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juristische Falllösung - bitte um Bewertung
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abitur
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Anmeldungsdatum: 18.03.2007
Beiträge: 331
Wohnort: Krefeld

BeitragVerfasst am: 20 Jul 2008 - 17:35:41    Titel:

@arg-man
meintest du wirklich "Also beim ersten Fall könnte man noch etwas näher auf § 123 BGB eingehen (arglistige Täuschung)." oder meintest du meinen 2. fall?

ich merke grade, dass ich oft probleme damit habe, welche paragraphen in den obersatz kommen. vllt kann mir da jemand weiterhelfen. ich dachte bis jetzt immer dass in den obersatz die paragraphen komme, aufgrund derer man einen anspruch auf etwas hat (z.B. §119 abs 1 bei der anfechtung). aber irgendwie kann das ja nicht sein.... vllt könnt ihr mir da weiterhelfen.

Fall 3 ist in arbeit Wink
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 20 Jul 2008 - 18:13:54    Titel:

abitur hat folgendes geschrieben:

aus fehlern lernt man Smile


Hoffen wir's, deine Fragen legen eher das Gegenteil nahe.

Zitat:
zu a): muss ich dann konkret einen Anfechtungsgrund nennen? also soll ich dann in den Obersatz schon §119 abs. 2 schreiben?


Nein, wenn du nur die Frage aufwirfst, ob A sich vom Vertrag lösen kann, gehört § 142 Abs. 1 in den Obersatz. Wenn die Frage ist, ob er was zurückfordern kann, dann brauchst du eine AGL dafür, bspw. § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1
Zitat:

zu b) soll ich dort dann §433 abs. 1 schreiben?


Nein! § 433 regelt die Rechtsfolgen eines Kaufvertrags. Ein Kaufvertrag kommt niemals gem. § 433 zustande, sondern wenn er zustande gekommen ist, richten sich Ansprüche nach § 433. Ein Kaufvertrag kommt wie jeder Vertrag durch Angebot und Annahme zustande.

Zitat:
zu c) hätte ich dann "kann den vertrag nicht erfolgreich anfechten" schreiben sollen? oder was genau meintest du?


Nein, ich meine, dass du zumindest kurz darlegen sollst, wieso kein Inhalts- und Erklärungsirrtum vorliegt und nicht in einen sofort erkennbare n Zirkelschluss verfallen sollst.

Zitat:
d) stimmt, zur anfechtungserklärung habe ich im grunde nix geschrieben. Hätte es einfach gereicht, dass er die Anfechtungserklärung gegenüber dem Gegner einreichen muss, und dass die Anfechtungserklärung eine formfreie, empfangsbedürftige Willenerklärung ist?


Das würde ausreichen.


Zitat:
f)muss §142 Abs. 1 wirklich schon in den Obersatz? Das ist ja das Resultat der Anfechtung, oder soll ich dann in den obersatz
"K könnte gegen V einen Anspruch auf Rückerstattung des Kaufpreises nach §142 Abs.1 BGB haben"?


Nein, das ist grottenfalsch. § 142 Abs. 1 ist keine Anspruchsgrundlage! Der Anspruch auf Rückerstattung könnte sich z. B. aus ungerechtfertigter Bereicherung ergeben, aber m. W. ist das gar nicht gefragt. Vgl. zum Rest meine Antwort zu a).

Du musst dringend methodisch deutlich genauer arbeiten.
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 20 Jul 2008 - 18:26:30    Titel:

Mit § 142 I BGB als Anspruchsgrundlage wäre die Arbeit dann wohl auch endgültig unter'm Strich. Bei sowas musst du höllisch aufpassen!
abitur
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Anmeldungsdatum: 18.03.2007
Beiträge: 331
Wohnort: Krefeld

BeitragVerfasst am: 20 Jul 2008 - 20:06:03    Titel:

boah ich krieg echt die krise Sad.
also zumindest das prizip der afechtung habe ich ein bisschen drauf.
aber ich hab absolut keine ahnung, wie das schema im schuldrecht abläuft. ich kann euch ja mal sagen was ich weiß:
es gibt verzug, schlechtleistung, unmöglichkeit.
man kann schadensersatz und aufwandsersatz fordern, oder vom vertrag zurücktreten.
dann gibt es das prüfungsschema:

1. es wird geprüft ob ein vertragliches schuldverhältnis besteht. --> bekomm ich hin
2.pflichtverletzung --> schaff ich schon nichtmehr
3. verschulden
4.rechtwidrigkeit
5.vermögensschaden
6.kausalität
7.mitverschuldung
8. verjährung

mein problem ist, dass ich nicht wirklich was, was ich bei den einzelnen punkten machen muss. bei punkt 2 z.B. wo und wie prüfe ich, ob eine pflichtverletzung vorliegt? ich hab irgendwie überhauptkeine ahnung was ich machen muss, bei den ganzen paragraphen blick ich gar nicht durch Sad.
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 20 Jul 2008 - 20:40:42    Titel:

StR-Tobi hat folgendes geschrieben:
Mit § 142 I BGB als Anspruchsgrundlage wäre die Arbeit dann wohl auch endgültig unter'm Strich. Bei sowas musst du höllisch aufpassen!


Naja, man muss schon genauer hingucken. Denn die Fallfrage war ja: Kann A sich vom Vertrag lösen. Und da gehört dann § 142 I in den Obersatz.

@ Abitur: In der Breite, in der das offenbar nötig ist, können wir dir hier kein Schuldrecht beibringen. Schau am besten in ein kurzes (!) Lehrbuch oder vielleicht sogar in ein Skript rein.
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 20 Jul 2008 - 20:43:31    Titel:

Und lies, falls du es noch nicht getan haben solltest, alle einschlägigen Paragraphen mehrmals sorgfältig durch.
abitur
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Anmeldungsdatum: 18.03.2007
Beiträge: 331
Wohnort: Krefeld

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2008 - 18:59:08    Titel:

so, nachdem ich gestern völlig planlos war, hab ich nun etas mehr verstanden.
Hab beim vertaglichen schadesersatzanspruch jetzt golgenden aufbau für die falllösung:
1. schuldverhältnis:§§ 434, 631, 611, 516 etc ...
2.pflichtverletzung
3.Vertreten müssen: §276 Abs. 2
4.Rechtswidrigkeit
5.schaden: §249-252 bzw 253
6.haftungsbegründener tatbestand
7.mitverschuldung: §254
8.verjährung: normalerweise §195
9.ergebnis

Wie findet ihr den aufbau? hab dahinter immer die paragraphen hingeschrieben, die wir im regelfall in der fallbearbeitung hatten.
der wesentliche unterschied, je nach anspruchgrundlage, ist doch im punkt 2, der "pflichtverletzen" gegeben. ich wollte mal fragen, ob man anhand des obersatzes erkennen kann, welche pflichtverletzung geprüft werden müssen?
Falls ja, könnt ihr mir dann sagen, welche § ich bei folgender anspruchslage prüfen muss?:
1.)Schadenersatz neben der leistung §280 Abs. 1
2.)Anspruch auf Schadensersatz statt der Leistung gem. §311 a II BGB ---> anfängliche unmöglichkeit
3.)Anspruch auf Schadensersatz statt der Leistung gem. §280 I, III, 283 BGB --> nachträgliche U.
4.) Anspruch auf Schadensersatz statt der Leistung gem. §280 I, III, 281 BGB --> kA
5.)Anspruch auf Schadensersatz statt der Leistung gem. §280 I, III, 282 BGB --> kA
6.)ersatz des vertrauenssschadeens anstele schadensersatz statt der leistung gem. 280 abs. 3, 281 f
7.)Rücktritt gem. 323 ivm 346


Wäre euch echt suuuuuuuupper dankbar. Weil dann kann ich schonmal weitere Fälle bearbeiten, denn punkt 2 ist immer der punkt, bei dem ich nicht weiß, was ich überprüfen muss.
Ich_und_net_Du
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Anmeldungsdatum: 11.03.2008
Beiträge: 111

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2008 - 21:35:04    Titel:

Du solltest auch auf die Einhaltung des Gutachtenstils achten.

Vermeide Wörter wie "da". Dieses hast Du sehr oft genutzt (Urteilsstil).
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