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Trennung von Kirche und Staat!
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KamiKami
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Anmeldungsdatum: 17.08.2007
Beiträge: 1859
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BeitragVerfasst am: 19 Aug 2008 - 16:12:29    Titel: Trennung von Kirche und Staat!

Ich hätte gerne eure Meinung dazu.

Wird die Trennung von Kirche und Staat in Deutschland konsequent genug durchgeführt oder ist Deutschland nur eine Staatsmaschine für die Kirche? Sprecht ihr euch für einen sakulären Staat aus, oder beinhaltet die Verquickung von Kirche und Staat eurer Meinung nach zu viele Vorteile?

Gruß
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2008 - 19:19:34    Titel: Re: Trennung von Kirche und Staat!

KamiKami hat folgendes geschrieben:

Wird die Trennung von Kirche und Staat in Deutschland konsequent genug durchgeführt oder ist Deutschland nur eine Staatsmaschine für die Kirche?


Die Fragestellung ist ziemlich dämlich. Für meinen Geschmack ist Art. 140 GG von Übel, das heißt aber noch nicht, dass Deutschland eine "Staatsmaschine" (blödsinniges Wort übrigens) für die Kirche wäre.
J.C.Denton
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6279

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2008 - 19:44:32    Titel: Re: Trennung von Kirche und Staat!

Schwarze Strümpfe hat folgendes geschrieben:
KamiKami hat folgendes geschrieben:

Wird die Trennung von Kirche und Staat in Deutschland konsequent genug durchgeführt oder ist Deutschland nur eine Staatsmaschine für die Kirche?


Die Fragestellung ist ziemlich dämlich. Für meinen Geschmack ist Art. 140 GG von Übel, das heißt aber noch nicht, dass Deutschland eine "Staatsmaschine" (blödsinniges Wort übrigens) für die Kirche wäre.


Der Staat treibt nur mit dem Finanzamt die Kirchensteuern ein. Mehr verbindet eigentlich Kirche und Staat nicht.
Huginn
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Anmeldungsdatum: 08.05.2008
Beiträge: 126

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2008 - 19:50:40    Titel:

Im Großen und Ganzen ist in Deutschland für mich eine klare Trennung zu sehen. Kirchensteuer sollte sich finde ich die Kirche selbst drum kümmern.
Im Prinzip halt eich eine Trennung für sinnvoll, weil eine Staatsreligion die anderen Religionen benachteiligen würde und ich Religion ehr dem privaten Bereich zuschreiben würde. Jeder Mensch soll sich da frei Entscheiden können ohne irgendwelche Vorgaben von einem Staat.
x-x-x
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Anmeldungsdatum: 12.08.2007
Beiträge: 824

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2008 - 19:59:11    Titel:

An Allem muss gespart werden, teils auch an wirlich nötigen Sachen und die Kirche? Die bekommt Milliarden vom Staat und baut davon teilweise Paläste von Kirchen, mit kiloweise Blattgold, etc. muss das sein?
<ass_könig
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Anmeldungsdatum: 19.01.2008
Beiträge: 349

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2008 - 20:18:23    Titel: Re: Trennung von Kirche und Staat!

J.C.Denton hat folgendes geschrieben:


Der Staat treibt nur mit dem Finanzamt die Kirchensteuern ein. Mehr verbindet eigentlich Kirche und Staat nicht.


Stimmt nicht. Der Staat subventioniert die Kirche erheblich mit Steuergeldern (http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenfinanzierung).
Auch das sehr präsente Vorurteil, die Kirche würde davon Kindergärten/etc., sowie andere soziale Sachen finanzieren stimmt nur zum Teil, denn der Staat bezuschusst auch hier und die Ausgaben machen einen geringeren Teil im Kirchenhaushalt aus, als manch einer denken könnte.
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2008 - 22:48:31    Titel: Re: Trennung von Kirche und Staat!

J.C.Denton hat folgendes geschrieben:
Schwarze Strümpfe hat folgendes geschrieben:
KamiKami hat folgendes geschrieben:

Wird die Trennung von Kirche und Staat in Deutschland konsequent genug durchgeführt oder ist Deutschland nur eine Staatsmaschine für die Kirche?


Die Fragestellung ist ziemlich dämlich. Für meinen Geschmack ist Art. 140 GG von Übel, das heißt aber noch nicht, dass Deutschland eine "Staatsmaschine" (blödsinniges Wort übrigens) für die Kirche wäre.


Der Staat treibt nur mit dem Finanzamt die Kirchensteuern ein. Mehr verbindet eigentlich Kirche und Staat nicht.


