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Hausarbeit Übung Strafrecht Dr. Bettina Weißer Uni Köln SS08
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sade0815
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Anmeldungsdatum: 21.08.2008
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 21 Aug 2008 - 17:06:22    Titel: Hausarbeit Übung Strafrecht Dr. Bettina Weißer Uni Köln SS08

Tag zusammen,
jemand sich schon mit dem ersten Abschnitt des Sachverhalts beschäftigt?
Erpressung des F durch den L durch Drohung mit einem Unterlassen, nämlich das er auf der Lehrerkonferenz nicht lügen wird, wenn er das Geld nicht bekommt? Bestechung kommt nicht infrage, Delikte im Amt auch nicht...weiß echt nicht was ich da sonst prüfen soll...
Jemand noch ne Idee?

Grüße
sade0815
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Anmeldungsdatum: 21.08.2008
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 21 Aug 2008 - 17:57:22    Titel:

Habe noch mal nachgelesen...droht L mit einem rechtmäßigen Unterlassen? Im Nomos-Kommentar gibt es dazu verschiedene Theorien...Autonomielösung, Eingriffslösung, pflichtwidrigkeitsneutrale Lösung...
Hab das hier auch gefunden, ist doch der Fall...

•Sonderproblem: Drohung mit Unterlassen
Fallkonstellation: Täter stellt dem Bedrohten in Aussicht, in einen laufenden, für das Opfer nachteiligen Kausalprozess einzugreifen, wenn er sich seinem Willen fügt:
- unproblematisch strafbar, wenn Handlungspflicht besteht = rechtswidrige Unterlassung (insbesondere Fälle der §§ 13 und 323c StGB).
- Str. dagegen wenn Unterlassen angedroht wird und keine Handlungspflicht besteht = rechtmäßige Unterlassung. Beispiel: BGHSt 31, 195 (Nichtrücknahme einer Strafanzeige; vgl. dazu W/H, BT 1, 408-416).
Nach BGH (a.a.O.; anders noch in der älteren Rechtsprechung) ist die Drohung mit einem Unterlassen grundsätzlich tatbestandsmäßig möglich (Korrektur erst auf der Ebene von § 240 II).Wohl auf Fälle zu beschränken, in denen nur von der Formulierung des Täters abhängt, ob ein Tun oder ein Unterlassen angekündigt wird.


?????????????????????
sade0815
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Anmeldungsdatum: 21.08.2008
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 21 Aug 2008 - 19:32:35    Titel:

Sachverhalt:
Fabrikantensohn Flegel (F) besucht die 10. Klasse des städtischen Gymnasiums und möchte die Schule zum Schuljahresende mit Abschluss der Klasse 10 verlassen, um sich eine Lehrstelle zu suchen. Im laufenden
Schuljahr sollen erstmals „Kopfnoten“ erteilt werden, die soziale Fähigkeiten wie Kooperationsfähigkeit, Leistungsbereitschaft und Zuverlässigkeit bewerten sollen. In Anbetracht seiner äußerst begrenzten sozialen Fähigkeiten hat F wegen der zu erwartenden miserablen Kopfnoten nicht die besten Erfolgsaussichten bei etwaigen Bewerbungen.

Dieses Problem sehend, sucht F`s Vater V das Gespräch mit dem Klassenlehrer L. Dabei lässt L durchblicken, dass F bei den 6 Kopfnoten durchgängig mit der ungünstigsten Bewertung („ausreichend“) zu rechnen habe. Er (L) sei jedoch bereit, sich in der anstehenden Zeugniskonferenz für eine Bewertung des F mit den Kopfnoten „gut“ einzusetzen, falls V seine Bemühungen durch Zahlung von € 1.000.- - honoriere. Da L als Klassenlehrer des F in der Konferenz großen Einfluss habe, werde er das auch durchsetzen können. Um den beruflichen Werdegang seines Sohnes nicht zu gefährden, gibt V dem L den geforderten Betrag.
AlfTenner
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Anmeldungsdatum: 07.07.2007
Beiträge: 29

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2008 - 15:45:50    Titel:

Zitat:
Wohl auf Fälle zu beschränken, in denen nur von der Formulierung des Täters abhängt, ob ein Tun oder ein Unterlassen angekündigt wird.


Ich glaube, dass der BGH jetzt die "Verwerflichkeitstheorie" vertritt. Da kommt es gerade nicht auf die Formulierung an.
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