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Strafrecht kleine Übung Mannheim
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jakama
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Anmeldungsdatum: 14.08.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2008 - 08:03:34    Titel: Strafrecht kleine Übung Mannheim

Hallo an alle,

ich habe folgende Passage aus einer kleinen Strafrechtsübung:

"L, die zwar mit einer gewaltsamen Auseinandersetzung, nicht aber damit gerechnet hatte,dass A auf die Brüder tatsächlich schießen würde, forderte A erschrocken auf, H und T zu helfen. A lehnte dies jedoch mit der Bemerkung ab, die Brüder hätten sich ihre Lage selbst zuzuschreiben. L zögerte zunächst, Hilfe zu rufen;sie wollte A nicht belasten. Ihr war dabei klar, dass jede Minute über Leben und Tod von H und T entscheiden konnte."

Meine erste Frage ist jetzt bzgl L, ob und woraus sie strafrechtlich dafür belangt werden kann, dass sie den A (zunächst) nicht belasten wollte. Ist da etwas in Richtung versuchte Strafvereitelung möglich?

Außerdem frage ich mich bei § 221 I Nr. 2 (A hat die Brüder vorher angeschossen), ob dieser auch bejaht werden kann, wenn der A zwar die Gefahr der schweren Gesundheitsscädigung erkannt hat, tatsächlich aber auch die Gefahr des Todes gegeben ist. Sage ich dann auf subjektiver Tatseite bei A, dass bzgl. der Todesgefahr ein TB-Irrtum vorliegt, dass davon aber der Vorsatz zur schweren Gesundheitsschädigung (der in der Gefahr des Todes enthalten ist), unberührt bleibt?

Vielen Dank im Voraus
Libelle172
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Anmeldungsdatum: 05.08.2008
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2008 - 18:05:06    Titel:

Hallo Jakama!

Zunächst mal schön, dass es noch jemanden gibt der momentan die Kleine in Strafrecht schreibt.

Ich weiß nicht, ob die Prüfung der Strafvereitelung überhaupt eine Rolle spielt. Das ,, nicht belasten wollen" könnte eine relevante Rolle dabei spielen, ob der L das Unterlassen zugerechnet werden kann, wenn sie dadurch ihren Freund in Gefahr bringt.

Aussetzung nach § 221 I habe ich auch geprüft, aber II ist eher fraglich. Es steht im Sachverhalt regelrecht drin, dass annimmt, dass H nicht tödlich verletzt wurde. Es steht aber gar nichts davon, dass er erkannt hat, dass der andere schwer am Körper verletzt wurde (höchstens gefährlich). Ich bin mir da aber auch nicht zu 100% sicher. Es ist eben bei der Argumentation ein wenig schwierig das Erkennen des § 226 fest zu machen, da nichts davon im Sachverhalt steht...

Was hast du bei der L außer Anstiftung noch geprüft? Unterlassen oder eher Beihilfe durch Unterlassen?


Lg,

Libelle
blablablub
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Anmeldungsdatum: 04.08.2008
Beiträge: 29

BeitragVerfasst am: 01 Sep 2008 - 21:17:21    Titel:

Dass sie ihn nicht belasten will, halte ich nur beim Unterlassen für relevant...ne Strafvereitelung finde ich jetzt zu vage.

Bezüglich § 221 II seh ich irgendwie auch keine schwere Körperverletzung. Der Tod fällt ja darunter nicht und darüber, ob H durch die Kugelverletzung irgendwas davongetragen hat, steht im Sachverhalt nix.

Ich werd nur noch den § 221 I in mein Gutachten packen. Viel Platz hab ich nimmer :-/

Was habt ihr sonst noch geprüft?
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