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Frage zum Widerruf im Erbrecht
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DeViaje
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Anmeldungsdatum: 27.06.2008
Beiträge: 42
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 28 Jun 2008 - 14:25:06    Titel: Frage zum Widerruf im Erbrecht

Hi, hab mal ne kurze Frage:

Ich mach ein Testament, setzte ehefrau als alleinerbin ein...

später mache ich ein neues Testament, setzte ehefrau als alleinerbin und sohn als vermächtnisnehmer ein.

stellt das einen widerruf des alten testaments dar? Eigentlich sind die Testamente ja nicht widersprüchlich, oder?

MFG
FidibusXxx
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Anmeldungsdatum: 21.03.2008
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 28 Jun 2008 - 21:54:13    Titel:

Ja, das ist ein Widerruf nach § 2258 BGB.
Natürlich steht es im Widerspruch zu dem anderen Testament!?
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 28 Jun 2008 - 22:10:39    Titel:

Seh ich auch so. Durch das Vermächtnis bekommt der Sohn ja einen einen eigenen Anspruch gegen die Erbin. Beachte § 2307 BGB.
Sharillon
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Anmeldungsdatum: 29.02.2008
Beiträge: 183

BeitragVerfasst am: 28 Jun 2008 - 23:07:41    Titel:

Ich denke er meint bei der Frage, ob es ein Widerspruch ist, ob eine "Ergänzung" zum Testament auch einen Widerspruch darstellt.

Aber ich würde auch sagen, dass es nen Widerspruch ist.
DeViaje
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Anmeldungsdatum: 27.06.2008
Beiträge: 42
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 29 Jun 2008 - 09:38:52    Titel:

Find ich etwas verwunderlich, weil in den AG-Sachen wird es nicht als Widerruf gesehen...

Vielleicht liegts daran, dass sich das Erbe ansich nicht geändert hat? Ehefrau kriegt in Beiden fällen das Haus. Nur im zweiten Testament kriegt der Sohn z.b. meinen Audi?

Dann auch ein Widerruf?

MfG
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 29 Jun 2008 - 09:51:39    Titel:

Nein, mit dem Erbe hat das rein gar nichts zu tun, welches Testament gilt.

Es ist doch egal, ob man in der Ergänzung auch einen Widerruf sieht. In beiden Fällen gilt auf jeden Fall der Inhalt des neuen Testaments. Die Frau ist ja nach wie vor Alleinerbin, erbt also den kompletten Nachlass (Haus etc.). Der Sohn hat gegen sie nur einen Anspruch auf Übereignung des Vermächtnisgegenstandes (z.B. des Autos).
Wir haben hier überhaupt kein Auslegungsproblem, da es völlig egal ist, ob das 1. Testament nun gilt oder nicht. Es kommt immer zum gleichen Ergebnis.

Vielleicht ist es dogmatisch richtig, keinen Widerruf anzunehmen, da die Frau ja nach wie vor Erbin ist. Aber es ist eben völlig unerheblich für das Ergebnis.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 02 Jul 2008 - 14:23:21    Titel:

Ich habe gerade zufällig in meinen Unterlagen gefunden, dass eine Testamentsänderung, bei der man das ursprüngliche Testament (wortgetreu!) in ein neues übernimmt (mit Verweis auf das ursprüngliche), keinen Widerruf darstellt. Das gilt zumindest bei öffentlichen Testamenten.
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