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Metrum, Versmaß, Kadenzen, Ausdruck...
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LuXuSBayBee
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Anmeldungsdatum: 28.04.2008
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 27 Jul 2008 - 21:10:04    Titel: Metrum, Versmaß, Kadenzen, Ausdruck...

Hallo.
Ich schreibe bald meine Nachprüfung im Fach Deutsch und ich werde in dem Bereich Liebeslyrik schriftlich abgefragt.
Mein Problem liegt darin, dass ich das Versmaß nicht richtig erkennen kann. Ich verwechsele immer den Trochäus mit einem Jambus. Wie kann ich dies richtig erkennen?

Wenn ich mich nicht irre, sind die Kadenzen, die Endungen des Verses und
können unbetont (weiblich) und betont (männlich) sein, oder?

Und ich habe das Problem, dass ich mich nicht fachgerecht ausdrücken kann. Ich schreibe die Analyse nicht umgangssprachlich, aber mir wäre geholfen, wenn mir jmd. ein paar Beispiele zeigen könnte, wie man sich etwas gewählter ausdrückt.

Da ich ja im Bereich der Liebeslyrik abgefragt werde, und im Internet keine wirklichen Gedichte dazu finde, (nur selbstgeschiebene Gedichte oder SMS-Sprüche) würde es mir ebenfalls helfen, wenn ihr Liebesgedichte kennt, und mir diese schicken könntet.

Danke für eure Hilfe.
Melishe
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Anmeldungsdatum: 15.05.2008
Beiträge: 277

BeitragVerfasst am: 27 Jul 2008 - 21:31:24    Titel:

Jambus und Trochäus lassen sich erkennen, wenn du dir einerseits die Definition anschaust:

Jambus: unbetont - betont
Trochäus: betont - unbetont

andererseits bedenkst, dass im Deutschen die Stammsilbenbetonung vorherrscht: Vorsilben, Nachsilben, Artikel sind im Normalfall unbetont.

Mitunter ist es schwierig, bei Wörtern, die aus einer Silbe bestehen, die Betonung zu erkennen - beginne also immer bei mehrsilbigen Wörtern, mit den folgenden Faustregeln sollte es gehen:
a) unter drei Silben muss mindestens eine betonte sein
b) zwei betonte Silben stoßen in der Regel (90+ %) nicht aneinander.

Bezüglich der Kadenzen hast du Recht.

Liebesgedichte:
Es gibt sehr, sehr viele im Netz. Gib mal Goethe und Gutenberg bei Google ein, dort findest du viele seiner Gedichte, aber auch viele Gedichte anderer Autoren. Gibt es gar keine Einschränkung? Z.B. das Jahrhundert betreffend??

lg
Melishe
Vesar
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 1360
Wohnort: Toulouse/Frankreich

BeitragVerfasst am: 27 Jul 2008 - 21:33:06    Titel:

Wie bitte, du findest keine Liebesgedichte im Internet? Das soll doch wohl ein Scherz sein. Ich nehme mal ganz stark an, dass du die Literaturepochen durchgenommen hast. Und da hast du keine Beispiele, und seien es auch nur die Autoren, mitbekommen?

Auch zu den Metren gibt es etliche Seiten. Wir haben dieses Thema auch hier im Forum schon des öfteren durchgenommen. Einfach mal eine Suche starten. Ich erinnere mich, dass ich einige Links zur Gedichtinterpretation reingestellt habe.

Übrigens gibt es auch Links im ersten Thread des Deutschforums, die dir weiterhelfen können.
LuXuSBayBee
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Anmeldungsdatum: 28.04.2008
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 27 Jul 2008 - 21:34:09    Titel:

Danke für deine Hilfe.
Nein, leider gibt es keine Einschränkung, es kann von Gothe bis zur heutigen Zeit gehen. Alles kann möglich sein. Ich schaue mal nach.
Danke dir.
LuXuSBayBee
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Anmeldungsdatum: 28.04.2008
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 27 Jul 2008 - 21:35:57    Titel:

Ja, ich habe die Suchfunktion schon benutzt. Da kommen aber andere Themen, die ich garnicht brauche. Wink Deshalb habe ich dies hier reingestellt.
Vesar
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 1360
Wohnort: Toulouse/Frankreich

BeitragVerfasst am: 27 Jul 2008 - 21:45:06    Titel:

http://www.3b-infotainment.de/unterricht/index.htm

http://www.pohlw.de/lernen/de/technik/techn_12.htm

Ich weiß nicht, ob du richtig gesucht hast, sowohl hier als auch im Internet. Denn es gibt hier beispielsweise einen Thread, der "Liebeslyrik Gedichtanalyse" heißt. Auch im Internet habe ich schnell mal eine Suche gestartet und viele Seiten mit Beispielen gefunden. Du musst nur die einzelnen Epochen durchgehen. Und im 20. Jh. gibt es sehr viele Beispiele. Dort beschränkt sich Libeslyrik auch nicht nur auf Menschen... Also los, ein bisschen Eigenarbeit.
Melishe
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Anmeldungsdatum: 15.05.2008
Beiträge: 277

BeitragVerfasst am: 27 Jul 2008 - 21:49:32    Titel:

Es ist nicht so leicht, Vermutungen anzustellen, wenn man so gar nichts weiß....

Falls du eher in die Mittelstufe gehst, dann vielleicht Erich Kästner oder Kaschnitz oder Fried...

Was man immer machen kann:
Bestimmen des Gedichttypus: es ist schon klar, dass es ein Liebesgedicht sein wird, aber:
a) geht es um erfüllte oder unerfüllte Liebe?
b) ... um eine beginnende, eine bestehende oder eine beendete Beziehung?
c) welche Rolle nimmt das lyrische Ich ein? Ist es Beobachter oder Beteiligter?
d) An wen wendet sich das Gedicht?Gibt es ein lyrisches Du? Wie ist die Beziehung zu denken?

Bestimmen des Standpunkts des lyrischen Ich:
ist es in die Welt geworfen? (= es gibt keine Sicherheit, die vorherrschenden Gefühle sind Angst, Verlassenheit, Unsicherheit)
ist es in die Welt gestellt? (= es steht der Welt, wie sie ist, in kritischer Distanz gegenüber, es hat eine klar Vorstellung von der Welt, wie sie sein sollte, aber sie ist nicht so.... Kästner-Gedichte sind sehr oft hier zuzuordnen)
ist es von der Welt getragen? (= es fühlt sich grundsätzlich sicher, die Welt ist, wie sie sein sollte, das Leben macht Sinn und ist schön... Willkommen und Abschied von Goethe ist ein ganz bekanntes Gedicht dieses Typus)

Analyse der Sprache muss ohnehin immer dabeisein.

lg
Melishe
Florian Brecht
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Anmeldungsdatum: 28.07.2008
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2008 - 19:33:21    Titel:

Also wenn etwas aus dem Bereich Liebeslyrik drankommt, tippe ich mal ganz spontan auf Ulla Hahn! Die Gedichte sind im allgemeinen gut verständlich und werden nach meinen Erfahrungen gerne von den Lehrern verwendet.
Google einfach mal nach folgenden Gedichten von Ulla Hahn "Mit Haut und Haar", "Ich bin die Frau" und "Irrtum". Das sind so die 'Klassiker' und stehen zum Teil auch in den Deutschbüchern Wink
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