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Todesstrafe, dringend nötig oder nicht vertretbar?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Todesstrafe, dringend nötig oder nicht vertretbar?
 

Wie steht ihr zur Todesstrafe als höchstes Strafmaß?
Ich bin für die Todesstrafe
36%
 36%  [ 67 ]
Ich bin gegen die Todesstrafe
63%
 63%  [ 117 ]
Stimmen insgesamt : 184

Autor Nachricht
joschie99
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Anmeldungsdatum: 03.08.2009
Beiträge: 269
Wohnort: Kölleda

BeitragVerfasst am: 11 Aug 2009 - 17:54:21    Titel:

Zum letzten Kommentar:

Eine Frage!

Sollte/darf ein Gefangener im offenen Vollzug eigentlich noch seinem erlernten bzw. ausgeübten Beruf nachgehen? Oder sollte sein Job besser einem (r) unbescholdenen Bürger(in) weitergegeben werden?

Und der/die Kriminelle stattdessen während des Freiganges gemeinnützige Arbeit ohne soziale Bindungen ausführen? (also Jobs die alleine in Isolation ausgeführt werden!!!)
Bauchfett
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Anmeldungsdatum: 25.02.2009
Beiträge: 996

BeitragVerfasst am: 11 Aug 2009 - 18:35:58    Titel:

Schwarze Strümpfe hat folgendes geschrieben:
Bauchfett hat folgendes geschrieben:
Das sind opferlose "Verbrechen". Es gibt genug Wissenschaftler, die das sowieso für falsch sehen.


Geh mal zum Hbf, dann siehst du wie opferlos Drogendelikte sind.
Reden wir über wissenschaftliche Meinungen oder über Bahnhöfe?
Zitat:


Zitat:
WDas ist falsch. Gewohnheitsrechte dieser Art basieren im wesentlichen auf Eigentumsrecht. Man kann nun wirklich nicht behaupten, dass Konfliktbeilegungsmechanismen unter Eigentumsrecht in einer modernen, ausdifferenzierte Gesellschaft versagen würden.


Du hast mich überhaupt nicht verstanden. Eine archaische Konfliktbeilegung "unter dem Eigentumsrecht" könnte in einer modernen Gesellschaft jedenfalls nicht funktionieren. Die strukturellen Voraussetzungen (Sippschaften) etc. liegen heute schlicht nicht mehr vor. Wie kommt man eigentlich auf die skurrile Idee, tribalistische Rechtssysteme in der modernen Gesellschaft anwenden zu wollen?
Oder Du hat mich nicht verstanden. Ich habe kein Wort von Sippen geschrieben. Die strukturellen Voraussetzungen lassen sich auch marktwirtschaftlich organisieren. Es geht nur um Eigentumsrechte.
Zitat:



Zitat:
Das weis ich auch.


Du lehnst diese These aber offenbar ab

Zitat:
Das ist ideologisch.


Unsinn. Es beruht auf soziologischen Erkenntnissen von Funktions- und Wirkungsweisen gesellschaftlicher Systeme. Ideologisch ist es hingegen, in einer Art Naturzustandsvergottung archaische Rechtssysteme hochzujubeln.
Mir geht es nicht um Systeme sondern um Einsichten. Deine Begründung für den Strafvollzug klingt wie aus amtlichen Broschüren und das bezeichne ich aus ideologisch, weil apologetisch und doktrinär.
Zitat:


Zitat:
1.Naturvölker sind Rechtsgeminschaften.


Habe ich nicht bestritten. Unsre heutige Rechtsgemeinschaft tickt aber völlig anders.
Ich dachte das sei eine Grundsatzdiskussion und keine die sich am Status quo festbeißen muss.
Zitat:


Zitat:
2. Ich habe ja nirgendwo geschrieben, dass es überhaupt keine Sanktionen geben soll.



Welche denn?
Da lege ich mich sowieso nicht fest. Das ist Sache derer, die davon direkt oder wenigstens mittelbar betroffen sind.
Zitat:


Zitat:
3. Wie gesagt, unter Gewohnheitsrecht, würde ein Krimineller, der für die Gemeinschaft nicht mehr tragbar ist vogelfrei.


