Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Arbeitsmarkt für Mediziner?
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Medizin-Forum -> Arbeitsmarkt für Mediziner?
 
Autor Nachricht
Progressive
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 3987

BeitragVerfasst am: 14 Jul 2008 - 00:09:45    Titel:

Zitat:
und es kann auch keine Rangliste erstellt werden.

Richtig, ..außer beim Gehalt Wink

Zitat:
Oder spiegelt das jetzt etwa nicht den Krankenhausalltag wider?

Wohl kaum.. und sag mir bitte nicht, dass du glaubst, eine amerikanische Fernsehserie würde den medizinischen Ablauf eines Krankenhauses authentisch wiedergeben. Ob diese Vorgehensweise, alleine die ständigen unerkennbaren Krankheitsbilder überhaupt vorkommen, sei mal dahingestellt. Über Monate/Jahre hinweg erlebt man bestimmt einige Fälle von medizinischer Tiefe aber sicherlich nicht täglich, evtl. gar wöchentlich. Ich behaupte mal, das bleibt v.a. den Notärzten und denen auf der Intensivstation oder im OP vorbehalten.
Und wie ja erwähnt, man darf auch nicht die Technik vergessen, die tagtäglich ebenso am "Leben" erhalten werden muss. Damit steht und fällt ja alles.

Zitat:
Dann studier lieber noch was Anderes

Noch ?
Ich habe noch gar nicht angefangen zu studieren (fange jetzt an) geschweige denn zu Ende studiert.
Möchte außerdem kein Medizin studieren. Ich würde doch keinen geistigen Harakiri begehen und Kontra-Argumente gegen mein eigenes Fach bringen Laughing
Funky87
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 16.02.2007
Beiträge: 135

BeitragVerfasst am: 14 Jul 2008 - 09:07:57    Titel:

Zitat:
Zitat:
Dann studier lieber noch was Anderes


Hoppla da habe ich wohl das "ich" vergessen *lol*

Zitat:
Zitat:
Oder spiegelt das jetzt etwa nicht den Krankenhausalltag wider?

Wohl kaum.. und sag mir bitte nicht, dass du glaubst, eine amerikanische Fernsehserie würde den medizinischen Ablauf eines Krankenhauses authentisch wiedergeben


Was ? Echt nicht? O Gott, mein Weltbild zerbricht in tausend Scherben. Nur deswegen studier ich das doch. Shocked

Zitat:
Möchte außerdem kein Medizin studieren. Ich würde doch keinen geistigen Harakiri begehen und Kontra-Argumente gegen mein eigenes Fach bringen


*lol*, wenn du jetzt Med studieren wolltest, würde mich das auch echt stark wundern Laughing
Progressive
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 3987

BeitragVerfasst am: 14 Jul 2008 - 13:16:51    Titel:

Zitat:
Was ? Echt nicht? O Gott, mein Weltbild zerbricht in tausend Scherben. Nur deswegen studier ich das doch.

Es war mir klar, dass ich irgendwann mal so jemanden treffe Cool

Zitat:
wenn du jetzt Med studieren wolltest, würde mich das auch echt stark wundern

Dem Fach an sich bin ich gar nicht abgeneigt. Aber das Biologische würde mich da mehr interessieren, als die "Heilung des Menschen" Twisted Evil
allround
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 19.08.2006
Beiträge: 837

BeitragVerfasst am: 14 Jul 2008 - 16:54:34    Titel:

Dann ist doch Forschung das Stichwort!
Progressive
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 3987

BeitragVerfasst am: 14 Jul 2008 - 17:30:04    Titel:

dem werden wahrscheinlich fehlende, notwendige, herausragende, akademische Leistungen im Wege stehen Crying or Very sad
Doc Holleday
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 30.07.2008
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 30 Jul 2008 - 18:59:22    Titel: Typischer Querschnitt durch unsere Gesellschaft

Ich muss mich schon wundern und wundere mich auch.
Hier scheinen viele Laien unterwegs zu sein, aber selbsternannte Gurus gibt es ja überall.
Bei der Lektüre dieses Threads fehlen mir als Mediziner beinahe die Worte, aber das passiert mir in unserer Gesellschaft inzwischen immer häufiger.

Ich habe selbst genügend Erfahrung in irgendwelchen Knochenmühlen gesammelt und inzwischen einfach den Spieß umgedreht, indem ich nicht mehr für irgendwelche AGs arbeite, in denen die Patienten nur noch Nummern sind und der Chef eine 100%+ Belegung fordert, um sein Salär sicherzustellen.
Habe auch mehr als genügend Erfahrung im Notdienst und weiß, dass die Hälfte der Leute, die hier schwafeln, z.B. an einem Unfall einfach vorbeifahren ...
Wenn man aber als Mediziner mehr als ein schnöder Somatiker sein möchte (ich bin eben kein Ing.), dann kann man (ich) in D nicht mehr arbeiten. Und so denken inzwischen viele meiner Kollegen, und das ist auch gut so. Die Bezahlung ist mies, die Arbeitszeiten und Intensität erschreckend gesundheitsfeindlich, Patienten fordernd (auch ich kann aus Sch... kein Gold machen).
Ein Bewusstsein für den eigenen Körper spreche ich in D ca. 80-90 % der Bevölkerung ab. Man sehe sich einfach mal im Freibad um.

Von Traumjob kann m.E. keine Rede sein.

Seitdem ich im Ausland arbeite, fühle ich mich einfach nur noch wohl und amüsiere mich letztendlich darüber, dass die Probleme unserer Gesellschaft (Überalterung, Staat ist bankrott, wenige Idioten finanzieren Rentner, arbeits- und chancenlose und nicht zuletzt eine überbordende Bürokratie) überhaupt nicht angefasst werden.

Frei nach dem Motto "Brot und Spiele für dick und dumm" werden die Bürger mit WM, EM, Tour, Olympia + Konsumterror verblödet, dass es kracht. Das habe ich mir allerdings auch einmal anders vorgestellt, lesen Sie doch Kafka. Der Ausverkauf unseres Landes ist weit fortgeschritten.

Es war übrigens schon in alten Kulturen so, dass die - vielleicht auch selbsternannte - Elite das Land verlässt, bevor dieses untergeht. Daran sind aber nicht die Ärzte schuld.
Progressive
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 3987

BeitragVerfasst am: 30 Jul 2008 - 21:25:09    Titel:

Zitat:
Habe auch mehr als genügend Erfahrung im Notdienst und weiß, dass die Hälfte der Leute, die hier schwafeln, z.B. an einem Unfall einfach vorbeifahren ...

Nun ja, also ich bin wegen meinem "Pseudo-Helfer-Syndrom" Sanitäter während dem Wehrdienst geworden und die dortige Moral/Einstellung sowohl seitens der Ärzte als auch seitens der "Patienten/Soldaten" hat mich ein wenig "misanthropisch" gemacht. Helfen würde ich aber bereits schon alleine aus juristischen Gründen.

Zitat:
Die Bezahlung ist mies, die Arbeitszeiten und Intensität erschreckend gesundheitsfeindlich, Patienten fordernd (auch ich kann aus Sch... kein Gold machen).

http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/176447,1380.html
Da wird quasi dasselbe aus kollektiver Akademiker-, konkreter Ingenieur/Informatiker-Sicht diskutiert

Zitat:
Ein Bewusstsein für den eigenen Körper spreche ich in D ca. 80-90 % der Bevölkerung ab. Man sehe sich einfach mal im Freibad um.

Ist es nichti irgendwo auch "Teilaufgabe" der Mediziner, ihre Patienten drauf aufmerksam zu machen ? Gerade bei Zahnärzten hatte ich bislang das Gefühl, dass bewusst Diverses verschwiegen wird (in Deutschland verdient man als Mediziner ja an der Krankheit, nicht an der Gesundheit..).

Zitat:
Seitdem ich im Ausland arbeite..

In erwähntem Thread wird das u.a. auch erwähnt, dass es dort "besser" sei.

Zitat:
Frei nach dem Motto "Brot und Spiele für dick und dumm" werden die Bürger mit WM, EM, Tour, Olympia + Konsumterror verblödet, dass es kracht. Das habe ich mir allerdings auch einmal anders vorgestellt, lesen Sie doch Kafka. Der Ausverkauf unseres Landes ist weit fortgeschritten.

Empfinde ich ähnlich.

Zitat:
Es war übrigens schon in alten Kulturen so, dass die - vielleicht auch selbsternannte - Elite das Land verlässt, bevor dieses untergeht. Daran sind aber nicht die Ärzte schuld.

Ich vermute eher die gesamte Mentalität in Deutschland..
Das hat zwar keinen wirklichen Zusammenhang jetzt aber was mir (gerade weil Medizinerforum) auffällt, ist, dass in Deutschland der Mediziner finanziell wie angesehen eigentlich ganz oben steht. In Nordamerika hingegen ist es der Naturwissenschaftler und in Asien der Ingenieur. Was auch "logisch" ist, sind diese schließlich maßgeblich für materiellen Wohlstand. Würde man hier NaWis/Ings. mehr "fördern" (finanziell, Bildung, wie auch immer) würde das Land wohl auch mehr in die Zukunft investieren.
Deutschland war mal als Land für seine Ingenieurskunst berühmt. Den Rang laufen uns gerade die Asiaten ab.. Naturwissenschaften ? USA und China (finanzielle Köderung und "freie" Wissenschaft).
Doc Holleday
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 30.07.2008
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 31 Jul 2008 - 06:03:18    Titel:

Die Bundeswehrerfahrung kann ich nur bestätigen.
Hier trifft man allerdings wirklich auf merkwürdige Gestalten, die wohl im richtigen Leben keine reelle Chance hätten.
Ich habe diese Sanitätererfahrung auch gemacht.
Allerdings sind diese Menschen (Ärzte) ja nun wirklich nur eine Randgruppe zumindest im med. Bereich.

Und Bundeswehr sowie Arzt oder Theologe bei selbiger sein zu wollen, habe ich noch nie verstanden, paradoxer geht es für mein Empfinden nun wirklich nicht. Aber das ist ein anderes Thema.
Doc Holleday
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 30.07.2008
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 31 Jul 2008 - 06:46:10    Titel:

Die Bundeswehrerfahrung kann ich nur bestätigen.
Hier trifft man wirklich auf bizarre Gestalten, die wohl im richtigen Leben keine reelle Chance hätten.
Ich habe diese Sanitätererfahrung auch gemacht.
Allerdings sind diese Menschen (Ärzte) ja nun wirklich nur eine Randgruppe, zumindest im med. Bereich.

Und bei der Bundeswehr Arzt oder Theologe sein zu wollen, habe ich noch nie verstanden, paradoxer geht es für mein Empfinden nun wirklich nicht. Aber das ist ein anderes Thema.

Ja, materieller Wohlstand durch Ingenieure und Nawis ist ok, aber in Zeiten von Arbeitsverdichtung, Globalisierung, ist Beratung oder Prophylaxe wichtiger denn je. Die Krankenstände sind zwar niedrig, aber die Menschen kränker, weil sie ihre Gesundheit vernachlässigen, nicht zuletzt aus Angst, den Job zu verlieren.

Warum nehmen psychische Erkrankungen so massiv zu? Die ich nenne es mal Volksgesundheit ist eben auch ein großer "materieller Faktor" und kostet die Allgemeinheit, zumindest diejenigen, die in soziale Systeme einzahlen, Unsummen. Hier wird dann das tolle BSP erkauft durch Ausbeutung und ständig steigende Beitragszahlungen für Gesundheit, Rente usw.

Und übrigens: Amerika ist auch pleite, Asien macht gerade denselben Fehler, indem die Menschen ohne soziale Absicherung als Wanderarbeiter in erbärmlichen Verhältnissen ausgesaugt werden. Nur haben diese Menschen überhaupt keine Absicherung und sterben dann einfach. Insofern wird das Problem in Asien ja geschickt gelöst.

Was ich damit sagen will ist, dass Volksgesundheit auch Reichtum bedeutet, außer man hat wie z.B. in Asien und auch in Amerika keine sozialen Sicherungssysteme.

Dieser Trend ist ja auch bei uns zu beobachten. Das Stichwort ist hier die Zweiklassenmedizin, die es de facto ja schon lange gibt. Kassenpat. erhalten zunehmend weniger Leistungen und zunächst einmal überhaupt keine Termine, nur ist das nicht so offensichtlich. Dieser Staat kann sich die uns allen so lieb gewordene All-inclusive-Mentalität schon lange nicht mehr leisten, tut aber so ....
eagle05
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 30.05.2006
Beiträge: 2481
Wohnort: Essen [NRW]

BeitragVerfasst am: 31 Jul 2008 - 09:03:31    Titel:

Ich habe mich diese Diskussion verfolgt und möchte jetzt meine Meinug dazu äußern.
Man kann zwei so unterschiedliche Berufsgruppen wie Ing und Ärzte nicht miteinander vergleichen. Der Arzt ist ohne den Ing aufgeschmissen und der Ing ist ohne einen Arzt aufgeschmissen, wenn dieser zb Zahnschmerzen hat. Man sollte nicht streiten man sollte sich ergänzen. Ich frage mich immer wieso sich Ärzte darüber beschweren, dass sie soviel arbeiten müssen. Das müsste ihnen doch auch vor dem Studium klar sein, dass sie wenn sie arbeiten viel und lange arbeiten müssen. Auch was mir persönlich aufgefallen es Ärzte gibt, bei denen eine Untersuchung nur 5 min dauert. Bsp hat der HNO Arzt nicht erkannt dass meine Mutter am Hals einen bösartigen Tumor hatte, weil dieser schon so sehr auf seine Standartuntersuchung fixiert war, dass er das nicht erkennen konnte. Gott sei dank wurde der Tumor noch rechtzeitig entdeckt und entfernt. Was ich damit sagen will ist, dass ein Arzt egal wieviel jahre er schon arbeitet er sich immer konzentrieren sollte.
Zitat:
Dieser Trend ist ja auch bei uns zu beobachten. Das Stichwort ist hier die Zweiklassenmedizin, die es de facto ja schon lange gibt. Kassenpat. erhalten zunehmend weniger Leistungen und zunächst einmal überhaupt keine Termine, nur ist das nicht so offensichtlich

aber verstösst das gerade nicht gegen den Codex der mediziner keinen Unterschied bei der behandlung zwischen Menschen zu machen
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Medizin-Forum -> Arbeitsmarkt für Mediziner?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9  Weiter
Seite 5 von 9

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum