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Gedicht Menschenrechte Kritik bitte
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Schlomo
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Anmeldungsdatum: 11.11.2007
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2008 - 20:13:52    Titel: Gedicht Menschenrechte Kritik bitte

Hallo,
wollte fragen ob ihr mir helfen könnt mein Gedicht zu verbessern:
Thema: Menschenrechte

1. Das Menschenrecht-
Ein Recht über allem.
Das Menschenrecht-
Ein Recht über allem.

2. Der Mensch ruft nach Freiheit,
um auszuüben, was ihm beliebt,
doch ohne Rechte müsste er eher
rufen nach Sicherheit.

3. Ohne die Menschenrecht
wäre der Mensch Knecht seinesgleichen
derer die ihn gefangen hätten
und somit gelegt in Ketten.

4. Der Sicherheit verdanken wir Kant,
der die Idee fand:
Jeder auf Erden habe das Recht auf Leben
und damit war geheilt das Beben.

5. Ohne die Menschenrechte
gleiche der Mensch den Tieren:
-Ein Leben in Sorge voreinander
-Ein Leben in Morden untereinander

6. Sei der Mensch schwarz oder weiß,
sei der Mensch arm oder reich,
sei der Mensch klug oder dumm,
am Ende bliebe er immer noch Mensch.

7. Und was lernt der Mensch raus?
Nichts- er wie ein Haus
ohne Fenster und Türen- offen
schließen muss er sie selbst- doch wie?

8. Geben soll dem anderen Mensch
das Recht auf Leben
-lass ihn leben.
-lass ihn sterben.

9. Also sei stolz auf Leut’ wie Wegner,
der auf sich hielt das Wagnis,
für Leut’ wie dich sich ein zusetzen,
sich so zu setzen, dass es dir gefällt.

10. Was lernst du als Mensch daraus?
Hüte das Recht auf Leben,
damit nicht gestohlen wird dein Leben,
denn es ist und bleibt das Höchste auf Erden- DEIN LEBEN.
Melishe
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Anmeldungsdatum: 15.05.2008
Beiträge: 277

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2008 - 20:39:35    Titel:

Ich hab ehrlich gesagt, mit einigen Passagen Verständnisschwierigkeiten. Das bewirkt, dass ich insgesamt nicht genau weiß, was du mit deinem Gedicht aussagen möchtest. Mir ist nicht einmal ganz klar, ob du über die bürgerlichen Freiheitsrechte sprichst oder die Menschenrechte wie im deutschen Grundgesetz oder Rechte, die der Mensch haben sollte?

Vermutlich blamier ich mich jetzt, aber welcher Wegner ist es, auf den ich stolz sein soll? Ich hab auch gegoogelt und bin auf eine Abgeordnete des Landtags gestoßen und auf Bettina Wegner, die ich schon kannte. Hm, beides Frauen, also kannst du beide nicht meinen. Wen meinst du? Was hat der getan?

Ich bin vielleicht zynisch - aber für mich sind die Menschenrechte eher eine Absichtserklärung als Realität... z.B. Strophe 3 - was ist mit Zwangsprostitution, gibt's doch, oder? (also ich red jetzt nur über Europa, in anderen Teilen unserer schönen Erde ist die Realität so weit von einer Verwirklichung der Menschenrechte entfernt, dass man gar nicht weiß, wo anfangen)... Strophe 4: welches Beben? Strophe 5: yep, oft ist es so, oder nicht? Wieso verschließen wir die Türen, wenn wir weggehen, doch nicht aus Sorge vor Tieren? Sondern aus Sorge, Menschen könnten sich unser Eigentum aneignen... wieso haben manche von uns nachts auf unbelebten Straßen Angst, wenn sie Schritte hören? Auch Morde gibt es immer wieder.

Strophe 6: Wieso der Konjunktiv? Möglichkeitsform... heißt das, es ist nur möglicherweise so?
Strophe 7: "raus" bedeutet umgangssprachlich heraus oder hinaus... aber eigentlich nie daraus... es spricht in meinen Augen auch nichts dagegen, daraus zu schreiben, oder? Aber: Welche Türen und Fenster (die es nicht gibt, weil du ja "ohne" schreibst) muss man schließen? Ich versteh die Metapher nicht
Strophe 8: meinst du Sterbehilfe? Was hat das mit den Menschenrechten zu tun?
Strophe 10: Hüte das Recht auf Leben ... das klingt ein bisschen wie Anti-Abtreibung, ist das beabsichtigt?

Persönliche Anmerkung: ich glaube, dass es Werte gibt, die wichtiger sind als das Leben... auch wenn wir in geschützten Zeitspannen und an geschützen Orten - wie eben heute in Europa - Gott sei Dank nicht vor derartige Entschlüsse gestellt werden.

lg
Melishe
Schlomo
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Anmeldungsdatum: 11.11.2007
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2008 - 20:44:33    Titel:

Hallo,
hab mir durchgelesen, was du geschrieben hast. Habe aber keine Zeit mehr dir richtig anzuworten.