Was ist denn das "Gewohnheitsrecht" für dich?
Das ist nun ein gängiger Begriff für Rechtskundler und Historiker. Auch Customary Law. Siehe Bruce Benson oder Martin van Creveld.
Zitat:

Mir ist es auch rätselhaft, wie man eine aus der Not geborene Praxis (Naturvölker sind nicht in der Lage, andere Sanktionsmechanismen zu etablieren)
Das ist Blödsinn.
Zitat:
so idealisieren kann und man es deshalb als menschenwürdekonform ansieht, jemanden für vogelfrei zu erklären
Habe ich nicht.
Zitat:
, andererseits aber Freiheitsstrafen als unethisch betrachten kann.
Habe ich auch nicht. Ich halte das sowieso für eine Betrachtung, die nicht funktionieren kann.
Zitat:


Zitat:

Das kann ja am Strafrecht und der besonderen Delegation der Verantwortung beim Strafrecht liegen.


Was soll mir dieser Satz sagen?
Was ist daran undeutlich?
Zitat:


Zitat:
Beim eigentlichen Ziel des Strafvollzugs der Resozialisierung versagt dies deutlich, zu sehen anhand der Zahl der Wiederholungstäter, besonderns sogar bei Jugendlichen.


Ein resozialisierungsorientierter Strafvollzug wirkt präventiv aber besser als ein rein vergeltungsorientierter. Insofern ist es zwar noch nicht gut, aber besser als früher.
Zum Früher kann ich nur sagen, dass das Strafrecht nicht nötig war. Zu behaupten, dass Strafrecht wirke tatsächlich präventiv im Vergleich zur Opfer-Entschädigung, lässt sich noch nicht mal empirisch belegen.
joschie99
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Anmeldungsdatum: 03.08.2009
Beiträge: 269
Wohnort: Kölleda

BeitragVerfasst am: 11 Aug 2009 - 18:50:41    Titel:

"Recht war doch immer schon das, wass dem Anderen billig war"! Laughing
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 11 Aug 2009 - 18:50:54    Titel:

Bauchfett hat folgendes geschrieben:
Reden wir über wissenschaftliche Meinungen oder über Bahnhöfe?


Die Behauptung, es gebe keine Opfer, lässt sich durch das Anschauen der Opfer falsifizieren.

Zitat:
Oder Du hat mich nicht verstanden. Ich habe kein Wort von Sippen geschrieben. Die strukturellen Voraussetzungen lassen sich auch marktwirtschaftlich organisieren. Es geht nur um Eigentumsrechte.


Gut, dann sag mal, welche Strukturen es braucht, um den Konflikt, den ich aufwerfe, indem ich dich ermorde, ohne Strafe beizulegen.

Zitat:
Mir geht es nicht um Systeme sondern um Einsichten. Deine Begründung für den Strafvollzug klingt wie aus amtlichen Broschüren und das bezeichne ich aus ideologisch, weil apologetisch und doktrinär.


Meine Überzeugungen speisen sich nicht aus "amtlichen Broschüren", sondern aus den Einsichten, die ich in die Natur sozialer Systeme gewonnen habe. Deine Überzeugungen hören sich zwar nicht nach "amtlichen Broschüren an" - ich gebe sogar zu, dass sie recht originell sind - ihnen haftet aber ein Moment des Halbgaren und -verstandenen an.
Zitat:
Ich dachte das sei eine Grundsatzdiskussion und keine die sich am Status quo festbeißen muss.


Ein Recht, das die vorgefunden Wirklichkeiten überspringen will und nicht in sich aufnimmt, ist ideologisch.

Zitat:
Da lege ich mich sowieso nicht fest. Das ist Sache derer, die davon direkt oder wenigstens mittelbar betroffen sind.


Im Ungefähren fabuliert es sich halt leichter. Aber welche Sanktionen gestehst du denn den direkt oder mittelbar Betroffenen zu? Und unter welchen Voraussetzungen?

Zitat:
Das ist nun ein gängiger Begriff für Rechtskundler und Historiker. Auch Customary Law. Siehe Bruce Benson oder Martin van Creveld.


Gewonheitsrecht ist ein vieldeutiger Begriff, der alles mögliche in unterschiedlichen Kontexten bedeuten kann. Auch dein Verweis auf Benson und van Creveld, die ja einigermaßen esoterische Autoritäten sind, hat mir nicht weitergeholfen. Ich bitte dich also, weiter vorzutragen, was du genau mit Gewohnheitsrecht in diesem Kontext meinst.
Zitat:
Das ist Blödsinn.


Wie erklärst du dir dann, dass mit der Möglichkeit, Menschen sicher zu verwahren fast alle Gesellschaften die Freiheitsstrafe adaptiert haben und dass sich diese schnell durchgesetzt hat?

Zitat:
Habe ich nicht.


Du hast das Vogelfreierklären als Strafalternative vorgeschlagen.

[quote]Habe ich auch nicht. Ich halte das sowieso für eine Betrachtung, die nicht funktionieren kann.[quote]

Du hast das Strafrecht als großen ethischen Fehler bezeichnet. Willst du mich hier verarschen?
[quote]Was ist daran undeutlich?[quote]

Die Bedeutung der Passage "besondere Delegation der Verantwortung beim Strafrecht". Insbesondere das "beim".

Zitat:
Zum Früher kann ich nur sagen, dass das Strafrecht nicht nötig war. Zu behaupten, dass Strafrecht wirke tatsächlich präventiv im Vergleich zur Opfer-Entschädigung, lässt sich noch nicht mal empirisch belegen.


Opfer-Entschädigung und Strafrecht schließen einander ja nicht aus, ergänzen sich sogar häufig.
Bauchfett
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Anmeldungsdatum: 25.02.2009
Beiträge: 996

BeitragVerfasst am: 11 Aug 2009 - 22:03:24    Titel:

Schwarze Strümpfe hat folgendes geschrieben:
Bauchfett hat folgendes geschrieben:
Reden wir über wissenschaftliche Meinungen oder über Bahnhöfe?


Die Behauptung, es gebe keine Opfer, lässt sich durch das Anschauen der Opfer falsifizieren.
Welche Opfer? Die Kiffer? Das sind keine Opfer im Sinne des Rechts.
Zitat:


Zitat:
Oder Du hat mich nicht verstanden. Ich habe kein Wort von Sippen geschrieben. Die strukturellen Voraussetzungen lassen sich auch marktwirtschaftlich organisieren. Es geht nur um Eigentumsrechte.


Gut, dann sag mal, welche Strukturen es braucht, um den Konflikt, den ich aufwerfe, indem ich dich ermorde, ohne Strafe beizulegen.
Ich habe auch nichts davon geschrieben, dass gar keine Strafen angewendet werden. Aber wenn Du mich tötest, dann braucht es eine Struktur die den Rechtsnachfolger ermöglicht Versorgungsansprüche, Schmerzensgeld etc an Dich stellen, also mit Inkasso und dem ganzen Sicherheitskram.
Zitat:


Zitat:
Mir geht es nicht um Systeme sondern um Einsichten. Deine Begründung für den Strafvollzug klingt wie aus amtlichen Broschüren und das bezeichne ich aus ideologisch, weil apologetisch und doktrinär.


Meine Überzeugungen speisen sich nicht aus "amtlichen Broschüren", sondern aus den Einsichten, die ich in die Natur sozialer Systeme gewonnen habe. Deine Überzeugungen hören sich zwar nicht nach "amtlichen Broschüren an" - ich gebe sogar zu, dass sie recht originell sind - ihnen haftet aber ein Moment des Halbgaren und -verstandenen an.
Daskannst Du nicht beurteilen. Oder kennst Du Dich mit Österreichischer Schule aus? Nein!
Zitat:

Zitat:
Ich dachte das sei eine Grundsatzdiskussion und keine die sich am Status quo festbeißen muss.


Ein Recht, das die vorgefunden Wirklichkeiten überspringen will und nicht in sich aufnimmt, ist ideologisch.
Unsinn. Willst Du Begriffe umdefinieren? Ideologie bedeutet, dass jemand unumstößliche Voraussetzungen (heilige Axiome) pflegt und jede Abweichung verurteilen muss.
Zitat:


Zitat:
Da lege ich mich sowieso nicht fest. Das ist Sache derer, die davon direkt oder wenigstens mittelbar betroffen sind.


Im Ungefähren fabuliert es sich halt leichter.
Nö. Ich maße mir nur keine Urteile an, die nur andere treffen können.
Zitat:
Aber welche Sanktionen gestehst du denn den direkt oder mittelbar Betroffenen zu? Und unter welchen Voraussetzungen?
Alle die sie nach ihren subjektiven Empfinden als angemessenen Ausgleich betrachten und nicht von der Opposition als Bereicherung angesehen werden.
Zitat:


Zitat:
Das ist nun ein gängiger Begriff für Rechtskundler und Historiker. Auch Customary Law. Siehe Bruce Benson oder Martin van Creveld.


Gewonheitsrecht ist ein vieldeutiger Begriff, der alles mögliche in unterschiedlichen Kontexten bedeuten kann. Auch dein Verweis auf Benson und van Creveld, die ja einigermaßen esoterische Autoritäten sind
Du spinnst.
Zitat:
, hat mir nicht weitergeholfen. Ich bitte dich also, weiter vorzutragen, was du genau mit Gewohnheitsrecht in diesem Kontext meinst.
Benson schreibt im ersten Kapitel von The Enterprise of Law darüber. Creveld in The Rise and Fall of the State. Siehe Amazon Quick view.
Zitat:

Zitat:
Das ist Blödsinn.


Wie erklärst du dir dann, dass mit der Möglichkeit, Menschen sicher zu verwahren fast alle Gesellschaften die Freiheitsstrafe adaptiert haben und dass sich diese schnell durchgesetzt hat?
Mit dem Auftreten von positivem Recht, der Kostenübernahme durch den Staat. Freiwillig würde kaum einer die Gefängniskosten übernehmen.
Zitat:


Zitat:
Habe ich nicht.


Du hast das Vogelfreierklären als Strafalternative vorgeschlagen.
Und?[quote]

[quote]Habe ich auch nicht. Ich halte das sowieso für eine Betrachtung, die nicht funktionieren kann.
Zitat:


Du hast das Strafrecht als großen ethischen Fehler bezeichnet. Willst du mich hier verarschen?
Nö.[quote]
[quote]Was ist daran undeutlich?
Zitat:


Die Bedeutung der Passage "besondere Delegation der Verantwortung beim Strafrecht". Insbesondere das "beim".
Kostenverantwortung der Einbuchtung und Resoz. liegt beim Steuerzahler. Urteilsfindung liegt beim Staat. Opfer muss nehmen, was kommt.
Zitat:


Zitat:
Zum Früher kann ich nur sagen, dass das Strafrecht nicht nötig war. Zu behaupten, dass Strafrecht wirke tatsächlich präventiv im Vergleich zur Opfer-Entschädigung, lässt sich noch nicht mal empirisch belegen.


Opfer-Entschädigung und Strafrecht schließen einander ja nicht aus, ergänzen sich sogar häufig.
Das habe ich schon widerlegt.
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 11 Aug 2009 - 22:15:52    Titel:

Bauchfett hat folgendes geschrieben:
Welche Opfer? Die Kiffer? Das sind keine Opfer im Sinne des Rechts.


Die Crack-/Heroin-Junkies.

Zitat:
Ich habe auch nichts davon geschrieben, dass gar keine Strafen angewendet werden. Aber wenn Du mich tötest, dann braucht es eine Struktur die den Rechtsnachfolger ermöglicht Versorgungsansprüche, Schmerzensgeld etc an Dich stellen, also mit Inkasso und dem ganzen Sicherheitskram.


Die gibt es (bis auf das Schmerzensgeld, das BGB kennt ein Angehörigenschmerzensgeld nicht) bereits.

Zitat:
Daskannst Du nicht beurteilen. Oder kennst Du Dich mit Österreichischer Schule aus? Nein!


Nein, mein durch Wikipedia gestütztes Gedächtnis weist sie aber als ökonomische Theorie aus. Was hat das hiermit zu tun?


Zitat:
Unsinn. Willst Du Begriffe umdefinieren? Ideologie bedeutet, dass jemand unumstößliche Voraussetzungen (heilige Axiome) pflegt und jede Abweichung verurteilen muss.


Das ist zwar eine schlechte Definition, das aber nur am Rande, denn: ein Recht, das die Wirklichkeit außer Acht lässt, geht zwangsläufig von Axiomen aus, die außerhalb des Fassbaren liegen und ist damit ideologisch.

Zitat:
Alle die sie nach ihren subjektiven Empfinden als angemessenen Ausgleich betrachten und nicht von der Opposition als Bereicherung angesehen werden.


Das ist enorm präzise. Was befindet sich in diesem Spannungsfeld zwischen Ausgleich und Bereicherung denn? Dürften deine Erben mich bspw. martern, um seelische Genugtuung zu erlangen?

Zitat:
Du spinnst.


Naja, spinnert ist eher dein Dada-Abolitionismus.

Zitat:
Mit dem Auftreten von positivem Recht, der Kostenübernahme durch den Staat. Freiwillig würde kaum einer die Gefängniskosten übernehmen.


Du meinst also mit der Etablierung des Gewaltmonopols? Denn nichts anderes ist ja die Vergemeinschaftung der Strafe.


Zitat:
Kostenverantwortung der Einbuchtung und Resoz. liegt bei Steuerzahler. Urteilsfindung liegt beim Staat. Opfer muss nehmen, was kommt.


Das Opfer hat vielfältige Rechte, am Verfahren mitzuwirken. Ansonsten ist aber der Grundgedanke, dass der Staat die Hoheit über das Strafen behält, Grundbedingung menschengerechten Strafens. Alles andere wäre ein Rückfall in Barbarei.

Zitat:
Das habe ich schon widerlegt.


Nein, hast du nicht mal ansatzweise.
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 11 Aug 2009 - 23:27:27    Titel:

Microchipz schrieb :
Zitat:
Ich befürchte, du stellst dir das etwas einfacher vor, als es in Wirklichkeit ist. Eine nachhaltig an den Tatort gelegte Kippe oder von jmd. anderen dort hingelegte Haare, können von der heutigen Forensik bzw. mit den heutigen kriminalistischen Werkzeugen ohne weiteres identifiziert werden (Staub - Dreck - und ähnliche Partikel ergo. minimalste Abweichungen werden erkannt) etc. pp.

Ich befürchte nicht zu verstehen, was du mir damit sagst. Was kann damit " identifiziert " werden ? Die Manipulation ? Wie denn genau ? Der Killer, der ein paar Jahre nach 2000 mehr als ein halbes Dutzend deutsch - türkische Kleinhändler erschoss - der hinterlies nicht eine einzige ( ! ) forensisch nutzbare Spur. Ich meine gar - er hinterlies überhaupt nix. Nicht einmal einen Fußabdruck o.ä. Kommen - Schießen - Gehen - das war die Masche. Und was, wenn er an mehreren Tatorten die gleiche Fremd - DNA - hinterlassen hätte ? ( 1 - 2 Haare z.B., die Kippen können alle dem gleichen Aschenbecher entnommen - und z.B. vor der Tür der Geschäfte fallen gelassen sein. ) Der so benutzte kein Alibi besäße, bereits vorbestraft wäre - oder gar NPD - Mitglied .. ? Smile

Freundliche Grüße, schelm
Bauchfett
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Anmeldungsdatum: 25.02.2009
Beiträge: 996

BeitragVerfasst am: 12 Aug 2009 - 00:23:15    Titel:

Schwarze Strümpfe hat folgendes geschrieben:
Bauchfett hat folgendes geschrieben:
Welche Opfer? Die Kiffer? Das sind keine Opfer im Sinne des Rechts.


Die Crack-/Heroin-Junkies.
Wo sind das Opfer?
Zitat:


Zitat:
Ich habe auch nichts davon geschrieben, dass gar keine Strafen angewendet werden. Aber wenn Du mich tötest, dann braucht es eine Struktur die den Rechtsnachfolger ermöglicht Versorgungsansprüche, Schmerzensgeld etc an Dich stellen, also mit Inkasso und dem ganzen Sicherheitskram.


Die gibt es (bis auf das Schmerzensgeld, das BGB kennt ein Angehörigenschmerzensgeld nicht) bereits.
Nur unter Regie staatlicher Aufsicht mit StGB. Ich rede von einer anderen Führung.
Zitat:


Zitat:
Daskannst Du nicht beurteilen. Oder kennst Du Dich mit Österreichischer Schule aus? Nein!


Nein, mein durch Wikipedia gestütztes Gedächtnis weist sie aber als ökonomische Theorie aus. Was hat das hiermit zu tun?
Recht hat sehr viel mit Ökonomie zu tun.
Zitat:



Zitat:
Unsinn. Willst Du Begriffe umdefinieren? Ideologie bedeutet, dass jemand unumstößliche Voraussetzungen (heilige Axiome) pflegt und jede Abweichung verurteilen muss.


Das ist zwar eine schlechte Definition, das aber nur am Rande, denn: ein Recht, das die Wirklichkeit außer Acht lässt, geht zwangsläufig von Axiomen aus, die außerhalb des Fassbaren liegen und ist damit ideologisch.
Kümmere Dich besser um Deine Definition. Du hast mich schon verstanden.
Zitat:


Zitat:
Alle die sie nach ihren subjektiven Empfinden als angemessenen Ausgleich betrachten und nicht von der Opposition als Bereicherung angesehen werden.


Das ist enorm präzise. Was befindet sich in diesem Spannungsfeld zwischen Ausgleich und Bereicherung denn? Dürften deine Erben mich bspw. martern, um seelische Genugtuung zu erlangen?
Vielleicht. Das ist ja subjektiv. Die Todestrafe ist ja auch sowas in der Art.
Zitat:


Zitat:
Du spinnst.


Naja, spinnert ist eher dein Dada-Abolitionismus.

Zitat:
Mit dem Auftreten von positivem Recht, der Kostenübernahme durch den Staat. Freiwillig würde kaum einer die Gefängniskosten übernehmen.


Du meinst also mit der Etablierung des Gewaltmonopols? Denn nichts anderes ist ja die Vergemeinschaftung der Strafe.
Bitte. Das ist jedenfalls kein Prozess des Fortschritts als das Du den gerne verkaufen möchtest.
Zitat:



Zitat:
Kostenverantwortung der Einbuchtung und Resoz. liegt bei Steuerzahler. Urteilsfindung liegt beim Staat. Opfer muss nehmen, was kommt.


Das Opfer hat vielfältige Rechte, am Verfahren mitzuwirken.
Unter dem Staus quo sind diese stark eingeschränkt. Du vermittelst nur Deine Sicht der Dinge.
Zitat:
Ansonsten ist aber der Grundgedanke, dass der Staat die Hoheit über das Strafen behält, Grundbedingung menschengerechten Strafens. Alles andere wäre ein Rückfall in Barbarei.
Schwachsinn, den Du nicht belegen kannst.
Zitat:


Zitat:
Das habe ich schon widerlegt.


Nein, hast du nicht mal ansatzweise.
LOL. Dein Urteil kann ja gut an Deiner Ideologie liegen. Denn Deine heiligen Axiome zwingen Dich jeden Abweichler strikt abzuweisen.
Gardner
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Anmeldungsdatum: 07.01.2009
Beiträge: 144

BeitragVerfasst am: 12 Aug 2009 - 03:30:18    Titel:

Was interessiert dich denn was die Crack/Heroin Junkies machen? Beschneiden sie damit deine Freiheit? Sage ich dir dass du keinen Speck am Morgen essen sollst, weil der deine Arterien verstopft? Sage ich dir dass du nicht trinken sollst, weil du evtl ein Alkoholiker wirst, der seine Frau verprügelt(was der gemeine Kiffer übrigens eig. nie machen würde)? Schreibt ein Gesetz dir deinen Tabakkonsum vor? Diese Einstellung ist sowas von intollarant und heuchlerisch, das ist unglaublig!
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 12 Aug 2009 - 13:14:39    Titel:

Bauchfett hat folgendes geschrieben:
Nur unter Regie staatlicher Aufsicht mit StGB. Ich rede von einer anderen Führung.


Das ist nicht richtig. Der zivilrechtliche Ausgleich vollzieht sich unabhängig von der strafrechtlichen Seite. So kannst du zB vor dem Strafgericht freigesprochen und vor dem Zivilgericht zum SchE verurteilt werden.

Zitat:
Recht hat sehr viel mit Ökonomie zu tun.


Ja, aber was hat die ÖS mit deinen Vorstellungen genau zu tun?

Zitat:
Kümmere Dich besser um Deine Definition. Du hast mich schon verstanden.


Natürlich hab ich dich verstanden, aber ich find deine Definition nunmal sehr grobschlächtig.

Zitat:
Vielleicht. Das ist ja subjektiv. Die Todestrafe ist ja auch sowas in der Art.


Und du glaubst, es tue einer Gesellschaft gut, wenn deren Mitglieder einander unter dem Deckmantel des Rechts zu Tode quälen dürften?


Zitat:
Bitte. Das ist jedenfalls kein Prozess des Fortschritts als das Du den gerne verkaufen möchtest.


Das ist wiederum eine Frage der Werte, denen man anhängt. Ich bekenne mich zu unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder Staatlichkeit (vgl. Art. 1 Abs. 2 GG). Du hingegen tust das nicht.
Daher empfinde ich die Humanisierung des Strafrechts als Fortschritt und du als Rückschritt, es ist alles eine Frage des Standpunkts.
An dem Punkt muss unsre Diskussion aber ein Ende finden, denn ob man letztlich die unbeschränkte Freiheit des Einzelnen über das Schicksal desjenigen zu entscheiden, der einem Unrecht angetan hat oder die Menschenrechte jedes Menschen, also auch die des Rechtsbrechers, höher bewertet, ist eine Wertungsfrage, die sich nicht ausdiskutieren lässt.

Zitat:
LOL. Dein Urteil kann ja gut an Deiner Ideologie liegen. Denn Deine heiligen Axiome zwingen Dich jeden Abweichler strikt abzuweisen.


Und dein Urteil ist etwa unideologisch? Ich bitte dich.
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