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Kind während Studium - ja oder nein?
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Kind während Studium - ja oder nein?
 
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Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
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BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 21:11:42    Titel:

Jomira hat folgendes geschrieben:
Erst einmal eine kleine Anmerkung zum Thema: Wahlfreiheit
Diese wurde im letzten Jahr, durch das neue Scheidungsrecht, praktisch abgeschafft. Denn jede Frau, die sich für das Hausfrauen-Dasein entscheidet, muß nach einer Scheidung mit einem (stärker, als heute schon) sozialem Abstieg rechnen (egal, ob beide Partner einmal zusammen entschieden haben, dass die Mutter zuhause bleibt).
Es ist also nicht besonders ratsam, auf die eigene Karriere zuverzichten und sich von "Herdprämien" blenden zulassen. Damit hat die CDU natürlich ihr Ziel erreicht und die Frau wieder stärker vom Mann abhängig gemacht.


Auch das spiegelt den heutigen Zeitgeist wieder. Schon bei vor Eingehung der Ehe überlegt man sich, wie es im Scheidungsfall aussieht. Dabei wird leider übersehen, dass Scheidung nicht die Norm sein sollte und somit kein Maßstab. Selbst wenn: Es sollte jedem selbst überlassen bleiben. Und wenn die Frau sich vom Mann "abhängig" macht, weil sie davon ausgeht, für immer mit ihm zusammen zu bleiben - Was bitte ist daran schlimm, wenn es aus freien Stücken geschieht?
Die CDU will die Frau nicht vom Mann abhängig machen, sondern die Familie fördern Rolling Eyes . Aber gut, das führt jetzt in der Tat zu weit in politische Diskussionen. Da trennen sich die Gemüter.

Ich gebe dir aber insofern Recht, dass man zumindest Berufsausbildung oder Studium abschließen sollte, um zumindest die Möglichkeit zu haben, wieder in den Beruf einzusteigen.
Für mich persönlich fände ich es natürlich aber auch am Optimalsten, beides "unter einen Hut" zu bekommen. Ansonsten hätte die Karriere für mich Vorrang. Dennoch finde ich die Familienförderung wichtig.
Jomira
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Anmeldungsdatum: 23.10.2006
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BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 21:31:13    Titel:

Was hat es mit Familienförderung zutun, wenn Frauen, die sich voll und ganz ihrer Familie widmen, nach einer Trennung in die Armut abstürzen?
Das Gegenteil ist wohl eher der Fall, immer wird es dazu führen, dass sich immer weniger Frauen für ein klassisch Familie entscheiden. In erster Linie werden damit geschiedene Männer gefördert, mehr aber nicht.
achso
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Anmeldungsdatum: 08.05.2007
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BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 21:37:50    Titel:

@my_precious
Bei uns ist es so, dass mein Ehemann vollzeit erwerbstätig ist. Dadurch bin ich zwar im Großen und Ganzen (also von morgens um 8 bis nachmittags um 5) alleine für Kinder und Haushalt verantwortlich (deshalb auch das Lernen am späten Abend), aber für unser "Alltagsleben" sind wir finanziell ausgerüstet. Zusätzlich bekomme ich BAFÖG mit welchem ich die Fahrten zur Uni, die ich meist mit dem Auto zurücklege, weil ich bei einer Verspätung von mehr als einer viertel Stunde zu spät im Kindergarten bin, und die Kinderbetreuungskosten, die durch das Studium anfallen bezahle. Dabei steht mir für die beiden Kleinen noch ein Kinderbetreuungszuschlag von insgesamt 198 EUR zu. Allerdings reicht das BAFÖG wirklich nur, um die Kinderbetreuungskosten von ca. 330 EUR monatlich, die Fahrten zur Uni und das ein oder andere Buch und den Semesterbeitrag zu zahlen.
Die Betreuungskosten wären in Aachen selbst allerdings deutlich billiger, da ich meine Kinder dort in eiee vom ASTA geförderte Kindertagestätte bzw. einen vom ASTA geförderten Hort bringen könnte.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24255

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 22:03:06    Titel:

@Jomira:

Warum meinst du, dass durch diese Regelung (wie lange man auch nach der Scheidung für einen ehemaligen Lebenspartner Unterhalt zu zahlen hat) Frauen abhängiger von ihren Männern gemacht werden?

Im Gegenteil wird dadurch doch eher ein Familienmodell unterstützt, in welchem beide Elternteile gleichermaßen auch finanzielle Verantwortung für die Familie tragen.

(Um ehrlich zu sein, finde ich es auch nicht fair gegenüber Frauen sie auf die "Funktion" als Hausfrau zu reduzieren. Und wenn sie das zum Glück nicht ist, dann braucht sie auch keine Alimentierung von ihrem ehemaligen Ehepartner.)


Grüße,
Cyrix
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
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BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 22:08:45    Titel:

Jomira hat folgendes geschrieben:
Was hat es mit Familienförderung zutun, wenn Frauen, die sich voll und ganz ihrer Familie widmen, nach einer Trennung in die Armut abstürzen?
Das Gegenteil ist wohl eher der Fall, immer wird es dazu führen, dass sich immer weniger Frauen für ein klassisch Familie entscheiden. In erster Linie werden damit geschiedene Männer gefördert, mehr aber nicht.


