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Gedichtsinterpretation "Zu sagen, man müsste was sagen&
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Quendoline
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Anmeldungsdatum: 20.10.2007
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2008 - 21:21:58    Titel: Gedichtsinterpretation "Zu sagen, man müsste was sagen&

Ich hab zur Übung (versucht) eine Gedichtsinterpretation zu Lothar Zenettis "Zu sagen, man müßte was sagen" geschrieben und würde gerne wissen, wie ihr sie findet und was eurer Meinung nach zu bemängeln ist. Falls es wichtig ist: Ich war in der zehnten Klasse auf der Realschule!


Lothar Zenetti (geb. 1926)

Zu sagen, man müßte was sagen

Zu sagen, man müßte was sagen, ist gut,
man müßte
man müßte was sagen.
Abwägen ist gut, es wagen ist besser,
doch wer macht den Mund denn schon auf?

Zu sagen, man müßte was machen, ist gut,
man müßte
man müßte was machen.
Gerührtsein ist gut, sich rühren ist besser,
doch wo ist die Hand, die was tut?

Zu sagen, man müßte was geben, ist gut,
man müßte
man müßte was geben.
Begabtsein ist gut, doch geben ist besser,
doch wo gibt es den, der was gibt?


Zu sagen, man müßte was ändern, ist gut,
man müßte
man müßte was ändern.
Sich ärgern ist gut, verändern ist besser,
doch wer fängt bei sich damit an?



Gedichtsinterpretation
Zu sagen, man müßte was sagen


Das Gedicht mit dem Titel „Zu sagen, man müsste was sagen“, geschrieben von Lothar Zenetti, erschien 1982 in München. Zu finden ist es in „Texte der Zuversicht“ von Lothar Zenetti. Im Gedicht geht es um das Verhalten der Menschen und den Unterschied zwischen Worten und Taten.

Der Autor hat das Gedicht in vier Strophen mit jeweils fünf Versen und dem gleichen Aufbau gegliedert. Der Titel ist sehr passend gewählt, da er, wenn auch in etwas abgeänderter Form, immer wieder im Gedicht auftaucht. Er ist eine Ellipse, was den Leser aufmerksam macht. Es kommt die Frage auf, wie der Satz weitergehen könnte. Durch das Verlangen nach einer Antwort auf diese Frage, wird der Leser zum weiter lesen angestiftet.
Das Gedicht hat keine Handlung in dem Sinne, dass eine Geschichte erzählt würde. Vielmehr besteht es aus vier Fragen. Wer spricht aus, was ausgesprochen gehört, wer handelt, wer gibt und wer fängt an zu verändern?!

