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Todesstrafe, dringend nötig oder nicht vertretbar?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Todesstrafe, dringend nötig oder nicht vertretbar?
 

Wie steht ihr zur Todesstrafe als höchstes Strafmaß?
Ich bin für die Todesstrafe
36%
 36%  [ 67 ]
Ich bin gegen die Todesstrafe
63%
 63%  [ 117 ]
Stimmen insgesamt : 184

Autor Nachricht
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 04 Sep 2009 - 14:31:14    Titel:

HigherConsciousness hat folgendes geschrieben:
xmisterDx hat folgendes geschrieben:


Die USA sind das beste Beispiel dafür, dass absurd hohe Strafen weder abschrecken noch für Besserung bzw. Resozialisierung des Sträflings sorgen...


Und Singapur ist das beste Beispiel dafür, dass "absurd hohe Strafen" sehr wohl abschrecken und für eine Besserung sorgen. Das belegt die niedrigste Kriminalitätsrate der Welt.



Und wie kommst du darauf, dass die hohen Strafen der Grund für die Kriminalitätsrate sind?

Deine Argumentation ist unlogisch, du stellst einen Zusammenhang her und blendest andere Tatsachen, vollkommen aus.

z.B. das Singapur sehr wohlhabend ist und ein höheres BIP/Kopf hat als z.B. Deutschland oder USA ausserdem investiert Singapur sehr viel in Bildung.

Und wenn man sich mal ansieht, wer den kriminell wird, dann sind das in der Regel nicht die wohlhabenden und gebildeten.
HigherConsciousness
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Anmeldungsdatum: 18.09.2008
Beiträge: 2986

BeitragVerfasst am: 04 Sep 2009 - 14:39:45    Titel:

nAim hat folgendes geschrieben:
HigherConsciousness hat folgendes geschrieben:
xmisterDx hat folgendes geschrieben:


Die USA sind das beste Beispiel dafür, dass absurd hohe Strafen weder abschrecken noch für Besserung bzw. Resozialisierung des Sträflings sorgen...


Und Singapur ist das beste Beispiel dafür, dass "absurd hohe Strafen" sehr wohl abschrecken und für eine Besserung sorgen. Das belegt die niedrigste Kriminalitätsrate der Welt.



Und wie kommst du darauf, dass die hohen Strafen der Grund für die Kriminalitätsrate sind?

Deine Argumentation ist unlogisch, du stellst einen Zusammenhang her und blendest andere Tatsachen, vollkommen aus.

z.B. das Singapur sehr wohlhabend ist und ein höheres BIP/Kopf hat als z.B. Deutschland oder USA ausserdem investiert Singapur sehr viel in Bildung.

Und wenn man sich mal ansieht, wer den kriminell wird, dann sind das in der Regel nicht die wohlhabenden und gebildeten.


Mein Gott, nAim, lies dir mein Posting nochmal durch und plapper mir nicht alles nach. Ich brauche keinen Papagei.

PS:

HigherConsciousness hat folgendes geschrieben:
Leider übersehen viele im Falle der USA die sozialen Umstände der dortigen (Gewalt-)Verbrecher. Wem Alg 2 vorne, Beschäftigungsmaßnahmen hinten und sonstige Staatstransfers oben und unten reingestopft werden, der hat selbstverständlich weniger Motivation, um Raubüberfälle zu begehen, mit Drogen zu dealen oder sich aus Langeweile und Perspektivlosigkeit einfach mal gegenseitig umzubringen.
Microchipz
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Anmeldungsdatum: 06.05.2008
Beiträge: 173

BeitragVerfasst am: 04 Sep 2009 - 15:43:50    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:
Ist es im Umkehrschluss den 95-97% der geläuterten Sträflingen zumutbar ihr komplettes Leben in Haft zu verbringen?


Bitte? Ja natürlich, oder was glaubst du soll ich der Gesellschaft noch alles zumuten wenn ich Mörder, Vergewaltiger, Menschenhändler und ähnlichen edit: er meinte "Kriminelle" -Pauker- wieder auf freien Fuß lasse. Eine lebenslange Haft, wäre das Mindeste und eine gerechte Strafe, schließlich war das Verhalten der Täter irreversibel und Normabweichend.

