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Landtagswahl 2009 im Saarland
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Landtagswahl 2009 im Saarland
 

Wird die Linkspartei bei der Landtagswahl 2009 im Saarland zweitstärkste Kraft?
Ja, sie überholt die SPD
55%
 55%  [ 10 ]
Nein, sie bleibt hinter der SPD
22%
 22%  [ 4 ]
Weiß nicht/kann ich nicht sagen
22%
 22%  [ 4 ]
Stimmen insgesamt : 18

Autor Nachricht
Leoni
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1090
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 04 Jul 2008 - 15:10:07    Titel: Landtagswahl 2009 im Saarland

Jeder, der jetzt in Saarbrücken in einen Bus des ÖNV einsteigt, wird sich beim Anblick des netten Busfahrers fragen, was der wohl demnächst wählen wird. Wink

Seitdem die überregionalen Tageszeitungen und politischen Magazine die Nachricht vom Masseneintritt der Busfahrer in die Linkspartei verbreiten, scheint die Frage nach dem zukünftigen Ministerpräsidenten des Saarlandes wieder an Spannung zu gewinnen. Es werden sogar alte Umfragen herausgeholt:

Zitat:
Emnid Bild am Sonntag ~500 Befragte;
13.02.–27.02. 02.03.2008
CDU: 40 %; SPD: 25 %; GRÜNE: 7 %; FDP: 6 %; Die Linke: 19 %
Sonst. ? %

Infratest dimap Saarbrücker Zeitung, SR 1.000 Befragte;
September 27.09.2007
CDU: 41 %; SPD: 26 %; GRÜNE: 6 %; FDP: 5 % ; Die Linke: 18 %
Sonst. 4 %


Aber das scheint Vergangenheit. Die "WELT" schrieb gestern sogar:

Zitat:
Nur noch 16 Prozent der Saarländer würden die SPD wählen

Der Masseneintritt der Busfahrer war für ihn denn auch eine willkommene Vorlage. Die Privatisierungen der letzten Jahrzehnte hätten zu sozialen Fehlentwicklungen geführt, sagte Lafontaine bei der Übergabe der Aufnahmeanträge. Der Sprecher des SPD-Landesvorsitzenden Heiko Maas wies Mutmaßungen zurück, es handele sich bei den Busfahrern überwiegend um ehemalige SPD-Mitglieder. „Wir haben keine Austritte aus diesem Bereich“, sagte Thomas Bischoff WELT ONLINE. Für die Saar-SPD sei der Vorgang nicht relevant.

Durch den Beitritt der Busfahrer erhöht sich die Mitgliederzahl der Linken im Saarland auf rund 2500. Die saarländische SPD hat derzeit rund 23.000 Mitglieder.

Anders sieht es freilich bei den Wählerumfragen aus. Dort ist der Vorsprung der SPD gegenüber Linken in den vergangenen Monaten deutlich geschmolzen. Laut einer Umfrage vom April käme die CDU dort auf 43 Prozent der Stimmen, die SPD auf 26 Prozent und die Linke auf 19 Prozent. Eine Forsa-Umfrage vom März kam sogar zu dem Ergebnis, dass nur noch 16 Prozent der Saarländer die SPD wählen würden, 29 Prozent hingegen die Linke. Bereits bei der Bundestagwahl 2005 hatte die Linke an der Saar gut abgeschnitten: Sie erzielte damals 18 Prozent, die SPD 33 Prozent.


"Hessische Verhältnisse" scheinen dagegen im Saarland unwahrscheinlich. Unsicher ist, ob die FDP überhaupt den Sprung über die 5%-Hürde schafft. Vieles spricht zudem dafür, dass die Saar-SPD ihren Wahlkampf offener führen wird als zuletzt ihre Parteikollegen in Hessen und Hamburg. Der SR schrieb letztes Jahr:

Zitat:
(18.06.2007) Der Fraktionschef der Landes-SPD, Heiko Maas, steht angesichts der Parteifusion der "Linken" vor einer schwierigen Aufgabe: Einerseits muss er sich mit seinen Sozialdemokraten erkennbar von der Lafontaine-Partei abgrenzen - andererseits darf er den möglichen Koalitionspartner nicht zu sehr verprellen.

Denn dass er sich eine rot-rote Landesregierung zur nächsten Wahl durchaus vorstellen kann, wollte Maas im Saarländischen Rundfunk zumindest nicht kategorisch ausschließen. Eine endgültige Entscheidung in der Koalitionsfrage werde er nicht vor 2009 treffen. Ausschlaggebend solle dann das Wahlprogramm der Linken sein. Quelle


http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,563878,00.html
aloa5
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Anmeldungsdatum: 28.02.2007
Beiträge: 1971

BeitragVerfasst am: 04 Jul 2008 - 15:29:21    Titel:

Kann man nicht sagen. Prognosen sind immer schwierig.

Wenn die Preise weiter ansteigen - Lebensmittel und Heizkosten - und sich die Regierung nicht zusammenreisst, dann wird es schwerer werden für die SPD.

Allerdings sind die Landtagswahlen erst im Herbst 2009. Bis dorthin läuft noch viel Wasser den Rhein hinunter. Wir leben in interessanten Zeiten.

Grüße
ALOA
Strikeman
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Anmeldungsdatum: 03.08.2008
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2008 - 16:26:35    Titel:

Kommt auf die Saar-SPD an, wenn sie so wie Ypsilanti in Hessen die Wähler für sich gewinnen kann dann könnte sie den Linke Wähler für sich gewinnen. Sie müsste der Linken den Wind aus den Segeln nehmen wie zum Beispiel durch soziale Projekte die das soziale Bild der SPD erneuern würden. Man kann sicher nicht stärkste Partei werden aber man könnte vor der Linken landen und den Ministerpräsidentenposten für sich beanspruchen und die Linken in eine Koalition aufnehem oder sein Glück mit der Saar CDU versuchen. Aber wie jeder weiß sind CDU und SPD inhaltlich zu verschieden und es würden nicht so viele Reformen angepackt werden.
Leoni
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1090
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 08 Aug 2008 - 11:34:22    Titel:

Heiko Maas möchte eine Koalition mit der Linkspartei auf Landesebene jetzt doch ausschließen. Allerdings wohl weniger aus prinzipiellen oder programmatischen Erwägungen. Juniorpartner der Linkspartei zu sein würde das Selbstbewusstsein der SPD vermutlich schwer treffen und die Perspektive, aus der Rolle jemals wieder rauszukommen, wäre düster.


Zitat:
Kritik an Lafontaine übte ... Heiko Maas: Der saarländische SPD-Chef schloss eine rot-rote Regierung in dem Bundesland aus. Es gebe bisher nur eine einzige Meinungsumfrage, die die Linkspartei vor den Sozialdemokraten einstufe, sagte Maas am Freitag im ARD-Morgenmagazin. "Wenn es dennoch dazu käme, würde die SPD als Juniorpartner mit den Linken nicht zur Verfügung stehen.

Das hängt mit Oskar Lafontaine zusammen", erklärte der SPD-Politiker. Lafontaine habe 1999 mit seinem Rücktritt als Bundesfinanzminister maßgeblich die Wahlniederlage der SPD im Saarland herbeigeführt, erklärte Maas. "Trotzdem haben wir ihn auf sein Drängen noch einmal eingebunden in den damaligen Landtagswahlkampf - mit dem Ergebnis, dass er vier Wochen vor der Wahl erklärt hat, er wandert jetzt zur PDS ab. Also, da gibt es keine Vertrauensbasis", sagte er. Die SPD werde einen Ministerpräsidenten Lafontaine deshalb nicht mitwählen.

Maas schloss nicht aus, auch mit der Linkspartei über inhaltliche Fragen zu sprechen. "Mit wem wir am meisten sozialdemokratische Politik umsetzen können, mit dem sind wir auch bereit zu reden. Und zum zweiten muss das Personalangebot stimmen", sagte er.

Dagegen sagte Lafontaine im Bayerischen Rundfunk, eine rot-rote Regierung im Saarland sei möglich: "Wenn wir zweitstärkste Partei sein werden, werden wir versuchen, mit der SPD eine Regierung zu bilden." Die Programme lägen so weit zusammen, dass sich nur diese Zusammenarbeit anbiete.
Quelle
Gruwe
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Anmeldungsdatum: 24.03.2004
Beiträge: 5286
Wohnort: Saarbrücken

BeitragVerfasst am: 08 Aug 2008 - 11:39:03    Titel:

Hmm,

eigentlich interessante Frage...mit der ich mich aber wohl erst Mitte nächsten Jahres beschäftigen werde.

Mir ist bisher nur eins wichtig und zwar, dass der Müller mal weg kommt.
J.C.Denton
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6280

BeitragVerfasst am: 08 Aug 2008 - 12:01:11    Titel: Re: Landtagswahl 2009 im Saarland

Leoni hat folgendes geschrieben:

Unsicher ist, ob die FDP überhaupt den Sprung über die 5%-Hürde schafft.


Das ist bei der SPD auch noch nicht sicher. Derzeit bewegen sich die Umfragewerte nach unten.
Tonka
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Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 2251

BeitragVerfasst am: 23 März 2012 - 12:42:49    Titel: Landtagswahl 2012

Ich aktualisiere den Thread mal für die Wahl in zwei Tagen. Es geht eigentlich nur noch darum, wer die stärkste Kraft wird - CDU oder SPD. Beide wollen ja die große Koalition, es geht nur noch um die Führungsrolle. Mit Oskar möchte keiner spielen, die Grünen und FDP kämpfen um die 5%-Hürde und die Piraten könnten in den Landtag einziehen.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 23433

BeitragVerfasst am: 23 März 2012 - 16:26:39    Titel:

Die Linke plakatiert im Saarland mit der "Hochzeit des Jahres" - einer Photo-Montage von Kramp-Karenbauer als Braut und Maas als Bräutigam. Wink

Und die NPD besitzt immerhin einen Schuss Selbstironie: Sie plakatiert mit "Verboten gut". Wink (Jedenfalls deutlich geschmackvoller als in berlin, wo sie "Gas geben" schrieb...)


Aber lassen wir uns überraschen, wer von den beiden dann demnächst das kleinste Flächenland regieren darf.

Cyrix
Kobi85
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Anmeldungsdatum: 07.02.2010
Beiträge: 251

BeitragVerfasst am: 23 März 2012 - 18:03:46    Titel:

Die NPD ist der absolute Wahnsinn. Vor ein paar Tagen stand da ein Wahlkampf-LKW an der Tankstelle: Raus aus dem Euro, Deutsches Geld für Deutsche Bürger - wir arbeiten, Europa kassiert.
Der einzige Fehler: Es war eine Tankstelle in Luxemburg Laughing
Bei 5-Euro Steuervorteil in Lux. hört der Nationalstolz dann doch auf.
Tonka
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Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 2251

BeitragVerfasst am: 24 März 2012 - 12:26:41    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Die Linke plakatiert im Saarland mit der "Hochzeit des Jahres" - einer Photo-Montage von Kramp-Karenbauer als Braut und Maas als Bräutigam. Wink


Ja, die Linke hat noch das beste Wahlplakat mit dem "Brautpaar" AKK und Maas. Darunter dann noch der Spruch: "Dann doch liewer de Oskar...". Vor der SPD habe ich Respekt, wenn sie eine Rolle als Juniorpartner in der großen Koalition akzeptieren. Maas könnte sich auch von Lafontaines Linken zum Ministerpräsidenten machen lassen. Hoffentlich bleibt uns Oskars Truppe in Regierungsverantwortung erspart, das muss echt nicht sein!
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