Schon im ersten Vers der ersten Strophe wird die Überschrift wiederholt. Im selben Vers wird allerdings schon die Antwort auf die aufgekommene Frage gegeben. Es „ist gut“(Zeile 1) „Zu sagen man müßte was sagen“ (Zeile 1). Der darauf folgende Vers ins eine Wiederholung des „man müßte“ (Zeile 2) und betont die Notwendigkeit „was (zu) sagen“ (Zeile 1). Die Anapher findet sich auch im nächsten Vers, wobei hier neben dem „man müßte“ (Zeile 3) des ersten und zweiten Verses auch das „was sagen“ (Zeile3) des ersten Verses wiederholt wird. Hier wird ebenfalls die Dringlichkeit betont. Im vierten Vers verwendet der Verfasser des Gedichts eine Steigerung „Abwägen ist gut, es wagen ist besser“ (Zeile 4). An dieser Stelle wird das „gut“ (Zeile 1) des ersten Verses aufgegriffen und es wird klar, dass es zwar „gut“ (Zeile 4) ist, „Zu sagen, man müßte was sagen“ (Zeile 1) aber dass es „besser“ (Zeile 4) wäre „es (zu) wagen“ (Zeile) und selbst zu sprechen. „doch wer macht den Mund denn schon auf?“ (Zeile5) Die rhetorische Frage soll ermutigen „den Mund (…) auf“ (Zeile 5) zu machen und zu sagen, was nötig ist gesagt zu werden.
Die zweite Strophe knüpft an das Schema der ersten an. In ihr geht es allerdings nicht darum „Zu sagen, man müßte was sagen“ (Zeile1) sondern darum, „Zu sagen, man müßte was machen“ (Zeile 6) , was auch wieder „gut“ (Zeile 6) ist. Die zweite Zeile der zweiten Strophe ist der, der ersten Strophe identisch. Sie ist wieder eine Wiederholung des „man müßte“ (Zeile 6) und erfüllt auch denselben Zweck. Genauso ist die Absicht des nächsten Verses dem dritten der ersten Strophe ähnlich, auch der Wortlaut ist sehr ähnlich und unterscheidet sich nur durch die unterschiedlichen Verben, hier „machen“ (Zeile8) „Gerührtsein ist gut, sich rühren ist besser“(Zeile 9)ist in dieser Strophe die Steigerung. Sie bedeutet, dass es gut ist, dass man – z.B. auf Grund des Leids anderer – gerührt ist, weist aber auch daraufhin, dass es besser ist „sich (zu) rühren“ (Zeile 9) und etwas dagegen zu unternehmen. „doch wo ist die Hand, die was tut?“ (Zeile 10) Wo also ist derjenige, der sich rührt? Auch diese rhetorische Frage fordert etwas zu „machen“ (Zeile 6) und nicht nur „Zu sagen, man müßte was machen“ (Zeile 6).
In der dritten Strophe steht nach „sagen“ (Zeile 1) und „machen“ (Zeile 6) das Verb „geben“ im Vordergrund. Hier „ist (es) gut“ (Zeile 11) „Zu sagen, man müßte was geben.“ (Zeile 11). Betont wird wieder durch Vers 12 und 13, die wieder Anaphern von „man müßte“ (Zeile 11) bzw. „man müßte was geben“ (Zeile 13) darstellen. „Begabtsein ist gut, doch geben ist besser“(Zeile 14) kann bedeuten, dass es gut ist begabt zu sein, doch besser ist, nicht begabt zu sein und dennoch zu geben. „doch wo gibt es den, der was gibt?“ (Zeile 15) ES stellt sich die Frage, ob es heutzutage überhaupt noch jemanden gibt, der völlig uneigennützig und ohne Hintergedanken gibt. Ist unsere Gesellschaft nicht eher eine Gesellschaft des Nehmens denn des Gebens? Ohne, dass für ihn dabei ein Vorteil entsteht handelt doch kaum jemand mehr. Das höchste, das die Mehrheit heute noch tut ist
„Zu sagen, man müßte was ändern“ (Zeile 16). Auch am Anfang der letzten Strophe ist eine Abänderung der Überschrift zu finden. In dieser steht das Verb „ändern“ (Zeile 16) im Mittelpunkt. Auch hier „ist (es) gut“ (Zeile 10) andere aufzufordern etwas zu tun bzw. etwas zu ändern. Wie schon in den vorhergehenden Strophen besteht der zweite Vers der Strophe aus den beiden Worten „man müßte“ (Zeile 17) und sie sollen auch hier verdeutlichen, dass es notwendig ist „was (zu) ändern“ (Zeile 16). Dies bekommt im nächsten Vers Unterstützung. „man müßte was ändern“ (Zeile 1Cool steht auch hier geschrieben. Das „müßte“ (Zeile 1Cool könnte auch von „sollte eigentlich“ oder „wäre eigentlich nötig“ ersetzt werden. Es verdeutlicht das Verhalten der Menschen. Allen ist klar, dass man etwas „sagen“ (Zeile1), „machen“ (Zeile 6), „geben“ (Zeile 11) oder „ändern“ (Zeile16) muss, doch niemand tut es. Alle wissen, dass man „sollte“ aber niemand sieht ein, dass wir müssen.
„Sich (darüber zu ) ärgern ist gut, verändern ist besser.“ (Zeile 19). Die Steigerung sagt auch hier aus, dass es schon gut ist, die Notwendigkeit zu realisieren, doch dass es besser wäre endlich zu tun, was notwenig ist. Viele wollen, dass sich etwas ändert, „doch wer fängt bei sich damit an?“ (Zeile 20) Ohne, dass jemand den ersten Schritt macht, wird sich nie etwas ändern.

Lothar Zenetti, geboren 1926, ist Theologe und gläubiger Christ. Er schrieb viele Texte über das Christentum und seinen persönlichen Glauben.
Sein Glaube findet sich auch im Gedicht „Zu sagen, man müßte was sagen“ wieder. Er möchte mit dem Text aufrütteln und auf die Veränderung unserer Gesellschaft aufmerksam machen. Der christliche Grundgedanke des Handelns ist vielen verloren gegangen. Er möchte. dass wir uns gegen die Zeichen unserer Zeit wehren und etwas „sagen“ (Zeile 1), „machen“ (Zeile 6), „geben“ (Zeile 11) und so „ändern“ (Zeile 16).


Im Gedicht geht es um das Verhalten der Menschen, die oft Worte den Taten vorziehen.
Es lässt sich viele Transfers zwischen dem Gedicht und unserer heutigen Zeit herstellen. Wir alle sind ein Teil der Globalisierung, wir erleben alle, wie die TNC immer mehr die Macht über wichtige Bereiche erlangen und teilweise schon mächtiger sind als die Regierungen. Heutzutage herrscht der Neokapitalismus. Alles was zählt ist die Ökonomie, Rücksicht auf Menschen, Tiere und Natur ist für viele ein Fremdwort geworden. Erst langsam scheint die Zivilgesellschaft zu begreifen, welche asozialen Entwicklungen vorgehen. Viele sagen „man müßte was“ (Zeile 1) „sagen“ (Zeile 1), „machen“ (Zeile 6), „geben“ (Zeile 11) und somit „ändern“ (Zeile 16) aber kaum jemand macht etwas konkretes. Es gibt nicht viele Möglichkeiten den TNC den Wind aus den Segeln zu nehmen, doch wir, die Zivilgesellschaft, haben, zusammen, die Macht dazu. Würden wir alle aufhören die Betriebe und somit auch ihre asozialen Methoden zu unterstützen, also keine ihrer Produkte mehr zu kaufen, könnten wir etwas erreichen. „doch wer fängt damit bei sich an?“ (Zeile 20) Leider ist kaum jemand bereit auf die Produkte zu verzichten, und am schlimmsten trifft es mal wieder die Ärmsten, die sich wirklich nicht wehren können.
Man kann das Gedicht auf die aktuelle Umweltproblematik beziehen. Auch hier wissen die meisten Bescheid und haben die Möglichkeit etwas zu verbessern, tun es aber nicht. Das mag an der Bequemlichkeit oder auch an der Gleichgültigkeit der Menschen liegen.
Ich denke wir sollten aus unserem „Zuschauerzustand“ erwachen und die Probleme unserer Zeit endlich anpacken!
Mir gefällt Lothar Zenettis Gedicht gut. Das Schema des Gedichts sagt mir auch zu. Vor allem die Aussage des Textes beeindruckt mich. Sie brachte mich zum Nachdenken.


Vielen Dank,
liebe Grüße
Quendoline
Leoni
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 1096
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BeitragVerfasst am: 16 Aug 2008 - 13:33:46    Titel: Re: Gedichtsinterpretation "Zu sagen, man müsste was sa

Hallo Quendoline!

Als ich deine Interpretation gelesen habe, war ich ganz überrascht. Man hat das Gefühl, dass dir das Interpretieren richtig Spaß gemacht hat. Razz

Trotzdem denke ich, dass deine Interpretation nicht besonders gut gelungen ist. Und zwar aus folgenden Gründen:

1) Du musst lernen über dem Text zu stehen! So ein Gedicht fällt nicht vom Himmel, sondern ein Autor hat es mit einer bestimmten Intention gemacht. Wie hat er es gemacht? Zu welchem Zweck? Was ist die Wirkung? usw. sind daher legitime Fragen. Du schreibst:

Zitat:
Genauso ist die Absicht des nächsten Verses dem dritten der ersten Strophe ähnlich, ...

So ist es im Prinzip richtig. Verse sind mit einer Absicht geschrieben und das bringst du in dieser Formulierung zum Ausdruck.

Zitat:
ES stellt sich die Frage, ob es heutzutage überhaupt noch jemanden gibt, der völlig uneigennützig und ohne Hintergedanken gibt. Ist unsere Gesellschaft nicht eher eine Gesellschaft des Nehmens denn des Gebens?

