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Hausarbeit Strafrecht für Fortgeschrittene Greifswald
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mickey17454
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Anmeldungsdatum: 30.07.2007
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2008 - 12:28:27    Titel: Hausarbeit Strafrecht für Fortgeschrittene Greifswald

Hier der Sachverhalt:

Der ehemalige Jurastudent August Karpzov (K) ist bücher- und technikbegeistert. Daher hat er beim Internetversandhändler
Vampire.com (V) zahlreiche wertvolle Bücher und teure Produkte der Unterhaltungselektronik bestellt. Die letzten Lieferungen konnte K nicht bezahlen, so daß V nun weitere Bestellungen nicht mehr entgegennimmt.
Dies funktioniert, wie K weiß, so : Der Online-Bestellvorgang bei V ist vollständig automatisiert. Jeder Besteller gibt über ein „Bildschirm-Bestellformular“ seine Daten ein, die bei V gespeichert und sodann mit dem vorhandenen Datenbestand abgeglichen werden. Dabei werden die Kunden anhand von Name, Vorname, Adresse und Geburtsdatum identiñziert. Findet sich keine Überstimmung, wird eine neue Kunden-nummer vergeben, andernfalls werden die früher gespeicherten Daten aufgerufen und auf eventuelle Besonderheiten geprüft. Unter K’s
Kundennummer ist ein Sperrvermerk eingetragen, der ihn als zahlungsunfähigen und nicht mehr zu beliefernden Kunden ausweist ; der Bestelldialog im Internet wird dann automatisch abgebrochen.
K will trotz seiner Illiquidität das Bestellen nicht lassen. Seine Eltern hatten ihm in der vergeblichen Hoðnung, der Knabe möge so begabt sein wie ein großer Jurist, den weiteren, standesamtlich eingetragenen Vornamen Benedikt gegeben. In der richtigen Annahme, die Veränderung seiner Daten würde zu neuen Kundennummern führen, bestellt
K in dreitägigem Abstand via Internet bei V :
1. eine Prachtausgabe der Practica Nova Imperialis Saxonica rerum criminalium (Wert : € 2.000,–) unter dem Namen „Benedikt Karpzov“ mit richtiger Adresse und richtigem Geburtsdatum ;
2. ein ultramodernes Mobiltelefon (Wert : € 1.499,–) unter dem Namen „August Karpzov“ mit falscher Adresse und richtigem Geburtsdatum.
Als Zahlungsmodus klickt K jeweils beim Dialogfeld „Ich zahle binnen 8 Tagen nach Erhalt der Rechnung“ „Ja“ an.
Beide Bestellungen werden von V ausgeführt, beide Rechnungen bleiben unbezahlt.
Später ñndet K auf der Straße ein Portemonnaie und nimmt es an sich. Es enthält Kleingeld (€ 11,23), Personalausweis und Kreditkarte eines gewissen Johannes Gensòeisch (G). Flugs bestellt K bei V
3. eine Digitalkamera (Wert : € 799,–) auf den Namen „Johannes Gensòeisch“, dessen Geburtsdatum und mit seiner, des K, Adresse, wobei er die Kreditkartennummer des G zur Zahlung angibt.
Die Lieferung wird ausgeführt, die noch nicht gesperrte Kreditkarte belastet. Anschließend entnimmt K das Kleingeld und wirft das kunstlederne Portemonnaie samt Kreditkarte und Ausweis in die Restmülltonne, die alsbald auf der örtlichen Deponie entleert wird.
Aus seinen Studientagen hat sich K ein brennendes Interesse für Recht und Rechtspolitik bewahrt. Regelmäßig besucht er die Internetseiten von Behörden aller Art und bestellt kostenlose Broschüren, Berichte, Materialienbände usw. Zuletzt hat er (als „August Karpzov“ mit richtiger Anschrift) den dickleibigen Dokumentationsband zum
Strafvollzugsprivatisierungsgesetz (StrVollzPrivG) beim zuständigen Ministerium angefordert. Der Band wird zur Bürgerinformation kostenlos abgegeben, aber jeder Interessent kann, wie die Website mahnt, aus Sparsamkeitsgründen nur ein Exemplar erhalten. Auch dieser Bestellvorgang ist vollständig automatisiert. K bestellt erfolgreich
ein weiteres Exemplar, das er später an einen ahnungslosen Antiquar verkaufen will, und zwar
4. unter dem Namen seines Freundes „Habakuk Dimpòmoser“ (D) und dessen richtiger Anschrift, womit dieser zuvor einverstanden war. Als das Buch eintritt, holt K es bei D wie besprochen ab.

Hat sich K in den Fällen 1–4 nach dem StGB strafbar gemacht ?

Habe ihn gerade erst bekommen, aber vlt habt ihr ja schon einpaar Anregungen.
mickey17454
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Anmeldungsdatum: 30.07.2007
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 12 Aug 2008 - 22:59:20    Titel:

würdet ihr bei fall 3 alles zusammen prüfen bei § 242 § 246? oder einzeln, portemonnaie. geld, ec karte, perso?
wie würde man die wertigkeit von den beiden letzteren einschätzen? ist ein perso geringwertig?

und was würdet ihr zur unterschlagung sagen, speziell zur zueignung?
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