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zwangswechsel in bachelor-studiengang zulässig?
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deamaddin
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Anmeldungsdatum: 28.06.2008
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 28 Jun 2008 - 19:52:46    Titel: zwangswechsel in bachelor-studiengang zulässig?

folgende problematik:

es ist ja momentan an vielen hochschulen die umstellung vom diplom auf den bachelor im gange.

an der hochschule des a (dort werden jedes semester 100 studierende angenommen) läuft der diplomstudiengang am 01.07.2008 aus, da ab dann der bachelor eingeführt wird. ab da können die studenten die klausuren nur noch bis zum 01.07.2009 schreiben (4 termine). sollten sie bis dahin nicht alle klausuren des grundstudiums geschrieben haben, rutschen sie automatisch in den bachelor-studiengang. über diese entwicklung war den studierenden vor beginn ihres studium nichts bekannt. durch den zwangswechsel zum bachelor entsteht den studierenden zwangsläufig eine längere studiendauer und damit verbunden natürlich auch höhere kosten, da sie noch andere klausuren schreiben müssten, um den bachelor zu bekommen. am letzten termin für die diplom-klausuren fallen 30 studierende durch, die dann zwangsläufig in den bachelor wechseln müssen.

kann dagegen in irgendeiner weise etwas unternommen werden und die hochschule gezwungen werden, noch einen weiteren klausurtermin anzubieten?
Wirt.-Inf.07
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Anmeldungsdatum: 04.06.2007
Beiträge: 1101

BeitragVerfasst am: 29 Jun 2008 - 10:35:29    Titel:

Das würde ich mich auch mal interessieren, denn bei mir ist es genauso...
Miranda09
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Anmeldungsdatum: 25.07.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2009 - 18:24:38    Titel:

Hallo,

gibt es zu dem Thema etwas neues? Ich werde ebenfalls in den Bachelor gezwungen, mir fehlt nur 1 Schein fürs Vordiplom.
purbaneck
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Anmeldungsdatum: 28.05.2007
Beiträge: 187
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2009 - 23:04:35    Titel:

Das ist meines Wissens nach unter die Thematik der Rückwirkung zu packen.
Fraglich wäre hier, ob es sich bei so einem Gesetz/Unisatzung/whatever um echte Rückwirkung oder unechte Rückwirkung (was nach h.M. synonym mit Rückbewirkung von Rechtsfolgen bzw. tatbestandliche Rückanknüpfung verwendet wird, worüber man sich wirklich streiten könnte...) handelt.

Von echter Rückwirkung spricht man, wenn Rechtsfolgen einer Norm schon zu einem Zeitpunkt eintreten sollen, der vor der Verkündung der Norm liegt.

Unechte Rückwirkung liegt vor, wenn eine Norm in ihrem Tatbestand an Umstände anknüpft, die vor der Verkündung liegen.

Die echte Rückwirkung ist - von Ausnahmen abgesehen - grundsätzlich unzulässig, die unechte Rückwirkung ist - von Ausnahmen abgesehen - grundsätzlich zulässig.

Bei sich ändernden Umständen für Studenten, die sich eingeschrieben haben und sich damit auf Prüfungsordnungen und Studienordnungen einstellen und darauf vertrauen, darf man sicherlich von einem Fall der echten Rückwirkung ausgehen, die ja grundsätzlich unzulässig ist. Die Ausnahme besteht aber darin, dass die Folgen gemildert werden. Beste Möglichkeit dafür sind die Übergangsfristen, die - wie ihr das ja geschildert habt - in dem zugrundeligenden Fall gegeben sind.
Das würde bedeuten, dass das Procedere wahrscheinlich zulässig ist.
Man müsste im Einzelfall gucken, ob die Übergangsfristen lang genug sind, aber davon würde ich mal ausgehen. Immerhin muss man ja auch immer den Verwaltungsaufwand der Uni im Blick haben und die Kostenfrage (fiskalische Interessen spielen ja in der Rspr. auch immer eine nicht unerhebliche Rolle - auch wenn das gerne mal verschwiegen wird).[/b]
Miranda09
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Anmeldungsdatum: 25.07.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2009 - 23:16:15    Titel:

Diplomprüfungsordnungsänderung im Dez. 08. Kenntnis bekam ich im Januar 09 zufällig über die Fachschaftsseite, die aktualisiert wurde. Das VD sei bis zum 30.9. abzulegen. Fristenverlängerung nur, wenn alle Scheine bis Ende SS abgelegt werden.

Ich finde diese Frist nicht gerade angemessen, zumal einer der Scheine eine Klausur beinhaltet, die nur 1x zum Ende des SS angeboten wird und dem eine Eingangsklausur vorgestellt ist, die zum einen eine Durchfallquote von 60% und zum anderen nicht durch eine Nachklausur abgesichert ist.
purbaneck
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Anmeldungsdatum: 28.05.2007
Beiträge: 187
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2009 - 23:35:43    Titel:

Hört sich schon extrem kurz an, aber meißtens gibt's dann auch noch die obligatorische "Härtefallklausel", die immer noch dem Einzelfall die Hintertür offen lässt.
Da du aber von "ich" sprichst und das bei tieferem Einstieg in Rechtsberatung umschlägt, würde ich dich an die fertig studierten "Kollegen" verweisen Wink

Kleiner Tipp am Rande: Als BAföG-Empfänger/in hat man i.d.R. Anspruch auf Prozesskosten- und Beratungshilfe. Der Gang zum Anwalt kostet den Durchschnitts-Studi also auch nix.
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