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Todesstrafe, dringend nötig oder nicht vertretbar?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Todesstrafe, dringend nötig oder nicht vertretbar?
 

Wie steht ihr zur Todesstrafe als höchstes Strafmaß?
Ich bin für die Todesstrafe
36%
 36%  [ 67 ]
Ich bin gegen die Todesstrafe
63%
 63%  [ 117 ]
Stimmen insgesamt : 184

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Klimperkasten
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Anmeldungsdatum: 14.02.2007
Beiträge: 3408

BeitragVerfasst am: 20 Aug 2009 - 14:14:26    Titel:

Nun, Bauchfett, das Opfer ist Teil der Gesellschaft. Jedes Individuum aus dieser unserer Gesellschaft kann Opfer werden. Insofern muss die "normale" Gesellschaft vor "annormalen" Verbrechern geschützt werden, sobald er nachweislich ein Verbrechen begangen hat! -
Dem nachweislich Pädophilen mit Todesfolge würde ich Zeit seines Lebens nicht mehr über den Weg trauen, der Mutter, die ihr Kind hat verhungern lassen, ebenso wenig!

Siehst du die Dinge nicht so?

Du schreibst in deinem letzten Beitrag, wie man es NICHT mit Straftätern machen sollte. - Sag uns doch lieber, WIE man es - deiner Ansicht nach - machen sollte!

Freundliche Grüße,

Klimperkasten Wink
hbr
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Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 1858

BeitragVerfasst am: 20 Aug 2009 - 14:19:56    Titel:

Gibt es einen besseren Schutz vor den entsprechenden Tätern als deren Hinrichtung? Zumal das Strafrecht nicht nicht nur den Schutz der Gesellschaft sondern eher noch mehr die Bestrafung und Sühne der Tat im Vordergrund haben sollte
murania
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Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 2602

BeitragVerfasst am: 20 Aug 2009 - 16:01:32    Titel:

Wer sagt denn, dass die Täter Widerholungstäter werden?

Das Strafrecht stellt natürlich die Bestrafung in den Vordergrund. Prävention ist nicht die Sache des Strafrechtes.
Bauchfett
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Anmeldungsdatum: 25.02.2009
Beiträge: 996

BeitragVerfasst am: 20 Aug 2009 - 17:08:56    Titel:

Klimperkasten hat folgendes geschrieben:
Nun, Bauchfett, das Opfer ist Teil der Gesellschaft.
Welcher Gesellschaft? Es gibt nicht "die Gesellschaft"!
Zitat:
Jedes Individuum aus dieser unserer Gesellschaft kann Opfer werden.
Nö. Nun wirklich nicht! Jedes Individuum hat ein ganz eigene Risikostruktur und manche haben sich bereits gegen Risiken wirksam geschützt.
Zitat:
Insofern muss die "normale" Gesellschaft vor "annormalen" Verbrechern geschützt werden, sobald er nachweislich ein Verbrechen begangen hat! -
"Die Gesellschaft" als Ganzes eben nicht.
Zitat:

Dem nachweislich Pädophilen mit Todesfolge würde ich Zeit seines Lebens nicht mehr über den Weg trauen,
Das heißt ja nicht, dass man den inhaftieren muss.
Zitat:
der Mutter, die ihr Kind hat verhungern lassen, ebenso wenig!
Das tut sowieso keiner.
Zitat:


Siehst du die Dinge nicht so?

Du schreibst in deinem letzten Beitrag, wie man es NICHT mit Straftätern machen sollte. - Sag uns doch lieber, WIE man es - deiner Ansicht nach - machen sollte!

Freundliche Grüße,

Klimperkasten Wink


Ich habe davor schon geschrieben wie. Um mal eiin Beispiel aufzugreifen: Mutter lässt ihr Kind verhungern - kein Problem der Gesellschaft, sondern nur der Mutter. Nun mag man sich wegen des Kindes aufregen. Aber das hätte sowieso gar nicht verhindert werden können, weil es niemand wusste. Erst die Tat selber setzt uns in die Lage, darüber nachzudenken, wie man das verhindern kann, was ja dann auch nicht mehr besonders schwer ist.