Das geht überhaupt nicht. Plötzlich übernimmst du undistanziert und kritiklos seine im Gedicht gestellte Frage und führst sie gedanklich weiter. Du imitierst geradezu seinen Rhetorikstil durch eine eigene rhetorische Frage. Aber das ist keine Interpretation! Das Gedicht wirkt einfach unheimlich moralisch und erzieherisch - gerade dannn muss man besonders aufpassen! Wink

2) Du müsstest deine Formanalyse säuberlich von deiner Interpretation trennen:
Zitat:
„Gerührtsein ist gut, sich rühren ist besser“(Zeile 9)ist in dieser Strophe die Steigerung. Sie bedeutet, dass es gut ist, dass man – z.B. auf Grund des Leids anderer – gerührt ist, weist aber auch daraufhin, dass es besser ist „sich (zu) rühren“ (Zeile 9) und etwas dagegen zu unternehmen.
Die Interpretation des Verses kommt schon mitten in der Analyse und es geht alles durcheinander. Was das nun bedeutet, müsste danach in einem eigenen Abschnitt gefragt werden (denn wenn der Autor etwas als "besser" darstellt, heißt es ja noch lange nicht, dass es auch besser ist).

Wertungen musst du bei der Analyse vermeiden, z.B.:
Zitat:
Der Titel ist sehr passend gewählt, da er, wenn auch in etwas abgeänderter Form, immer wieder im Gedicht auftaucht
Dass der Titel in abgeänderter Form immer wieder auftaucht, ist eine Analyse und kann/soll belegt werden. Ob der Titel sehr passend gewählt ist, ist eine Bewertungsfrage und könnte von dir gesondert erörtert werden.

3) Du muss versuchen, in deiner Analyse auch den leisen Bedeutungsunterschieden nachzugehen. abwägen - wagen /Gerührtsein - rühren /Begabtsein - geben ... der Autor spielt mit den Worten, und du musst diesen Bedeutungsunterschieden nachspüren. "Ärgern - verändern" passt doch zum Beispiel von der Wortart gar nicht zusammen. Warum schreibt er es trotzdem?

Wenn er schreibt "doch wer fängt bei sich damit an?", dann fügt er in die Frage heimlich ein kleines "bei sich" ein (das da gar nicht notwendigerweise hingehört). Wie verändert er dadurch die Frage? u.Ä.m.

4) Dein "Transfer in die heutige Zeit" ist absolut unpassend. Jetzt bist du der edukativen Absicht des Gedichtes völlig auf den Leim gegangen und spinnst beliebig und subjektiv irgendwelche Inhalte in den Text, die da so gar nicht drinstehen und die auch keiner versteht (z.B. "TNC" - kommst du aus der Schweiz?) Damit übertrifft deine Interpretation noch das Gedicht an triefender Moralität, obwohl das Gedicht ja gerade offen und allgemein gültig bleibt (und dadurch seinen Wahrheitsanspruch zu erheben sucht).
Leoni
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Beiträge: 1096
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BeitragVerfasst am: 16 Aug 2008 - 13:40:07    Titel:

Zitat:


Im Forum

Zu sagen, man müsste die Aufgaben machen, ist gut,
man müßte,
man müßte sie machen
Können ist gut, erledigen besser,
doch wo ist der Geist hier, der so etwas tut?


Razz

Jetzt verliert man vielleicht schneller den Respekt vor so einem Gedicht und sieht, wie gemacht, wie simpel und wie planmäßig zweckhaft es im Grunde ist.
Quendoline
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Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2008 - 15:39:57    Titel:

hey leonie!
danke erstmal für deine hilfe! (das danke kommt so spät, weil ich bis vor zwei stunden im urlaub war...)

das schreiben von interpretationen macht mir in der regel schon spaß, da hast du recht. ich komme aber nicht aus der schweiz^^

ich bin ein bisschen überrascht über deine kritik. bei den interpretationen die ich während des schuljahrs abgegeben habe, wurde gerade das, was du am anfang von 2. kritisiert hast besonders gelobt! und das 'bewertet' des titels bzw. die feststellung ob der titel unserer meinung nach passend gewählt wurde war eigentlich immer pflicht!
als uns unsere lehrerin das gedicht mitte des schuljahrs gab, mussten wir einen schlussteil schreiben und abgeben. sie empfand ihn als besonders gut...^^

versteh mich bitte nicht falsch! ich habe keine ahnung wer von euch beiden 'richtig' liegt...

vielen dank nochmals
liebe grüße
quendoline
Leoni
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BeitragVerfasst am: 30 Aug 2008 - 17:17:06    Titel:

Nehmen wir doch mal mein Gedicht: Razz

Zitat:
Im Forum

Zu sagen, man müsste die Aufgaben machen, ist gut,
man müßte,
man müßte sie machen
Können ist gut, erledigen besser,
doch wo ist der Geist hier, der so etwas tut?



