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Zu unangemessene Klausur
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absti186
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Anmeldungsdatum: 28.07.2008
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2008 - 18:15:48    Titel: Zu unangemessene Klausur

hey, mal ne frage. wir haben letzte woche ne methodik klausur in strafrecht geschrieben. die klausur war die härte. war fast identisch mit dem sachverhalt aus der großen übung. und ausserdem war genau derselbe sachverhalt einmal eine hausrabeit für den kleinen schein. nun zu der klausur. zentral ging es um objektive zurechnung. das war der schwerpunkt. es ging darum, dass kraftfahrer f einen mottorradfahrer aus unachtsamkeit8f hat sich zigarette angezündet;zudem vor ünübersichtlichen rechtskurve) angefahren hat und dieser schwer verletzt ist. er hat auch noch a als beifahrer dabei. dieser steuigt aus und mekrt, dass m noch lebt. er sagt dem f, m sei tot und er solle weiterfahren, wenn er sich unannehmlichkeiten ersparen will. f gleubt dem a zwar nicht, fährt aber trotzdem weiter.

meine frage nun: ich brauche diese klausur unbedingt zum bestehen. im ersten teil ist ja klar, das man fahrlässige tötung prüft und veneint, denn laut sachverhalt wäre der unfall auch passiert, wenn f auf seinr fahrbaahnseite gefahren wäre. im zweiten teil jedoch habe ich mich verheddert in der klausur. ich habe bezüglich f totschlag durch unterlassen mit der mindermeinung bejaht( laut sachverhalt hätten sofortige rettungsmaßnahmen den tod auch nciht verhindert; a und f wussten dies aber zu diesem zeitpunkt noch nicht) und 323c. bezüglich a anstiftung zum totschlag durch unterlassen und anstiftung zur unterlasenen hilfeleistung sowie selbst totschlag durch unterlassebn und unterlassene hilfeleistung. meine frage nun, meint ihr dass es zum bestehen ausreichen könnte, wenn man den ersten teil hat? ist es vertratbar, im zweiten teil einen totschlag durch unterlassen mit der mindermeinung zu bejahen, auch wenn der tod auch bei pflichtgemäßen alternativverhalten eingetreten wäre? Danke für eure antworten
Gregsen
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Anmeldungsdatum: 30.01.2006
Beiträge: 523

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2008 - 19:04:16    Titel:

vieleicht verpeile ich grad was, aber wenn die rettungsmaßnahmen so oder so den tod nicht verhindert hätte, fehlt es dann nicht bereits an kausalität für eine vollendete strafbarkeit wegen totschlags durch unterlassen? Es muss ja danach gefragt werden, ob der erfolg nicht mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit entfiele, wenn die unterlassene handlung hinzugedacht wird, und das ist hier zu verneinen.
Pflichtgemäßesalternativverhalten spielt eher bei fahrlässigkeitsdelikten eine rolle.

Daher ist hier nur noch raum für einen versuchter totschlag durch unterlassen wenn man hier eine Garantenstellung des lkw fahrers bejaht, z.B. aus ingerenz. Dasselbe gilt für die Anstiftung, es kommt hier nur eine anstiftung zum versuchten totschlag in betracht.

Aber eine strafbarkeit wegen unterlassener hilfeleistung geht hier meiner meinung nachdurch, da hier die strafbarkeit hier nicht aus wie bei unechten unterlassensdelikten aus der erfolgsabwendungspflicht herrührt, sondern aus dem unterlassen der hilfe handlung wenn eine pflicht zum helfen bestand.


Aber genug des negativen, ich denke nicht dass du nur wegen dem zweiten teil durchgefallen bist. Immerhin hast du ja den part mit der unterlassenen hilfeleistung im zweiten teil richtig. Wenn der erste teil also gut war - und danach siehts für mich aus Wink - hast du gute chancen bestanden zu haben.
absti186
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Anmeldungsdatum: 28.07.2008
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2008 - 19:09:37    Titel:

danke, du hast mir mut gemacht. ich hoffe so sehr dass ich bestanden habe. naja den ersten teil weiß ich dass ich den habe. beim zweiten teil is das problem halt der totschlag durch unterlassen. und dann einige delikte, die ich nciht habe, die aber nicht den schwerpunkt der klausur bilden: unerlaubtes entfernen vom unfallort, gefährdung des straßenverkehrs, mord durch unterlassen( verdeckungsabsicht, da er sich ja unannehmlichkeiten ersparen wollte) und halt den aufbau versuch und rücktritt nicht. ich könnte mich so ärgern, da ich den aufbau und alles wusste, aber dann in der klausur total perplex war.
absti186
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Anmeldungsdatum: 28.07.2008
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2008 - 19:12:25    Titel:

das problem war halt auch, dass der sachverhalt so vollgestopf war mit tatbeständen, dass man gar nicht wusste was man zuerst prüfen soll. und zeittechnisch war es schwer zu schaffen.
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2008 - 19:50:36    Titel:

Letzteres ist aber normal bei Strafrechtsklausuren. Dass es mal eine Klausur gibt, in der alle Bearbeiter ohne Zeitnot fertig werden, ist höchst selten. Wink
Ein wesentlicher Teil der Leistung liegt in vielen Strafrechtsklausuren auch gerade darin, Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden zu können und nebensächliche oder unproblematische Tatbestände in wenigen Sätzen abzuhandeln, ohne dabei etwas Wichtiges auszulassen.
absti186
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Anmeldungsdatum: 28.07.2008
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 29 Jul 2008 - 16:45:03    Titel:

Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass F später einen Rettungswagen rief(also Rücktrittsprüfung) und dass man hätte noch verdeckungsabsicht prüfen müssen. Meint ihr trotz dessen ich das vergessen habe und meines falschen zweiten teils, dass ich bestanden haben könnte?
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