Kirchen sind KdÖR, daraus resultiert ein Rattenschwanz an weiteren Verbindungen. Schau mal in die einzelnen Konkordate und den Art. 140 GG. Staatskirchenrecht ist mehr als du uns hier glauben machen willst.
Nofretete
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Anmeldungsdatum: 28.02.2008
Beiträge: 169
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 20 Aug 2008 - 01:57:36    Titel:

x-x-x hat folgendes geschrieben:
An Allem muss gespart werden, teils auch an wirlich nötigen Sachen und die Kirche? Die bekommt Milliarden vom Staat und baut davon teilweise Paläste von Kirchen, mit kiloweise Blattgold, etc. muss das sein?

Laughing Also besser hätte ich es jetzt auch nicht ausdrücken können Wink
dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beiträge: 3823

BeitragVerfasst am: 20 Aug 2008 - 10:23:33    Titel:

Trennung von Staat und Kirche?

Zitat:
Der Staat treibt nur mit dem Finanzamt die Kirchensteuern ein. Mehr verbindet eigentlich Kirche und Staat nicht.


Von wem die Kirchensteuern "eingetrieben" werden, ist unterschiedlich. Zum Teil geschieht dies durch kirchliche Finanzämter, zum Teil durch staatliche Finanzämter. Im letzteren Fall läßt sich der Staat diesen Service von der Kirche bezahlen.



Zitat:
An Allem muss gespart werden, teils auch an wirlich nötigen Sachen und die Kirche? Die bekommt Milliarden vom Staat und baut davon teilweise Paläste von Kirchen, mit kiloweise Blattgold, etc. muss das sein?


xxx, kannst du dafür ein Beispiel nennen? Sollte es sich aber um Renovierungskosten für Baudenkmäler handeln, z.B. Kölner Dom, dann ist deine Aussage richtig. Nur, was wäre für dich die Alternative?



Zitat:
Auch das sehr präsente Vorurteil, die Kirche würde davon Kindergärten/etc., sowie andere soziale Sachen finanzieren stimmt nur zum Teil, denn der Staat bezuschusst auch hier und die Ausgaben machen einen geringeren Teil im Kirchenhaushalt aus, als manch einer denken könnte.


Hier wird deutlich sichtbar, daß es eine Trennung von Staat und Kirche gerade im kommunalen Bereich nicht immer gibt: der genannte Kindergarten, die Schule, das Altenheim, das Krankenhaus der Kirche sind funktionierender Bestandteil der kommunalen Infrastruktur. Ein Lastenausgleich zwischen den Aufwandträgern ist sicherlich sinnvoll, wenn er für alle Beteiligten vorteilhaft ist.
Natürlich kann jede Kommund einen eigenen Kindergarten bauen, ohne Kirche, müßte dann aber alle Kosten selbst tragen! Und die Bedeutung der Kirche als Arbeitgeber im öffentlichen Dienst ist keine geringe.



Trennung von Staat und Kirche?

Wer dies fordert, hat dafür sicher ein Motiv! Aber welches?
Eine Überlegung wert ist auch die Frage, auf welcher gesellschaftspolitischen Ebene die Forderung einen Sinn macht.

Auf der Ebene des Individuums ist eine Trennung zwischen Staatsbürgerschaft und Religion nicht möglich.
Auf der Ebene der Familie ist die Verknüpfung von Staat und Kirche eine alte Tradition und Kulturgut.
Auf kommunaler Ebene sind Strukturen und Ämter von Staat und Kirche oft eng verbunden.
Auf Landes-und Bundesebene gibt es finanzielle Verknüpfungen zwischen Regierungen und Diözesen.
Die katholische Kirche ist ein Staat im Staat, die Bundesrepublik ist ein Teil des christlichen Europas. Ein Verwaltungsbezirk der römischen Kirche.

Und die GG-Religionsfreiheit garantiert dem Kirchengegner wie auch dem Kirchenmitglied die ungestörte Ausübung seiner Überzeugung.
Warum sollte daran denn etwas geändert werden?

Gruß Dornbusch
CircuitFestival2008BCN
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 15.08.2008
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 20 Aug 2008 - 11:13:35    Titel:

dornbusch hat folgendes geschrieben:
Warum sollte daran denn etwas geändert werden?


Weil das GG die christliche Kirche bevorzugt und somit andere Religionsgemeinschaften diskriminiert.

Entweder die gleichen Vorzüge für alle... oder für keinen.
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