Meine Ausführungen waren auf die "Herdprämie" bezogen, nicht auf das Scheidungsrecht. Aber wie gesagt - man sollte nicht schon bei der Eheschließung oder Planung die Option der Scheidung berücksichtigen... Das ist nicht Sinn der Sache.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
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BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 22:12:07    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Um ehrlich zu sein, finde ich es auch nicht fair gegenüber Frauen sie auf die "Funktion" als Hausfrau zu reduzieren.


Und ich finde es unfair, die "Funktion" der Hausfrau so abzuwerten. Meine Mutter ist Hausfrau und war - als meine Schwester und ich noch zu Hause gewohnt haben - mehr als ausgelastet. Das ist ein Fulltime-Job.


Zuletzt bearbeitet von Marina85 am 11 Jun 2008 - 22:13:08, insgesamt einmal bearbeitet
Jomira
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Anmeldungsdatum: 23.10.2006
Beiträge: 3402
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BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 22:12:17    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
@Jomira:

Warum meinst du, dass durch diese Regelung (wie lange man auch nach der Scheidung für einen ehemaligen Lebenspartner Unterhalt zu zahlen hat) Frauen abhängiger von ihren Männern gemacht werden?

Im Gegenteil wird dadurch doch eher ein Familienmodell unterstützt, in welchem beide Elternteile gleichermaßen auch finanzielle Verantwortung für die Familie tragen.

(Um ehrlich zu sein, finde ich es auch nicht fair gegenüber Frauen sie auf die "Funktion" als Hausfrau zu reduzieren. Und wenn sie das zum Glück nicht ist, dann braucht sie auch keine Alimentierung von ihrem ehemaligen Ehepartner.)


Grüße,
Cyrix


Prizipiell werden Frauen dadurch nicht abhängiger von ihren Männer. Nur eben, wenn sie sich für die klassische Rollenverteilung entscheiden. Aber Du sagst es ja, selbst:
Zitat:
Im Gegenteil wird dadurch doch eher ein Familienmodell unterstützt, in welchem beide Elternteile gleichermaßen auch finanzielle Verantwortung für die Familie tragen

Ein modernes Familienbild wird damit gefördert, aber nicht die viel zitierte "Wahlfreiheit".
Jomira
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Anmeldungsdatum: 23.10.2006
Beiträge: 3402
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BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 22:14:31    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:
Jomira hat folgendes geschrieben:
Was hat es mit Familienförderung zutun, wenn Frauen, die sich voll und ganz ihrer Familie widmen, nach einer Trennung in die Armut abstürzen?
Das Gegenteil ist wohl eher der Fall, immer wird es dazu führen, dass sich immer weniger Frauen für ein klassisch Familie entscheiden. In erster Linie werden damit geschiedene Männer gefördert, mehr aber nicht.


Meine Ausführungen waren auf die "Herdprämie" bezogen, nicht auf das Scheidungsrecht. Aber wie gesagt - man sollte nicht schon bei der Eheschließung oder Planung die Option der Scheidung berücksichtigen... Das ist nicht Sinn der Sache.


Mag sein..aber, wenn man sich für ein bestimmtes Lebensmodell entscheidet, wird man sich nun einmal auch mit dem Aspekt beschäftigen müssen.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24255

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 22:17:31    Titel:

@Jomira: Naja, das kann man jetzt drehen und wenden, wie man will. Je, nach dem, wo man sich befindet:

Wenn man nämlich das Alte Scheidungsrecht als Maßnahme zur Stützung des "traditionellen Rollenbildes" sieht, so ist eine Zurücknahme dieser Bevorzugung ein Schritt zur Gleichberechtiung der beiden Modelle. Wink

Aber darüber bracuhen wir uns nicht weiter streiten. *g*

Im übrigen wäre die Argumentation vollkommen analog, wenn eine Frau mehr verdient als ihr Mann. Dann muss eben sie zahlen. Genauer gesagt wird durch dieses neue Scheidungsrecht die Verantwortung eines jeden einzelnen über sich gestärkt.


Grüße,
Cyrix
Jomira
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Anmeldungsdatum: 23.10.2006
Beiträge: 3402
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BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 22:24:45    Titel:

Zitat:
Im übrigen wäre die Argumentation vollkommen analog, wenn eine Frau mehr verdient als ihr Mann. Dann muss eben sie zahlen. Genauer gesagt wird durch dieses neue Scheidungsrecht die Verantwortung eines jeden einzelnen über sich gestärkt.


Ja natürlich, allerdings ist es momentan nun einmal noch so, dass eher Frauen von der Problematik betroffen sind. Wink
Im übrigen hat das neue Unterhaltsrecht auch Positives, denn es bevorzugt die Kinder (vällig gleich, ob ehelich oder unehelich). Früher war das anders...
Und noch was: Es ist irgendwie traurig, dass Du das Wort "muss" verwendest. Sollte es nicht selbstverständlich sein, für die Mutter oder den Vater der eigenen Kinder auch nach einer Trennung aufzukommen?
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