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Probleme mit Konjunktiv i.V.m. Kausalsätzen
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Foren-Übersicht -> Deutsch-Forum -> Probleme mit Konjunktiv i.V.m. Kausalsätzen
 
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Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 20:38:48    Titel:

Super. Jetzt meine allerletzte Frage (für heute) - verbunden mit einem

ganz herzlichen Dankeschön für die umfassende Hilfe!

Die Zerstörung der Familie durch Übergriffe des übermächtigen politischen in den ungeschützten familiären Bereich, gaben Anlass zur Kritik am System.

Vor gaben muss das Komma auch weg, oder?
Vesar
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 1360
Wohnort: Toulouse/Frankreich

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 21:22:30    Titel:

Die Zerstörung der Familie durch Übergriffe des übermächtigen Politischen in den ungeschützten familiären Bereich gab Anlass zur Kritik am System.

Kein Komma
"des Politischen" ist ein Substantiv und daher Majuskel (es sei denn, sie will sagen "des übermachtigen politischen Bereichs in den ungeschützten familiären Bereich". Durch eine unterschiedliche Kasusmarkierung muss sie dann aber konkret "Bereichs" hinzuschreiben.)
gab im Singular, da "Die Zerstörung [...] gab Anlass zur Kritik am System".


und gern geschehen Very Happy


Zuletzt bearbeitet von Vesar am 11 Jun 2008 - 21:26:06, insgesamt einmal bearbeitet
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 21:26:01    Titel:

Ahhh, ich habe das politische auf Bereich bezogen (also politischer Bereich und familiärer Bereich)...
Vesar
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 1360
Wohnort: Toulouse/Frankreich

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 21:26:54    Titel:

Ich habe gerade meinen Beitrag editiert. Da steht der Grund, warum man das in der Form so nicht einfach auf Bereich beziehen kann.

Zitat:
"des Politischen" ist ein Substantiv und daher Majuskel (es sei denn, sie will sagen "des übermachtigen politischen Bereichs in den ungeschützten familiären Bereich". Durch eine unterschiedliche Kasusmarkierung muss sie dann aber konkret "Bereichs" hinzuschreiben.)
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2008 - 21:51:05    Titel:

Das hatte ich mir beim zweiten lesen auch schon gedacht, dass es mit dem Kasus nicht hinhaut. Ok, dann muss ich gleich auch noch ändern Wink.
Melishe
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Anmeldungsdatum: 15.05.2008
Beiträge: 277

BeitragVerfasst am: 12 Jun 2008 - 04:38:06    Titel:

Die Kommata würde ich auch so sehen... aber bei p/Politischen bin ich mir nicht so sicher....

Was ist aus der Regel geworden, dass man nicht groß schreibt, wenn man das zugehörige Nomen aus dem Kontext leicht ergänzen kann? Mir war nicht klar, dass diese Regel eine Übereinstimmung im Kasus voraussetzt.

Wie wäre es mit : Der Artikel bespricht nicht nur die alten Regelungen, sondern widmet sich vor allem auch den jungen?

Er widmet sich ja nicht den Jungen, sondern den jungen Regelungen, ist aber ein anderer Kasus (auch wenn es optisch nicht markiert ist durch unterschiedliche Buchstabenfolgen). Hier würde ich Jungen weniger eindeutig finden als jungen, aber auch im obigen Beispiel gibt es einen Bedeutungsunterschied (das Politische und der politische Bereich sind nicht ganz dasselbe). Die Wiederholung von Bereichs/Bereich würde ich z.B. aber als Wortwiederholung anstreichen.

lg
Melishe
Vesar
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 1360
Wohnort: Toulouse/Frankreich

BeitragVerfasst am: 12 Jun 2008 - 07:19:37    Titel:

