Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Cambridge: Lohnt es sich?
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Cambridge: Lohnt es sich?
 
Autor Nachricht
Kanter
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 13.06.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 13 Jun 2008 - 13:51:37    Titel: Cambridge: Lohnt es sich?

Hi!

Die Vorgeschichte ist rasch erzählt: Ich habe vor wenigen Wochen mein Abitur abgelegt, gute Ergebnisse erzielt und könnte nun an der University of Cambridge ab Oktober "Social and Political Sciences" studieren. Das Ziel, das meinen Überlegungen zugrundeliegt, ist der (Polit-)Journalismus, doch diverse Fragen erschweren die Wahl des Studienortes. Die eventuelle Alternative ist eine dt. Hochschule, wobei ich sehr flexibel bin, was den Standort angeht. Ich würde mich sehr über Tips und Meinungen freuen!

* Während ich die Lebenshaltungskosten aufbringen kann, müsste ich für die Studiengebühren in Cambridge ein Darlehen aufnehmen - über 15.000€. Haltet ihr diese Schuldenlast für gerechtfertigt/empfehlenswert? Oder ist das ein zu gefährlicher Klotz am Bein!?

* Rechtfertigt das (steinigt mich) Prestige der Universität die Mehrkosten? Könnte der Name auf dem CV zusammen mit der Auslandserfahrung und exzellenten akademischen Ausbildung einen Vorteil darstellen?

Vielen Dank für eure Hilfe.

Ach ja, um den Kommentaren vorzubeugen: Ich steuere nicht völlig blind auf mein Berufsziel zu, und ich möchte nicht "etwas mit Medien" machen. Habe bereits ein gewisses Maß an Erfahrung auf dem Gebiet, diverse Praktika hinter mir, arbeite frei für Zeitungen et cetera - hier geht es also ganz konkret um die Universitätswahl.
ssjsonic
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 18.01.2008
Beiträge: 104

BeitragVerfasst am: 13 Jun 2008 - 14:11:54    Titel:

Hmm ich kenn mich in dem gebiet überhaupt nicht aus, aber ich weiß nicht, ob es einen Nachteil geben könnte, wenn du später wieder in Deutschland arbeiten willst.
cKy
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 25.06.2005
Beiträge: 806

BeitragVerfasst am: 13 Jun 2008 - 14:16:05    Titel:

warum machst du den bachelor nicht einfach an einer deutschen hochschule (vll an einer partner-uni von cambridge, sodass du vll erstmal ein auslandssemester dort verbringst) und den master dann dort?
davon hat man wohlmoeglich mehr meiner meinung nach (weniger kosten z.b.).
quatsch
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 3493

BeitragVerfasst am: 13 Jun 2008 - 19:24:13    Titel:

Ich halte fuer Dein angestrebtes Berufsziel die Uniwahl fuer irrelevant (bei den meisten anderen Berufen ist das im uebrigen genauso, beim Journlismus aber noch mehr). Wenn Du es aus anderen Gruenden machen moechstest (einfach mal rauskommen oder was auch immer), kannst Du es machen (ist schon nett in Cambridge), aber auszahlen wird es sich nicht. Eine Schwierigkeit koennte allerdings der Erwerb von Praxis werden (das A und O beim Berufseinstieg), Traust Du Dir zu, als freier Mitarbeiter bei einer hiesigen Zeitung zu arbeiten und auf Englisch zu schreiben (ganz abgesehen davon, dass der Ansturm wahrscheinlich noch groesser ist als woanders eh schon)? Hast Du Dich eigentlich schon mit dem Beruf auseinander gesetzt? Weisst Du, wie mit Berufseinstieg laeuft?
don_farzado_de_la_noche
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 27.02.2007
Beiträge: 933

BeitragVerfasst am: 13 Jun 2008 - 20:09:27    Titel:

Geh um Himmels willen hin.
Kanter
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 13.06.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 14 Jun 2008 - 10:17:35    Titel:

Zitat:
Ich halte fuer Dein angestrebtes Berufsziel die Uniwahl fuer irrelevant (bei den meisten anderen Berufen ist das im uebrigen genauso, beim Journlismus aber noch mehr).


Tatsächlich? Und wieso?

Zitat:
Hast Du Dich eigentlich schon mit dem Beruf auseinander gesetzt? Weisst Du, wie mit Berufseinstieg laeuft?


Ja; deswegen auch mein vorauseilendes Postskriptum Smile! Ich sammle seit Jahren Praxiserfahrung, habe schon ein kleines Portfolio aufgebaut, werde im Sommer wieder ein Praktikum absolvieren und so weiter, und so fort. Das Prozedere ist mir bekannt, habe auch ausreichend Kontakt zu Redakteuren und glaube, recht frei von der üblichen Naivität zu sein. Es geht hier speziell um die Frage - Cambridge oder nicht?

