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Rückzahlung des Kaufpreises - 2 Ansätze?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Rückzahlung des Kaufpreises - 2 Ansätze?
 
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Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
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BeitragVerfasst am: 03 Aug 2008 - 18:50:49    Titel:

Also:
Zurücktreten kann man natürlich immer, wenn die Voraussetzungen vorliegen. Nur es ist bei Unmöglichkeit eben nicht erforderlich, Erklärung siehe oben.

Aber:
Wenn im SV keine Rücktrittserklärung des K vorliegt und in der Frage nur nach Ansprüchen gefragt ist, kannst du keinen §§ 346 I, 323 I, 326 V BGB prüfen. Das siehst du schon, während der Prüfung: Der Rücktritt setzt eine Erklärung voraus (§ 349 BGB). Diese Voraussetzung musst du verneinen, wenn sie nicht vorliegt; also scheitert der Anspruch.

Nur wenn nach Rechten des K gefragt ist, ist der Rücktritt dann eine Option.
Gregsen
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Anmeldungsdatum: 30.01.2006
Beiträge: 523

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2008 - 18:51:51    Titel:

kannst du durchaus machen, wäre auch vom rechtlichen standpunkt gesehen nicht falsch, aber in deinem sachverhalt ist nunmal nur gefragt ob er den kaufpreis zurückverlangen kann, nicht ob er zurücktreten & den kaufpreis zurückverlangen kann.

Wobei meiner meinung nach beides so eng miteinander verknüpft ist, dass kein korrektor es einem übel nehmen sollte, wenn man beides prüft. Ist natürlich sachverhaltsinterpretation, aber ich finde es vertretbar auch einen rücktritt anzunehmen, wenn jemand sein geld zurückfordert, nachdem klar wird, dass die primärleistungspflicht des vertragspartner erloschen ist.

@Marina: Danke, so hab ichs mir auch gedacht.


Zuletzt bearbeitet von Gregsen am 03 Aug 2008 - 18:53:54, insgesamt einmal bearbeitet
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2008 - 18:53:52    Titel:

Naja, ich finde eine Rücktrittsprüfung schon falsch. Die Voraussetzung "Rücktrittserklärung" ist nicht gegeben. Also kann § 346 I BGB keine eigene Anspruchsgrundlage sein.
Morgiger
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Anmeldungsdatum: 26.02.2008
Beiträge: 111

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2008 - 18:56:54    Titel:

Alles klar, werde ich mir merken!

Noch eine letzte Frage, habe am Dienstag eine Zivilrechtsklausur... Falls ich Fragen haben sollte (andere Fälle), so kann ich sie schon hier rein stellen, oder?
Gregsen
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Anmeldungsdatum: 30.01.2006
Beiträge: 523

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2008 - 18:58:51    Titel:

Na klar, dafür sind wir hier Smile

@Marina: Hast wohl recht, aber ich denke einen rücktritt zu prüfen ist hier kein kardinalsfehler, da man nach allgemeiner lebenserfahrung die rücktrittserklärung durchaus konkludent annehmen kann, wenn er einerseits sein geld zurückverlangt und andererseits sein gegenüber von der leistungspflicht entbunden ist.
Morgiger
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Anmeldungsdatum: 26.02.2008
Beiträge: 111

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2008 - 19:00:31    Titel:

Coolo. Smile

@Gregsen: Genau diese Annahme hatte ich auch konkludent vertreten.

Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2008 - 19:02:19    Titel:

Ok, kommt halt auf den SV an. Wenn er das Geld zurückverlangt, ist es klar: RT-Erklärung nach §§ 133, 157 BGB, stimmt schon. Kommt dann wohl auf die Fragestellung an: "Hat er einen Anspruch?" oder "K verlangt sein Geld zurück."

Aber hier wollte der SV-Steller ja auf das Zusammenspiel der Normen hinaus.
Morgiger
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Anmeldungsdatum: 26.02.2008
Beiträge: 111

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2008 - 19:06:28    Titel:

Irgendwie bockt mich diese eine Zivilrechtsklausur bisher mehr als alles andere in meinem Studium... Ich hätte damals doch auf meine Mutter hören sollen... Evil or Very Mad

Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
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BeitragVerfasst am: 03 Aug 2008 - 19:06:57    Titel:

Was hat die Mama denn gesagt? Laughing
Morgiger
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Anmeldungsdatum: 26.02.2008
Beiträge: 111

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2008 - 19:14:37    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:
Was hat die Mama denn gesagt? Laughing


Ich solle doch bitte Jura studieren natürlich... Das hält sie mir heute noch vor.

Cool Smile
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