Ich musste beispielsweise vier Mal den Satz lesen, um ihn zu verstehen. Der Beweis, ich musste meinen Beitrag editieren, weil ich die NP erst nachträglich auf 'Bereich' beziehen konnte. Klar kann man das so lassen, aber das Verständnis wird durch den unterschiedlichen Kasus erschwert. Hinzu kommt, dass die NP gleich zwei Adjektive enthält, die zusätzlich nicht gleichwertig sind und nicht durch ein Komma angetrennt werden. Dadurch interpretiert man 'politischen' sofort als Nomen. Sprache sollte immer so klar und deutlich wie möglich sein, ansonsten stimmt etwas in der Formulierung nicht.
In deinem Beispiel (ich häte beispielsweise 'jung' nicht für Regelungen benutzt sondern 'neu') ist das gedachte Nomen, das zum Adjektiv gehört, anaphorisch, also bereits vorgegeben, was die Entschlüsselung bereits erheblich erleichtert. Im Satz von Marina85 handlet es sich jedoch um eine kataphorische Beziehung. Das bedeutet, dass ein logisches Nomen erst weiter im Text gesucht werden muss. Textlnguistisch gesehen ist sowas zu vermeiden. Auch das trägt dazu bei, sofort als Nomen zu interpretieren, denn ein Text wird stets in seiner Linearität gelesen und verstanden. Und es ist nicht gut, zwecks Verständnis in der Linearität wieder zurück gehen zu müssen. In literarischen Texten ist das sehr gut möglich, da dies einen hervorhebenden Effekt hat, als ob man ein kleinen Scheinwerfer auf ein bestimmtes Element im Satz richtet. In einem Text wie einer Bachelorarbeit sollte allerdings die Klarheit im Vordergrund stehen.
Also drei Gründe, hier explizit 'Bereichs' hinzu zu fügen.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 12 Jun 2008 - 09:26:36    Titel:

Ich z.B. habe politischen sofort auf Bereich bezogen. Allerdings hast du Recht, es ist ungenau. Der Leser weiß im Prinzip nicht, ob es nun darauf bezogen ist oder nicht.

Noch eine Frage: Es geht um Kommaregeln in Verbindung mit dem "und". An vielen Stellen (wenn nicht sogar an allen?) wird vor und kein Komma mehr vorausgesetzt. Ist es inkonsequent, wenn die Bearbeiterin an solchen Stellen manchmal ein Komma setzt und manchmal nicht? Oder ist das eine unwichtige Kleinigkeit?
Müsste nämlich sonst die ganze Arbeit nochmal auf Kommata/und überprüfen Wink ... (was ich wohl so oder so nicht machen werde).
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 12 Jun 2008 - 09:27:54    Titel:

Melishe hat folgendes geschrieben:
Die Wiederholung von Bereichs/Bereich würde ich z.B. aber als Wortwiederholung anstreichen.


Das halte ich aber nich für richitg, da es grammatikalisch ja der "perfekte" Weg ist, wenn man beide Wörter auf Bereich beziehen will.
Vesar
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 1360
Wohnort: Toulouse/Frankreich

BeitragVerfasst am: 12 Jun 2008 - 17:43:19    Titel:

Generell wird vor "und" kein Komma gesetzt. Nun können sich aber zwei Fälle ergeben:

1. Zur Übersichtlichkeit kann zwischen zwei langen und komplexen Gliedsätzen, die durch ein "und" abgetrennt sind, ein Komma gesetzt werden. Allerdings muss der abgetrennte Gliedsatz 1) einen vollständigen Satz mit eigenem Subjekt enthalten. Das bedeutet 2), dass dieser Gliedsatz auch eigenständig und ohne den anderen Gliedsatz existieren kann, was Nebensätze damit ausschließt:

1) Sie fanden sich im Gebirge in einem Schneesturm wieder, und nach drei Tagen haben sie eine schützende Hütte erreicht.

vs.

Sie fanden sich im Gebirge in einem Schneesturm wieder und haben nach drei Tagen eine schützende Hütte erreicht.

2) Sie befanden sich in einem Haus, welches sie schützte und das sie nach drei Tagen im Schneesturm nun endlich erreicht hatten.

vs.

Sie befanden sich nun in einem Haus, welches sie schützte, und nach drei Tagen im Schneesturm hatten sie dieses nun endlich erreicht.
........................................................................................, und sie hatten dieses nach drei Tagen im Schneesturm nun endlich erreicht.

Man muss aber dazu sagen, dass der einzige Sinn dieser Hauptsatzstellung ist, durch syntaktische Umstellung ein Satzglied in ein besonderes Licht zu rücken und den Informationsschwerpunkt auf das Vorfeld oder das Nachfeld zu legen. Das stellt einen erheblichen Vorteil aus textlinguistischer Sicht im Sinne der Informationshierarchie dar, was uns an dieser Stelle aber nicht weiter interessieren soll. Wir werden das bezüglich der Kommasetzung jetzt im zweiten Fall sehen.

2. Man hat im Deutschen die Möglichkeit, ein bestimmtes Satzglied durch eine syntaktische Verschiebung besonders hervorzuheben und den Akzent besonders auf dieses zu legen, als ob man einen Scheinwerfer darauf richten würde. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Satzglied in das Nachfeld gestellt wird, also dem Satz sozusagen angehängt wird. In diesem Fall wäre es immer ratsam, mit einem Komma abzutrennen:

Der Tag heute war für meine Familie eine gelungene Überraschung, und für mich.

vs.

Der ganze Tag heute war für meine Familie und (für) mich eine gelungene Überraschung.
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