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Probleme mit Konjunktiv i.V.m. Kausalsätzen
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Foren-Übersicht -> Deutsch-Forum -> Probleme mit Konjunktiv i.V.m. Kausalsätzen
 
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Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
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BeitragVerfasst am: 13 Jun 2008 - 08:44:02    Titel:

Ok, soweit verstanden. Und diese Kommata sind auch Pflicht? Habe grad mal überprüft, und ( Wink ) genau an den Stellen habe ich auch Kommata korrigiert. Interessant, dass das Sprachgefühl das schon erkennt, obwohl man die Regel nicht kennt.

Aber muss man nicht auch ein Komma setzen, wenn ein Relativsatz beendet wird und sich danach ein "und" anschließt, das noch auf den Teil vor dem Relativsatz (also auf den Hauptsatz?) bezogen ist?
Beau
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Anmeldungsdatum: 05.11.2005
Beiträge: 6875
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BeitragVerfasst am: 13 Jun 2008 - 09:39:25    Titel:

Nur so weiter, Ihr lieben Drei... Ich profitiere wahnsinnig von diesen exzellenten Lektionen... und noch dazu GRATIS!...

Euer Beau
________________________________________________
Vesar
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
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BeitragVerfasst am: 13 Jun 2008 - 13:16:17    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:
Aber muss man nicht auch ein Komma setzen, wenn ein Relativsatz beendet wird und sich danach ein "und" anschließt, das noch auf den Teil vor dem Relativsatz (also auf den Hauptsatz?) bezogen ist?


Selbstverständlich, da ein Relativsatz ein Einschub innerhalb des Hauptsatzes ist. Diese Unterbrechung muss durch ein Komma gekennzeichnet werden (Kennzeichnung des Anfangs und des Endes der Unterbrechung):

Er hat seine Möbel in das neue Haus gebracht, das vor einem Monat fertig gestellt wurde, und es sogar schon bezogen/ [...], und ist sogar schon eingezogen.

Das hatte ich bei meiner Antwort auf deine letzte Frage nicht berücksichtigt, da ich annahm, dass es sich doch hier um einen eher banalen Fall handelt.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 13 Jun 2008 - 13:55:12    Titel:

Für mich ist die Relativsatz-Regel auch klar, aber ich habe nun schon mehrere Arbeiten gelesen, in der diese Fehler häufiger gemacht wurden.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 13 Jun 2008 - 14:23:50    Titel:

Gut, dann jetzt noch eine Frage, obwohl ich jetzt zu Ende gelesen habe Wink: Ich schreibe "Unselbstständigkeit" immer mit stst. Die meisten schreiben es jedoch "Unselbständigkeit". Ich finde die zweite Variante nicht schön, da "selbst" und "ständigkeit" ja für sich alleine gesehen jeweils das st beinhalten.

Kann man nach der neuen Rechtschreibung beides sagen?
Beau
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Anmeldungsdatum: 05.11.2005
Beiträge: 6875
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BeitragVerfasst am: 13 Jun 2008 - 14:56:05    Titel:

Komischerweise akzeptiert LEO im deutsch-französischen Wörterbuch nur "Selbständigkeit" und im deutsch-spanischen nur "Selbstständigkeit... Was soll ich über LEO denken?

Beau
Bellis
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Anmeldungsdatum: 02.04.2008
Beiträge: 1545
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 13 Jun 2008 - 15:04:03    Titel:

Die neue Rechtschreibregel sagt: (Un)Selbstständigkeit.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 13 Jun 2008 - 15:12:00    Titel:

Beau hat folgendes geschrieben:
Komischerweise akzeptiert LEO im deutsch-französischen Wörterbuch nur "Selbständigkeit" und im deutsch-spanischen nur "Selbstständigkeit... Was soll ich über LEO denken?