So hätte vielleicht Quendoline den Schlussteil gemacht:

Zitat:

Im Gedicht geht es um das Verhalten der Forenbenutzer, die oft zu ihren Hausaufgaben keine eigenen Lösungsansätze präsentieren.

Es lassen sich viele Transfers zwischen dem Gedicht und dem Alltag herstellen. Auch in der Schule machen die meisten Schüler ihre Hausaufgaben nicht. Damit das nicht auffällt, werden die Aufgaben kurz vor dem Unterricht oft hingeschmiert oder von anderen abgeschrieben.

Wir alle sind ein Teil der Spaßgesellschaft, wir erleben alle, wie Fernsehen und Computer immer mehr die Macht über wichtige Bereiche unseres Lebens erlangen und teilweise schon mächtiger sind als die Schule oder die Eltern. Heutzutage herrscht die Werbung. Alles was zählt, ist Freizeit, Konsum, Spiele und Mode. Fleiß und Anstrengung sind für viele Fremdworte geworden. Erst langsam scheinen einige Verantwortliche zu begreifen, welche asozialen Entwicklungen vorgehen. Viele sagen „man müßte“ (Zeile 1) „machen“ (Zeile 1), „sie machen“ (Zeile 3), „erledigen“ (Zeile 4), aber kaum ein "Geist" (Zeile 5) tut etwas.

Es gäbe viele Möglichkeiten, mehr Verantwortung und Eigeninitiative zu zeigen, mit gutem Beispiel voranzugehen. Wir, die Schülerschaft, hätten die Macht dazu. Würden wir alle aufhören, unsere Freizeit mit Computerspielen und Discobesuchen zu verbringen, also unsere Zeit sinnvoll nutzen, könnten wir etwas erreichen, doch wo ist der, "der so etwas tut?" (Zeile 5). Leider ist kaum jemand bereit, sein persönliches Vergnügungsstreben zurückzustellen, und am schlimmsten trifft es mal wieder die jungen und neuen Schüler, die wirklich keine anderen Vorbilder bekommen.

Man kann das Gedicht auch auf den aktuellen Starkult beziehen. Viele Jugendliche haben nur Musikgruppen und Fersehstars im Kopf. Auch hier hätte man die Möglichkeit etwas zu verbessern, tut es aber nicht. Das mag an der Bequemlichkeit oder einfach nur an der Gedankenlosigkeit von Jugendlichen liegen. Ich denke wir sollten aus unserem „Zuschauerzustand“ erwachen und die Probleme unserer Zeit endlich anpacken!

Mir gefällt Leonis Gedicht gut. Das Schema des Gedichts sagt mir auch zu. Vor allem die Aussage des Textes beeindruckt mich. Sie brachte mich zum Nachdenken.


Merkst du, was du machst? Du spinnst irgendwelche Inhalte in den Text und führst ihn nach eigenem Belieben fort. Dabei imitierst du den vor Moral triefenden Stil auch in deiner Interpretation und übersteigerst ihn auch noch. Die Sätze werden bei dir dermaßen frasenhaft und inhaltsleer, dass sie beliebig austauschbar werden.


P.S.: Was ist denn nun die "TNC"?
Quendoline
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Anmeldungsdatum: 20.10.2007
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 31 Aug 2008 - 17:22:41    Titel:

tnc steht für trans national company also unternehmen wie mc donalds und co!
phantz
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Anmeldungsdatum: 24.03.2006
Beiträge: 1315

BeitragVerfasst am: 31 Aug 2008 - 17:31:19    Titel:

Ich habe den Thread zwar nur überflogen, aber:

Zitat:
Du müsstest deine Formanalyse säuberlich von deiner Interpretation trennen


Nein - es ist gerade die Kunst, die Komposition der Form in einem literarischem Werk mit dessen Intention sinnig zu verknüpfen!

Das ist in einer Interpretation ein ganz klares Plus.
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