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Wie kommt die Staatsexamens-Note zustande?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Wie kommt die Staatsexamens-Note zustande?
 
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Ant-Man
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 240

BeitragVerfasst am: 17 Jul 2008 - 13:04:26    Titel:

undivided hat folgendes geschrieben:
Erst einmal danke an euch alle, dass ihr euch die Mühe gemacht habt, mir das kurz zusammenzufassen. Smile echt cool i love you Very Happy

Meine nächste Frage ist:

Was mache ich, falls entgegen aller Erwartungen das Staatsexamen nach 9 Semestern und 2 Versuchen nicht klappen sollte (Ich schaff das bestimmt, nur möchte ich gern einen "Plan B" im Hinterkopf haben um dann nach 4,5 Jahren nicht mit "Nichts" dazustehen) ? Wink


In keinem Studienfach bekommst du eine Garantie dafür, dass du am Ende auch einen Abschluss erhälst. Es hängt ganz von der eigenen Leistungsbereitschaft ab.
Ob einem Jura liegt oder nicht, kann man schnell in den ersten (3) Semestern merken, so dass man ggf. das Fach frühzeitig wechselt.
Erst wenn das Erste Staatsexamen gar nicht bestanden hat, sollte man sich die Frage stellen: "Was mache ich jetzt?"
Asterisque
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Anmeldungsdatum: 03.05.2006
Beiträge: 576
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 17 Jul 2008 - 16:06:28    Titel:

Wenn du zweimal durchgefallen bist (oder mit Schwerpunkt oder Härtefallregelung dreimal), dann ist das endgültig. Du kannst dann in Deutschland kein juristisches Staatsexamen mehr ablegen.

Man kann dann überlegen etwas anderes Juristisches zu studieren. Eine Bekannte von mir macht jetzt eine Ausbildung zur RA-Fachangestellten, was für mich wirklich in dem Fall absolut nicht in Frage käme. Eine andere hatte als Schwerpunkt Steuerrecht und schon seit Jahren in einer Steuerrechtskanzlei gejobbt und die haben ihr jetzt angeboten irgendwie ein BA-Studium oder sowas zu machen.
Gregsen
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Anmeldungsdatum: 30.01.2006
Beiträge: 523

BeitragVerfasst am: 19 Jul 2008 - 00:07:15    Titel:

möglichkeiten gibts dann immernoch genug, wobei man sich natürlich ernsthaft überlegen sollte, ob man wirklich etwas mit jura machen will, wenn man 2-3x durchs staatsexamen gefallen ist. Das ist nicht abwertend sondern ehrlich gemeint, denn so willkürlich jura bei der notenverteilung oft sein mag, wer 2-3x nacheinander durch staatsexamen fliegt, der war entweder nicht vorbereitet oder dem liegt jura nicht.

Zurück zum thema: Man kann im grunde noch alles werden was nicht mit dem Abschluß staatsexamen endet. Dazu gehören wirtschaftsjura an FHs, Unternehmensjurist (Uni-Mannheim wenn ich mich nicht irre). Und letztlich kann man so ziemlich alles andere studieren und als nebenfach jura nehmen. Selbst wenn nicht alle scheine anerkannt werden, sollte das wissen was man sich bis zum staatsexamen angeeignet hat problemlos ausreichen um im nebenfach zu brillieren.
derjim
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Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 906

BeitragVerfasst am: 19 Jul 2008 - 00:35:03    Titel:

Zitat:

Es ist also nicht so wie bei vielen Bachelor Studiengängen, wo man schon pro Semester die Punkte sammelt, sodass die eigentliche Bachelorarbeit lediglich (wie in BWL) ca.7,5 von 130 Credits zählt?


Mit dem Aufwand, den du für ein Juraexamen benötigst, kannst du 3 Bachelors machen . Die dauern ja auch nur 3 Jahre. Bei Jura sind mehr als 5 Jahre nichts ungewöhnliches.

Zitat:

Kann ich das Staatsexamen an einer anderen Universität wiederholen oder ist man ein Leben lang gesperrt?


zweiteres.

Zitat:

Ich habe etwas von der Fernuni Hagen gehört, bei der man wohl den "Bachelor of Law" nachmachen kann?


du kannst den LL.B. , einen Dipl. Rechts- oder Rechtsfachwirt machen. aber ohne Praxiserfahrung (nicht Praktika) (neudeutsch "street credibility")bekommst du mit dem Abschluss keinen Job. und wenn, dann bestenfalls mit einer Bezahlung, die du auch mit Hauptschulabschluss auf dem Rübenfeld bekommst. Du kannst dich natürlich noch für ein FH WiJu o.ä. bewerben aber dafür wirst du , wie für eine andere Ausbildung, idR zu alt sein oder die Abinote wird nicht ausreichen oderoderoder.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 19 Jul 2008 - 06:42:12    Titel:

Asterisque hat folgendes geschrieben:
Wenn du zweimal durchgefallen bist (oder mit Schwerpunkt oder Härtefallregelung dreimal), dann ist das endgültig. Du kannst dann in Deutschland kein juristisches Staatsexamen mehr ablegen.


Nein, das stimmt nicht...

undivided hat folgendes geschrieben:

Was mache ich, falls entgegen aller Erwartungen das Staatsexamen nach 9 Semestern und 2 Versuchen nicht klappen sollte (Ich schaff das bestimmt, nur möchte ich gern einen "Plan B" im Hinterkopf haben um dann nach 4,5 Jahren nicht mit "Nichts" dazustehen) ? Wink


Wenn man Freiversuch macht, hat man 3 Versuche. Ob man die allerdings wahrnimmt Wink ... Und "ich schaff das bestimmt" würde ich nie behaupten, nichtmal dann, wenn ich immer Zweistellig schreibe im Studium und erstrecht nicht dann, wenn ich noch gar nicht studiere.
Asterisque
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Anmeldungsdatum: 03.05.2006
Beiträge: 576
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 19 Jul 2008 - 11:26:47    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:
Asterisque hat folgendes geschrieben:
Wenn du zweimal durchgefallen bist (oder mit Schwerpunkt oder Härtefallregelung dreimal), dann ist das endgültig. Du kannst dann in Deutschland kein juristisches Staatsexamen mehr ablegen.


Nein, das stimmt nicht...




Sondern?
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 19 Jul 2008 - 11:28:17    Titel:

Mit Freiversuch dreimal.
undivided
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Anmeldungsdatum: 18.08.2007
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 19 Jul 2008 - 16:45:41    Titel:

Ok, das sind ja wirklich viele gute und kompetente Antworten hier.
Mich würde noch die Frage interessieren, inwieweit ich mit einem abgeschlossenen deutschen Jurastudium (sagen wir einmal mit Auslandssemester) die Möglichkeit habe später einmal im Ausland zu arbeiten?

Ich denke, die Möglichkeiten sind sehr eingeschränkt, da man ja -wenn man sich nicht auf internationales/europäisches recht- spezialisiert oder einen doppelabschluss macht- deutsche gesetze studiert?

Eins von meinen Zielen ist felsenfest meine Fremdsprachen nicht zu vernachlässigen bzw. später die Möglichkeit zu haben im Ausland zu arbeiten, wenn ich will und meine Frage ist eben inwieweit das mit einem Jurastudium kombinierbar ist?
Asterisque
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Anmeldungsdatum: 03.05.2006
Beiträge: 576
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 19 Jul 2008 - 17:14:28    Titel:

StR-Tobi hat folgendes geschrieben:
Mit Freiversuch dreimal.


Wenn das jetzt auf mein "sondern?" bezogen war... ich hab grad erst gesehen, dass ich mich da verschrieben hab.

Ich hab in der Klammer anstatt Freischuss Schwerpunkt geschrieben, also dass man mit Freischuss und/oder Härtefallregelung dreimal durchfallen kann.
Gregsen
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Anmeldungsdatum: 30.01.2006
Beiträge: 523

BeitragVerfasst am: 19 Jul 2008 - 18:26:56    Titel:

undivided hat folgendes geschrieben:
Ok, das sind ja wirklich viele gute und kompetente Antworten hier.
Mich würde noch die Frage interessieren, inwieweit ich mit einem abgeschlossenen deutschen Jurastudium (sagen wir einmal mit Auslandssemester) die Möglichkeit habe später einmal im Ausland zu arbeiten?

Ich denke, die Möglichkeiten sind sehr eingeschränkt, da man ja -wenn man sich nicht auf internationales/europäisches recht- spezialisiert oder einen doppelabschluss macht- deutsche gesetze studiert?

Eins von meinen Zielen ist felsenfest meine Fremdsprachen nicht zu vernachlässigen bzw. später die Möglichkeit zu haben im Ausland zu arbeiten, wenn ich will und meine Frage ist eben inwieweit das mit einem Jurastudium kombinierbar ist?


Naja die möglichkeiten sind natürlich geringer als z.B. bei Meidzin oder Mathematik... menschen und Formeln sind überall in der wetl gleich, noten sind es nicht. Wenn du im ausland arbeiten willst hast du im grunde zwei möglichkeiten: Du arbeitest für ein unternehmen das stark in deutschland operiert und daher auch im ausland juristen braucht die sie über die deutsche rechtlage belehren.
Oder du hängst dich rein und machst noch zusätzlich ein US Bar exam bzw das examen des jeweiligen landes um dort als anwalt zu praktizieren.

Grundsätzlich solltest du dir aber folgendes überlegen: wenn du sowieso später im ausland arbeiten willst, warum studierst du nicht gleich im ausland? So sammelst du erstens schon vorher wertvolle auslandserfahrung, zweitens ist das jura studium in den meistne ländern deutlich kürzer als in deutschland mit Ref und 2. Staatsexamen.
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