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Mikroökonomik: Grenzkostenkurve
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Schludrigkeit
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 1057

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2008 - 11:26:59    Titel: Mikroökonomik: Grenzkostenkurve

Gegeben folgende Angebotskurve:

K(y)=ay³+ay²+ay+F

F soll hier den Fixkostenanteil darstellen. Nun ist es ja so, dass die Angebotskurve letztlich die Grenzkosten des Unternehmens abbildet.

Also K´(y)=3ay²+2ay+a

F fällt hier beim Ableiten als Konstante weg.

Wenn ich mir jetzt ein Diagramm baue (Abszisse=y, Ordinate=K(y)), dann ist es ja in der Regel so, dass die Grenzkostenkurve nicht durch den Ursprung verläuft, sondern meinetwegen bei y=0 und K(y)=10 startet.

Und genau da habe ich ein Interpretationsproblem. Rein graphisch lese ich ab, dass bei einer Produktionsmenge von y=0 Kosten in Höhe von K(y)=10 anfallen, also unabhängig von der Beschäftigung. Demnach müssten das eigentlich die Fixkosten sein. Rein mathematisch können das aber ja keine Fixkosten sein, weil die Fixkosten beim Ableiten ja weggefallen sind, sodass die Angebotskurve eigentlich nur aus variablen Kosten bestehen dürfte.

Es möge mich bitte jemand aufklären Wink
Julius_Dolby
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 3102

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2008 - 12:01:24    Titel: Re: Mikroökonomik: Grenzkostenkurve

Schludrigkeit hat folgendes geschrieben:
Rein graphisch lese ich ab, dass bei einer Produktionsmenge von y=0 Kosten in Höhe von K(y)=10 anfallen

Grenzkosten sind nicht gleich Kosten.

Solche Sachen kannst und solltest du in der Darstellung der Kostenfunktion ablesen.
Aber nicht in der der Grenzkosten.
Schludrigkeit
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 1057

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2008 - 12:15:37    Titel:

Dass Grenzkosten nicht gleich Kosten sind ist mir schon klar, mein Freund Wink

Aber unter der Prämisse, dass die Angebotskurve die Grenzkostenkurve eines Unternehmens ist, dürften doch in der Grenzkostenkurve keine Fixkosten auftauchen, oder? Fallen beim Ableiten ja weg. Die Angebotskurve fängt aber nicht im Ursprung an, was sie meiner Meinung nach müsste, da Angebotskurve=Grenzkostenkurve=nur variable Kosten.

Aus der Darstellung der Kostenfunktion heraus ist es unproblematisch, die Fixkosten zu erkennen. Bei mir taucht jetzt das Problem auf, wenn ich beide Konzepte miteinander verknüpfe.
p-norm
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Anmeldungsdatum: 26.09.2006
Beiträge: 1375
Wohnort: Regensburg

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2008 - 12:48:30    Titel:

allgemeine aufklärung ist hier wohl nötig Very Happy

ableitung einer funktion f(x) nach x gibt an wie sich f ändert wenn ich x ändere...d.h. in deinem fall wenn du am nullpunkt bist brauchst du um erste einheit zu produzieren erstmal(auf jeden fall) die fixkosten...
Julius_Dolby
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 3102

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2008 - 14:34:22    Titel:

Schludrigkeit hat folgendes geschrieben:
Aber unter der Prämisse, dass die Angebotskurve die Grenzkostenkurve eines Unternehmens ist, dürften doch in der Grenzkostenkurve keine Fixkosten auftauchen, oder?

Die Frage: Ist diese Prämisse so gut, geschweige denn korrekt?
Warum sollte die Angebotskurve die Grenzkostenkurve einer Unternehmung sein?

Schludrigkeit hat folgendes geschrieben:
Gegeben folgende Angebotskurve:
K(y)=ay³+ay²+ay+F

Im übrigen stellt die hier angegebene Formel auch keine (sinnvolle) Angebotskurve dar, wie Sie behaupten.
p-norm
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Anmeldungsdatum: 26.09.2006
Beiträge: 1375
Wohnort: Regensburg

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2008 - 15:04:46    Titel:

ausserdem kommt folgender umstand noch dazu:
sinngemäß ist diese funktion auf [0,oo[ eingeschränkt, also im null nicht differenzierbar...d.h. K'(0) existiert nicht...damit wäre das problem zumindest mathematisch geklärt... Very Happy
licrerpol
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Anmeldungsdatum: 30.12.2007
Beiträge: 612

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2008 - 15:29:23    Titel:

Julius_Dolby hat folgendes geschrieben:
Schludrigkeit hat folgendes geschrieben:
Aber unter der Prämisse, dass die Angebotskurve die Grenzkostenkurve eines Unternehmens ist, dürften doch in der Grenzkostenkurve keine Fixkosten auftauchen, oder?

Die Frage: Ist diese Prämisse so gut, geschweige denn korrekt?
Warum sollte die Angebotskurve die Grenzkostenkurve einer Unternehmung sein?


Schludrigkeit hat folgendes geschrieben:
Gegeben folgende Angebotskurve:
K(y)=ay³+ay²+ay+F

Im übrigen stellt die hier angegebene Formel auch keine (sinnvolle) Angebotskurve dar, wie Sie behaupten.


Gilt per Definition so bei vollkommener Konkurrenz.

Dies besagt, dass der Anbieter für jede Menge bereit ist so viel anzubieten, dass die Grenzkosten (Kosten der letzten produzierten Einheit) gleich dem Preis der letzten verkauften Einheit entsprechen.
Julius_Dolby
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 3102

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2008 - 16:06:26    Titel:

licrerpol hat folgendes geschrieben:
Gilt per Definition so bei vollkommener Konkurrenz

...wovon hier ja noch keine Rede war.

licrerpol hat folgendes geschrieben:
Dies besagt, dass der Anbieter für jede Menge bereit ist so viel anzubieten

Für jede Menge wird soviel (= eine Menge) angeboten, dass...
Für jede Menge wird also eine gewisse Menge angeboten..?
Wie soll ich das verstehen?

Das ist jetzt keine rhetorische Frage, sondern ich kapier den Sinn der Aussage nicht. Ganz abgesehen davon, dass es sich bei Ihrer Aussage sicher nicht um eine "Definition" handelt, sondern um eine Schlussfolgerung irgendworaus. Und nochmal ganz abgesehen davon, dass ich diese nicht einmal für allgemein korrekt halte... (siehe unten)

licrerpol hat folgendes geschrieben:
so viel anzubieten, dass die Grenzkosten (Kosten der letzten produzierten Einheit) gleich dem Preis der letzten verkauften Einheit entsprechen

Mal ganz abgesehen davon, ob das jetzt ein "Zusammenlaufen" statt eines blossen "Schneidens" in einem Punkt von Grenzkostenkurve und Angebotskurve begründet, worüber ich jetzt nicht nachdenken will: Die Grenzkosten könnten für jede gegebene Menge grösser als der Grenzerlös dafür sein, was meines Wissens auch nicht mal irgendwelchen grundsätzlichen Annahmen des Modell widersprechen würde. Folge: Das Unternehmen wird "immer Null" anbieten. Ergo: Die Grenzkostenkurve entsprich auch dann wieder nicht der Angebotskurve, oder umgekehrt.
licrerpol
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Anmeldungsdatum: 30.12.2007
Beiträge: 612

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2008 - 16:56:51    Titel:

Wenn nichts anderes erwähnt wird, geht man i.d.R. von vollkommener Konkurrenz aus.

"The supply curve reflects the marginal cost." S. 232
"If a portion of the upward-sloping marginal cost curve is the firm’s supply curve, and if market supply is the amount all producers are willing to produce at various prices, we can obtain the market supply curve by adding together the elevation portions of the individual firms’ marginal cost curves." S. 316
"Figure 9.7 shows the supply curves SA and SB, derived from the marginal cost curves of two producers, A and B." S. 316
"The market supply curve (SA+B) is obtained by adding together the amount producers A and B are willing to offer each at each and
every price, as shown by the individual supply curves SA and SB. (The individual supply curves are obtained from the upward sloping portions of the firms’ marginal cost curve.)" S. 317

Microeconomics for MBAs: The Economic Way of Thinking for Managers; von Richard B. McKenzie und Dwight R. Lee
p-norm
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Anmeldungsdatum: 26.09.2006
Beiträge: 1375
Wohnort: Regensburg

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2008 - 17:33:34    Titel:

übrigens, wie wird beim realen unternehmen so eine kostenkurve ermittelt?..
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