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Darstellung der WHU in "Gestatten: Elite"
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makro3
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Anmeldungsdatum: 01.10.2007
Beiträge: 951

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2008 - 16:49:51    Titel:

Dann geh Kotzen, aber der User wollte damit glaube ich nur dem Eindruck entgegenwirken, frischgebackene Berater würden sofort ab Dienstantritt in grenzenlosem Luxus schwelgen.
ghtj
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Anmeldungsdatum: 06.02.2007
Beiträge: 202

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2008 - 22:02:46    Titel:

Imp2 hat folgendes geschrieben:
ghtj hat folgendes geschrieben:

ich will ja nicht persönlich werden, aber du machst schon einen recht naiven eindruck.

Wenn ich sage, dass man die Dinge lediglich differenzierter betrachten sollte, und mir sonst keinerlei Urteil ueber Beratungen erlaube, finde ich es ein wenig merkwuerdig, wenn mir Naivitaet vorgeworfen wird. Rolling Eyes


... ich finde es auch - ein wenig merkwürdig - wenn ich 2 posts mit verschiedenen argumenten schreibe, die aber offensichtlich nicht ge- bzw. überlesen werden, und dann als einzige antwort kommt:

ghtj hat folgendes geschrieben:
du betrachtest die Dinge derart undifferenziert


ich bin ein freund von "karten auf den tisch". wenn ich 1000 leute entlasse, habe ich 1000 leute entlassen, und nicht durch "optimierungsmaßnahmen im verwaltungsbereich effizienzsteigerungen erzielt". wenn man für gutes geld leute entlässt, sollte man auch dazu stehen. sich das nicht einzugestehen, finde ich naiv bzw. nicht besonders mutig.
Alias18
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Anmeldungsdatum: 20.12.2005
Beiträge: 237

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2008 - 23:05:29    Titel:

Ich wollte bja eigentlich nichts dazu schreiben, weil es schon ziemlich spät ist und ich noch einiges zu tun habe (soviel zu den 60 Stunden)...
Also: Ja, man kann Beratungen gerne kritisieren und zwar für die verschiedensten Sachen. Aber, und das ist ein wichtiger Punkt, gerade die von dir aufgeführen Argumente ziehen praktisch nie (zumindest nicht bei der Gruppe, die hier genannt wird). Und aus deinen Aussagen kann man tatsächlich naivität (oder auch einfach Unkenntnis) herauslesen. Um auf dein konkretes Beispiel zu kommen: Wenn man "1000" Leute entlassen möchte, wie du aufführst, dann reicht es eben nicht, dies auf ein PowerPoint zu schreiben, die Schuld auf sich zu nehmen und dann das Geld zu kassieren. Man muss erst einmal herausfinden, welche Potentiale überhaupt vorhanden sind, dann neue Prozesse und Strukturen entwerfen, die eine Effizienzsteigerung erlauben, die den Wegfall der 1000 Arbeitsplätze erst ermöglichen, dann einen Maßnahmenkatalog entwerfen, um diese Prozesse auch konkret über die Zeit zu implementieren inkl. eines Tools zum Maßnahmentracking, um die Effekte auch P&L wirksam umzusetzen. Dann muss man das ganze dynamisch über die Zeit abbilden und in der Plannung sicherstellen, dass evtl. Abbaumaßnahmen erst nach der erfolgten Effizienzsteigerung umgesetzt werden. Verbinden muss man das Ganze noch mit einer Kommunikationsstrategie und einer Quantifizierung der P&L, Bilanz und CF-Effekte. Die Welt ist ein klein wenig komplexer, als man denkt...und nur ganz am Rande: Ein Großteil der Arbeit der genannten Firmen beschäftigt sich nicht mit Kostensenkungen, sondern mit Vertriebs-, Marketing-, Produkt-, oder Geschäftsfeldstrategien - alles Felder, auf die die von dir genannten Vorurteile nur schwer auszuweiten sind. Ich hatte z.B. bisher zwei Kostensenkungsprojekte, aber 7 Projekte die sich fast ausschließlich mit Wachstumsstrategien auseinandergesetzt haben - die einzigen Mitarbeitereffekte, die man dort gerechnet hat, waren die der benötigten Neueinstellungen (bzw. der Umwidmungen der Arbeiter eines Schrumpfenden Geschäftsfeldes in das neu identifizierte Wachstumsfeld). Das von dir gezeichnete Bild ist extrem eindimensional und spiegelt die von mir erlebte Wirklichkeit in keiner Weise wider
Wie gesagt, man kann einiges an Beratungen kritisieren, aber die wirklich substantiellen Kritikpunkte, die man nach einigen Jahren in der Branche mitbekommt (und die fast alle keinen negative Punkte für den Kunden sondern hauptsächlich für die Mitarbeiter zum Inhalt haben), wurden leider nicht genannt.
ghtj
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Anmeldungsdatum: 06.02.2007
Beiträge: 202

BeitragVerfasst am: 29 Mai 2008 - 00:44:15    Titel:

Alias18 hat folgendes geschrieben:
Ich wollte bja eigentlich nichts dazu schreiben, weil es schon ziemlich spät ist und ich noch einiges zu tun habe (soviel zu den 60 Stunden)...

danke für den hinweis. soll das irgendjemand beeindrucken?

Alias18 hat folgendes geschrieben:

Und aus deinen Aussagen kann man tatsächlich naivität (oder auch einfach Unkenntnis) herauslesen.

vermutlich kommen jetzt argumente für meine naivität?

Alias18 hat folgendes geschrieben:

Um auf dein konkretes Beispiel zu kommen: Wenn man "1000" Leute entlassen möchte, wie du aufführst, dann reicht es eben nicht, dies auf ein PowerPoint zu schreiben, die Schuld auf sich zu nehmen und dann das Geld zu kassieren.


nee, natürlich nicht.

Alias18 hat folgendes geschrieben:

Man muss erst einmal herausfinden, welche Potentiale überhaupt vorhanden sind, dann neue Prozesse und Strukturen entwerfen, die eine Effizienzsteigerung erlauben, die den Wegfall der 1000 Arbeitsplätze erst ermöglichen, dann einen Maßnahmenkatalog entwerfen, um diese Prozesse auch konkret über die Zeit zu implementieren inkl. eines Tools zum Maßnahmentracking, um die Effekte auch P&L wirksam umzusetzen. Dann muss man das ganze dynamisch über die Zeit abbilden und in der Plannung sicherstellen, dass evtl. Abbaumaßnahmen erst nach der erfolgten Effizienzsteigerung umgesetzt werden. Verbinden muss man das Ganze noch mit einer Kommunikationsstrategie und einer Quantifizierung der P&L, Bilanz und CF-Effekte.

willst du oder kannst du es nicht verstehen? genau das meine ich mit "effizienzsteigerungen durch optimierungsmaßnahmen in der verwaltung". verzeihung, ich hatte unzulässig verkürzt. man könnte auch sagen: das resultat des von dir genannten prozesses zusammengefasst. denn das schlichte ende des von dir beschriebenen vorgehens, und möge es auch noch so schön in marketing-geblubbere a la P&L, CF etc. pp. verpackt sein, lautet: am ende des tages entlasse ich x prozent der mitarbeiter, und der rest wird wird bei gleichem gehalt länger arbeiten. natürlich erst, wenn sich die idioten selbst wegrationalisiert haben, indem sie die nachfolger in china eingearbeitet haben. es sagt einiges aus, dass dir dein eigener sarkasmus nicht auffällt:

"Kommunikationsstrategie" - klar, die braucht man. man kann ja nicht einfach sagen: wir haben 1000 leute entlassen. stattdessen sagt man lieber "effizienzsteigerungen durch xy...."

"dynamisch über die Zeit abbilden und in der Plannung sicherstellen, dass evtl. Abbaumaßnahmen erst nach der erfolgten Effizienzsteigerung umgesetzt werden" - im klartext heisst das: mitarbeiter sollen erst ihre billig-nachfolger in china einlernen, aber das passt ja nicht zu deiner "kommunikationsstrategie"....willst du uns eigentlich verar...n?



Alias18 hat folgendes geschrieben:

Die Welt ist ein klein wenig komplexer, als man denkt...

vor allem ist die wahrheit manchmal einfacher und unbequemer, als man denkt.

Alias18 hat folgendes geschrieben:

und nur ganz am Rande: Ein Großteil der Arbeit der genannten Firmen beschäftigt sich nicht mit Kostensenkungen, sondern mit Vertriebs-, Marketing-, Produkt-, oder Geschäftsfeldstrategien - alles Felder, auf die die von dir genannten Vorurteile nur schwer auszuweiten sind.

sehe ich nicht so. wenn die unternehmensberatungen so grosse marketing- und produktstrategen sind - WARUM machen sie das geschäft dann nicht gleich selbst? die antwort hatte ich schon in einem der vorposts gegeben. zugegebenermaßen etwas polemisch. es ist eben ein mentalitätsunterschied.

Alias18 hat folgendes geschrieben:

Das von dir gezeichnete Bild ist extrem eindimensional

es beleuchtet jedenfalls einen wichtigen aspekt im sogenannten consulting.
Sternau
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Anmeldungsdatum: 26.02.2007
Beiträge: 209

BeitragVerfasst am: 29 Mai 2008 - 01:29:24    Titel:

Auch wenn wir mittlerweile weit vom Threadthema weg sind - langsam geht mir der offen in die Welt getragene Dilettantismus doch auf die Nerven.