Ähnlich verhält es sich bei Pädophilen mit Todesfolge. Erst wenn man weiß, dass da ein gefährlicher Pädophiler ist, kann man überhaupt was tun. Aber da gibt es ein anderes Problem, weil Kinder bei ihren pädophilen Eltern wohnen müssen. Die können nicht abhauen, weil sie dann einfach zu den Erziehungsberechtigten zurückgebracht werden. Wenn es möglich wäre, dass sich Kinder an andere Erwachsene wenden können, die sie beschützen, dann gäbe es das Problem in dem Maße überhaupt nicht. Das wird nur durch ein fragwürdiges Gesetz so hervorgerufen.
Microchipz
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Anmeldungsdatum: 06.05.2008
Beiträge: 173

BeitragVerfasst am: 20 Aug 2009 - 18:19:09    Titel:

Schwarze Strümpfe hat folgendes geschrieben:
Wieso wirkt das Recht auf Resozialisierung dort grotesker als beim überführten Räuber? Kern der Verbürgung der Menschenwürde ist, dass der Staat einen stets als Menschen achtet und einen niemals als solchen aufgibt. Eben deshalb muss die Tür zurück in die Gesellschaft immer einen Spalt weit offenbleiben. Wenn du das zynisch nennst, nennst du in Wahrheit die Menschenwürde, auf die du dich andernorts berufst, zynisch.


Wir kommen hier auf keinen gemeinsamen Nenner. Ich erachte die Menschenwürde unter gewissen Voraussetzungen als nicht unumstößlich und ich denke über den Unterschied von Raub und Mord brauchen wir nicht zu diskutieren, da sich beide Vergehen in ihrer Schwere fundamental voneinander unterscheiden.

Ich halte das Prinzip der Resozialisierung bei Mördern und dergleichen für unverantwortlich, denn die Allgemeinheit wurde bereits in der Vergangenheit durch die Taten des Mörders, welcher diese offensichtlich verachtet, geschädigt und nach 25 Jahren muss ich der Allgemeinheit noch einmal den Umgang mit einem solchen destruktiven, nicht gesellschaftsfähigen Menschen zumuten?

Murania hat folgendes geschrieben:
Was willst du mit der Bestrafung erreichen?


Den Täter von der Gesellschaft fernhalten.

Zitat:
Nur weil sich jemand anders nicht an das GG hält, darfst du dich dann auch nicht mehr daran halten?


Unfug.

@Klimperkasten

Du schreibst, dass man Mörder, Verbrecher, Eltern, die ihr Kind verhungern lassen etc. pp. bis an ihr Lebensende einsperren lassen sollte. (Die Einzelfallentscheidung lasse ich mal außen vor). Eine derartige Maßnahme halte ich für sehr gut, allerdings sind die deutschen Haftanstalten vielerorts längst an die Kapazitätsgrenzen gestoßen. Das bedeutet wiederum den Bau neuer Gefängnisse, welche wiederum vom deutschen Steuerahler finanziert werden (jener wird stärker belastet, als eine direkte Finanzierung durch den Staat [lt. Oberster Bayerischen Rechnungshof]). Private Investoren gibt es bis jetzt nur wenige, ergo wird der Steuerzahler und somit die Allgemeinheit auch weiterhin durch den Mörder belastet. Eine Hinrichtung wäre da weitaus ökonomischer.
Klimperkasten
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Anmeldungsdatum: 14.02.2007
Beiträge: 3408

BeitragVerfasst am: 20 Aug 2009 - 22:24:23    Titel:

In welcher GESELLSCHAFTSform leben wir denn, Bauchfett? - Ist es die Demokratie? - Ich denke schon! Bist du nicht Teil dieser Demokratie? - Also bist du auch Teil dieser UNSERER Gesellschaft!
Microchipz spricht von "Allgemeinheit". Ist dasselbe!
Also ich "rege" mich nicht wegen des Kindes "auf", sondern allenfalls wegen der Mutter! - Das Kind tut mir unendlich leid! - Das Wort "Aufregen" ist hier auch viel zu schwach! - Empörung wäre wohl passender.