Aber wie bereits gesagt, eine Hinrichtung wäre ökonomische sinnvoller, zumal es die überfüllten Gefängnisse auch entlasten würde.
hbr
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Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 1858

BeitragVerfasst am: 04 Sep 2009 - 16:21:28    Titel:

xmisterDx hat folgendes geschrieben:

was ihr Justizsystem angeht sind sie das, ja...

Die USA sind das beste Beispiel dafür, dass absurd hohe Strafen weder abschrecken noch für Besserung bzw. Resozialisierung des Sträflings sorgen...

Für einen Mörder ist jede Form der Resozialisierung eigentlich unwichtig, weil es diese Leute nicht verdienen noch mal frei zu kommen. Aber davon abgesehen haben die USA mehrere gute Ansätze. Etwa das System three tricks and you are out. Wenn ein Straftäter ein drittes Mal eine hohe Freiheitsstrafe bekommt, wird daraus automatisch lebenslänglich. Für so manche unbelehrbaren wäre so ein Modell in modifizierter Form auch hier etwas. Beispielsweise könnte man beim dritten Mal automatisch die für die Tat vorgesehene Maxmimalstrafe geben.

Zitat:

Mehrfache Mörder von denen nachgwiesenermaßen noch eine Gefahr ausgeht, werden übrigens auch in Deutschland nicht auf freien Fuß gesetzt. Dafür gibts die zeitlich unbefristete Sicherungsverwahrung...


Naja. Das ist aber auch nicht immer gewährleistet. Immer wieder kommen irrtümlich oder auch absichtlich solche Leute frei. Zur Wehme war nur ein solcher Fall. Wird ein Mörder dagegen hingerichtet, ist die Gesellschaft vor diesen Leuten systembedingt sicher. Dazu kommt, dass in Deutschland die Sicherheitsverwahrung an strengste Auflagen gebunden ist. Und es wird vergessen, dass die Sicherheitsverwahrug keine Freiheitsstrafe ist
HigherConsciousness
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Anmeldungsdatum: 18.09.2008
Beiträge: 2986

BeitragVerfasst am: 04 Sep 2009 - 17:13:33    Titel:

Microchipz hat folgendes geschrieben:


Aber wie bereits gesagt, eine Hinrichtung wäre ökonomische sinnvoller, zumal es die überfüllten Gefängnisse auch entlasten würde.


Das ist ein Trugschuss.

Zitat:
US-Bundesstaaten wird die Todesstrafe zu teuer

Bis in den USA ein zum Tode Verurteilter hingerichtet wird, vergeht viel Zeit. Das Verfahren mit Anhörungen, Aufschüben und Gnadengesuchen ist nicht nur zeitaufwändig, sondern auch teuer – teurer als eine lebenslange Inhaftierung. In Zeiten der Krise überlegen deshalb einige Bundesstaaten, die Todesstrafe einzusparen.


Schwer lastet die tiefste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten auf den USA, doch in den Todestrakten der Gefängnisse gibt sie Anlass zur Hoffnung. Ausgerechnet das Konjunkturdesaster treibt in mehreren US-Bundesstaaten die Diskussion über eine Abschaffung der Todesstrafe voran. Denn Hinrichtungen kommen die öffentlichen Haushalte letztlich teurer zu stehen als die lebenslange Inhaftierung von Verurteilten. Der Budgetzwang könnte also Leben retten - so hat auch die Wirtschaftskrise unerwartet ihre guten Seiten.

Ein Beispiel ist der Bundesstaat Kansas, wo derzeit neun Verurteilte im Todestrakt auf die Hinrichtung warten. Das Anti-Todesstrafen-Institut Death Penalty Information Center in Washington rechnet vor, dass dem Bundesstaat für jeden zum Tode Verurteilten Kosten in Höhe von 1,26 Millionen Dollar entstehen. Die lebenslange Inhaftierung schlägt hingegen nur mit 740.000 Dollar zu Buche. Die republikanische Landessenatorin Caroline McGinn hat deshalb einen Gesetzentwurf zur Abschaffung der Strafe vorgelegt, um Geld zu sparen.

Es mag auf den ersten Blick überraschen, dass die lebenslange Unterbringung eines Gefangenen weniger kostet als seine Hinrichtung. Was die Anwendung der Todesstrafe so teuer macht, ist die aufwändige gerichtliche Prozedur, die ihr vorangeht: Berufungsverfahren, Hinrichtungsaufschübe und immer neue Anhörungen ziehen sich in der Regel über zehn oder mehr Jahre hin, ehe der Rechtsweg ausgeschöpft ist und die Hinichtung vollzogen wird. Viele Todeskandidaten werden dabei von Pflichtverteidigern vertreten, die der Staat bezahlt.


http://www.welt.de/politik/article3246804/US-Bundesstaaten-wird-die-Todesstrafe-zu-teuer.html

Geht man jedoch willkürlich, rigoros und undemokratisch wie in China oder anderen Diktaturen bei der Verhängung der Todesstrafe vor, so ist sie aus ökonomischen Gesichtspunkten selbstverständlich sehr günstig.
Microchipz
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Anmeldungsdatum: 06.05.2008
Beiträge: 173

BeitragVerfasst am: 04 Sep 2009 - 17:27:24    Titel:

Zitat:
Der Budgetzwang könnte also Leben retten - so hat auch die Wirtschaftskrise unerwartet ihre guten Seiten.


Welch ein erfrischender Zynimus.

Die Zahlen sind jedoch sehr interessant und auffschlussreich, Danke für den Artikel, HigherConsciousness. Erhlich gesagt, überrascht mich dieser aber nur bedingt.

Vor allem der Absatz:
Zitat:
"Was die Anwendung der Todesstrafe so teuer macht, ist die aufwändige gerichtliche Prozedur, die ihr vorangeht: Berufungsverfahren, Hinrichtungsaufschübe und immer neue Anhörungen ziehen sich in der Regel über zehn oder mehr Jahre hin, ehe der Rechtsweg ausgeschöpft ist und die Hinichtung vollzogen wird. Viele Todeskandidaten werden dabei von Pflichtverteidigern vertreten, die der Staat bezahlt."
, bestätigt letztendlich meine Ansicht, das überführte Mörder und dergleichen in Amerika zu viele Rechte besitzen bzw. zu viele teils völlig unangebrachte Rechtswege ausnutzen können und ihr halbes Leben lang im Todestrakt sitzen (eine Verschwendung von Steuergeldern), bis schließlich die Todesstrafe durchgeführt oder die Hinrichtung unter Berufung oder dergleichen ein weiteres Mal aufgeschoben wird.

Gelder können in Zukunft dadurch gespart werden, indem die Technologie und die Nutzung moderner forenisch-kriminalistischer Werkzeuge erhöht wird (Finanzetat), was zu einer sicheren und schnellen Überführung führen kann einhergehend damit, das im Falle einer Überführung dem Täter seine Rechte auf eine 3-fache Berufung, Revision etc. pp. entzogen werden.

Zitat:
nämlich die Auslöschung eines menschlichen Lebens!


Was bitte ist an einem mehrfachen Mörder oder Menschenhändler der Minderjährige zu Dutzenden in die Zwangsprostitution zwang, schützenswert?
HigherConsciousness
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Anmeldungsdatum: 18.09.2008
Beiträge: 2986

BeitragVerfasst am: 04 Sep 2009 - 17:47:40    Titel:

Microchipz hat folgendes geschrieben:
, bestätigt letztendlich meine Ansicht, das überführte Mörder und dergleichen in Amerika zu viele Rechte besitzen


Du findest, dass US-Amerikaner zu viele Rechte besitzen?

Microchipz hat folgendes geschrieben:
Was bitte ist an einem mehrfachen Mörder oder Menschenhändler der Minderjährige zu Dutzenden in die Zwangsprostitution zwang, schützenswert?


Wer sagt, dass er seine Straftat wiederholen wird?

So lange nach einer fundierten fachmännischen Begutachtung ausgeschlossen werden kann, dass er nach Verbüßung seiner Strafe erneut straffällig wird, sehe ich keinen Grund darin, niedrige Gelüste der Gesellschaft zu befriedigen. Stellt er jedoch tatsächlich weiterhin eine Gefahr für die Gesellschaft dar, dann bin ich mit einer Sicherungsverwarhung vollkommen zufrieden (aus ökonomsicher SIcht ist sie auch günstiger als die Todesstrafe, siehe obiger Artikel). Die Wiedereinführung der Todesstrafe in Europa sehe ich als unrealistisch und archaisch an.
Microchipz
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Anmeldungsdatum: 06.05.2008
Beiträge: 173

BeitragVerfasst am: 04 Sep 2009 - 18:01:35    Titel:

Zitat:
Du findest, dass US-Amerikaner zu viele Rechte besitzen?


Nein, aber überführte Mörder und dergleichen.

Zitat:
Zitat:
Wer sagt, dass er seine Straftat wiederholen wird?

So lange nach einer fundierten fachmännischen Begutachtung ausgeschlossen werden kann, dass er nach Verbüßung seiner Strafe erneut straffällig wird, sehe ich keinen Grund darin, niedrige Gelüste der Gesellschaft zu befriedigen.


Wer sagt, das er seine Straftaten nicht wiederholen wird?Wir wissen beide, das fachmännische Begutachtungen auch falsch sein können, dafür spricht zum einem die Rückfallquote. Eine Hinrichtung hat nichts mit niederen Gelüsten am Hut, das ist ein immer wieder hervorgebrachtes wie auch falsches Argument. Der Mörder ist derjenige, der aus niederen Gelüsten gehandelt hat, darüber hinaus, war auch er derjenige der die gesesellschaftsrechtlichen Normen verletzt und die Gesellschaft durch sein Handeln geschädigt hat. Ergo, gehört er dafür bestraft. Logisch.

Zitat:
(aus ökonomsicher SIcht ist sie auch günstiger als die Todesstrafe, siehe obiger Artikel)


Woran das liegt ist z. T. offensichtlich, Gegenmaßnahmen wurden bereits genannt.

EDIT:
Die lebenslange Unterbringung von Tätern, ist zwar auf den ersten Blick unter den aktuellen Gegebenheiten (zu viele Möglichkeiten für Mörder absurde Rechtswege auszuschöpfen um dem Staat ein Schnippchen zu schlagen) kostengünstige, nur darf man nicht vergessen, das auch in den Vereinigten Staaten die Haftanstalten längst an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen sind. Das bedeutet den Bau neuer Gefängnisse, welche wiederum vom Steuerahler finanziert werden müssen (eine direkte Finanzierung durch den Staat folgt nur bedingt). Private Investoren gibt es kaum, letztendlich wird also auch hier wieder (!) der Steuerzahler und somit die Allgemeinheit weiterhin durch den Täter belastet. Eine schnelle Hinrichtung überführter Mörder und dergleichen, dürfte den Bau weiterer Gefängnisse zumindet ein wenig drosseln. Der Bau eines Gefängnisses inkl. Hochsicherheitstrakt und techn. Maßnahmen, Instandhaltung etc. pp. dürfte in die Millionenhöhe gehen.
HigherConsciousness
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Anmeldungsdatum: 18.09.2008
Beiträge: 2986

BeitragVerfasst am: 04 Sep 2009 - 18:24:00    Titel:

Microchipz, da du am fundamentalen Prinzip der Egalität rüttelst: Warum sollte die Gesellschaft dir alle Rechte einräumen?

Ok, vielleicht bist du kein überführter Mörder - aber was, wenn der Gesellschaft einfach dein Aussehen nicht passt? Dürfen wir dann über dich lebenslänglichen Hausarrest verhängen, um unsere Sehorgane zu schützen?
Microchipz
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Anmeldungsdatum: 06.05.2008
Beiträge: 173

BeitragVerfasst am: 04 Sep 2009 - 18:31:29    Titel:

Ach bitte, erwartest du darauf jetzt wirklich eine ernste Antwort? Von staatlicher oder gesellschaftlicher Willkür, war nie die Rede - wir reden hier vom Verhalten des Staates - Stellvertreter für die Interessen der Gesellschaft - auf hinsichtlich irreversibler und abscheulicher Kapitalverbrechen.
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