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Gedichtinterpretation von "Nachtfeier" richtig?
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Banu-feyh
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Anmeldungsdatum: 14.06.2008
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 14 Jun 2008 - 17:17:37    Titel: Gedichtinterpretation von "Nachtfeier" richtig?

hey, hey...
Ich soll das Gedicht "Nachtfeier" von Eichendorff interpretieren und später mit einem anderem Gedicht von ihm vergleichen. Der Vergleich ist kein Problem, denn das andere habe ich schon analysiert. Bei "Nachtfeier" hab ich aber so meine Probleme zumindest teilweise im Inhalt. Den Aufbau hab ich schon analysiert, das war einfach. Inhaltlich finde ich, dass das Gedicht ziemlich viel religiösität aufweist, darauf deutet unteranderem der Titel hin, womit die Osternacht gemeint sein könnte (will mich da jetzt aber nicht festlegen!) und auch Wörter wie "fromm", "Weihe" oder "heil'ge Nacht". Es drückt Weite, Erholung, Befreiung von den Lasten und Anstrengungen des Tages aus. Das erstmal im Groben zusammengefasst.

hier das Gedicht:

Nachtfeier (1810)

Decket Schlaf die weite Runde,
Muß ich oft am Fenster lauschen,
Wie die Ströme unten rauschen,
Räder sausen kühl im Grunde,
Und mir ist so wohl zur Stunde;
Denn hinab vom Felsenrande
Spür ich Freiheit, uralt Sehnen,
Fromm zerbrechend alle Bande,
Über Wälder, Strom und Lande
Keck die großen Flügel dehnen.

Was je Großes brach die Schranken,
Seh ich durch die Stille gehen,
Helden auf den Wolken stehen,
Ernsten Blickes, ohne Wanken,
Und es wollen die Gedanken
Mit den guten Alten hausen,
Sich in ihr Gespräch vermischen,
Das da kommt in Waldesbrausen.
Manchem füllt's die Brust mit Grausen,
Mich soll's laben und erfrischen!

Tag und Regung war entflohen,
Übern See nur kam Geläute
Durch die monderhellte Weite,
Und rings brannten auf den hohen
Alpen still die bleichen Lohen,
Ew'ge Wächter echter Weihe,
Als, erhoben vom Verderben
Und vom Jammer, da die dreie
Einsam traten in das Freie,
Frei zu leben und zu sterben.

Und so wachen heute viele
Einsam über ihrem Kummer;
Unerquickt von falschem Schlummer,
Aus des Wechsels wildem Spiele
Schauend fromm nach einem Ziele.
Durch die öde, stumme Leere
Fühl ich mich euch still verbündet;
Ob der Tag das Recht verkehre,
Ewig strahlt der Stern der Ehre,
Kühn in heil'ger Nacht entzündet.


So, jetzt zu meinen Problemen! Exclamation
1., was sagt die 2. Strophe aus? Spricht er von geschichtlichen Helden und was hat das mit dem Thema zu tun?
2., was hat es mit den "bleichen Lohen" auf sich in der 3. Strophe? Was ist das überhaupt???!!! (ich hab nachgeschlagen aber nur gefunden: Lohe, eine Gerbemittel aus Rinde;"Lohen“ lässt sich auf einen mit einer „Lohe“ in den Wald gebrannten Platz zurückführen) Mir fällt dazu noch ein die Redewendung "es brennt lichterloh" und intuitiv hab ich bei Lohen auch an Bäume gedacht!
3., wer sind "die dreie" ebenfalls in der 3. Strophe?

Überhaupt nicht recht passt bei mir die 4. Strophe ins Bild....
Ich weiß einfach nicht, wie ich die ganzen einzelnen inhaltlichen Aspekte in einen Zusammenhang bringen soll!
Bin grad ziemlich verwirrt... Confused

Wenn mir irgendwer helfen könnte, wäre ich seeeeeehr dankbar!
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