Armin T. Wegner
google einfach
danke
gruß
Schlomo
Leoni
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 24 Mai 2008 - 21:52:57    Titel: Re: Gedicht Menschenrechte Kritik bitte

Hallo Schlomo!

Du hattest das Gedicht schon vor einiger Zeit in der Scheibwerkstatt mit dem Titel "nichts" präsentiert. Was dir dazu geschrieben wurde, fand ich ganz passend.

http://www.schreibwerkstatt.de/nichts-t4102.html

Man sucht sich als Schüler schnell so hehre Themen wie die "Menschenrechte" aus, doch anschließend kann man kaum übersehen, dass das alles überhaupt nicht durchdacht und ziemlich unfertig ist.

Wirklich interessant fand ich nur Strophe 7:

Schlomo hat folgendes geschrieben:

7. Und was lernt der Mensch raus?
Nichts- er wie ein Haus
ohne Fenster und Türen- offen
schließen muss er sie selbst- doch wie?


Das klingt für mich wie ein Zitat von Hermann Hesse:

"Schau, ich bin ein leeres Haus,
Türn und Fenster offen,
Geister taumeln ein und aus
und alle sind besoffen"

Wie konntest du das nur so verschandeln? Und das meine ich jetzt nicht nur vom Sprachlichen und von der dichterischen Form her, sondern auch vom Inhalt. Ein Lehrgedicht passt überhaupt nicht mehr in unsere Zeit, und schon gar nicht rückwärts gewandt. Mal abgesehen davon, dass ein Haus ohne Türen und Fenster gerade NICHT offen ist, möchtest du den Leser dazu auffordern, die Offenheit bei Hesse, und damit die Metapher etwa für die Sinnlosigkeit der Existenz, wieder zu schließen. Als ob er das könnte! Als ob man die Zeit wieder einfach so zu alten Modellen der Sinnhaftigkeit zurückdrehen könnte!

Und deshalb endet es bei Hesse:

"Wer des Lebens Wonnen kennt,
mag das Maul sich lecken.
Außerdem ist uns vergönnt,
morgen zu verrecken."

und bei dir:

"Was lernst du als Mensch daraus?
Hüte das Recht auf Leben,
damit nicht gestohlen wird dein Leben,
denn es ist und bleibt das Höchste auf Erden- DEIN LEBEN."

Dazwischen liegen ganze Welten! Razz
Schlomo
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Anmeldungsdatum: 11.11.2007
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2008 - 13:00:00    Titel:

Hallo,
erst einmal bin ich 16 und kenne diesen Dichter nicht. Auch wenn es dich ärgern würde, das ich das Gedicht selbst geschrieben habe OHNE IRGENDWO ES ABZUSCHREIBEN.

Außerdem wollte ich Verbesserungsvorschläge haben und nicht solchen Kommentar.
Gruß
Leoni
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2008 - 13:57:54    Titel:

Schlomo hat folgendes geschrieben:
Hallo, erst einmal bin ich 16 und kenne diesen Dichter nicht. Auch wenn es dich ärgern würde, das ich das Gedicht selbst geschrieben habe OHNE IRGENDWO ES ABZUSCHREIBEN.


Zitate sind in Musik und Literatur nichts Ungewöhnliches. Das hat nichts mit Abschreiben zu tun, im Gegenteil, ein Zitat würde auf deine Belesenheit hinweisen und kann beim Wiedererkennen eine Art Lesegenuss bereiten. Aber es kommt darauf an, was man aus dem Zitat macht.

Meine Verbesserungsvorschläge würden intuitiv dahin gehen:

Wenn du meinst, dass du mit 16 noch nicht so weit bist, würde ich dir empfehlen, für den Literaturwettbewerb ein Thema auszusuchen, das deinem Alter eher entspricht.

Sollen es aber doch die Menschenrechte sein, dann würde ich mich ein wenig über das Thema informieren und vielleicht ein paar kritische Anmerkungen/Problempunkte mit einfließen lassen, die sich aus aktuellen Menschenrechtsdiskursen ergeben (Abhören, Briefgeheimnis, Asylrecht, Unverletzlichkeit der Wohnung, des Computers, Recht auf Arbeit, Folter, Tierrechte, u.Ä.).

Ich würde vorab eine Entscheidung darüber treffen, ob das Gedicht ein Metrum und ein Reimschema haben soll. Wenn nicht, dann würde ich auf Zufallsreime verzichten.
derderausdemnichtskam
Newbie
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Anmeldungsdatum: 25.05.2008
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 25 Mai 2008 - 19:16:48    Titel: zum gedicht

wie wärs mit einer anderen gedichtsstruktur
ach und übrigens dein gedicht verdient noch nicht mal die note 4
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