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Abschlussklausur BGB AT
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Burgfräulein_Bo
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Anmeldungsdatum: 12.07.2008
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2008 - 01:00:30    Titel:

es ist auf gar kein fall ein werkvertrag. (oh je!) wortlaut der norm § 631 "herstellung eines werks!!!"

es ist entweder ein dienstvertrag oder
ein vertrag sui generis §§ 311 I, 241 BGB.

Die b irrt sich ja nicht in ihrem willen, d.h. sie will die nachhilfe auf jeden fall, aber von einem prädikatsstudenten lol. sie ficht an, weil sie getäuscht worden ist!
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2008 - 08:02:53    Titel:

Es ist ein Dienstvertrag. Unterschied zum Werkvertrag: Beim Werkvertrag wird ein Erfolg geschuldet, beim Dienstvertrag nur die Arbeit als solche. Und wenn ein "Prädikatsstudent" (oh Gott Rolling Eyes ) Nachhilfe gibt, verpflichtet er sich ja nicht, seine Nachhilfeschüler ebenfalls zu "Prädikatsstudenten" zu machen (das wäre dann ein Werkvertrag!), sondern nur, diese zu unterrichten.

Zur Aufgabe 2: § 123 I BGB kommt in Betracht, aber es muss ja nicht immer nur ein Anfechtungsgrund vorliegen. B könnte sich schließlich auch über eine Eigenschaft in der Person irren, nämlich, dass es sich um einen Prädikatsstudenten handelt (was ja in Wirklichkeit nicht so ist). Geprüft werden hätte, denke ich, beides sollen.
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2008 - 09:11:54    Titel:

Burgfräulein_Bo hat folgendes geschrieben:
es ist auf gar kein fall ein werkvertrag. (oh je!) wortlaut der norm § 631 "herstellung eines werks!!!"


Also, so abwegig, dass man "oh je" sagen müsste, ist die Annahme eines Werkvertrags nun nicht. "Herstellung eines Werks" erfasst ja nicht nur Dinge wie "A zimmert dem B einen Tisch", sondern auch alle möglichen anderen Konstruktionen, bei denen ein Erfolg geschuldet wird.
Wie Marina schon sagte besteht der Unterschied zum Dienstvertrag darin, dass bei letzterem eben nicht ein bestimmter Erfolg, sondern nur die Tätigkeit an sich geschuldet wird.
Beim Nachhilfegeben wird in aller Regel kein bestimmter Erfolg geschuldet sein, so dass ein Dienstvertrag vorliegt (mangels anderer Angaben im Sachverhalt wohl auch hier) - zwingend ist das aber nicht, ich könnte mir auch Konstellationen vorstellen, wo es anders wäre.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2008 - 09:17:11    Titel:

Rhyeira hat folgendes geschrieben:

Beim Nachhilfegeben wird in aller Regel wohl kein bestimmter Erfolg geschuldet sein, so dass ein Dienstvertrag vorliegt - zwingend ist das aber nicht, ich könnte mir auch Konstellationen vorstellen, wo es anders wäre.


Ja, könnte ich mir auch, nämlich wenn im Vertrag ausdrücklich vereinbart wird, dass Inhalt des Vertrages ist, dass der Nachhilfeschüler eine bestimmte Note in der Klausur schreibt. (Allerdings hätte der Prädikatsstudent jenen "Titel" dann nicht verdient, weil er dann wüsste, dass man in der Praxis für sowas besser einen Dienstvertrag schließt Laughing .)
Für problematisch würde ich die Konstellation halten, wenn jemand in seiner Nachhilfe-Anzeige schreibt: "Bei mir werdet ihr Prädikatsstudenten" Cool Laughing ... Dienstvertrag oder Werkvertrag? Könnte ja einerseits nur ein Werbespruch sein, andererseits aber eine Zusicherung? Wenn das beim Vertrag auch nochmal besprochen wird, könnte das - denke ich - auch ein Werkvertrag sein.
kristin@1989
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Anmeldungsdatum: 15.07.2008
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2008 - 09:47:39    Titel:

Ohhh danke Leute, ich bin jetzt bisschen beruhigt.
Der Typ hat ja nichts versprochen nicht in seiner Anzeige auch nicht gegenüber der B, dass sie nach seiner Nachhilfestunde z.B. die Klausur besteht, das war da nicht. Also hab ich sofort Dienstvertrag genommen und gar nicht großartig weiter darüber nachgedacht.

Und Anfechtung wegen beider Gründen habe ich durchgehen lassen, also wegen arglistiger Täuschung und wegen Irrtum in der Eigenschaft der Person.
Ich hoffe es war richtig...
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
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BeitragVerfasst am: 16 Jul 2008 - 09:51:07    Titel:

Klingt doch gut... Smile
kristin@1989
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Anmeldungsdatum: 15.07.2008
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2008 - 10:17:02    Titel:

Also die Fragen 1. und 2. das sind ja meine persönlichen Fragen, sie standen ja nicht in der Klausur.
Und die anderen Fragen, ob S gegen B Anspruch auf Zahlung von 20 Euro hat und ob S gegen K irgendwelche Ansprüche hat, das stand in der Klausur.
Als Ergebnis hatte ich, dass der Student gegen die B keine Ansprüche hat, und gegen K auch nicht... Würdet ihr das auch so sehen???
Der kleine Bruder hat ja als Vertreter ohne Vertretungsmacht gehandelt und später von seiner Schwester die Genehmigung bekommen. Und aus Zeitnot habe ich zu der zweiten Frage geschrieben, dass S gegen K keine Ansprüche hat, weil der beschränkt geschäftsfähige nicht haftet.
Habe ich gute Chancen???
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
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BeitragVerfasst am: 16 Jul 2008 - 10:19:34    Titel:

Es kommt eher auf das "wie" an, nicht auf das Ergebnis Wink.
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2008 - 10:25:47    Titel:

Ja, allein aus der Tatsache, dass man zum "richtigen" Ergebnis (sofern es denn überhaupt ein solches gibt, was auch nicht in jeder Klausur der Fall ist) gelangt ist, sagt noch nichts über die Note der Klausur aus. Mit einem "falschen" Ergebnis kann man noch eine ganz gute Note bekommen, aber auch mit einem "richtigen" Ergebnis eine schlechte bis hin zum Durchfallen.

Gerade im ersten Semester kann ein falscher oder fehlender Gutachtenstil schnell ein K.O.-Kriterium sein.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2008 - 13:30:08    Titel:

StR-Tobi hat folgendes geschrieben:
(und ich hab bei Alpmann mittlerweilse die magische 50er Grenze durchbrochen Very Happy)


Wow! Very Happy Ich habe bisher genau 27 Klausuren im Studium geschrieben (ich archiviere ja quasi ALLES Cool ). Denke, ist für die Uni allein auch schon ganz ok. Aber ab Oktober fange ich dann auch mit AS-Fernklausurenkurs an (hab mich jetzt dazu endgültig entschieden) und nach dem Schwerpunkt mach ich auch Uni-Klausurenkurs, dann kommt da sicher noch einiges zusammen. Freu mich da schon richtig drauf, jede Woche Klausur mit Benotung Smile . Da lernt man sicher ungeheuer bei, oder?
Ok, war jetzt OT Embarassed .
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