murania, auf deine Frage "Wer sagt denn, dass die Täter Wiederholungstäter werden?" kann ich nur antworten, dass man immer damit rechnen muss! - Jedes weitere Opfer ist ein weiteres zuviel! - Häufig genug war die Justiz leichtfertig mit Entlassungen! - Ein weiteres Verbrechen ist wegen (vorzeitiger) Entlassung mit NICHTS zu verantworten!
Und ich denke, dass das Menschenleben das Kostbarste ist, was es gibt, und von daher Vorrang vor der Wirtschaftlichkeit hat! - Aus ökonomischen Gründen die Todesstrafe einzuführen ist in meinen Augen ethisch nicht vertretbar, ja wäre sogar ein weiteres Verbrechen an unserer Gesellschaft von Seiten des Gesetzgebers!
Und ja, ich denke, der Staat müsste mehr Schutz den weiteren potenziellen Opfern geben, indem er die Straftäter wirklich ein Leben lang einsperrt! - Die phlegmatische Einstellung der Gerichte, einen Straftäter vorzeitig wegen guten Benehmens zu entlassen, ist mit NICHTS zu rechtfertigen! - Ich als Richterin (bin ich nicht!) wäre gnadenlos den Verbrechern gegenüber!
Ja, wir müssten mehr in unsere Gefängnisse investieren! - Wieviele Steuergelder werden für unnütze Dinge verprasst! - Hier wären sie sinnvoll investiert! - Ein Leben hinter Gittern, aber unter menschlichen und menschenwürdigen Bedingungen, mit Arbeit, Selbstversorgung u.V.m.!

Von meiner Seite ist alles gesagt. - Es ist ein Endlosthema!

Mit ethisch-moralischen Grüßen,

Klimperkasten Wink
Jockelx
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Anmeldungsdatum: 24.06.2005
Beiträge: 3596

BeitragVerfasst am: 22 Aug 2009 - 17:57:24    Titel:

hbr hat folgendes geschrieben:
Und ganz so abwegig ist Behauptung nicht, eine Hinrichtung sei ökonomischer....Diese Frage muss zumindest gestattet sein.


Ich kann leider nicht mit diskutieren, da ich bei Antworten dieser Art einfach nur noch beleidigend reagieren kann.
Ich überlasse daher lieber denjenigen das Feld, die trotz der für mich unfassbaren Fragen und Antworten, immernoch besonnen antworten können.

Auch wenn jetzt der Nazikeulen-Vorwurf kommt:
Wann 'wir' das letzte Mal ernsthaft über euer krankes, ökonomisches Töten
nachgedacht haben, war wohl vor 60 Jahren.
Patriot
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Anmeldungsdatum: 13.01.2007
Beiträge: 95
Wohnort: Wendisch- Baggendorf

BeitragVerfasst am: 22 Aug 2009 - 21:29:01    Titel:

Zu Begin der Umfrage, wurde darauf verwiesen, dass niemand das Recht hat einem anderem das Leben zu nehmen. Nun, rein psychologisch gesehen, nehmen die Kinderschänder und Vergewaltiger ihren Opfer das Leben, was sie haben wollten. Sie sind meist bis zum Ende ihres Lebens Verhaltensgestört und haben oftmals nicht die Möglichkeit, ein richtiges Leben zu führen. So radikal es auch klingen mag, aber für mich ist Vergewaltigung egal von Frauen oder Kindern, einem Mord gleichzusetzen, wenn nicht noch schlimmer.
Dieser Abschaum hat nicht das Recht eingesperrt zu werden und dort ein "normales" Leben zu führen. Ich bin kein Gegner der Todesstrafe und auch kein Befürworter. Als Strafe für solche Subjekte, sehen ich Zwangsarbeit unter widrigsten Verhältnissen als ein geeignetes Mittel der Bestrafung. Sie sollen unter Pein und Schufterei ihr restliches Leben verbringen.
Würde man diese Schmarotzer und Widerlinge aus den Gefängnissen holen und in die Zwangsarbeit stecken, würde der Staat zudem Gelder für die Gefängnisse sparen, was doch ein sehr positiver Aspekt ist.

Ich entschuldige mich, falls einige der Ausdrücke sehr radikal klingen, aber dieses Thema ist nunmal hart und es verlangt einer harten Wortwahl.
Klimperkasten
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Anmeldungsdatum: 14.02.2007
Beiträge: 3408

BeitragVerfasst am: 23 Aug 2009 - 11:31:39    Titel:

Gut, Patriot! - Aber wo sollen diese Vergewaltiger des Nachts verweilen? - Nicht etwa in Gefängnissen? -

Arbeit, Arbeit und nochmal Arbeit in Gefangenschaft für den Rest ihres Lebens, aber immer noch unter einigermaßen menschlichen Bedingungen, denn Freiheitsentzug ein Leben lang (zum Schutze der Gesellschaft) ist m. E. schon die schwerste Strafe!

Klimperkasten Wink
Bauchfett
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Anmeldungsdatum: 25.02.2009
Beiträge: 996

BeitragVerfasst am: 23 Aug 2009 - 11:44:34    Titel:

elektronische Fussfessel mit GPS und Sender, ganz einfach.
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