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Kind während Studium - ja oder nein?
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Kind während Studium - ja oder nein?
 
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Annette89
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Anmeldungsdatum: 14.12.2005
Beiträge: 2228

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2008 - 21:54:40    Titel:

Nibe hat folgendes geschrieben:
ich hatte jeden tag von 8 bis 15 uhr schule, manchmal auch bis 16.45.

Und an den Abenden musstest du nicht lernen...? Ich kenne einschließlich meiner selbst keinen Studenten, der die Abende wirklich richtig "frei" hätte - unterm Semester, und die meisten auch in den Ferien, sind da ordentlich am Pauken.

Zitat:
...und im studium kann man sich halt auf ein studienfach oder auch zwei konzentrieren...

Na ja, aber so ist es dann leider auch wieder nicht - natürlich steht pro forma "ein Studienfach" drauf, aber drin ist wesentlich mehr.
Ich betrachte im Prinzip alle meine unterschiedlichen Lehrveranstaltungen meines Hauptfaches als "verschiedene Fächer" im schulischen Sinne, denn ich habe jede Veranstaltung wöchentlich, habe also quasi einen Stundenplan wie in der Schule.
Ich muss für jede Lehrveranstaltung fast täglich lernen, üben - z.Teil auch Hausaufgaben machen, und zusätzlich aufwendige Referate vorbereiten.
Also "nur ein Fach" - der Gedanke ist natürlich angenehm, aber in der Praxis sieht es so einfach nicht aus... Und durch den Bachelor wird sogar alles noch ein Stück straffer.

Ich schreibe das wirklich keineswegs zur "Abschreckung", das ist einfach nur eine realistische Darstellung der Erfordernisse eines Studiums.
Natürlich gibt es immer wieder einzelne Leute, die sagen "ich lerne nicht und packe das mit links" - aber auf die Mehrheit trifft das absolut nicht zu. Schließlich will bzw. muss man ja auch Zeit in sein Studienfach investieren um entsprechend gute Leistungen erzielen.
xinoxano
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Anmeldungsdatum: 12.07.2007
Beiträge: 262

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2008 - 22:00:54    Titel:

Lucie23 hat folgendes geschrieben:
Im Zusammenhang mit Kinder bekommen von " die Sache in einem Aufwasch erledigen" zu sprechen, finde ich sehr unglücklich - spiegelt aber doch sehr schön den momentanen Zeitgeist wieder.

Deswegen auch die Anführungszeichen. Wink Nimm nicht gleich alles so ernst. Bloß weil ich mir erlaubt habe, im Zusammenhang mit der Geburt und der Erziehung meiner Kinder diesen jovialen Ton anzuschlagen, heißt das noch lange nicht, dass ich diese Sache als lästige Angelegenheit ansehe, die irgendwie erledigt werden muss.
Wenn eine Mutter (oder ein Vater!) die Möglichkeit dazu hat und Gefallen daran findet, sich während der ersten Jahre ausschließlich um die Kinder zu kümmern, und auch dazu bereit ist, die Konsequenzen, die eine längere Babypause für die berufliche Zukunft hat, zu tragen, ist das doch wunderbar. Wer könnte etwas dagegen sagen? Schließlich muss doch jeder selbst entscheiden, wie er sein Leben führen will. Andererseits gibt es aber eben auch Menschen, die dazu nicht bereit sind oder nicht die Möglichkeit haben und sich deswegen frühzeitig um alternative Betreuungsmöglichkeiten kümmern (müssen). Das finde ich genauso in Ordnung. Zudem haben viele kinderlose Frauen oftmals äußerst romantische Vorstellungen von der Kindererziehung. Bevor ich Mutter wurde habe ich genauso wie Du gedacht: Bloß keine Fremdbetreuung vor dem dritten Lebensjahr! Aber glaube mir, das kann sich ganz schnell ändern, wenn Du erst einmal Kinder hast… Ich liebe meine Kinder über alles, aber ich möchte nicht über Jahre hinweg ausschließlich und 24 Stunden am Tag nur für sie zuständig sein.
Nibe
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Anmeldungsdatum: 19.05.2008
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BeitragVerfasst am: 10 Jun 2008 - 22:08:03    Titel:

liebe lucie,

natürlich muss ich am abend lernen. ich komme heim und esse um 4 um 5 mittag, danach lerne ich bis in den abend hinein.

und das mit dem "einen studienfach" ist mir schon klar

in meiner ausbildung hatte ich auch nicht einfach nur "englisch" sondern alle möglichen unterteilungen. aber ich studiere doch etwas was mir gefällt und habe spaß beim lernen. also ich hatte bei meiner ausbildung in jedem fach totalen spaß, weil ich einfach die richtige ausbildung gewählt habe auch wenn es damals stressig war. und ich denke genau das ist es. wenn man etwas studiert was einem gefällt ist es egal ob es viel aufwand ist oder nicht. jedes studium ist viel aufwand. aber du meinst doch nicht dass es später in der arbeitswelt besser sein wird?

