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Schadensersatz bei Verzug
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auxilium
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Anmeldungsdatum: 16.02.2008
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2008 - 17:21:02    Titel: Schadensersatz bei Verzug

Hallo,
ich habe eine Frage zum Schadensersatz beim Verzug.

So hat man 3 Möglichkeiten:

Schadensersatz und weiterhin Leistung
Schadensersatz statt der Leistung
Auflösen des Vertrags

Die genauen Umstände, wann was eintreten kann, sind mir soweit klar.

Ich frage mich nur, wie das in der Praxis aussieht für die 3 Fälle:

Was ist da genau der Unterschied?

a)bei Schadensersatz und weiterhin leistung bekomme ich also einen Schadensersatz und weiterhin noch das bestellte?

b)bei reinem Schadensersatz nur den Schadensersatz oder ist der höher als der Schadensersatz aus a.

und bei c) kann der Vertrag aufgelöst werden.
Ist der nich im Prinzip schon aufgelöst, wenn ich keine Ware sondern Schadensersatz bekomme?
Rechtlich besteht der Vertrag schon, aber wieso entscheidet man sich da nicht einfach für b) ?

Vielen Dank schon mal im vorraus
Marina85
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2008 - 21:51:24    Titel: Re: Schadensersatz bei Verzug

auxilium hat folgendes geschrieben:

Was ist da genau der Unterschied?

a)bei Schadensersatz und weiterhin leistung bekomme ich also einen Schadensersatz und weiterhin noch das bestellte?


Schadensersatz neben der Leistung, bei Verzugsschaden meinst du wohl §§ 280 I, II, 286 BGB.

auxilium hat folgendes geschrieben:
b)bei reinem Schadensersatz nur den Schadensersatz oder ist der höher als der Schadensersatz aus a.


Schadensersatz statt der ganzen Leistung, §§ 280 I, III, 281 I 1 Alt. 2 BGB (Voraussetzungen des Abs. 1 Satz 3 müssen vorliegen).
Der Gläubiger ist so zu stellen, wie er stehen würde, wenn der Vertrag ordnungsgemäß erfüllt worden wäre, also: Ersatz des Wertes der Leistung + sonstige Schäden, die durch die Spätleistung entstanden sind.

auxilium hat folgendes geschrieben:
und bei c) kann der Vertrag aufgelöst werden.
Ist der nich im Prinzip schon aufgelöst, wenn ich keine Ware sondern Schadensersatz bekomme?
Rechtlich besteht der Vertrag schon, aber wieso entscheidet man sich da nicht einfach für b) ?


Was soll das jetzt für ein Fall sein? Meinst du den Rücktritt? "Auflösung" finde ich da nicht so das passende Wort, beim Rücktritt liegt eine Umwandulung in ein Rückabwicklungsschuldverhältnis vor (§§ 346 ff. BGB). Der Rücktritt ist dafür wichtig, wenn es gar keinen Schaden gibt, sondern nur einen Mangel. Setzt man dann eine Frist zur Nacherfüllung und läuft diese erfolglos ab, kann der Gläubiger zurücktreten, sich so also vom Vertrag lösen.
Sofern ein Schaden vorliegt, ist es egal, was man macht, daher sind § 323 BGB und § 281 BGB ja auch relativ gleich aufgebaut. Man kann SE auch neben dem Rücktritt verlangen (§ 325 BGB).
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