1) Das Argument "Warum machen die UBs das denn dann nicht alles selbst?" ist schlichtweg Unsinn. Unternehmen existieren, weil sie Wert schaffen. Henkel zum Beispiel hat Kompetenzen im Chemiebereich, die mit der Unternehmensorganisation, akkumuliertem Wissen, Patenten, den Mitarbeiten usw. zusammenhängen. McK & Co. können diesem Wert unter bestimmten Umständen mehr Wert hinzufügen - durch zeitlich begrenzte Aufträge lösen sie Probleme, z.B. beim Markteintritt in ein neues Land, oder beim Abschätzen von Synergieeffekten durch das Zusammenlegen von Abteilungen. Das ist ziemlich speziell und wird nur dann und wann von einem einzelnen Unternehmen gebraucht. Also ergibt es wenig Sinn, McK ganz Henkel übernehmen zu lassen. Stattdessen löst die UB ein Problem, lässt sich bezahlen und löst dann ein anderes Problem (z.B. von einem Wettbewerber). So verdient die UB mehr Geld und Henkel kann sich auf das konzentrieren, was das Unternehmen am besten macht.

2) Genau aus diesem Grund kann auch ein Unternehmen nicht alles selber machen. Es ergibt wenig Sinn, Spezialisten für Einzelfälle dauerhaft an bord zu haben - man muss die Jungs ja auch bezahlen. Wenn ein Berater bei einer UB arbeitet, kann er Probleme vieler Unternehmen angehen. Wenn sie gelöst sind, geht er zum nächsten Unternehmen, anstelle dass er immer noch da festhängt, wo er gar nicht mehr gebraucht wird. Berater sind wie Angestellte auf Zeit. sie werden geholt, enn sie gebraucht werden und entlassen, wenn der Auftrag beendet ist.

3) Stichwort Kommunikation: klar, viel wird beschönigt. Aber was bringt es denn, wenn das Unternehmen sich auch noch unbeliebt macht? Karten auf den Tisch, klar, aber es gibt nun einmal Standards in der PR. Wenn kein Unternehmen hingeht und sagt: "Heute haben wir 1000 Leute entlassen", dann ergibt es kaum Sinn für irgend ein Unternehmen, genau das zu tun. Außerdem hat das wenig mit UBs zu tun, denn die kommunizieren das ja nicht selber.

4) Ja, UBs werden oft kritisiert - und wie immer steckt sicherlich auch hier ein Körnchen (oder etwas mehr) Wahrheit drin. Führende Akademiker auf dem Gebiet (z.B. Steve Woolgar, der in seiner Vorlesung hier in Oxford ein Video mit UBs als Affen gezeigt hat!) bringen durchaus interessante Argumente. Aber die bewegen sich auf einem anderen Level, als der Bullshit, der von Euch hier kommt. Und: sie beziehen sich zumeist auf das "Strategy Consulting", also nicht von wegen "wie organisiere Projekt xy?" oder "wie baue ich ein Qualitätssicherungssystem auf?".

5) Was UBs wirklich machen, wird von den Unternehmen, die es einkaufen, ewrtgeschätzt. Jeder Vorstand oder GF weiß, dass sich die Rechnung auf das Jahresendergebnis auswirkt. Auch ist klar, dass manchmal eine Menge schief gehen kann. Aber wer ein Unternehmen führt, der kann auch ungefähr beurteilen, wie groß die Herausforderung ist, ob er sie selber schultern kann und will und ob er Grund zu der Annahme hat, dass die UB es besser kann. Die Ausnahme, in der viel Geld für nichts ausgegeben wurde: ja, klar. Viele Firmen bauen mal Mist. Da sind UBs nicht die einzigen. Wenn es eine Patentlösung gäbe, Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, dann würden alle sie nutzen und wer hätte dann den Wettbewerbsvorteil?

6) Natürlich nutzen UBs standardisierte Tools. Was wäre ein Beruf ohne Standards?!? Für einige Aufgaben gibt es "Best Practices" - und dann sollte man sie doch auch nutzen, oder...?

7) Ich klinge jetzt wie ein riesengroßer Verfechter von UB - bin ich eigentlich gar nicht. Ich glaube, dass Wettbewerbsfähigkeit und Unternehmenserfolg vom Unternehmen selbst kommt. Für bestimmte Dinge holt man sich besser einen Experten "von draußen". Es ist naiv zu glauben, dass Unternehmen *jedes* Problem besser selber lösen. Dass für zumindest einige Probleme der beste Ansprechpartner ein spezialisierter UB mit einschlägiger Erfahrung ist, ist schlicht überwältigend wahrscheinlich. Genauso gilt, dass für viele Probleme der beste Mann im Unternehmen selbst sitzt: schließlich ist es das Problem des spezifischen Unternehmens, also sollte das auch jemand anpacken, der das Unternehmen gut kennt. Es resultiert ein Balance: manchmal externe Hilfe, manchmal interne Lösung - manchmal beides.
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