ich denke man kann alles schaffen, wenn man es will
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2008 - 22:16:53    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:

Nu, dann kannst du doch auch verstehen, dass man eben nicht immer bei Mama sein muss, um glücklich aufzuwachsen... Wink

Oder meinst du, deine Mutter hat es als "weggeben" aufgefasst, wenn du mal bei Freunden warst? Smile


Ach Cyrix, mir geht es nicht darum, dass es schlecht für Kinder ist, unter Gleichaltrigen aufzuwachsen. Mir geht es um den Mangel an Familie. Und ein Kind, das jeden Tag in der Kita ist, hat definitiv weniger von der Familie. Mittags 3 Stunden zu Hause zu sein (oder zumindest zum Essen!) ist ein Unterschied zu "erst abends zu Hause sein". Gerade auch das gemeinsame Essen finde ich (bis zu einem gewissen Alter) wichtig, da es ein Zeichen für Gemeinschaftlichkeit und Familienleben ist.

Besser als Kita finde ich daher auch Kindergarten, der morgens bis mittags und dann nochmal einige Studen nachmittags stattfindet. Allerdings finde ich eben, dass sich das Kind das selbst aussuchen dürfen sollte, ob es nachmittags nochmal in den Kindergarten möchte.
Ich war z.B. ein Kind, das das nicht wollte (da ich eine fast gleichaltrige Schwester habe). Der Junge meiner Kusine möchte oft in den Kindergarten, weil seine Schwester noch zu klein ist zum Spielen. Er darf es sich aber eben frei aussuchen und ist - wie gesagt - mittags zu Hause.
Annette89
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Anmeldungsdatum: 14.12.2005
Beiträge: 2228

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2008 - 22:18:52    Titel:

Nibe hat folgendes geschrieben:
l
natürlich muss ich am abend lernen. ich komme heim und esse um 4 um 5 mittag, danach lerne ich bis in den abend hinein.

Eben... Nur - das Kind den ganzen Tag in eine Krippe geben, es abholen, und danach lernen... Zumindest ich stelle mir das schwierig vor.

Zitat:
und ich denke genau das ist es. wenn man etwas studiert was einem gefällt ist es egal ob es viel aufwand ist oder nicht. jedes studium ist viel aufwand. aber du meinst doch nicht dass es später in der arbeitswelt besser sein wird?

Ich liebe mein Studium auch Smile - aber höllischer Stress ist es trotzdem... Und wenn man gerade mittendrin steckt, fällt es einem enorm schwer, das zu romantisieren. Wink

edit: Ich denke übrigens durchaus, dass das später mit Berufsleben einfacher ist, ja. Warum? - Weil ich, zumindest in der Regel, nicht jeden Abend lernend an meinem Schreibtisch sitzen werde, weil ich nicht den Druck haben werde, an meinen Abenden ein Referat - oder eine Seminararbeit nach der Anderen zu produzieren... Ich kenne genügend berufstätige Menschen um zu wissen, dass die - klar - abends natürlich auch mal Stress haben - aber die Regel ist das dann zum Glück doch nicht, es sei denn man sitzt wirklich in der obersten Etage.

Zitat:
ich denke man kann alles schaffen, wenn man es will

Ich bin mir nicht sicher, ob das in diesem Kontext der springende Punkt ist...

Aber ich denke, dass es doch eben absolut ok ist, wenn jeder seine eigene Entscheidung trifft - solange man es dann auch wirklich durchzieht, und das Beste daraus macht. Smile

In diesem Sinne - Alles Gute! Wink


Zuletzt bearbeitet von Annette89 am 10 Jun 2008 - 22:27:00, insgesamt einmal bearbeitet
Nibe
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Anmeldungsdatum: 19.05.2008
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BeitragVerfasst am: 10 Jun 2008 - 22:26:08    Titel:

wer sagt denn das ich mein kind den ganzen tag in die krippe stecke?

also: ich sehe keinen unterschied ob ich den "ganzen tag lerne" oder den "ganzen tag arbeite". mein freund würde die elternzeit gerne machen, somit wäre das kind bei ihm, und da wir zusammen wohnen würde ich das kind ja auch dauernd sehen. man kann sich ja wohl neben studium auch zeit für sein kind nehmen. es gibt viele die studieren und viel party machen oder sonst einem hobby folgen und ihr studium auch in der regelstudienzeit schaffen. da werd ich ja wohl zeit für mein (bis jetzt noch fiktives) kind finden. ich glaube wenn ich ein junge wäre wäre die ganze unterhaltung etwas anders verlaufen, weil man eben doch erwartet dass sich die mutter deutlich intensiver um das kind kümmern sollte als der vater.
Annette89
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Anmeldungsdatum: 14.12.2005
Beiträge: 2228