Zitat:
warum machst du den bachelor nicht einfach an einer deutschen hochschule (vll an einer partner-uni von cambridge, sodass du vll erstmal ein auslandssemester dort verbringst) und den master dann dort?
davon hat man wohlmoeglich mehr meiner meinung nach (weniger kosten z.b.).


Das mag für einen Physiker so schon stimmen - nur gilt das bei Politikwissenschaften nicht im selben Maß. Die Ausbildungsqualität und der Studienfokus schwankt extrem, die Unis lassen sich nichtmal innerhalb Deutschlands wirklich vergleichen. Abgesehen davon nivellieren die hohen Studiengebühren für postgraduale Studiengänge die Ersparnis wieder massiv, d.h. der Bachelor dürfte sogar günstiger kommen Wink Siehst du noch irgendwelche anderen Vor- und Nachteile?

Zitat:
Hmm ich kenn mich in dem gebiet überhaupt nicht aus, aber ich weiß nicht, ob es einen Nachteil geben könnte, wenn du später wieder in Deutschland arbeiten willst.


Wieso das? Nachteile!?

Zitat:
Geh um Himmels willen hin.


Das klingt nachdrücklich. Spezielle Gründe?

Vielen Dank schonmal für die Antworten!
cptu
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 27.02.2006
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 14 Jun 2008 - 11:05:34    Titel:

Du hast den langen Admissionsprozess in Cam durchlaufen und grübelst nun über die recht fundamentale Frage, ob ein Studium dort mehr Sinn machte? Dazu gibt keinen Grund mehr.
Du solltest auf jeden Fall hingehen.
Ein Studium in Oxbridge oder an der LSE hat einen enormen Mehrwert gegenüber Alternativen in Deutschland; intellektuell, aber auch für die spätere Karriere in JEDWEDEM Feld!

Das Darlehen ist außerdem geringer als 15000€, sofern du die Student Loans Company meinst und dich auf die Fees für 3 Jahre beziehst, der Zins ist lediglich die Inflationsrate. Diesem Betrag steht eine einzigartige intellektuelle Erfahrung, die mit besonders guten Arbeitsmarktaussichten einhergeht, gegenüber. Es gibt viele deutsche Studenten, die lediglich für ähnlich gute Berufsaussichten das doppelte an Privatunis zahlen. Wenn du rein monetär argumentierst, sei auch gesagt, dass ein Master nicht unwesentlich teurer als das BA Studium ist und ein Platz in den kompetetiven MA Programmen in Oxbridge alles andere als garantiert ist.

Im Übrigen: Keine Deutsche Uni wird dir eine ähnliche interdisziplinäre Ausrichtung in so einem stimulierenden Umfeld erlauben.

Ich würde das nicht in diesem oder überhaupt einem Forum diskutieren. Das soll keine Nivellierung irgendeiner Kompetenz sein. Nur werden die wenigsten sich aktiv mit solchen Plänen wie deinen auseinandergesetzt haben.
karl.c
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 07.02.2008
Beiträge: 361

BeitragVerfasst am: 14 Jun 2008 - 12:04:18    Titel:

cptu hat folgendes geschrieben:
Du hast den langen Admissionsprozess in Cam durchlaufen und grübelst nun über die recht fundamentale Frage, ob ein Studium dort mehr Sinn machte? Dazu gibt keinen Grund mehr.
Du solltest auf jeden Fall hingehen.
Ein Studium in Oxbridge oder an der LSE hat einen enormen Mehrwert gegenüber Alternativen in Deutschland; intellektuell, aber auch für die spätere Karriere in JEDWEDEM Feld!


Wenn du in Resteuropa Karriere machen willst nicht. Gerade in dieser Fachrichtung. Wenn du dann noch schlecht bist nützt dir ein Abschluss in Cambridge nichts. Im übrigen bezweifle ich sehr stark die Qualität des Admissionprozesses wenn sich ein angenommener Student obige Frage stellen muss.
Das Auslandserfahrung persönlich für einen wertvoll ist ist natürlich unbestreitbar und dann kann man ein Darlehen aufnehmen. Arbeiten würde ich in der Zeit eher weniger/nicht. Da gab es mal eine ziemlich gute Reportage bei Phoenix über Studenten in Cambridge - gerade die die keine guten Noten haben und die Studiengebühren nicht pünktlich zahlen können. Die waren nicht so euphorisch.
JayS
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 21.07.2007
Beiträge: 101

BeitragVerfasst am: 14 Jun 2008 - 13:31:32    Titel:

Wir reden ja hier auch über undergrads, bei denen man sich oft fragen muss, ob der Aufwand im gerechtfertigten Maße zum Ertrag steht.

Denn prinzipiell kann man alles miteinander vergleichen. Und das lohnt sich oft auch. Wichtig für Dich ist es, zu hinterfragen, was Dir im Bachelor wichtig ist. Die Forschungsleistungen der Profs und die Reputation spielen dabei nicht immer eine überwiegende Rolle. Im Übrigen haben sich hier schon einige mit Oxbridge etc. befasst, und eine Ablehnung des Studienplatzes ist da keine naive, monetäre Entscheidung. Insbesondere bei einem solchen Berufsfeld bekommt diese Frage allerdings einen höheren Stellenwert.

