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Ingebrauchnahme bei Werks- und Kaufvertrag
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berko1408
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Anmeldungsdatum: 10.04.2008
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2008 - 10:25:06    Titel: Ingebrauchnahme bei Werks- und Kaufvertrag

Hallo
ich hab hier folgende Frage: ERklären sie die unterschiedliche Bedeutung der Ingebrauchnahme bei Werks- nd Kaufvertrag!

Und als meine Antwort:
Beim Werksvertrag kann ingebrauchnahme als Annahme interpretiert werden. Damit erlischt der gewährleisungsanspruch bei sachmangeln.

Beim Kaufvertrag hat eine Ingebrauchnahme keine Bedeutung.

Wäre nett, wenn mir das jemand bestätigen, verbessern oder ergänzen könnte...

Vielen Dank
Flauschi
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Anmeldungsdatum: 30.06.2008
Beiträge: 505

BeitragVerfasst am: 22 Jul 2008 - 08:44:06    Titel:

ich würd mal sagen dass beim KV durch Ingebrauchnahme der Widerruf dann ausgeschlossen ist... also wenn ich mir schuhe kauf, die ne woche durchlatsch kann ich die net mehr zurückschicken. Wobei der Grund wahrscheinlich dann eher die durch die Ingebrauchnahme entstandene Verschlechterung ist.
Schreibgeil
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Anmeldungsdatum: 24.10.2004
Beiträge: 230
Wohnort: Frankfurt(Oder)

BeitragVerfasst am: 22 Jul 2008 - 11:05:24    Titel:

Also beim Kauf von Schuhen kann ich ja wohl erwarten, dass die länger als ne Woche halten ohne durchgelatscht zu sein...

deswegen gilt beim Verbrauchsgüterkauf auch §§ 474, 476 BGB.

etwas anderes gilt, wenn die Ingebrauchnahme nicht bestimmungsgemäß erfolgt, vgl. § 346 II Nr. 3, aber selbst das müsste der Verkäufer beweisen!

§ 346 II Nr. 3 ist m.A. nach auch die einzige Stelle im BGB wo das Wort Ingebrauchnahme überhaupt vorkommt. Zu unterscheiden ist daher immer zwischen bestimmungsgemäßer Ingebrauchnahme und dem Gegenteil.

Wenn jemand eine Brücke bestellt (Werkvertrag) und vor Fertigstellung diese Ingebrauchnimmt, dann stellt das eine nicht bestimmungsgemäße Ingebrauchnahme dar, denn vertragsgemäß kann der Gebrauch der Brücke erst nach Fertigstellung und Abnahme erfolgen. Das bedeutet, dass keine Abnahme vorliegt und somit der Ersteller den Kaufpreis fordern kann und der Besteller ohne Geld und ohne Brücke dasteht. Dieses Ergebnis ist auch interessengerecht, weil letzterer allein für den Umstand verantwortlich ist, der zum Einsturz der Brücke geführt hat.
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