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2008 - 22:29:37    Titel:

Hey, du musst dich doch vor uns nicht rechtfertigen, oder dich angegriffen fühlen. Smile

Und zum Anderen glaube ich nicht, dass die Unterhaltung anders verlaufen wäre, wenn du ein Mann wärst - denn auch da hätte man dich darauf hingewiesen, dass ein Studium ziemlich zeitintensiv sein kann... Und dass es klappen kann, oder eben auch nicht.

Außerdem denke ich nicht, dass hier irgendjemand ernsthaft davon ausgeht, dass du dich von einem anonymen Internet-User von deinen Plänen oder Vorhaben abbringen lassen würdest, deswegen waren wir wohl einfach alle sehr ehrlich. Wink
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2008 - 22:30:09    Titel:

Nibe hat folgendes geschrieben:
ich glaube wenn ich ein junge wäre wäre die ganze unterhaltung etwas anders verlaufen, weil man eben doch erwartet dass sich die mutter deutlich intensiver um das kind kümmern sollte als der vater.


Nu, es ist ja nun nicht zu leugenen, dass ein Kind, gerade in den ersten Lebensjahren, eine höhere Bindung zur Mutter als zum Vater hat. Wink Das ist rein biologischer Natur.

Insofern folgt schon ziemlich direkt, dass es für das Kind wesentlicher ist, was die Mutter tut, als was der Vater macht.


Grüße,
Cyrix
Nibe
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Anmeldungsdatum: 19.05.2008
Beiträge: 133
Wohnort: Erlangen/Nürnberg

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2008 - 22:33:36    Titel:

ja das ist ja auch gut dass ihr ehrlich wart/seid Smile

ich habe einfach vor erst mal eins zwei semester zu studieren und wenn ich gut zurecht komme kann ich es mir schon gut vorstellen ein kind während des studiums zu bekommen. aber bis dahin dauerts auch noch ein bisschen. also mal schaun Wink
achso
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Anmeldungsdatum: 08.05.2007
Beiträge: 99
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BeitragVerfasst am: 10 Jun 2008 - 22:38:23    Titel:

Hmm, ich muss jetzt noch mal was klarstellen. In meinem letzten Post hatte ich gesagt, dass ich mit Kindern und Studium ganz zufrieden bin, aber es ist schon so, wie Lucie23 sagt. Eigentlich, wenn ich refelektiert darüber nachdenke, finde ich meine Familiensituation so wie sie ist super. Das soll aber niemanden darüber hinwegtäuschen, dass es höllisch viel Arbeit ist. Ich stehe morgens um sechs auf und erledige einen Teil des Haushalts bis die Kiddies aufstehen. Dann folgen Frühstück und Uni. An den Nachmittagen muss ich dann gucken, dass ich Kinder und Haushalt irgendwie unter einen Hut kriege (Oft klappt es ganz gut, teilweise ergeben sich aber auch erhebliche Probleme, so dass ich während des Semesters nur die "akuten" Arbeiten erledige und alles was gründlich gemacht werden muss oder einen erheblichen Zeitaufwand bedeutet in den "Semesterferien" erledige). Wenn die Kinder im Bett liegen, sitze ich dann oft noch bis 24 Uhr über meinen "Hausaufgaben" bzw. bereite die Vorlesungen/Seminare vor oder nach. Auch die Klausurvorbereitung kommt oft zu kurz, so dass ich schon sagen muss, ich bereite mich auf eine Klausur intensiver vor, bei den restlichen Klausuren gehe ich erst in die Nachschreibeklausur, weil diese bei uns irgendwo in der vorlesungsfreien Zeit liegen und ich mich dann besser darauf vorbereiten kann. Wenn dann (wg. Krankheit der Kinder, Klausuren, schriftlicher Hausarbeiten, ...) stressigere Zeiten sind vergesse ich doch häufig, dass ich mein Leben so habe wollte und dass eigentlich alles so läuft, wie ich es wollte. Wie gesagt, in der Regel bin ich froh, dass es ist wie es ist. Aber immer wieder sitze ich auch total verzweifelt über meinem "Lernkram" und frage mich, wie ich so blöd sein konnte, drei Kinder zu bekommen und danach zu studieren. Das wollte ich nur gesagt haben, damit du, Nibe, siehst, dass es doch nicht so einfach ist mit Kind(ern) zu studieren.
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