In dem ganzen Massenunifrust Deutschlands vergisst man ganz häufig, dass es hier auch sehr gute und "stimulierende" Programme, Städte und anderweitige Möglichkeiten, auch im journalistischen Bereich, wo der Verfasser ja schon einige Beziehungen und Erfahrungen besitzt.

Mein Rat ist also nur: Lass Dich nicht blenden! ("JEDWEDEM FELD"...)
Mir ist es u.A. so ergangen.
Versuch einmal objektiv, alle Alternativen abzuwägen. Das ist allerdings allein unmöglich.

Bsp. Politologie/Politikwiss., JoNa-Förderung und freier Mitarbeit.
cptu
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 27.02.2006
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 14 Jun 2008 - 14:11:12    Titel:

karl.c:
Ich will dir damit nicht zu nahe treten, aber dein mangelndes Wissen zu den Zahlungsmodalitäten der Gebühren (zahlt man i.d.R. nicht selbst), zu den Berufsaussichten (s.u.) sowie zum Admissionsprozess (nicht die Qualität wurde infrage gestellt, sondern die Zweifel des Bewerbers ob der Intensität des Verfahrens bestehend aus Test, Interview, Schriftproben) stellen auf meine Empfehlung ab, hier, in diesem Rahmen, nicht weiter zu diskutieren. Das soll keine Beleidigung sein. Aber mit Halbwissen um sich zu werfen hilft niemandem und schon gar nicht dem Threadstarter.

@Jays: So eine Aufwands-Ertrags-Analyse bei einem Studium zu betreiben, halte ich für den falschen Weg, weil es am wichtigsten ist, sich mit dem Fach und der Situation zu identifizieren. Dennoch, einige objektive Aspekte kann man sehr wohl herausstellen (und alles Intrinsische außenvor lassen).
Also:
Studierte man einen vergleichbaren Studiengang in Deutschland (vlt. Sozialwissenschaften) auf BA steht außer Frage, dass man mit einem Cam-Studium besser bedient ist. Woran liegt das? Leute aus Oxbridge / LSE werden unabhängig von ihrem genauen Studienfach überall eingestellt (natürlich auch bei den deutschen Branches von IGO, Unternehmen, Zeitungen) - ergo sind die Berufsaussichten (und nur diese wollen wir zunächst "objektiv" betrachten) schon einmal deutlich besser. Es ist in Deutschland weitaus seltener, dass man mit einem vergleichbaren Studiengang überall arbeiten kann. Und sieht man sich die zurzeit bestehenden Aussichten von Politologen/SoWis in D an, so sollte dieses Ergebnis klarer ausfallen.
Wieso betone ich das? Ganz einfach. Als Studienanfänger kann man nicht vorher wissen, welche Tätigkeit man genau ausüben wird; es ergeben sich vielleicht völlig andere Interessen, bei denen das hohe Ansehen Cams und die Multifunktionalität des Abschlusses (s.o.) dem Absolventen zugute kommt.

Der Aufwand (sofern du den finanziellen meinst): Ein Studium in Cam ist teurer als eine staatliche Uni in D, das ist richtig. Aber: Als laufende Kosten fallen die Gebühren weg, da praktisch zinsfrei fremdfinanziert, auch für Nicht-Engländer). In Cam sind die Lebenshaltungskosten zwar höher als in D, aber nicht so massiv (ich schätze rund 20%). Immerhin gibt es nun auch das Auslandsbafoeg und Stipendien.

Zum Aspekt der Forschung und Lehre:
Ich weiß nicht, wie gut Cam in der Forschung ist. Aber es ist gerade die Lehre (die du völlig unbetrachtet lässt), welche absolut einzigartig ist in Oxbridge: Tutorials mit <5 Kommilitonen, regelmäßige Essays, insgesamt einzigartig gute Betreuung - da ist von Forschung noch nicht einmal die Rede.

Zu den Aktivitäten: Diese kann man auch (noch besser!) im Ausland entfalten! Es gibt enorm viele Societies, die mit Politjournalismus zu tun haben, man findet dort einfach eine Menge vor!
In diesem Sinne: Das Netzwerk an internationalen, interessanten und cleveren Menschen ist im Gegensatz zur deutschen Alternative vorhanden, bzw. deutlich größer.

Und bitte: Wo ist da von Verblendung in meinem Post die Rede? Es ist nun einmal Fakt, dass Absolventen britischer (Spitzen-)unis unabhängig von ihrem studierten Fach in fast allen Berufsfeldern vorzufinden sind.

Wenn ich fragen darf: An welcher Topuni in UK ist es dir "so [schlecht] ergangen", wo wurdest du so sehr enttäuscht?

Vielleicht können don_farzado oder Sternau ja mit ihren Erfahrungen dem Threadstarter Fragen beantworten
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Cambridge: Lohnt es sich?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum