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Todesstrafe, dringend nötig oder nicht vertretbar?
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Wie steht ihr zur Todesstrafe als höchstes Strafmaß?
Ich bin für die Todesstrafe
36%
 36%  [ 67 ]
Ich bin gegen die Todesstrafe
63%
 63%  [ 117 ]
Stimmen insgesamt : 184

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testest
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Anmeldungsdatum: 13.07.2007
Beiträge: 372

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 10:32:21    Titel:

Nun, du würdest doch dann nach deinen eigenen Rechtsvorstellungen schadensersatzpflichtig gegenüber den Angehörigen von Schwarze Strümpfe.
Bauchfett
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Anmeldungsdatum: 25.02.2009
Beiträge: 996

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 10:50:26    Titel:

testest hat folgendes geschrieben:
Nun, du würdest doch dann nach deinen eigenen Rechtsvorstellungen schadensersatzpflichtig gegenüber den Angehörigen von Schwarze Strümpfe.


Meine Rechtsvorstellung ist, dass Schwarze Strümpfe Menschenjagd akzeptiert, sich also selbst für vogelfrei erklärt. Also spiele ich mich als Interessen-Vertreter von Obdachlosen und Pennern auf, die der aufsammelt und führe Schwarzen Strümpfe der gleichen verwertung zu. Dann ziehe ich meine Provision und meine Spesen ab und der Gewinn kommt den Obdachlosen und Pennern zu gute. Wer soll mich davon abhalten? Den Angehörigen von Schwarze Strümpfe ist ja kein einklagbarer Schaden zugefügt worden.
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 12:02:39    Titel:

Ei, es wird immer doller. Ein fröhliches Menschenabschlachten wird das jedenfalls. Gut, dann würde ich in dem Fall, mir jeden Morgen die Kriminalitätsseite der Tageszeitung heraussuchen und auf Verbrecherjagd gehen. Search&destroy.
Was du beschreibst, hat mit Recht wenig zu tun. Eher mit einer Art Geländespiel, nur dass die Waffen echt sind.
testest
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Anmeldungsdatum: 13.07.2007
Beiträge: 372

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 15:03:16    Titel:

Zitat:
Meine Rechtsvorstellung ist, dass Schwarze Strümpfe Menschenjagd akzeptiert, sich also selbst für vogelfrei erklärt.


Warum sollte er das tun? Vielleicht sind seine Opfer für ihn auch "vogelfrei"? Oder hat jemand in deiner Rechtsvorstellung eine Deutungshoheit hierüber?

Zitat:
Dann ziehe ich meine Provision und meine Spesen ab und der Gewinn kommt den Obdachlosen und Pennern zu gute.


Welcher Gewinn?

Zitat:
Den Angehörigen von Schwarze Strümpfe ist ja kein einklagbarer Schaden zugefügt worden.


Doch, sie haben einen Angehörigen verloren, der ihrer Ansicht nach kein Vogelfreier war.
Bauchfett
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Anmeldungsdatum: 25.02.2009
Beiträge: 996

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 16:01:06    Titel:

testest hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Meine Rechtsvorstellung ist, dass Schwarze Strümpfe Menschenjagd akzeptiert, sich also selbst für vogelfrei erklärt.


Warum sollte er das tun?
Das tut er apriori performativ, indem er anderen friedlichen Menschen Gewalt antut. In dem Moment hat er eine Norm erklärt, die besagt, dass Menschen Gewalt antun ok ist.
Zitat:
Vielleicht sind seine Opfer für ihn auch "vogelfrei"?
Dann ist er es für andere auch.
Zitat:
Oder hat jemand in deiner Rechtsvorstellung eine Deutungshoheit hierüber?
Schon mal dran gedacht WER hier eine Deutungshoheit erhebt?
Zitat:


Zitat:
Dann ziehe ich meine Provision und meine Spesen ab und der Gewinn kommt den Obdachlosen und Pennern zu gute.


Welcher Gewinn?
Den Gewinn, den Stümpfe zu beabsichtigen sucht.
Zitat:


Zitat:
Den Angehörigen von Schwarze Strümpfe ist ja kein einklagbarer Schaden zugefügt worden.


Doch, sie haben einen Angehörigen verloren, der ihrer Ansicht nach kein Vogelfreier war.
Aber ein Verbrecher. Wenn die Verbrecher schützen, dann stellen die sich außerhalb einer kooperativen Gesellschaft.
testest
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Anmeldungsdatum: 13.07.2007
Beiträge: 372

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 16:50:07    Titel:

Zitat:
Das tut er apriori performativ, indem er anderen friedlichen Menschen Gewalt antut. In dem Moment hat er eine Norm erklärt, die besagt, dass Menschen Gewalt antun ok ist.


Es ist also ok, ihm Gewalt anzutun. Wer dies aber dann tut, folgt ja der selben Norm. Es ist also auch ok, diesem Gewalt anzutun. Wer dies tut, usw.

Zitat:
Aber ein Verbrecher. Wenn die Verbrecher schützen, dann stellen die sich außerhalb einer kooperativen Gesellschaft.


Wieder: Warum ist er ein Verbrecher? Die Frage mag an dieser Stelle vielleicht etwas krass erscheinen, ist aber grundsätzlich berechtigt: Wer definiert, was ein Verbrecher ist?
Bauchfett
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Anmeldungsdatum: 25.02.2009
Beiträge: 996

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 17:11:57    Titel:

testest hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Das tut er apriori performativ, indem er anderen friedlichen Menschen Gewalt antut. In dem Moment hat er eine Norm erklärt, die besagt, dass Menschen Gewalt antun ok ist.


Es ist also ok, ihm Gewalt anzutun. Wer dies aber dann tut, folgt ja der selben Norm. Es ist also auch ok, diesem Gewalt anzutun. Wer dies tut, usw.
Ob das für Dritte ok ist, sei mal dahingestellt, es geht nur um die apriorische Logik mit der sich Strümpfe selbst angreifbar macht.
Zitat:


Zitat:
Aber ein Verbrecher. Wenn die Verbrecher schützen, dann stellen die sich außerhalb einer kooperativen Gesellschaft.


Wieder: Warum ist er ein Verbrecher? Die Frage mag an dieser Stelle vielleicht etwas krass erscheinen, ist aber grundsätzlich berechtigt: Wer definiert, was ein Verbrecher ist?
Ein Verbrechen ist eine Aggression, bei der gegen einen anderen Gewalt initiiert wird.
testest
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Anmeldungsdatum: 13.07.2007
Beiträge: 372

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 18:56:22    Titel:

[quote="Bauchfett"]Ob das für Dritte ok ist, sei mal dahingestellt, [quote]

Nun, aber eben was Dritte denken ist ja wichtig. Wenn B denkt, A mache sich angreifbar, C aber anderer Meinung ist- was dann? Dann macht sich B, falls er A angreift, in den Augen von C angreifbar. D, der Bs Verhalten in Ordnung findet, greift daraufhin möglicherweise C an usw.

Zitat:
Ein Verbrechen ist eine Aggression, bei der gegen einen anderen Gewalt initiiert wird.


Dann wäre "Gewalt" zu definieren. Fällt hierunter nur körperliche Gewalt? Wie sieht es mit der Vorspiegelung falscher Tatsachen u.ä. aus? Was ist, wenn A die nächtliche Musik von B als gewalttätigen Eingriff in seine Nachtruhe ansieht?
Bauchfett
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Anmeldungsdatum: 25.02.2009
Beiträge: 996

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2009 - 19:58:05    Titel:

testest hat folgendes geschrieben:
Bauchfett hat folgendes geschrieben:
Ob das für Dritte ok ist, sei mal dahingestellt,


Nun, aber eben was Dritte denken ist ja wichtig.
Für die innere Logik ist das nicht wichtig.
Zitat:
Wenn B denkt, A mache sich angreifbar, C aber anderer Meinung ist- was dann? Dann macht sich B, falls er A angreift, in den Augen von C angreifbar. D, der Bs Verhalten in Ordnung findet, greift daraufhin möglicherweise C an usw.
Eine Meinung zu haben bedeutet noch nicht, aktiv zu werden, und es auf die Probe zu stellen. Dafür gehört dann schon ein realistisches Gespür, ob man damit durchkommen kann.
Zitat:


Zitat:
Ein Verbrechen ist eine Aggression, bei der gegen einen anderen Gewalt initiiert wird.


Dann wäre "Gewalt" zu definieren. Fällt hierunter nur körperliche Gewalt? Wie sieht es mit der Vorspiegelung falscher Tatsachen u.ä. aus? Was ist, wenn A die nächtliche Musik von B als gewalttätigen Eingriff in seine Nachtruhe ansieht?

Ich weiß dass das etwas unbestimmt ist, aber die physischen Fälle sind damit objektiv erfasst. Für die subjektiven Fälle müssen sich Gewohnheiten bilden. Das ist immer so.
SimonGoldstein
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Anmeldungsdatum: 15.08.2009
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2009 - 15:40:32    Titel: Barbarisch.

Mein Hauptargument gegen die Todesstrafe:

Es ist nicht aus Mitleid mit gewissen Menschen, bei denen auch ich durchaus manchmal denke, sie hätten den Tod verdient. Sondern weil es einfach zu häufig Justizirrtümer gibt, und wenn ein unschuldiger Mensch nach Jahren im Gefängnis freigelassen wird weil plötzlich der wahre Täter nach Jahren gefasst wurde, dann ist das schlimm genug, denn dieses Leben kann bereits ruiniert sein. (Freudne sich von ihm abgewandt etc. weil sie annehmen mussten, er sei ein Mörder u.Ä.).

Aber wenn die Strafe in Tod besteht, dann ist sie eben 100 prozent nicht mehr umkehrbar. Und das geschah sehr viel häufiger, als man glaubt.

Ich kann privat der Meinung sein, der Mensch A habe den Tod verdient. Aber das als Gesetz niederzuschreiben, ist etwas anderes, dann würden wir nämlich nur noch Recht sprechen nach dem Prinzip der Rache.

Übrigens: Die Todesstrafe hat keine abschreckende Wirkung, sie ist wirklich nur blanke Rache. Nationen wie die USA, in denen es die Todesstrafe gibt, sind sehr viel gewalttätiger als wir.
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