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Markierungen in Gesetzestexten im Examen
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pe
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Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 525

BeitragVerfasst am: 01 Aug 2008 - 18:16:12    Titel: Markierungen in Gesetzestexten im Examen

Hallo,

mich würde interessieren welche Markierungen ihr für zulässig haltet.

Laut den "wichtigen Hinweisen" werden einfache Unterstreichungen und ähnliche Hervorhebungen (z.B. Markierungen) nicht beanstandet.

Gehe ich richtig in der Annahme das Markierungen des Gesetzestextes jeder Art zulässig sind, soweit aufgrund der verwendeten unterschiedlichen Markierungen kein über eine Lesehilfe hinausgehende Bedeutung im Sinne einer Kommentierung vorhanden ist?

Ist die Verwendung unterschiedlicher Markierungen innerhalb einer Vorschrift bzw. innerhalb eines Satzes zulässig, um die Zusammengehörigkeit einzelner Wörter (welche sich bereits aus dem Wortlaut ergibt) optisch hervorzuheben?

Insbesondere stellt sich mir die Frage, ob Markierungen (farbige Balken) seitlich neben einzelnen §§ und Absätzen zulässig sind, um diese optisch aus Gesetzestext hervorzuheben.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 01 Aug 2008 - 18:53:36    Titel:

Das kommt doch sehr stark auf das Bundesland an. In Berlin sind jegliche Markierungen, aus denen sich ein systematische oder juristischer Zusammenhang erkennen lässt, verboten (in AGL das "ist" und "verpflichtet" zu unterstreichen, ist also verboten). In Baden-Württemberg dagegen darf man sogar §§ an den Rand schreiben.

Nach dem von dir zitierten Hinweis halte ich Balken neben §§ für unzulässig. Das ist ja keine textliche Hervorhebung mehr. Ich würde jedenfalls nichts riskieren.
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 01 Aug 2008 - 18:54:52    Titel:

Du solltest vielleicht das Bundesland dazu schreiben. Wink

Die Regelungen sind nämlich überall anders - wir in NRW müssen zum Beispiel blütenweiße Gesetzestexte verwenden. Mittlerweile dürfen wir sogar nicht mal mehr ein Fähnchen reinkleben als Zeichen, wo das BGB oder das StGB beginnt. Rolling Eyes
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 01 Aug 2008 - 18:57:29    Titel:

Rhyeira hat folgendes geschrieben:
Mittlerweile dürfen wir sogar nicht mal mehr ein Fähnchen reinkleben als Zeichen, wo das BGB oder das StGB beginnt. Rolling Eyes


Waaaaaaaaaas? Shocked Shocked Shocked
Dann habt ihr ja wesentlich weniger Zeit, weil ihr erstmal minutenlang die Gesetze suchen müsst Shocked .
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 01 Aug 2008 - 19:24:46    Titel:

Ist mir auch wirklich ein Rätsel, warum man selbst das mittlerweile verboten hat... mehr als eine Blätterhilfe ist das doch wirklich nicht, wenn man markiert, wo welches Gesetz anfängt.

Ich fand es in den Klausuren jedenfalls ungeheuer nervig, ständig hin- und herblättern zu müssen in diesen dicken Klötzen mit dem dämlichen dünnen Papier.
Am Ende saßen wir dann in der Klausur alle mit Bonbon- und Schokoladenpapieren, verschiedenen Stiften und Linealen zwischen den Seiten da, damit man nicht alle paar Minuten wieder neu blättern und suchen musste... aber das Wahre war das wirklich nicht, rutscht ja auch ständig wieder raus das Zeug.

Würde mich wirklich mal interessieren, ob sie für diese Regelung einen guten Grund hatten.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 01 Aug 2008 - 19:32:49    Titel:

Vielleicht hat sich jemand an die Fähnchen noch was dran geschrieben oder so... Trotzdem unlogisch, diese Regelung.
Krawallbiene
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Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 5181

BeitragVerfasst am: 01 Aug 2008 - 23:30:42    Titel:

hm ich hab meine Klausuren bisher auch ohne so Fähnchen geschrieben. ich kann mir irgendwie die Zahlen gut merken, so dass ich sofort wusste wo ich was finde.

aber blöd ist diese Regelung wirklich
pe
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Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 525

BeitragVerfasst am: 01 Aug 2008 - 23:36:41    Titel:

Danke für eure Antworten.

Es ist Rheinland-Pfalz. Mit den seitlichen Markierungen bin ich mir auch nicht sicher. Maßglich ist für uns letztlich das Urteil VG Mainz (NJW 2003, 1545ff). Aber auch da ergibt sich nicht eindeutig was zulässig ist.

Habe mich mit der Fragestellung an das LPA gewendet. Dort verweigert man direkt jede Aussage. Schon was komisch, nach dem oben zitierten Urteil ist der Kandidat nämlich gerade verpflichtet, Rücksprache beim LPA zu nehmen.........
lithium84
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Anmeldungsdatum: 19.07.2006
Beiträge: 1101

BeitragVerfasst am: 02 Aug 2008 - 00:22:43    Titel:

och, bei uns sind §§-Verweise am Rand, Unterstreichungen und auch Post-It's zwischen den Seiten zum schnellen aufschlagen erlaubt. Letztes artet bei zu vorsichtigen (hauptsächlich weiblichen) Studentinnen derart aus, dass dann in Klausuren teilweise "igelarige" Gesetzestexte rumliegen. Laughing Immer wieder lustig anzusehen. Eher kontraproduktiv mE :>

Muss aber dazu sagen dass ich nicht Jura studiere, sondern Bwl mit den typischen betriebswirtschaftlichen Rechtsvorlesungen a lá Wirtschafts-, Arbeits- und/oder Steuerrecht. Denke mal das das der Grund ist, warum da nicht allzu streng mit umgegangen wird.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 02 Aug 2008 - 03:31:09    Titel:

pe hat folgendes geschrieben:

Es ist Rheinland-Pfalz. Mit den seitlichen Markierungen bin ich mir auch nicht sicher. Maßglich ist für uns letztlich das Urteil VG Mainz (NJW 2003, 1545ff). Aber auch da ergibt sich nicht eindeutig was zulässig ist.


Also, ich habe ja auch mal in Mainz studiert und es wäre mir neu, dass man da Balken an den Rand malen darf. Uns wurde nur gesagt, Markierungen seien erlaubt, die keine Systematik erkennen ließen. Es sei aber kein Fall aus dem Examen bekannt, der wegen den Markierungen beanstandet wurde.
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