Beau


Wahrscheinlich geht ein Programm noch nach der alten Rechtschreibung vor, das andere nach der neuen.
Vielleicht ist das französische Programm älter?
Vesar
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 1360
Wohnort: Toulouse/Frankreich

BeitragVerfasst am: 13 Jun 2008 - 16:08:07    Titel:

Dann versucht mal, selbstständig auszusprechen. Ist schwierig oder? Das Wort wurde vorher nicht ohne Grund nur mit einem "st" geschrieben, um die phonetische Aussprache zu erleichtern. Da könnten wir ja gleich das Fugen-s in den Komposita streichen, das auch nur dazu da ist, eine leichtere Aussprache zu ermöglichen.

Aber die neue Rechtschreibung schert sich sich ja einen Teufel um die Phonetik. Hier ein weiteres Beispiel, wo sie die Phonetik missachtet hat.

Nach alter Rechtschreibreform konnten wir beispielsweise zwischen wiedergeben und wieder geben unterscheiden. Ein formaler Unterschied ist dabei neben der Rechtschreibung auch in der Akzentsetzung zu erkennen. Während das erste Wort auf der Partikel wieder betont wird, setzt man den Hauptakzent beim zweiten Ausdruck über dem Verb geben. Diese formalen Unterschiede lassen auf einen Bedeutungsunterschied schließen. Wiedergeben bedeutet zurückgeben, was Eigentum einer anderen Entität ist. Der zweite Ausdruck bedeutet erneut geben. Es handelt sich also um die Wiederholung des gleichen Vorgangs. Temporell gesehen nennt man sowas einen Duplikator.

Nach der neuen Rechtschreibung, sofern ich sie richtig verstanden habe, muss beides aber nun getrennt geschrieben werden, obwohl der Bedeutungsunterschied beibehalten wird. Wie soll man in der Abszenz der formalen Unterschiede nun entscheiden, mit welcher der beiden Bedeutungen wir es zu tun haben. Dabei kann uns nur der Kontext helfen, obgleich ich mir Kontexte vorstellen kann, bei denen beide Bedeutungen möglich sind. Als Deutschlehrer im Ausland stelle ich mir nun die Frage, wie der Schüler nun den Unterschied machen kann, damit er die richtige Aussprache und Betonung lernt und nicht durch eine falsche Betonung eigentlich die gegenteilige Bedeutung realisiert? Diese neue Regel der Getrennt- und Zusammenschreibung ist erstens im überwiegenden Teil völlig unlogisch und wird den phonetischen und semantischen Unterschieden nicht gerecht und hat mir dadurch zweitens meine Arbeit erheblich erschwert. Ich bedaure meine Schüler dafür wirklich.

Dann könnten wir nämlich auch manche Präfixverben gleich im Infinitiv getrennt schreiben, bei denen die Phonetik, genauergesagt, die Akzentsetzung, die gleiche Rolle zur Bedeutungsunterscheidung trägt.

Beispiel: überholen und überholen (überholen und überholen - Die Akzentsetzung ist fett markiert), ich überhole ein Auto aber ich hole mit einem Schiff über; das Gleiche ist bei übersetzen und übersetzen der Fall: Ich übersetze einen Text aber ich setze mit einem Schiff über.

Warum wird hier die phonetische Regel zur Unterscheidung von Rechtschreibung, Grammtik und Bedeutung aufrecht erhalten aber beim oben beschriebenen Fall von wiedergeben/wieder geben nciht, obwohl hier die Phonetik die gleiche wichtige Rolle hat und sich auf Rechtschreibung, Grammatik und Semantik auswirkt? Manchmal glaube ich, dass die Kommission, die den Quatsch erarbeitet hat, nicht richtig nachgedacht hat. Ob das wirklich Linguisten waren?

Dabei will ich nicht alles an der Reform schlecht machen, allerdings war nur die Angleichung des "ss" anstelle von "ß" nach einem kurzen Vokal die einzige sinnvole Maßnahme.
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