerade ihren Abschluss macht. Von 60.000 Euro läßt sie sich dazu leiten vor einem Schaufenster zu stehen und Prada-Taschen anzuhimmeln, die sie sich sobald sie bei McKinsey arbeitet jede Woche genehmigen kann.

Etwas naiv, wie ich meine rechnet man doch mal aus, wieviel einem übrig bleibt von seinem ach so üppigen Gehalt.

5000 Euro im Monat Gehalt, von denen man laut Netto-Rechner 2641 € wirklich bekommt. Dafür arbeitet man 50-60 Stunden die Woche und ist völlig flexibel was Reisen angeht. Eien Wohnung kostet in deutschen Großstädten selbst wenn man sich auf das notwendigste beschränkt 500 € bleiben ca. 2100 Euro, minus Versicherungen, zusätzliche Altervorsorge, Auto oder Bahn. Keine Frage es ist ein gutes Gehalt und als Absolvent steht man damit sehr gut dar. Aber es ist auch kein Geschenk, denn man arbeitet genug dafür. Ich würde es als gerecht bezeichnen.

Von prada ist man damit aber noch weit entfernt,denn 1000 Euro sollten da im Monat nicht unbedingt übrig bleiben. Also immer auf dem Boden bleiben...
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> VWL/BWL-Forum -> Darstellung der WHU in "Gestatten: Elite"
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6  Weiter
Seite 4 von 6

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum